Beiträge von chilipaprika

    Tommi: WO in NRW bekommen Gym-Lehrkräfte bei Einstellung an der Grundschule A13?

    Bei den Ausschreibungen steht, dass sie ein einjähriges, verlängerbares Beschäftigungsverhältnis auf E11 vorgesehen ist. Also im Prinzip eine Vertretungstätigkeit mit Parkmöglichkeit an einer anderen Schulform.

    Und ich bezweifle, dass jemand mit Grundschulinteresse das Referendariat am Gym glücklich hinter sich bringt.

    Der Anspruch auf Urlaub ist durch die Schulferien abgedeckt. Wenn du allerdings aufgrund von vielen Krankzeiten in den Schulferien nicht mehr auf deine 30 Tage Erholung im Jahr kommst, dürftest du deinen Weg finden, den Urlaub während der Schulzeit zu nehmen. Es handelt sich allerdings eher um ein theoretisches Konstrukt, als ein regelmäßiges, erprobtes Mittel.

    Ich bezweifle immer noch, dass ein nennenswerter Anteil der Mädchen sich ausschließlich aufgrund gesellschaftlicher Ansichten gegen eine naturwissenschaftlich geprägte Ausbildung entscheidet.

    Und immer wieder wundere ich mich, wo du deine Kurse in der Soziologie oder den Bildungswissenschaften belegt hast...

    WIE die Welt funktioniert, scheint komplett an dir vorbeigegangen zu sein..

    Alle aktuellen Serien (die ich gucke) thematisieren es genau aktuell:
    - Greys Anatomy

    - Parallelserie Seatle Firefighters

    - Bull
    - the good doctor

    Bei allen diesen Serien wurde auch ein Zeitmarker gesetzt mit März 2020... Alle drei spielen weiterhin realistisch mit Maske und bauen es vollständig (Tod von Personen, Arbeitslosigkeit, Maske tragen, Unmöglichkeit, andere Behandlungen vorzunehmen..), bei the good doctor haben sie nach 1-2 Folgen einen Hinweis gehabt mit "Die Pandemie ist noch nicht vorbei, wir spielen in einer pandemiefreien Welt" oder so.
    Ich bin eher davon ausgegangen, dass es überall thematisiert wird, nur bei anderen Serien sind wir 2-10 Jahren im Rückstand :D

    yestoerty: aber durch Mathe hast du nicht plötzlich mehr Englisch, sondern einfach die Korrekturlast neu verteilt?

    Ich habe die ersten 2 Jahre nach dem Ref eins meiner Fächer mit mehreren Lerngruppen unterrichtet, seitdem (es waren dann 5 aktive Jahre in der Schule) wurde ich nicht mehr in der Unterrichtsverteilung berücksichtigt. Es führt dazu, dass die neueren Kolleg*innen, inklusive SL nicht mal wissen, dass ich das Fach unterrichte (für die Überarbeitung des Hauscurriculums wissen aber schon einige, dass ich einen Teil übernehmen könnte). Und da verstehe ich, was du meinst, mit "raus sein". Auch wenn es nicht unbedingt an bösem Willen hängen muss (bin mir bei mir unsicher, aber andere Sache), es ist schwer, dann wieder einzusteigen.

    Meiner Meinung nach gehört es zu einer guten Führungskompetenz der Schulleitung auch sowas im Blick zu haben. Dass kein*e Kolleg*in in die Falle tappt, ein Fach nicht mehr zu "können", oder gar Bedenken / Berührungsängste zu haben, weil man seit Jahren nicht mehr in einigen Stufen oder gar gar nicht dabei war. Gegebenenfalls auch "gegen" den Willen von KuK, die total gerne eine Nische haben. Wenn sich die Personalverteilung ändert, muss jede*r innerhalb seiner/ihrer Kompetenzen (Fakultas) agil reagieren können.

    jaohaaaa...
    Ich weiß nicht, ob ich mein Seminar zu den Guten zählen würde :D
    Aber tatsächlich haben sie da gut aufgepasst, dass wir uns ausschließlich auf den Unterricht konzentrieren (Schulen wurden auf Pausenaufsichten angesprochen, usw..), was ich persönlich doch problematisch finde, weil eben alle anderen Kompetenzen für die meisten meiner unerfahrenen Mitreferendar*innen als Überraschung nach dem Ref kamen (Aufsichten, Projekte, usw..). Aber gut, Backen und Schnittchen schmieren gehört selten zu unserem Alltag :)

    Im Endeffekt sind wir aber auch Teil des Systems. Wenn "wir" bei der Nachbesprechung eines UBs zur auf dem Tisch liegenden, offenen Kekspackung greifen, dann unterstützen wir das. Und zugegeben: auch wenn ich mir immer wieder vornehme, das ausdrücklich nicht zu tun, ich hab schon mal gegriffen und nie dem Refi einen Euro hinterlegt. Ich hab es nicht als selbstverständlich angesehen, eine Gegenleistung habe ich aber nicht gelassen (wenn man von den Stunden Betreuung im Vorfeld absieht...).

