Beiträge von chilipaprika

    dem schließe ich mich an... Wenn ich das Bedürfnis habe, eine Karte zu schreiben, dann würde ich es machen. Vielleicht umhören, falls ich es eh lieber / auch in einer Gruppe gerne machen würde.
    Geld würde ich nur separat spenden bzw. in dem Kontext nicht.

    Das stimmt nicht ganz. Es gibt zumindest hier in Hessen welche mit und welche ohne Oberstufe. Dafür kann aber auch eine Grundstufe angeschlossen sein.

    Wenn ich im Eingang meines Beitrages 1) klar mache, dass das Bundesland wichtig ist, 2) mich auf NRW (wie der TE) beziehe, dann tue es bitte auch oder lass es.

    Wenn jd aus NRW es anders kennt, dann gerne, mir ist es aus NRW so bekannt. Tatsächlich kenne ich Gesamtschulen ohne Oberstufe in NDS und Hessen, in RLP war das glaube ich nur ne Dependance (Zweigstellen sind ja keine eigenständige Schulen!), ich schliesse es nicht für NRW aus, vll weiss ich es eben falsch, aber dann bitte mit Fakten des Bundeslandes korrigieren, es wird hier müssig...

    Hallo,

    danke für eure Erklärungen. Dann bin ich beim Elterngespräch gut vorbereitet.

    Ich würde mich aber jenseits der Namensbezeichnungen über die betroffenen Schulen informieren.
    Wir haben am Ort eine Gesamtschule, die in einer anderen Stadt als Gymnasium durchgehen würde. Ich kenne aber eine Gesamtschule, die bis vor kurzem eine Sekundarschule war. Die Schüler*innen haben sich nicht auf einmal geändert, es wird ein Prozess sein.
    Dasselbe gilt bei Haupt- und Realschulen. Die Hauptschule ist super beliebt, weil sie grandiose Arbeit leistet...

    Hallo!
    Du kommst aus NRW, hast du hier schon Mittelschulen gesehen? Gemeinschaftsschule verbinde ich auch nicht mit NRW.

    Die Sekundarschule hat in NRW (! Föderalismus) keine gymnasiale Oberstufe, rein theoretisch aber Schüler*innen aller "Schulformen" ab der 5. Klasse. In der Regel mehrheitlich aus "Realschule" und "Hauptschule", aber die Sekundarschule ist für Gym-Kinder auch vorgesehen, die Ausstattung bei den Lehrer*innen ist auch entsprechend.

    Eine Gesamtschule hat eine gymnasiale Oberstufe. Sie kann kooperativ oder integriert sein, in NRW glaube ich nur integriert. Kooperativ bedeutet: unter einem Dach Haupt-, Real- und Gymzweige, die für bestimmte Fächer zusammengelegt werden können. Kenne ich nur aus Hessen.
    Integriert: in der Klasse sind alle gemischt, ab einer bestimmten Klassenstufe (oft 7) werden einzelne Fächer nach Niveau differenziert (in der Regel D, M und E, nicht unbedingt alle gleichzeitig differenzierend). Da eine Gesamtschule alle Abschlüsse anbietet, ist sie in der Regel größer (ich kenne fast nur 6zügige, bei uns meinte der Schulentwicklungsplan, dass es mindestens 4zügig sein muss), sonst lohnen sich die Differenzierungsmöglichkeiten nicht (nach Niveau und im Wahlpflichtbereich: sowohl die 2. Fremdsprache als auch zb Werken).

    Mittelschulen sind in Bayern glaube ich die früheren Hauptschulen?

    Gemeinschaftsschulen integrierte Schulformen ohne Oberstufe in Bawü, ich glaube, in Hamburg heißen sie auch so, Stadtteil- oder Gemeinschaftsschule.


    und weil es noch verrückter geht: RLP hat Realschulen Plus, Niedersachsen die Oberschule, in Berlin die ISS (intergrierten Sekundarschulen), usw...

    Und dann? Für ein Kind würde man sich zumindest krankschreiben lassen können.

    Ich halte das alleine für absolut ausgeschlossen.


