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Beiträge von chilipaprika
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und man könnte auch daran ansetzen, weniger zu fahren. Aber ich weiß ja, du bist der arme BK-Lehrer ohne jedwede andere Möglichkeit, als diese mehr als 200km am Tag mit größtem Komfort und hoher Geschwindigkeit zu fahren.
Klar, im Vergleich DAZU ist deine Fernreise weniger.
und jetzt schwarz auf weiß: nein, ich bin nicht der Meinung, dass jede*r am Arbeitsort wohnen muss. Aber man muss sich dessen bewusst sein, welchen Kompromiss man eingeht, seien es die Arbeitszeiten oder die Konsequenzen für die Welt. -
Zitat von SwinginPhone
Was machen die in Brasilien und Kuba?
Caipirinha und Mojito.
und Chips, Cola und Hamburger und industriell fertiges Essen.
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das ist der Teil, den ich am "Woanders leben" am liebsten habe: merken, was bisher in meinem Leben so selbstverständlich war (Käse war nicht selbstverständlich, ich hatte schon 10 Jahre in Deutschland gelebt und kannte (dachte ich) schon die Abgründe aller Butterkäse-Variationen - Großer Fehler von mir. Neuseeland kannte NOCH weniger und war bei den "Butterkäse/Cheddarblöcken" geblieben. Mein Luxuskäsestück nach ca. 6 Monaten, in einer Luxusabteilung entdeckt, habe ich mir schmecken lassen.
Insbesondere auf der politisch-gesellschaftlichen Ebene (obwohl ich auch denke, dass Essen politisch ist, ich meine: den Rest) habe ich sehr viel vom erweiterten Horizont profitiert: In der Zeit, wo ich in Neuseeland war, wurde der Konstrukt der Probezeit eingeführt (!! Für Europäer*innen undenkbar, aber das gab es vorher nicht), darüber diskutiert, ob Wasser nicht etwas kosten sollte (freies Gut für Alle!), Arbeitsverträge mit 0 Stunden wurden bekämpft (zugegeben, DAS war eher in einer bestimmten Szene), ich wurde auf meinen atomaren Hintergrund ganz oft reduziert und durfte (noch mal) ganz tief reflektieren, dass ich aus einer arroganten und asozialen Weltmacht komme, die sich einen Dreck um Menschenleben kümmert, wenn wirtschaftliche Interessen im Spiel sind, erfahren, dass es Länder gibt, die keine Fremdsprache brauchen, also real nicht, ...
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ich bin vorher auch super gerne "gereist", aber eben richtig langsam. Monate am selben Ort, die Zeitung aufschlagen und die Kultur aufsaugen. Mein Mann ist kein Lehrer, ich spekuliere also auf die aktuellen Verhandlungen, die bis 3 Monate "Sabbatzeit" ermöglichen wollen. Dann würde ich auch tatsächlich super gerne ein Sabbat(halb)jahr planen und müsste nur nachdenken: wo wollen wir 3 Monate reisen. Und ich träume wirklich von Südamerika und mein Traum schlechthin wäre entweder Galapagos oder Madagaskar.
Aus ökologischen Gründen wird die Galapagosreise wohl nie stattfinden, vielleicht kann ich dann drei Monate auf Madagaskar verbringen...
Aber: MitKindernHundekindern ist eh alles anders. Selbst wenn ich irgendwohin ganz weit weg wegmöchte, wäre es nicht so praktisch. Und es geht wirklich nichts über eine Familienwanderung in den Gebirgen mit abends Raclette oder FIsch nach einem Tag an der Küste. DAS werde ich auch gerne meinen Enkelkindern erzählen. und wenn ich von Neuseeland oder Südafrika erzähle, wo ich das Glück hatte, jeweils mehrere Monate zu sein, dann ist es das, was mir in den Sinn kommt: wie ich ein Barbecue am Strand hatte, wie ich mit Kiwis im Schnee gewandert bin oder wie ich mit ihnen über deren schlechten Käse geschimpft habe
Anders kann ich es nicht genießen. -
Weil du gar nichts ins Flugzeug gestiegen wärst, wenn bei dir etwas schief gewesen wäre. Es geht ja nicht um eine Schwerverbrecherpasskontrolle sondern um ein zusätzliches Vorzeigen medizinischer Unterlagen, da reicht das Vertrauen innerhalb der EU. Weil diese Grenzkontrollen eben nur so weit wie absolut nötig zulässig sind.
