Beiträge von chilipaprika

    bisher hat's gereicht ;)
    Ich schreibe ja keine 20 Seiten Text. Lasse aber keine Zeugnisse weg, von denen ich im Lebenslauf behaupte, einen Abschluss zu haben. (wäre für mich der Grund auszusortieren).
    und: ich bin leicht älter als du ;) Da kann man mehr Seiten haben als 3 (aber ja, mein Mann, richtiger Personaler, schimpft immer und sagt, dass es zuviel ist, er weiß aber auch nicht, wo ich kürzen kann (ist ja auch je nach Bewerbung unterschiedlich, aber schon alleine die Examenszeugnisse nehmen Platz und ich habe halt erweitert).

    Also: natürlich reichst du eh ab jetzt nur das Abitur und die Ausbildung ein. und in ein paar Jahren werden die Praktika der Schulzeit nicht mehr dabei sein, usw..

    Was man immer "im Internet" liest:

    Mein Mann (Personaler) und ich haben uns schon über "Bedenken" unterhalten. Ich bin zur Zeit weitgehendst in der Personalauswahl tätig und habe echt "interessante" Bewerbungen auf meinem Schreibtisch. Fakt: weder er (noch jemand, den er kennt) noch ich haben das je gemacht. Nicht nur, dass es datenschutzrechtlich ein no-go ist, sondern: die Arbeitszeit einer an Personalauswahl tätigen Person ist jetzt aber auch nicht unendlich (und ist wertvoll).
    Wenn ich Zweifel habe, ist es schon ein schlechtes Zeichen und entweder gibt es Indizien, die eine Bewerbung nach hinten verlegen oder man muss mit den Bedenken leben. Dafür gibt es ja auch Bewerbungsgespräche im Anschluss...

    Aus der Schule kann ich mir das kaum vorstellen. Am Telefon kommt die Sekretärin, die keine Ansicht in das Notenprogramm hat und höchstens schauen könnte, ob die Person an der Schule war. Natürlich ist die Person nicht doof und würde eine Auskunft nicht geben.

    OT und zugegeben Sonderfall: RS-Virus. Die Impfung wird nur bei Empfehlung übernommen, Baby mit Herzfehler, das diesen Virus auf keinen Fall bekommen darf und dessen Geschwister im KiGa sind, kann nicht geimpft werden, bevor offiziell die "RS-Virus-Saison" erföffnet wird. Kosten: 2000 Euro pro Impfdose. Hätte eine Privatversicherung vermutlich bezahlt (meinte der Arzt), hat die GKV nicht. Weil sie sich streng an alle Empfehlungen hält.
    Rollstuhl für Baby: erst nach mehreren Widersprüchen und nach Streit mit Sanitätshaus, usw...

    Wo ich herkomme, gibt es diese Form beispielsweise gar nicht. Jeder würde sagen "sprechen würde" (Ziemlich meta dieser Satz) :D

    Ich liebe den Konjunktiv. Sowohl I als auch II.
    Mein eigener (sowieso fehlerhafter) Sprachgebrauch muss nicht dem der Merheit der Sprecher*innen um mich herum entsprechen (sonst würde ich zeitweise "äh, gehste Bäcker?" sagen. Sprachwandel hin oder her, das muss nicht sein.)
    Leider (das finde ich sehr traurig) ist mein Wortschatz nicht besonders breit gefächert (soziale Herkunft und so. Wessen Wortschatz in der Muttersprache nicht hoch ist, wird sich in der Fremdsprache / Zweitsprache schwer tun), meine einzige Möglichkeit, sprachlich zu spielen, ist tatsächlich die Grammatik, da versuche ich, die Formen zu pflegen, die mir bekannt sind. und gleichzeitig weiß ich, dass ich "während dem.." nicht anstreichen darf. (Ich kann aber den Schüler*innen sagen, dass es schöner ist und dass das Herz des Lesers höher schlägt)

    Trotzdem stelle ich es mir so vor, dass Friesin s Lateiner auch ganz doll traurig waren, wenn sie das doofe Volk Vulgärlatein sprechen hörten. Aber daraus sind wunderschöne Sprachen entstanden und in 400 Jahren wird eine schlaue Sprachwissenschaftlerin über Sprachformen des 20./21. Jahrhunderts sprechen und über irgendeine Lautverschiebung forschen, die wir nicht wahrnehmen, weil wir mittendrin sind.

    mag sein, aber komischerweise schaffen es Sprachen tatsächlich immer, alles weiterhin auszudrücken, was sie ausdrücken möchten, so dass es doch nicht zu Verlusten kommt. (die Bedeutung von Fällen wird dann mit Hilfe von Präpositionen ausgedrückt, Wörter verlieren eine Konnotation, es kommen neue Wörter dazu oder sie wechseln die Register, ..)
    Wäre ja schade, wenn man überall in Europa nur Latein spräche.

    Du findest es nicht schlimm, weil es ein Trend ist?

