Beiträge von chilipaprika

    ... als ob eine Schulleitung eine Krankmeldung / Kindkrankmeldung mit dem Klassenarbeitsplan abgleicht (wie oben geschrieben: auch das fände ich schräg und polizeiliche Überwachung). Und die Schulleitung weiß auch nicht, dass der Kollege 5 Tage nach der Arbeit noch nicht angefangen hatte, 8 Tage später nach 2 Tagen fiebriges Kind fertig ist.
    Das merkt man sich nur zufällig, wenn man der Parallelkollege ist, die Vertretungsbereitschaft an einem bestimmten Tag in einer Klasse besagter Kollegin ist und am Ende vom Halbjahr 4 mal die Klasse gesehen hat und / oder sich solche unnütze Informationen merkt.
    Und eine Schulleitung hat sicher wichtigere Sachen zu merken /machen (zum Beispiel die nicht offiziell kommunizierten Pläne der Landesregierung über Nacht umzusetzen)

    nein, ich wollte aber nur zeigen, dass es auch wichtig ist, dass es nicht so einfach ist, Leuten wegen Fehlzeiten zu kündigen. (Dass es Leute gibt, die 3 Tage von 5 fehlen, ist für mich schwer vorstellbar. und für "mein Kind / ich habe die ganze Nacht gekotzt, zufälligerweise immer einen Tag, nachdem die Oberstufe geschrieben hat" wird man auch nicht gekündigt.)

    Ich habe zum Glück keine Migräne, aber einige andere Sachen, die ähnlich auftauchen und verschwinden. Bisher musste ich mich nur sehr wenige Male in meinem Arbeitsleben deswegen krankmelden. Aber mit DER Diagnose bekäme ich keine Krankheit-Anerkennung, ich würde durchdrehen, wenn man mich für dienstunfähig erklären würde, es wäre aber durchaus gefährlich, wenn ich mich unter einige Umständen zur Arbeit quälen würde (ich fahre kein Auto. Mit einer Autofahrt hätte ich mehr Fehlzeiten gehabt). Es könnte sich mit dem Alter verschlimmern, oder verbessern.
    Ich hoffe, ich muss mir nie Sorgen machen, gekündigt zu werden, wenn ich langfristig einen halben/ganzen Tag im Monat fehlen würde. Die Androhung (bis Durchziehen) der Dienstunfähigkeit ist vielleicht für Einige ein Grund zur Freude, für die meisten Menschen ist es sicher kontraproduktiv für den Erhalt des gesundheitlichen Status-Quo.

    Andererseits sind - zum Glück! - die Hürden für eine "Amtsarztdrohung" sehr hoch.
    Du bist ja noch jung und fit, aber wenn du mal älter wirst, einen Hexenschuss hast, wetterfühlig bist, keine Ahnung ... Ich sag nicht, dass es okay ist, viel (und immer zum selben Zeitpunkt) zu fehlen.
    Aber es gibt genug Gründe (die leider nicht als anerkannte chronische Krankheit mit "Schutz" zählen), regelmäßig körperliche Gebrechen zu haben und wo es gut ist, dass man NICHT Angst haben muss, wenn es einen erwischt (Noch mal, ich spreche nicht von "jeden Donnerstag den Nachmittag ausfallen lassen, weil ich Tennis habe", sondern von Menschen, die vielleicht Schmerzen zum Heulen haben und dann noch zusätzlich Angst hätten, nach 3 mal an einem Freitag mit Fehlen zum Amtsarzt geschickt zu werden.
    Es sind immer die Medaillen.
    Die meisten von uns werden sich über die sichere Arbeitsstelle freuen, und wären nicht so happy, wie in UK nur Jahresverträge mit quasi Wechsel alle paar Jahre zu haben. Dann gibt es halt diejenigen, die es ausnutzen... :(

    ich muss zugeben: mir ist es wirklich peinlich, wenn ich sehe, was einige alles machen.
    Ich war jaaaahrelang in unterschiedlichen Bereichen ehrenamtlich tätig (Vereinsarbeit, Jugendarbeit, Selbstvertretung, sachkundige Bürger*in / politische Arbeit), hab auch mal "ehrenamtlich" AGs in der Schule gemacht, aber ernsthaft, ich habe nicht zu sehr geweint, als vor 2 Jahren die Sportgruppe, die ich ehrenamtlich betreut habe, nicht mehr zustande kam. Es bleibt also bei der gelegentlichen Vereinsarbeit.
    Würde gerne was mit dem Hund machen, aber wie MrsPace sagt: dann habe ich gar keine andere Hobbies und das möchte ich gerne (und Retten wäre eh nichts für mich ;) )

    Ich bedanke mich bei Euch für eure wichtige gesellschaftliche Arbeit.
    Ach ja: nach einem Praktikum bei der Feuerwehr (wow, war das bereichernd!) war ich auch so angetan und begeistert, ich bringe denen ab und zu Schokolade vorbei (Feuerwehrleute stehen auf Schokolade, habe ich gelernt :D ). Zählt es als ehrenamtliche Arbeit?