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Ich frage michgerade wie das funktioniert, wenn jemand von Euren Abiturienten in einem anderen Bundesland an die Universität will?
Üblicherweise ist bei uns in Deutschland die Meldefrist für zulassungsbeschränkte Studiengänge der 15. Juli.
Hier mal ein Beispiel: https://www.uni-hamburg.de/campuscenter/b…en-termine.html
du zitierst es selbst: es wurde dieses Jahr bundesweit auf den 31. Juli verschoben. Bei der Bewerbung braucht man nur die Note und hat dann ein Zeitfenster, um die Unterlagen hochzuladen, was ja auch jede*r bis dahin schafft.
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ich bin soooo oft in Zügen gereist und habe dadrin geschlafen. auf Liegeplatz (nicht die teuren Liegewagen mit nur 1-2 Plätzen, sondern die mit 3 oder 6 Plätzen, trotzdem auch nicht sooo günstig) aber auch auf Sitzplätzen. In der Studienzeit auch auf dem Boden.
Irgendwie bin ich älter geworden und schaffe es auch nicht mehr so gut. Andererseits reise ich nicht mehr so oft alleine mit Rucksack und mit Kind und Kegel ist es halt schwieriger...
Ich bin trotzdem schon (alleine und sogar mit Schüler*innen) mit dem Bus (Flixbus oder auch mal ein "Privatbus") über Nacht gefahren. Richtig bequem und angenehm ist was Anderes aber eyh: an dem Abend schläft man umso besser
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DU bist für Enteignung? Weil du ja so sehr auf das Wohl der Allgemeinheit fixiert bist?
Und wenn es dein Grundstück wäre?! -
KEINE Entscheidung wird vor der Bundestagswahl auch nur flüsternd angedeutend...
Und die Herbstferien werden nicht gefährdet.
Es hat letztes Jahr doch so gut geklappt: Erst nach den Herbstferien werden Maßnahmen verkündet. Ich glaube nicht an Wechsel- und Distanzunterricht für alle "impffähigen" Kinder, es würde also bedeuten, alles nach der Grundschule wird einfach "auf eigene Verantwortung" gemacht. Selber schuld, wer sich nicht impfen lassen will. (und für diejenigen, die es nicht _können_, "tja, Pech, wir wollten die Anderen nicht zwingen, ihr wisst schon, es standen Wahlen an".) -
Ich bitte um Beachtung: ich habe nicht gesagt, dass ich VIELE Leute kenne, sondern immer mindestens eine Person. (Dafür kenne ich aber glaube ich (?) keineN, der/die für 4 Tage nach Singapur oder in die Türkei fliegen. Aber die 3-4 Tage an die Nordsee, die ich so gerne verbringen würde, SIND für MICH Urlaub. Erholung außerhalb meines Hauses ist für mich Urlaub (Verwandtenbesuch wäre es dann nicht, aber na gut, dafür brauche ich trotzdem Urlaubstage)
und ja, ich kenne auch viele Leute, die jahrelang gar keinen Urlaub nehmen / genommen haben.
Aus welchen Gründen auch immer. -
ich muss zugeben, mich verwirrt es durchaus, dass du keinen kennst, der mehrmals im Jahr in den Urlaub fährt. Vielleicht liegt es an der Definition von Urlaub? Zählt ein 3-Tage-Wochenende in einer anderen Stadt als Urlaub oder erst mit einer Woche an einem "coolen" Ort?
Ich kenne glaube ich in jedem (?) meiner "sozialen Kreise" mindestens eine Person, auf die es trifft...
- im Lehrerkollegium mehrere Kolleg*innen mit mehrmals im Jahr (sowohl die Kategorie mehrmals ziemlich weit Fliegen, als auch mehrmals Nordsee)
- von Erzählungen von SuS weiß ich spontan mehrere SuS, die mehrmals im Jahr "weg" waren.