    Unser ehemaliger SL (der nebenbei auch diversen Seminaristen Hausverbot erteilt hat) hat diesen Unsinn dann bei sich im Haud schlicht und einfach untersagt. Der neue hat's übernommen. Wenn die nen Kaffee wollen, können Sie ihn kriegen, das war's.

    Ausnahme: Am Examenstag, der WIRKLICH sehr lang und praktisch pausenlos ist, gibt's catering vom Schulbäcker. Das organisiert die Sekretärin und zählt der Freundeskreis der Schule.

    war bei meinem Ref (NDS) ähnlich. Nur dass die Seminarleitung dies ausdrücklich verboten hatte ("Man hört von solchen Sachen, insbesondere NRW, bei uns will ich es nicht). Bei 35 Unterrichtsbesuchen wäre es echt hecktisch gewesen.
    Meine Fachleitungen hatten ja auch oft 2 oder gar 3 Besuche an einem Tag, Zeit und Lust auf einen Kaffee war oft nicht vorhanden.

    Beim Examenstag war das anders, aber das ganze wurde von irgendeinem Topf der SL übernommen (Jahrgänge bis vor mir mussten bei großen Unterrichtsbesuchen / Lehrproben eine große Kaffeepackung zu den Sekretärinnen bringen (klar, soviel trinken 2 Seminarmitglieder und Schulleitung in 2 Stunden..), die neue Schulleitung hat es untersagt).

    Aus NRW-Sicht: Denkt bitte an die armen Fachleiter*innen! Sie verbringen schon was weiß ich wieviele Stunden im Auto und dann wird denen ständig weiteres ungesundes Futter vor die Nase serviert...


    Was ich aber wirklich sehr gerne gemacht habe, waren ein paar Mal Kuchen in einzelnen Lerngruppen. Aber wer mich 3 Monate am Stück hatte, 3 UBs und 1 Lehrprobe in dem Zeitraum mitgemacht hat, durfte schon einen Muffin von mir bekommen, fand ich. Und es war auch entspannend, nach der LP zu backen. und es war für Menschen, die es auch verdient hatten: Fachlehrkraft, Schüler*innen und den Rest an die Tischkolleg*innen..

    Herr Rau Ich gucke mal, ob ich den Artikel finde / irgendeine Quelle finde, aber vor ca. anderthalb Jahren (?) war ein Artikel in der Süddeutschen, dass es eigentlich umgekehrt sei: die Bevölkerung (ich weiß nicht mehr, ob es auf Deutschland bezogen war, glaube ich aber nicht) würde dümmer, die IQ-Tests müssten angepasst werden.
    Das verwirrt mich jetzt (und ist grandios OT, sorry, ich MUSS es aber nachschauen, poste es hier, wenn ich es doch finde. Oder Valerianus weiß da was. )

    an den Hochschulen, in denen die Abiturnote eines bestimmten Faches besonders gewichtet wird oder zum Erlass einzelner Eingangstests führt, ist es schon bedeutsamer als der mögliche Zehntel der Abiturnote.

    Ich weiß. Aber wie ergeht es eben denjenigen, die NICHT ins Ausland gefahren sind und fast nie Oberstufe (oder gar das Fach) haben.

    Ausgerechnet mit Frankreich gibt es viele Möglichkeiten des Austauschs und Hospitationen. Aber gut, das geht mit Familie auch nur bedingt, sich 3 Wochen oder 3 Monate in die Provence abzusetzen und Scaffolding bei einem französischen Kollegen zu machen :D

    Erläuterung zum Smilie:
    Es macht mich traurig, DASS es so ist. Also für dich, weil ich sicher bin, dass du damit nicht zufrieden / glücklich bist.
    Und du hast zwei Fremdsprachen. Damit gilt dir meine höchste Bewunderung.
    Ich sage ganz ehrlich, dass MEIN Französisch echt leidet und ich wirklich merke, wenn ich ein paar Jahre keine Oberstufe habe, dass ich echt Schwächen habe. Und genau deswegen halte ich es für gefährlich, wenn einige NICHT ins Ausland gehen. Es fehlt dann das gute Fundament, an dem man schnell anknüpfen kann, wenn man es reaktiviert. Und viele Abiturient*innen / Studierende überschätzen ihr Niveau und die Nachhaltigkeit, wenn man dann jeden Tag "nur noch " "Good morning boys and girls, sit down, open the book, page 25" sagt. Die Fähigkeit, sich über Gott und die Welt, die Weltrevolution, politisches Alltagsgeschehen (WG-Leben?) oder Erziehung (AuPair?), über alles, bringt viel mehr als nur den betroffenen Wortschatz.