    Ich kenne nur einen, zum Glück. Nicht der Typ Mensch, mit dem ich befreundet gewesen wäre, aber auf dem ersten Blick lustig und freundlich. Im Unterricht aber nicht. Eindeutig und nachweislich NICHT den Lehrplan unterrichtend. Doofe Sprüche im Unterricht, doofe Sprüche zu den Schüler*innen...

    Ich habe keine Ahnung, wie es dazu kommt, dass man jemandem empfiehlt, woanderszuschauen. Und wie es abläuft.
    Ich bin ein sehr unsicherer Mensch, wenn es um Revisionen und UBs oder so geht, ich bin mir dessen bewusst, dass einige SuS/Eltern mich vielleicht doof finden und sich vielleicht über mich beschwert haben, womöglich vielleicht zu Recht, aber NIE NIE NIE habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie man mich feuern / wandern lassen würde.
    Wir reden schon über Ausnahmen.
    Da reicht es glaube ich nicht aus, regelmäßig seine Klasse zu vergessen, zu spät zu kommen, zu langsam / intransparent zu korrigieren oder total schluderig zu sein.

    Erschreckend, was für einen schlanken Fuß sich NRW (mal wieder) macht.

    Ist vermutlich leider woanders nicht besser :(
    war zu meiner Schulzeit nicht anders. Mir stand eine Einzelstunde Unterricht zu (ich war die einzige mit der Stundentafel) und in einem Fach waren wir nur zu dritt. (Die in Rente gehende Schulleitung hat ein Fach zugelassen und danach nach mir die Sintflut gemacht).
    Ende vom Lied: Aus dem 3-stündigen Unterricht wurde ein 2-stündiges Angebot, ich habe Jahre später erfahren, dass die Kollegin nur 1 Stunde bezahlt bekam. (Also die SL wollte daraus ein 1-stündiges Angebot machen)

    Mich wundert es aber wirklich, dass ihr gezwungen werdet in zu kleinen Räumen zu unterrichten. An den Unis ist das ein absolutes No Go

    Zumal in der Schule "offiziell" Anwesenheitspflicht herrscht ((ich weiß, dass es am BK oft anders ist, von der Anwesenheitsquote).
    Ich saß aber in sehr vielen übervollen Kursen an der Uni (und hatte mehr Ausdauer als Andere, nach 3 Wochen gab es einen Stuhl für die Meisten, aber auch der Boden ist cool, wenn man sich für Lyrik der Romantik oder Reformpädagogik begeistert.
    Und ich weiß, dass unmittelbar vor Corona auch viele Uniräume zu voll sind für ihre offizielle Kapazität. Auch haben die Hochschulen eben damit zu kämpfen, dass ein vollständiger Germanistikstudiengang mehrere Abteilungen hat (Literatur, Linguistik, alt, neu..), sie aber in ihrer Beliebtheit "unterschiedlich" ausfallen. (Ja, ich hatte einen bequemen Sitzplan, als es um Tiere in der Dichtung im Mittelhochdeutschen ging.

    Kleiner Tipp: stell deine Umfrage online. Sie ist nicht lang, aber nicht mal das PDF-Dokument ist am Computer ausfüllbar. Per Mail rücksenden ist nicht mehr anonym und eine echt größere Hürde.
    Die Arbeit, das Ganze online einzutragen, kannst / musst du dir machen und: es ist für deine Auswertung eh notwendig. Das heißt, DU wirst jetzt alle Kreuzen eh nachtragen müssen, lass es doch die Teilnehmer*innen selbst machen.

    die (insbesondere weihnachtlichen) Feiertage liegen dieses Jahr so schlecht, das könnte die gefühlte Kürzung in einigen Bundesländern erklären. Wenn man zum Beispiel die Anzahl an freien Werktagen als Grundlage nimmt.
    Chili, mit ihren 30 Urlaubstagen dieses Jahr :D

    Das mag in den BL auch unterschiedlich sein, aber darum geht es nicht bei der Bewährung zur Verbeamtung auf Lebenszeit.

