Okay, ich dachte, du meinst die Diskutierenden und das sind drei aus NRW (also mich inklusive.). Wobei ich glaube, näher an dich als an State zu sein.
Als jemand, der in RLP studiert hat, hätte ich es nicht als Süddeutschland bezeichnen, aber das ist sicher in Ordnung.
Beiträge von chilipaprika
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eyh!!!
Ich akzeptiere ALLES, aberbei euch in Süddeutschland verbreitet ist,
DAS?!
Ich bitte um sofortige Entschuldigung!! -
Ich hatte doch dS Beispiel der Pflegekräfte:
die einzelne wurde gesiezt, als Plural wurde aber oft regelmässig Ihr benutzt. Wirklich als Mischform. Und unbewusst (auf Nachfrage bzw. Hinweis sagten die Duzenden, sie hätten gesiezt) Obwohl keine einzige Person Du zu einer einzelnen gesagt hätte.
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Das ist die Konvention des Orts.
Beim ersten Mal im Sporttraining duze ich keinen, kenne auch nicht mal die Nachnamen. Die selben Leute am Käsestand auf dem Markt würde ich siezen.
Erlebtes Beispiel: Orchester der Musikschule. Kennenlernen, per Du. Vorname, Instrument, ggf. Stadt sind die einzigen Infos, die ich habe.Mitten im Orchester sitzt die Schulleiterin einer Nachbarschule. Ich weiss es, ich _kann_ sie nicht duzen. (Weiss nicht mehr, ich glaube, sie hat mich geduzt)
Im Orchester sind SuS ihrer Schule, sie siezen sie (und ich glaube, sie hat auch gesiezt, Oberstufenschüler*innen, bin aber unsicher) -
Das mit dem "Ihr"/"Euer" benutzt hier übrigens meines Wissens niemand. Es sei denn, ich spreche wirklich mehrere Personen an (also wenn ich bspw. eine Leiter von unseren Nachbarn ausleihen will, sage ich natürlich auch: "Kann ich mir mal eure Leiter ausleihen?").
ja, wie denn sonst anders?
Selbstverständlich ist "ihr/euer" für mehrere Personen. -
und hier ganz offen: VIELEN LIEBEN DANK CORONA!
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Ich fände das ansonsten eine sehr seltsame - um nicht zu sagen: unangenehme - Atmosphäre und Distanz, die da geschaffen würde, wenn sich einige aus der Runde siezen und die anderen duzen.
Ich _erwarte_ eigentlich, dass der Gegenüber (wenn älter/förmlicher/blablubb) oder ich (wenn ...) dann das Du anbietet. "Ach, wir können doch "du" sagen, oder?"
Aber dass der 15-jährige Sohn eines Bekannten-Bekannten anfängt, mich zu duzen, ja, ich stutze innerlich. -
"umarmen"... dieses deutsche "Kurz auf dem Rücken klopfen"
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aber die SL (und der PR) haben doch nichts damit zu tun?
PR und GEW können begleiten und Infos für zb. Widerspruch geben.
Was soll die SL machen? Ihr ist es doch nicht nur egal, welchen Status du hast, sie kann auch gar nichts machen -
das klingt logisch, weil es sonst doch total absurd wäre.
(mm... okay... ich ziehe mein Argument zurück ...) -
könnte ich genauso schreiben.
Bin aber noch mittendrin im Prozess
Geduld... Ohm ... -
ist in NRW auch so (Weswegen mein Mittelstufenkoordinator einem Schüler angeboten hatte, er müsse nichts in Französisch machen, weil: es zählt nicht)
(Selbst mit diesem unglaublich verlockenden Angebot kam der Schüler weiterhin gar nicht zur Schule) -
meine laienhafte Naivität würde allerdings annehmen, dass es schwieriger ist, jemanden aus dem Beamtenverhältnis rauszunehmen (und zu begründen), als ihm von Anfang an zu sagen, dass man sich in einem Jahr sieht, aber erstmals im Angestelltenverhältnis startet.
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Gute, schnelle Genesung!
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Dass "ihr" als Plural von "Sie" genutzt wird, ist mir - ehrlich gesagt - noch nie aufgefallen. Aber mag sein, dass das hier auch nicht so verbreitet ist oder ich habe es einfach nicht mitbekommen.
Das ist das coole am Sprachwandel: es fällt nicht auf.