    Und ich meine es oben wirklich ernst: diese Leistung, die Zwei- und Dreifremdsprachenlehrer*innen jeden Tag erbringen, wäre für mich in der Form nicht machbar (und ich arbeite jeden Tag dreisprachig, aber eben ohne den Druck, "fehlerfrei" zu sein)

    Es hängt stark von 1) der Sprache, 2) dem Selbstverständnis des Fachs / des Instituts ab ("Bilden wir etwa Sprachfertigkeiten aus oder sind wir eine Philologie und arbeiten IN und MIT dieser Sprache?" Insbesondere die Anglistik hat da ein relativ weites Spannungsfeld in ihrem Selbstverständnis. Die Romanistik (insbesondere Hispanistik und Lusatinistik), die Slavistik, die Sinologie, usw.. mussten schon immer mit einem höheren "propädeutischen" Anteil leben.
    Die Anglistik tut sich schwer, aber im Zeitwandel wird sowas auch gefordert, weil die wenigsten Studis an den Hochschulen mit dem offiziell geforderten / erwarteten Niveau kommen.

    Ich meine: an meiner aktuellen Hochschule gibt es in den Allgemeinen Studien (also den Bereich, den jede*r besuchen kann und in den meisten Studiengängen kann / soll man dafür ECTS-Punkte sammeln) Kurse zu Rechtschreibung...

    Die Anglistik / Romanistik ... ist ein Philologie-Studium. Die Sprachpraxis-Kurse sind und bleiben ein Eingeständnis auf eine noch nicht voll ausgebildete Sprachkompetenz. Als Frankoromanist*in sollte ich den Sprachwandel vom Latein zum Altfranzösischen, die philosophische Aufklärung, die Frankophonie in der Welt, das Verhältnis gesprochene-geschrieben Sprache, usw.. im Fokus haben. Nicht, wie man den Subjonctif bildet. (Allerdings durchaus, wie man den beibringt (Fachdidaktik) oder wie es dazu kommt, dass es diese Form nur in den romanischen Sprachen gibt (Linguistik).

    Eigentlich sind das Pendant zum Laborpraktikum in den Naturwissenschaften die Sprachpraxiskurse in den modernen Fremdsprachen.

    Vlt. liege ich falsch, aber ich würde mal behaupten, dass ein Auslandsaufenthalt auch mit hohen Kosten verbunden ist, weswegen man sich sowas überhaupt erst einmal leisten können muss.


    Ich beziehe mich hier nicht auf die Kosten, sondern auf die Selbstverständlichkeit für die Kompetenzentwicklung.
    Und wie Kiggie sagte: es ist keinem verboten, im Ausland zu arbeiten, als Aupair zu fahren, Stipendien abzurufen und so weiter. Wusstet ihr alte Hasen, dass man mittlerweile ca. 500 Euro im Monat von Erasmus bekommt dafür, dass man freiwillig oder verpflichtet ins Ausland geht?
    Maximale Förderungszeit: 12 Monate im Bachelor und 12 Monate im Master. Es kann auch 5 Monate Studium und 7 Monate Praktikum sein.
    Beim Fremdsprachenassistenzprogramm wird JEDE*R für Spanien, Frankreich und Italien seit Jahren genommen. Nur England stellt ein Problem dar (viel weniger Plätze für noch mehr Bewerbungen).

    AuPair kostet ein Zug- oder Flugticket.

    Wenn ich Meeresbiologie studiere, dann spare ich auf den Meeresaufenthalt.
    Verhältnismäßig sind die Geografen vermutlich nicht reicher als die Fremdsprachler*innen. Auf die Exkursion nach Lateinamerika wird gespart.... Also auch bitte auf den Auslandsaufenthalt.


    Die Opportunitätskosten "gegen" den Auslandsaufenthalt sind nicht die finanziellen Kosten sondern "ich will mit 23 fertig sein und das Geld für die Familiengründung ansparen". (ja, sehr überspitzt. Aber wenn es einen Bereich gibt, wo der Einstiegsalter keinen Unterschied macht (und ich rede hier von 23-28 Einstieg ins Ref), dann ist es wirklich das Lehramt.)

    Ich hab eher den Eindruck, Lehrer sollen das machen, weil sie ja die ganze Zeit nicht gearbeitet haben und Corona-Ferien gemacht haben.

    und weil sie es sicher kostefnfrei machen würden (Präsenzpflicht und der Dienstaufgabenkatalog wird erweitert, so wie die Einführung einer zusätzlichen Deputatsstunde. Tadaaa). Studis sind frech und wollen bezahlt werden.

