Beiträge von chilipaprika

    Schneewittchen2 : Eigentlich müsstest du deinen Text noch bearbeiten können.

    Davon abgesehen: Danke für die Info bzgl. des Literaturunterrichts! In Niedersachsen ist "Literatur" kein eigenständiges Unterrichtsfach.

    Es entspricht dem niedersächsischen Fach "Darstellendes Spiel". Soweit ich weiß, kann man nirgendwo "Literatur" (oder "Darstellendes Spiel") eigenständig studieren, sondern darf das mit einer Zusatzqualifikation (in NDS hatte die eine Kollegin eine lange theaterpädagogische Fortbildung gemacht, die zwei anderen hatten es sich angeeignet bzw. waren selbst aktiv und so..), in NRW gibt es für das Fach auch einen "Zertifikatskurs", um sich fortzubilden, es gibt aber viele Kolleg*innen aus dem Fach Deutsch, die das Fach "fachfremd" unterrichten. Es ist (wenn man das Interesse und einen gewissen Draht zum Gegenstand bringt) eine nette Abwechslung zum korrekturlastigen Deutschunterricht (wobei ich nicht sagen will, dass Literatur keine Arbeit ist, Literaturkurse sollten ja auftreten, es gibt durchaus Probezeiträume, ... im Wahlpflichtbereich werden ja auch Arbeiten geschrieben usw..)
    Es ist halt ein ganz anderes Arbeiten. Das Fach ist im Wahlpflichtbereich II in der Sek1 (also 8./9. Klasse, zumindest bei G8 am Gym), parallel zur (seltenen?) 3. Fremdsprache oder Angebote wie Mint, Fach x bilingual, usw.. eben etwas was die Schule aufbaut, um sich ein Profil zu geben.
    In der Oberstufe gehört es zum Fächerfeld mit Musik und Kunst, genauso wie DS in NDS.

    nein, das vermutlich nicht.
    Aber Münchner und Stuttgarter Verhältnisse sind wahrscheinlich auch weit weg jeder Vorstellung.
    Mietverhältnisse sind einfach verrückt. Ich wohne in der Nähe einer Studistadt, wo ich mir bei aller Liebe frage, wer sich das leisten kann und will. WENN die Menschen in Berlin, München oder einer anderen teuren Stadt auf Auto und so verzichten (machen viele Bekannte von mir), dann gleicht sich das aus. Aber: wenn man sein "Kleinstadtleben" in die Großstadt transportiert und die weiteren Vorteile der Stadt haben will, passt es finanziell nicht mehr. Den Luxus von ständiger Verfügbarkeit von ÖPNV bezahlt man damit, dass ein Auto unverhältnismäßig nicht notwendige Mehrkosten produziert.
    Wir reden jetzt von jemandem, der freiwillig irgendwohin zieht, es ist was anderes als der bayrische Referendar, der nach München geschickt wird und keine Wahl hat.

    man könnte es so lesen .... (glauben tatsächlich zu viele Lehrer:innen)
    .... oder auch die Botschaft, dass Berlin wirklich nicht mehr die Preise hat, die es mal hatte. Ich habe vor einiger Zeit in Berlin gewohnt, zu der Zeit haben etliche Wohnungen beim Verlassen des Bewohners ihre Miete verdoppelt. So die Wohnung, in die ich einziehen wollte ("Eigenbedarf" und ein Monat später für mehr als das Doppelte neu gestrichen inseriert), so meine Wohnung, als ich auszog (und sie war schon damals nicht viel günstiger als später in NRW), ... Diejenigen, die noch mit den falschen Bildern nach Berlin kommen ("wenn schon so runtergekommener, cooler Altbau ohne normale Heizung, dreckiger Viertel, ... dann doch günstig, oder?" "nee")

    Lustig.
    Ich kenne das Buch nur auf Deutsch und als Erwachsene und lustigerweise sind es (ausnahmsweise) die selben grammatischen Geschlechter in meiner Muttersprache, aber für mich ist sie weiblich, weil "die" und weil "Schmetterling" (fragt nicht, wie gesagt, es ist ein doppelt markiertes maskulines Tier, aber es war mein ERSTER Gedanke beim Leben der Umfrage).
    Vermutlich habe ich vorher nie darüber nachgedacht, aber sofort kam mir der Gedanke "ist doch klar, papillon... ups, der Papillon ist auch männlich..." (vielleicht, weil ein Schmetterling hübsch und bunt ist?)