    Vielleicht auch, weil Frapper (so glaube ich es seinen bisherigen Beiträgen entnommen zu haben) linguistisch vorgebildet ist und weiß, dass Sprachwandel nunmal geschieht. Die deutsche Sprache wird ja eh (fast?) nur deskriptiv behandelt (anders als im zum Beispiel präskriptiven Frankreich, wo die französische Sprache natürlich auch einem natürlichen Sprachwandel untersteht, aber wo die Académie francaise viel mehr "beschließt", was okay ist und was nicht).
    In Deutschland beschreibt der Duden, was passiert und nimmt Veränderungen an.

    Und die Veränderungen von starken zu schwachen Verben ist echt keine neue Sache in der Sprachgeschichte (genauso wie Kasuswechsel oder "Zusammenlegung".
    Es ist Sprache und das ist das Spannende.
    Da wo die Mathematik überall auf der Welt gleich ist (aber, vgl. anderer Thread zur schriftlichen Division, die Wege zum Ziel unterschiedlich sind), sind Sprachen unterschiedlich, drücken den selben Fakt unterschiedlich aus und Sachen, die jetzt relevant sind, werden es in 20 Jahren nicht mehr sein (so ist es zum Beispiel, wenn bestimmte Formen wegfallen.)

    Also: ich kann die ungefähre Erhöhung für die letzten 10 Jahre bestätigen, eine Kollegin hatte mir aber gesagt, sie hätte in den 5-8 Jahren davor keine Erhöhung gehabt.

    2014: 298 Euro, 2015 oder 2016: 320 Euro, , dazwischen die super heftige Erhöhung der großen Beamtenversicherung, letzte Anpassung: 2022 fast 400 Euro

    Man kann sowas nicht sicher planen, aber: wenn man Kinder plant und bekommt, sinkt der eigene Beitrag (Beihilfe).
    Aber gut, wenn man in Teilzeit geht, sinkt auch der GKV-Beitrag.

    Ich hätte sofort den Zuschuss genommen, wenn es sowas gegeben hätte.
    Ich habe oft bereut, nicht in der GKV als Beamtin zu sein, finanziell erschien es mir aber bescheuert. (ich werde es nicht berechnen, wer jetzt doch Recht hätte). Mit der Abschaffung der Kostendämpfungspauschale spare ich immerhin 300 Euro.

    Wechsel und Flexibilität (Teilzeit, Jobwechsel) sind in der GKV einfacher, das ist jetzt für mich ein Argument.

    Literatur to go weiß man allerdings so richtig erst dann zu schätzen, wenn man das Original kennt. Ist genial gemacht

    wie bei Verfilmungen.

    Das fand ich an der Uni so lustig. (Auslandsgermanistik). Seminar zum grandiosen (sorry, Sarkasmus) Werk "die Wahlverwandtschaften" von Goethe. Die Hälfte vom Kurs hat das Buch nicht gelesen, ein Viertel hat das Buch nicht verstanden, 80% des Kurses hat irgendeine Verfilmung gesehen (statt oder ergänzend zur Lektüre) und alle reden miteinander über unterschiedliche Fassungen. Und keine*r derjenigen, die das Buch nicht gelesen haben, gibt es zu :D und keine*r weiß also, dass seine/ihre Verfilmung nicht perfekt war und auch nicht an welchen Stellen... :D

    wenn schon, nur die Legofassung auf Youtube, geht schneller. "Literatur to go",
    Faust in 9 Minuten:

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    und ja, ein Deutschkollege guckt es sogar mit seinem Kurs im Unterricht.
    Wahrscheinlich aus Verzweiflung, dass sowieso keine*r das Buch liest.

    aber die TE hat auch nicht unbedingt eine Planstelle im Blick.

    Eine Bekannte von mir ist zB. mit einem Wissenschaftler zusammen, der eben noch nicht weiß, wo er landet und so wie es an der Uni üblich ist, 2 Jahre in BaWü, 2 Jahre in Berlin, 1 Jahr in Thüringen ist / war / sein wird. Sie ist Sonderpädagogin und hat bisher immer genug Vertretungsstellen gefunden.
    und selbst, wenn es eine Planstelle im Angestelltenverhältnis wäre (aber wie würde man das Angestelltenverhältnis bekommen, wenn man keine Sachgründe gegen die Verbeamtung hat? da wäre das Risiko, eine spätere Verbeamtung zu verbauen, zu hoch), kann man eben kündigen und sich woanders bewerben.

    Ich weiß z.B. von meinen Chemie-Kolleg*innen, dass man in Chemie in der Oberstufe kaum eine Chance hat, wenn man die Mittelstufe verschlafen hat. Dürfen wir SuS die Chancen verbauen, indem wir sagen, dass nur die intrisisch motivierten SuS und diejenigen mit Eltern im Rücken (und selbst die gucken vornehmlich auf die Noten und die Pflichten) überhaupt bestimmte Fächer nach der Pubertät wählen können?

    Und nein: Bildung ist nicht nur Lesen, Schreiben, Rechnen.

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