- im Sportverein: wobei: sind 10 Tage soviele Höhenmeter und Radkilometer wie möglich Urlaub?- Kolleg*innen meines Mannes: wie im Schulkollegium
- neue Arbeitsstelle: selbst im Coronajahr beobachtet
- Nachbarn: die direkten Nachbarn fragen mindestens zwei Mal im Jahr, dass wir ein paar Tage auf die Müllabholung aufpassen.EDIT: selbst die eine Marktfrau hat mir heute erzählt, wo sie Anfang August wegfährt... wieder auf denselben Ostseecampingplatz, wo sie immer sind, also Frühling, Sommer, Herbst. Noch ein weiterer "zufälliger Kreis")
Und klar: in jedem dieser Kreise gibt es auch Menschen, die die letzten Jahre kein einziges Mal weg waren... (außer im Sportverein, aber es ist ein kleiner Kreis)
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Wobei ihr einen Haufen Küsten habt, Atlantik und Bretagne, Lavendel, Käse und insgesamt mehr Abwechslung. Deutsche Mittelgebirge mit einer Minigolfbahn aus den 70er Jahren als Hauptattraktion sind dann doch eher alle gleich

Ich glaube zwar, einen Unterton zu lesen, aber: Ich erlebe jede Nordseeinsel unterschiedlich...
Aber zugegeben: ich werde im Alter eh sehr häuslich und habe sehr wenige Ansprüche: ein Bett, in welchem ich gut schlafe, Platz für Hunde, frische Luft und RUHE.
und ein neues Problem, auch wenn ich nur davon profitiere, dass ich "zwei Heimate" habe: Die Nebensaison(!!)Preise (für die Hauptsaison hatte ich gar nichts aufgeschrieben) ALLER (!) vorgemerkten Unterkünfte auf 3 verschiedenen Nordseeinseln, unter den günstigeren, haben zwischen November 2020 und Mai 2021 mindestens 12 Euro pro Nacht dazugewonnen.
Die günstigste Wochenunterkunft auf Amrum kostet (würde...) mich Ende September das Doppelte von ca. einem Drittel meiner sehr großen Auswahl in der Bretagne. Und das obwohl ich in der Bretagne "Haustier erlaubt" und "Strandlage" (weniger als 1km) anklicke (und auf Amrum noch nicht mal).
Da sollen sich viele in der Tourismusbranche nicht mehr wundern, wenn viele weggehen, sobald sie wieder können/dürfen. -
In Deutschland fehlt halt vor allem die Küste mit stabiler Wetterlage und angenehmem Wasser.
Da kann man sagen man fährt von Metz nach Nizza und hat im Land Urlaub gemacht.
Wenn der Münchener nach Norditalien fährt gilt es als Auslandsurlaub, wo sogar Länder passiert werden (je nach Route sogar Österreich und Slowenien).
Für mich hat es auch etwas damit zu tun, das Land zu kennen, wo ich lebe / herkomme.
UND: Die Norditalienreise mit Autofahrt aus München ist glaube ich weniger die Kritik als die Flugreise nach Mallorca, oder der Flug für 2 Wochen nach Australien. -
Wenn du schon zitierst, dann lies auch richtig. Ich habe nichts von ‚Die Deutschen‘ geschrieben, sondern ‚sehr viele Deutschen‘.
Möglichst wertungsfrei meine Erfahrungen und Beobachtungen beschrieben. Es ist nunmal ein Kontrast.
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Für Gym behaupte ich mal: nö (aber wer weiß?!). ‚Bonus‘ im Sinne der Verbesserung der Ordnungsgruppe gibt es für Vertretungszeiten im NRW-Landesdienst NACH dem 2. Staatsexamen.
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ja, sehr viele Deutschen haben ein seltsames Verhältnis zu ihrem Land. Es ist quasi ein (wörtlich) Armutszeugnis, hier Urlaub zu machen und es gibt oft Unverständnis, wenn man offenbart, an der Nordsee Urlaub zu machen. Es gibt im kollektiven Narrativ sowas wie "Woanders ist es schöner, da müssen wir hin".
Ich war mit meinen Eltern im Familienurlaub ein einziges Mal im Ausland, unser letzter gemeinsamer Urlaub, 3 Wochen (jeden Tag woanders) Zelten in Irland. Nett, aber sehr regnerisch
Davor waren wir 17 Jahre lang immer woanders in Frankreich.
Ich war tatsächlich schon mal in jedem deutschen Bundesland aber viele viele Ecken habe ich gar nicht im Blick, weil kaum jemand um mich herum mir sagt "eyh, ich war in Brandenburg, das war schön".
Ein bisschen "Ausland" muss aber auch sein, wenn es mal "Heimattanken" heißt.
Aber: vielleicht kann ich bald aus gegebenem Anlass eine neue deutsche Ecke entdecken: den Musikwinkel
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