    Nichts je davon gehört.
    Da die Verkürzungsmöglichkeiten wirklich sehr eingeschränkt sind (und euch womöglich nie betreffen werden, weil nur die Vertretungen NACH dem Ref einbezogen werden können), kann ich es mir kaum vorstellen, dass es jetzt eine neuere Regelung gäbe.
    Aber wie Kiggie sagt: die Lebenszeitverbeamtung ist nur ein formaler Akt. Klar, man will auch ein nettes Gutachten und sollte die Revisionsstunden schon vorbereiten. Aber genauso wie den restlichen Unterricht (gut, für die Revisionsreihen ist ein bisschen mehr Fleiß dran gewesen..). Und wenn du in der Probezeit (und danach) deine Dienstpflichten gewissenhaft erfüllst (und es sind mehr als genug, aber auch nicht unmöglich), dann hast du wenig zu befürchten.

    Warum sollte dir der deutsche Staat / ein deutsches Bundesland eine Einstellung und Beamtengeld geben, damit du dann einfach so an eine norwegische Schule arbeiten gehst?

    Nebenbei: Auslandsschulen sind sehr flexibel, was den fachfremden Einsatz angeht, natürlich in einem gewissen Rahmen. Und ehrlich gesagt: Norwegen ist viel zu beliebt, dass sie tatsächlich jemanden mit der Kombi nehmen, aber grundsätzlich (falls zum Beispiel dein Partner auch international interessiert ist) kannst du ja auch meinetwegen nach Asien, dein Freund auch.
    Aber: es sind immer absolut befristete Maßnahmen. Es dauert oft Jahre, bis man überhaupt ins AUsland geht und die Zeit dort ist auf 4, maximal 6 Jahre begrenzt, dann muss man wieder eine gewisse Zeit in Deutschland arbeiten, bevor man überhaupt wieder weg könnte.

    Also: WENN du jetzt nachfragen würdest, sieht es im Vergleich zu vor einem Jahr schon anders aus.
    Mit dem Status "geimpft" erreicht man mehr.
    Ich vermittle gerade überall hin.
    Also im nächsten Schuljahr habe ich nur Ozeanien nicht dabei. Aber auch daran arbeite ich :D



    Wenn du irgendwann weg willst, würde ich an deiner Stelle ein neues Fach erweitern, DaF nachstudieren, und / oder ein Praktikum als Türöffner in einer internationalen Schule machen. und Norwegisch lernen.

    Also: ich vermittle gerade ziemlich problemlos Studis und Absolvent*innen ins Ausland. Corona ist höchst wahrscheinlich nicht schuld daran, dass du für den Zeitraum November-Januar keinen Job (auch Praktikum?) findest.
    Ob man in Baden Würrtemberg mit dem Eintritt ins Referendariat gefangen wird und nach dem Ref bleiben MUSS, wage ich sehr zu bezweifeln, aber gut, ich komme von einem anderen Bundesland.

    WENN du dich nach dem Ref entscheidest, eine Stelle anzutreten, ist es wohl ganz logisch, dass man dich dann nicht in die weite Welt ziehen lässt...

    Wenn du jetzt oder nach dem Ref ins Ausland gehen willst, stehen dir sehr viele Türen offen. Wenn du natürlich nur ins nördliche Norwegen willst, sind die Türen kleiner. Kannst du denn Norwegisch? Was ist dein Zweitfach?

    Du kannst bei der Zentralstelle für Auslandsschulwesen (ZfA) nach Schulen im Ausland suchen, du kannst insbesondere bei den Verträgen für Ortslehrkräfte gucken, sie sind eine hervorragende Möglichkeit, die Welt zu entdecken, wenn man noch jung und kein Haus und Familie zu unterhalten hat. Allerdings wird das Interesse von Norwegen relativ klein sein.
    Ich weiß nicht, wie die Lehrer*innenbildung in Norwegen ist, aber wenn sie so ist, wie ich es mir vorstelle (liberal): informiere dich, wie du dort an einen Vertretungsvertrag kämst (Voraussetzung natürlich, du sprichst Norwegisch). Sonst bleiben dir nur die Internationalen Schulen (Voraussetzung: du sprichst wirklich gut Englisch und hast Fächer, die du auch auf ENglisch unterrichten kannst...)

    Diese Aussage impliziert, dass das Binnen-I oder das Sternchen einen Sinn ergeben.

    Tut sie ...

    Zitat

    Warum soll sich denn überhaupt Sprache verändern,

    Zum Glück bin ich nicht borniert und schließe nicht von dir auf alle deine Lehramtskommilitonn*innen... Aber ernsthaft: du hast ein Lehramt studiert, in dem Deutsch ein Teil deines Studiums sein musste (selbst mit deinem vermutlichen Mathe-Schwerpunkt wirst du wohl auch "Sprache" untersucht haben).