    Erstmals kann ich mich (offiziell) für ein Kind nicht krankschreiben lassen, sondern das Kind.
    Ich halte mich für einen vernünftigen Menschen (auch wenn ich im Bezug auf mein Tier sehr emotional bin), ich kann unterscheiden zwischen "oh mein Gott oh mein Gott, ein Weltuntergang, er schleckt an der Pfote" -> ich kriege schon einen Tierarzttermin in meiner Freistunde oder nach Feierabend und "Mein Tier kotzt sich die Seele aus dem Leib und verkriecht sich in der Ecke" -> "Hallo Schule, ich komme heute nicht, gleich kommt die Mail mit Aufgaben".

    Ich habe noch nie den Joker gezogen, sage aber ganz ehrlich, dass ich es tun würde. Ich hatte nämlich schon den zweiten Fall, allerdings am Wochenende und der Kleine war über Nacht tot. Den Fehler, an dem Montag wieder zur Schule zu gehen, mache ich nicht noch mal.
    Aber es sind Ausnahmen. Und für den Tiernotartz bin ICH nicht alleine (finde aber, dass man auch alleine sein darf), und mein Mann ist schon mal eingesprungen mit flexiblem Home Office.

    Eine Hundepension oder -zucht würde ich ja trotzdem nicht eröffnen. Der Punkt ist halt die Grenze. Ich bezog mich unter anderem auf Laleonas Beitrag, ich glaube eher, dass es mit der Einstellung des Tierhalters zu tun hat.

    Gut, das ist ja ähnlich wie bei Kindern.
    Keiner kann / will einem verbieten, X Kinder zu haben, man plant aber seinen Hauptberuf entsprechend. (Jetzt bitte kein Shitstorm, aber kein vernünftiger Mensch hat 3 Kinder, arbeitet Vollzeit UND hat keine gesicherte Kinderbetreuung - und der Fokus liegt auf den letzten Teil des Satzes!).
    Die meisten Menschen mit Pferd werden entweder eine Reitbeteiligung oder einen gut funktionierenden Stall haben, der eben einspringt, wenn Termine wie Konferenz außerhalb der Reihe sind. Dass ein Tier krank ist, kommt ja nicht jede Woche vor.
    Wenn ein Tier so krank ist, dass man keine 6 Stunden zum Tierarzt abwarten kann, ist halt so.

    ABER: ich eröffne auch keine Kita neben meinem Lehrerjob, nur weil Kinder haben nicht verboten ist (bzw. gesellschaftlich angesehen/akzeptiert ist).
    Genauso wie die meisten Menschen mit vielen Kindern an einem Punkt die Entscheidung treffen (müssen), ihre Arbeitszeit zu reduzieren, muss man es auch als mehrfacher Tierhalter von Tieren mit viel Bedarf vermutlich auch.
    Sobald aber Geld im Spiel ist (und das ist es, weil es nicht deine Tiere sind), muss dein Dienstherr mitspielen. Schließlich kommst du eben in einen Gewissenskonflikt, wenn du dich mal für den Job "Pferdehalter Herr Müller begrüßen" statt "Elternsprechtag" entscheidest. Der "Nebenjob" kann nur genehmigt werden, wenn er den "Hauptjob" nicht gefährdet (selbst und gerade wenn der Hauptjob in Teilzeit ist. Die Teilzeit wird nicht genehmigt, damit man einem Nebenjob nachgeht)

    Ich finde es legitim, dass man in der Sek II eine Fremdsprache bei uns abwählen kann. Mit der einen Stunde mehr Literaturunterricht bin ich bei dir. Grammatik und Rechtschreibung sind zwar auch wichtig, aber es gibt so viele schöne Kinderbücher, denen man aufgrund Zeitmangels gar nicht richtig Tribut zollen kann - vor allem, da "richtige" KJL eigentlich erst ab Klasse 3 möglich ist.

    okay, ich brauche mein Ironieschild... ;)

    Ich würde zwar eine Menge an der Stundentafel rumdoktoren, aber es ist am Ende NIE möglich, alles zu berücksichtigen, was man bräuchte.

    Ich habe keine Kinder, verstehe aber nicht, wieso die Hemmschwelle so hoch ist die Kinderkrankentage zu nehmen. Die sind doch genau für diese Zeit da. Es ist dann Aufgabe der Schule zu überlegen, ob und wie dein Ausfall vertreten wird.