    In meinem ersten Auslandsjahr (ich zähle der Ehrlichkeit halber nur dieses) habe ich spontan an einem Treffen der deutsch-französischen Freundschaft teilgenommen und durfte nach einem interessanten "Arbeitstag" den Abend am Rhein auf einem Schiff mit Schröder, Chirac und Jospin (damaliger Premierminister) verbringen.
    Ist mir übrigens erst gerade wieder eingefallen, weil ich jetzt überlegte, mit wem ich dienen könnte und meine Treffen mit Frau Merkel und anderen wichtigen Menschen leider erst nach mehreren Jahren hier standfanden. Sorry, ich kann mit keinem Schauspieler dienen, und zugegeben, ich habe es noch nie im Unterricht verwendet. und das obwohl ich Politik unterrichte.
    Meine Erzählungen, dass französische Schulen Gefängnissen gleichen, reichen für den Landeskunde-Aspekt :D

    Stell dir mal vor: es gibt Leute, die kein Physik oder so in der Fächerkombination haben ;)

    Ich hatte in einem Radius von 100 Km mit 4 vollständigen Fächern 6 Stellen (!!!) auf die ich mich bewerben konnte. 5 in meinem Wunschbundesland, 1 im Nachbarsbundesland. plus 2 an Oberschulen ( = Hauptschulen, was für meine Fächerkombi absolut der Todesschuss gewesen wäre).
    Also ja, mit 60+ Bewerber*innen auf jeder Stelle habe ich mich ein bisschen motiviert gezeigt. Was ich auch war.
    und ehrlich gesagt halte ich es auch für eine Höflichkeit, meiner möglichen zukünftigen Schule zu zeigen, dass ich mich mit ihr beschäftigt habe und dass ich mir gut vorstellen könnte (und warum), mit ihr zu arbeiten und nicht nur "Sie haben keine Wahl, ich bin die einzige mit dem Fach".

    Weil ich es traurig finde, DASS nicht /in der Regel nicht nachgefragt wird bzw. dass das System so angelegt ist, dass diese Frage gestellt werden kann.
    Ich sag es mal so: wenn wir alle wüssten, dass eine solche Frage selbstverständlich im Vorstellungsgespräch / im Einstellungsverfahren gestellt / überprüft wird, würdest du die Frage nicht stellen.
    Ich "weine" also darüber, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, ins Ausland zu gehen und dies auch zu überprüfen. (Mein einstellender Schulleiter hatte mit Sprachen nichts zu tun und hätte auch nie daran gedacht, sowas zu fragen. Solche Gedanken kamen aber schon von einer anderen Ecke. Zugegeben: MIR wurde die Frage (logischerweise) nicht gestellt, mein Lebenslauf und meine Motivationsschreiben sind was Auslandsaufenthalte angeht, mehr als eindeutig (gewesen), ich kann also nicht sagen, was andere Menschen gefragt worden sind.
    und bis vor Kurzem hielt ich es für so selbstverständlich, dass ich mich wirklich wunderte, warum wir in den letzten Jahren mehrfach Leute mit "Härtefall" ohne Auslandsaufenthalt (und diese Leute haben mich echt sehr viel Arbeit gekostet und mich richtig aufgeregt). Seit kurzem weiß ich, dass der Pflichtaufenthalt in meiner Studienordnung vor über 20 Jahren eine Ausnahme im bundesweiten Durchschnitt eine Ausnahme darstellte und ich hatte eh vorrangig mit denjenigen zu tun, die in meinem Studiengang 2 Jahre im Ausland waren.

    Es ist so so so so traurig, dass es kein Einstellungskriterium ist, also in dem Sinne, dass die Studierenden wüssten, dass die Schulen darauf gucken würden (wie die Leute, die "International XY" studieren und natürlich wissen, dass die einstellende Firma gucken wird, wo und bei wem man Auslandserfahrung gesammelt hat.
    (Der Vollständigkeit halber: Falls es für andere Fächer gelten kann: Es ist dann auch meinetwegen genauso traurig, wenn Schulen nicht die Möglichkeit haben zu schauen, ob der Physiklehrer dies und das gemacht hat...)

    Ich kann es nur für meine Fremdsprache behaupten: man merkt es sooo sehr, wenn jemand richtig im Ausland war. Es mag natürlich in Englisch anders sein, meine Sprachkorrekturquote bei Refis /Mitmenschen, die im Ausland waren, lag sehr weit unter der derjenigen, die die "12 Wochen" im Ausland waren oder gar einen Härtefallantrag hatten...
    Vom interkulturellen, landeskundlichen Gefühl nicht zu sprechen.

Werbung