    Warum soll sich Sprache verändern? Stimmt, Mittelhochdeutsch klang viel schöner. Allerdings war Althochdeutsch schon weniger lustig nachvollziehbar, für mich.
    Sprache VERÄNDERT sich. Punkt. Warum wachsen deine Haare? Warum regnet es? Es gibt Sachen, die sind einfach da. Die kann man beschreiben, man kann es leicht beeinflussen, aber es ist so.

    Es geht doch nicht hier darum, ob die Nutzer*innen von gegenderter Sprache alle Romane, Schulbücher, usw.. umschreiben lassen wollen und eine Pflicht für deine Beiträge im Forum einführen wollen. Sondern sie nutzen selbst eine Art von gegenderter Sprache.
    Irgendwann haben die Leute aufgehört, bestimmte Laute zu artikulieren und Laute haben sich verändert. Irgendwann sind Endungen weggefallen und die Sprache hat die "Notwendigkeit" gesehen, bestimmte Informationen nicht mehr als Endung zu markieren, sondern zb mit Hilfe von Präpositionen. Da hat sich keine*r hingesetzt und gesagt "Puh, der Genitiv geht mir auf den Senkel, lass ihn uns abschaffen". Genauso wie keiner irgendwann den Ablativ getötet hat.
    Sprache ändert sich. Wörter ändern sich, der Wortschatz erweitert sich, andere Worte verschwinden, Sprachen beeinflussen sich (ja, irgendwann wird es "normativ zulässig" sein, "es macht Sinn" zu sagen, ...)

    DU musst das nicht nutzen. Keine*r muss es. Die Sprache interessiert sich nicht für dich. Deine Enkelkinder werden irgendwann deine Beiträge (unsere aller Schriften) lesen und lachen. Über bestimmte Formulierungen und bestimmte Wörter.

    Wie SuS sagen: "isso".

    bella, ihast du deiner KK deinen Vertretungsvertrag gemeldet? Offensichtlich hat es die LBV noch nicht gemacht. Keine Angst, es wird nachträglich geregelt.
    Da du keine neue Studienbescheinigung eingereicht hast (das war doch dein Statuswechsel, oder?) muss deine Krankenkasse dich trotzdem versichern, und irgendwo Geld holen. (Bzw: wenn deine KV deine Kontonummer hat, dann wirst du vorher auch auf dem Weg deine Beträge bezahlt haben. Wurde der selbe Betrag eingezogen? (irgendwie glaube ich, dass dein Beitrag panischer wäre, wenn die KV den richtigen Betrag für freiwillig Pflichtversicherte (? Begriff unsicher).

    Man sollte nicht auf ein Pferd setzen, machen aber leider wirklich zu viele und wundern sich dann, dass andere Menschen vor ihnen geimpft werden.

    Tja, ich setze tatsächlich nur auf ein Pferd (bzw. HA und ich schaue immer aufs Impfzentrum), irgendwie käme ich mir ein bisschen doof vor, alle Fachärzt*innen der Region, bei denen ich vielleicht mal war oder die mir sogar ganz unbekannt sind, anzurufen.
    und ja, ich weiß, dass man es vielleicht so machen soll, aber ernsthaft: einen HNO-Arzt anrufen, den ich nicht kenne und um einen Termin anbetteln?

    Ich glaube, die KuK, die "sowas" am Rande schreiben (ich gehöre dazu), wissen, bei wem sie was schreiben können.
    Ich würde NIE einem schwachen Schüler etwas "Lustiges" schreiben, was er "falsch" verstehen könnte. Einem Schüler, den ich aber seit 3 Jahren im Unterricht habe und der seit drei Jahren den SELBEN Fehler im Einleitungssatz schreibt, da erlaube ich mir durchaus was, egal ob gut oder schlecht.
    Einem Schüler, der mir eine Blume "schenkt", weil seine Klausur zu schlecht gewesen sein soll, male ich gerne eine Sonne oder eine Gießkanne dazu. Einem Schüler, der nie ein Wort sagt und plötzlich eine geniale Klausur schreibt (ohne Zweifel an der Herkunft), und mit dem ich gut klar komme (also keine Ängste um eine schlimme Pathologie), schreibe ich auch gerne einen ironischen Kommentar, ob er uns nicht im Unterricht auch an seinen sehr schlauen Ideen teilnehmen lassen könnte.

    Am liebsten male ich aber Herzchen oder Smilies mit vollem Gesicht, lachend oder Tränen, ...

    ... zumal es wirklich sehr unterschiedliche Gruppen von "Abbrecher*innen" gibt.