    Einerseits verstehe ich deinen Einwand, könnte mir aber auch vorstellen (außer, dass ich (auch kinderlos) meine SuS eben nicht "alleine" lassen möchte, schwierige Zeit für uns alle), dass ICH in der Situation denken würde: es ist erst Januar und wir sind wenigstens zu Hause. Wenn es in Februar / März zu Lockdownphasen mit offenen Schulen kommt, dann brauche ich noch die Tage.
    Aber ich bin eh der "Sammeltyp für schlechte Tage" (und Überraschung: am Ende habe ich nichts benutzt, bin komplett am Ende und keinem ist geholfen. Folgt NICHT meinem Beispiel ;) )

    der Kern der Diskussion ist aber auch tatsächlich der Name.
    @cocobygym : "Sozialkunde" gibt es in NRW nicht noch dazu.

    Es sind die selben Fächer. Es gibt auch eine KMK-Regelung (2013?), dass genau all diese Fächer gegenseitig anerkennungsfähig /-pflichtig sind (ich bin mir fast sicher: Bayern hat einen Trick gefunden, aber egal).
    Ich habe Sozialkunde (RLP) studiert und sofort (!) die Anerkennung in Hessen, NRW und NDS bekommen. Habe mein Ref in NDS gemacht, unter dem Namen "Politik/Wirtschaft". und dann sofort im Anschluss nach NRW eine weitere neue Bezeichnung.
    Es sind dieselben Inhalte, und dann in NRW um Soziologie erweitert.
    In NRW sind es (bisher, mit dem neuen Plan kenne ich mich nicht aus) 3 Jahre Politik/Wirtschaft in der Sek1 gewesen (à 2 Stunden). In NDS nur zwei. Ich glaube, Bayern hat insgesamt auch nicht mehr als 3 Jahre in der Kombi Sozialkunde und Wirtschaft/Recht oder?
    Wir zaubern keine ideologische Inhalte zur Vorbereitung der nächsten Demo hervor, sondern erschließen einige Inhalte mit einer weiteren (!) Brille auf.

    Daher auch meine Erläuterungen zu den damaligen Unterrichtsthemen des Faches "Wirtschaft und Recht" zu meiner Schulzeit vor über 20 Jahren am damaligen G9 in Bayern. "Uns" wurden im Fach Wirtschaft und Recht Grundlagen wirtschaftlichen Handelns beigebracht: Was ist überhaupt Bedarf? Was sind Bedürfnisse? Welche Güterarten gibt es? Welche Ziele verfolgen Unternehmer (und dabei durchaus eine kritische Auseinandersetzung mit Dingen wie Gewinnmaximierung), welche Zahlungsarten gibt es? Ökonomische Zielgrößen wie Gewinn, Kosten, Rentabilität, Wirtschaftlichkeit. Betriebliche Grundfunktionen, Rechtsformen.

    Einen großen Anteil hatte Recht, also wie bereits erwähnt: Kaufvertragsrecht, Rechts- und Geschäftsfähigkeit, Arbeitsrecht, Jugendarbeitsschutzbestimmungen, Jugendschutz. Alles Dinge, die meines Erachtens nach unbedingt an jeder Schulform und in jedem Bundesland verpflichtend behandelt werden sollten.

    Wie sollen wir denn mündige, kritische Verbraucher und Bürger werden, wenn wir nicht einmal wissen, wie man einen Kaufvertrag abschließt und welche Rechte und Pflichten sich daraus ergeben? Nur ein Beispiel.

    Das sind alles (!) Themen, die ich in NRW in der Sek1 (Gym) schon behandelt habe. Vielleicht nicht in der Tiefe von ‚Recht‘ (recht amüsant übrigens, das Konstrukt SoWi zu ‚kritisieren‘ (die Kritik nachvollziehen), vom ‚Fach‘ Wirtschaft und Recht zu sprechen. Die zwei Fächer haben doch noch weniger miteinander zu tun? (Natürlich hängt alles zusammen, aber eben: es hängt alles zusammen)


    Ich sehe es wie ElCaputo: mir unterstellen, dass ich mein studiertes Fach nicht mehr unterrichten kann, hat irgendwie (überspitzt gesagt) den Beigeschmack von Berufsverbot aus ideologischen Gründen. Nur wenn ich wieder durchveinen neuen Lehrgang gehe, bin ich gut genug? Ein Lehrgang, der Geld (Moderation, also dem Land) und Zeit / Deputatsstunden für die Schulen, der eh ohne Prüfung abschließt und den ich nur absitzen müsste?! Wo ist die Logik dahinter, ausser wem auch immer eins auszuwischen?!

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