Außer die verletzte Konvention ist einem sehr wichtig (Pflegepersonal achtet darauf und merkt es an. Alle hätten sonst schwören können, dass sie gesiezt haben), oder man ist in diesen Konventionen gestört (ich, weil kulturell anders sozialisiert und nicht im Ruhrpott leben) -
Das Risiko des "Wechsels" ist, dass man ihn nie schafft (also: bei mir).
Meine Eltern siezen immer noch meinen Mann, oder duzen ihn, oder wissen es nicht so genau. Ist auch egal, sie haben keine große gemeinsame sprachliche Basis.
Mein Vater hat meinen Mann (zugegeben, damals noch nicht mal verlobt) auf Französisch korrigiert, um ihn auf die Sie-Form hinzuweisen. Es gab einen Donnerwetter und er traut sich das nicht mehr (korrigieren), aber ich weiß, dass das Du ihm nicht einfach fällt und er nutzt auf Deutsch konsequent das "Sie", auf Französisch das "Du". Meine Mutter nutzt eher das Du, auch wenn sie schon mir gegenüber amüsiert pickiert darauf hinwies, dass er das tat. (Der potentielle Schwiegersohn mit 2 Babelkursen...)
Der Vater des Kindes meiner Schwester, der schon bei uns Weihnachten verbracht hat (also keine große Bindung, aber ein bisschen schon) wird konsequent gesiezt. Meine Schwester duzt seit Tag 1 ihre "Schwiegereltern". Darauf hat die Frau bestanden, meine Schwester hat es geschafft. -
Siezen vs. Duzen hat für mich nicht wirklich viel mit einer Vereinfachung der Sprache zu tun, sondern zeugt u. a. von flacheren Hierarchien in Betrieben und auch davon, dass häufig in international operierenden Unternehmen auf Englisch kommuniziert wird, die halt nur das "you" kennt, und immer öfter alle mit dem Vornamen angesprochen werden (was ich im Übrigen auch super finde).
Ich suche mal den Artikel, den ich letztens gelesen habe, aber es hat tatsächlich mit einer Vereinfachung der Sprache zu tun.
Gut daran zu sehen, dass viele Menschen das "Ihr" als Plural von "Sie" nutzen.
Also nicht systematisch, aber das "Ihr" wird oft in Kontexten benutzt, wo nachweislich eine Einzelperson der Gruppe gesiezt wird.
Den Artikel hatte ich gefunden, nachdem ich genau diese Erfahrung im Krankenhaus gemacht habe: einige Mitpatient*innen haben das Pflegepersonal mit "Ihr/Euer" angesprochen, obwohl ich beobachten konnte, dass Sie einzeln nicht geduzt haben (sprachlich. verhaltensmäßig zum Teil naja).
Einige Formen verschwinden, das ist die Vereinfachung der Sprache, bzw.: Sprachwandel (juhu!) -
Ich mag duzen bei Fremden nicht. Kinder werden gedutzt, in einer Kneipe akzeptiere ich es, bei einer langjährigen Friseurin auch. Und ich bin nicht allein, ich sehe dies im Kollegium. Praktikanten erhalten selten das Angebot, Referendare oft erst nach einiger Zeit.
... zwischen "das Angebot erhalten" und "trotzdem tun" gibt es leider nicht viel.
Sowohl an der Uni (als Dozentin) als auch im Kollegium leider mehrfach erlebt.
An der Uni habe ich konsequent zurückgesiezt, bis der Letzte es verstanden hatte, dann habe ich es auch zum Thema in der ersten Sitzung gemacht (passenderweise ging es um interkulturelles Lernen).
An der Schule traue ich mich nie, sehe aber nicht mehr jung genug, dass jemand denken könnte "sie ist gleich alt" und frage mich, wie es dazu kommt... -
kolina98 hat noch Unterricht (gehabt), ist also nicht in NRW und NDS, es sind die zwei einzigen BL mit der komischen Konstellation der Bekanntnisgrundschulen (und Hauptschulen).
Ich wüsste von keinem Gymnasium oder Gesamtschule (sie hat einen Sek2-Kurs).
Da ist es wie Pepe sagt, natürlich an Schulen privater Träger anders, aber ich hätte nicht gedacht, dass es noch Flecken in Deutschland gibt, wo eine Schule sich sowas leisten (!) könnte, nur getaufte Kinder ohne Ausnahme zu nehmen.
Wäre gut, wenn unser bischöflicher Konkurrent auf die Idee käme, dann hätten wir weniger Existenzängste.
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