    1) (typisch Latein und weitere "sichere Fächer") "Ich will eine Stelle, ich schreibe mich für etwas ein, wo ich sicher was bekomme" (im Gegensatz zu Kunst und Musik kostet die Einschreibung in Mathe/Informatik/Latein... wenig Arbeit, es ist nur ein Click auf der Hochschulseite).
    Überraschung: man braucht ein bisschen Neigung für das Fach und eine Menge Arbeit. Typ 1 merkt, dass das Fach langweilig ist (und dafür zuviel Arbeit ist).

    2) (vermutlich: Naturwissenschaften/Mathe/Info) "ich war immer ganz gut in Chemie, ... hatte Physik-LK... , war der Info-Crack der Schule, ich wuppe das Fach" Auch hier zum Teil böse Überraschung. Natürlich studiert kein Mensch Mathe, der seit der 8. Klasse um die 4 kämpft. aber die wenigsten Mathe-Studis (selbstverstretend für alle Fächer) haben in der Schule für das Fach richtig gekämpft. Womöglich hatten sie sogar Pech und keinen LK (NaWis kommen nicht überall zustande..) und müssen noch mehr machen als mit einer breiteren Basis.
    Typ 2 hält sicher ein bisschen mehr durch als Typ 1, merkt aber, dass (Zitat Catelyn) "14 Stunden am Tag Mathe" nunmal viel weniger lustig ist, als das was man sich unter dem Studium vorgestellt hatte und dann sieht man, dass die Kommilitonin aus dem Zweitfach in ihrem Erstfach Deutsch / Geschchte/ EW / Politik / Erdkunde einfach viel mehr Freizeit hat und dann auch noch bessere Noten.
    Dann redet Typ 2 sich das zurecht mit "ich hab nicht genug Talent", obwohl der richtige Satz ist "ich hab nicht genug Biss".
    Und anders als zb. in den Fächern mit Latinum /alten Sprachen (fast nur noch die Religionen) ist die Aussicht auf "Bald ist es vorbei" nicht da.

    Zugegeben: ich habe auch ein Studium abgebrochen, wo ich mir eingestehen musste, dass der Aufwand und die Kraft, die ich dafür investieren musste, es mir nicht "wert" waren. Also ein bisschen Typ 2 (obwohl ich objektiv gesehen dafür auch fehlende Fähigkeiten habe. Also reale. Aber ich hätte mich für einen (unter)durchschnittlichen Abschluss auch durchringen können. Es war keine leichte Entscheidung und ich nage noch heute an dieses Gefühl des Scheiterns, auch wenn es trotzdem die richtige Entscheidung war (und es war ein Studium mit einem eindeutigen Mangel, also mehr als Physik/Informatik-Lehrer*innen)

    Ach, nicht traurig sein. Es ist vollkommen okay. Weniger Risiken -> Weniger Priorisierung. Ich finde es wirklich absolut in Ordnung und gerecht.
    Mein Beitrag bezog sich nur auf die teilweise, mediale Diskrepanz zwischen "AZ wird freigegeben und liegt überall auf der Straße rum" und "nee, ist leider nicht so".

    Jede*r kennt jemanden, der mit Geschichte/Politik doch am Ende eine Stelle bekommen hat...
    und jede*r glaubt / hofft, dass er/sie mit seinen/ihren Leistungen unter den Besten ist.

    usw...

    Ich habe letztens einen Studenten darauf aufmerksam gemacht, dass seine Fächerkombination vermutlich nicht die ist, die er denkt (zwei allgemeinbildende Fächer für BK, beides "Kurzfächer"). Er hatte tatsächlich keine Ahnung, dass er mit PK/Wi keine WiWi unterrichten darf.
    und: er kannte doch einen Lehrer an seinem BK, der das auch so hatte.

    und ich bin ehrlich: mit Einstellungsrisiken hat in meinem Studium kein Mensch gewedelt (gab es auch keine Diskussion damals), aber mit dem Korrekturaufwand. und ich hatte GAR KEINE Vorstellung, was "Korrigieren" bedeutet. Ich dachte wahrscheinlich sowas wie "aber es macht doch soviel Spass, die Sachen der SuS zu lesen und zu sehen, wieviel sie gelernt haben". Haha... zum Teufel, früheres Ich. Korrigieren ist der HORROR!
    Als ich zumindest daran gedacht habe, dass das eine Fach mich meine EInstellung kosten würde, habe ich mir schnell aus meinem Neigungsfach ein Erweiterungsfach gebastelt und da habe ich schlauerweise unter anderem auch zu einem weiteren Korrekturfach gegriffen. (aber da macht es mir auch tatsächlich doch mehr Spass).

    "Früheres Ich. Sei schlau und studier Mathe." (doofes Schulsystem, wo ich mich zwischen Deutsch und Mathe entscheiden musste).

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