    Gibt es so eine Bewährung auch in den Bundesländern, in denen Lehrkräfte Angestellte sind?

    Es gibt auch in den verbeamtenden Bundesländern Kolleg*innen, die nicht verbeamtet werden und sie haben auch eine Probezeit und ebenfalls Revisionen und Gutachten. Es kann sein, dass es kürzer und weniger ist, aber es gibt die auf jeden Fall in NRW.

    Manchmal verstehe ich Aussagen hier nicht. Die Oberstufenzeit ist verschwendet, wenn man am Ende ein Abitur erhält? Nur weil man dann ein Studium abbricht?

    Nein. Die meinte ich nicht.
    Ich meinte den nicht kleinen Teil an Schüler*innen, die bei uns nach Klasse 10 den Mittleren Schulabschluss in der Tasche (mit Hach und Krach und zugedrückten Augen) haben, aber halt "weitermachen". Denen kommt (zumindest offen ausgedrückt) nicht in den Sinn, dass ein (NRW-)3,X-er-Abi mit vielen Fehlzeiten und mangelnder Arbeitshaltung nichts wert ist, und sie lieber in die Ausbildung gehen würden.
    und 2/3 Jahre später, kurz vorm Abitur, mit einem baldigen 3er-Zeugnis und so in der Tasche, erzählen sie freudig, was sie studieren werden. Gut, Alternative wäre auch die Polizei, aber sie haben leider gerade erst herausgefunden, dass sie dafür laufen können müssen / schwimmen müssen / füge was auch immer.
    Also gehen sie studieren. In der Regel nicht dual, weil sie sich dafür 10 Monate früher hätten entscheiden müssen... BWL oder so. Unter dem neuen schicken Namen "International blablups"... und in 2 Jahren fangen sie ihre Bankkaufmann-Ausbildung, nachdem sie im ersten Semester heillos überfordert waren, in der Hälfte der Klausuren durchgefallen sind, aber dann doch "weitergemacht" haben, Tempo herausgezogen haben, usw..
    DIE meine ich.
    DIE würden kein FSJ zur Umorientierung machen. Weißt du, wie früh man dafür aufstehen muss? und wie wenig Geld es dafür gibt? Nee... Mein Cousin studiert und er erzählt von den voll coolen Studipartys. Das will ich. und das fette Geld danach. (haha)

    Den Wert von Abitur und Bildung sehe ich natürlich, AUCH wenn man nicht studiert. Oder gerade deswegen.
    Wer an der Uni einen Fachwechsel hat, hat nicht rumgedaddelt. Er hat sich entweder ausprobiert oder andere Interessen oder eine mangelnde Fähigkeit für ein bestimmtes Fach übersehen.

    So einfach ist es aber nicht. Wozu genau soll ein junger Mensch 4 (!!) Jahre seiner Lebenszeit an einer Schulform vergeuden, an der er ziemlich sicher völlig überfordert und frustriert ist? Um dann in eine 3 - 4jährige Berufslehre zu gehen während der gleichaltrige, fertig ausgebildete Elektroinstallateur aus dem Baselland bereits die ersten fetten Kröten verdient?! Was denkst, wen ein Betrieb hier in der Region lieber einstellt: Den gescheiterten Maturanden aus der Stadt, oder den Stift, der den direkten Weg im Landkanton gegangen ist?

    Das Problem ist eine Veränderung der Haltung bzw. gesellschaftliche Anerkennung.
    Wieviele Kids sind nach der 9./10. Klasse objektiv nicht für die Oberstufe geeignet und "bleiben" trotzdem? (Ich sehe es mit der separaten Schulform wie ein Segen, weil man sich dann tatsächlich die Gedanken macht). Bei uns und sicher an sehr vielen Schulen, bleiben viele einfach. Weil es schön und gemütlich ist, weil die Freund*innen, weil ... warum auch immer.
    Und wenn sie drei weitere Jahre in der Oberstufe "vergeudet" haben, dann gehen noch zuviele von denen zur Hochschule und "vergeuden" (da erst recht) noch 1-2 Jahre, bevor die Reißleine gezogen wird.
    Was ich gerade von einigen ehemaligen Schüler*innen in den letzten Wochen erfahren habe... und bei den meisten waren es schon Abiturient*innen, die richtig waren. Aber selbst die haben sich auf die Uni gestürzt und machen jetzt 2-3 Jahre später eine Ausbildung. Zum Teil eine nach Mittlerer Reife (aber da sehe ich schon den Mehrwert eines guten Abiturs, aber die zwei Jahre Rumdaddln an der Uni...)

    Die Betriebe hier würden sicher jede*n nehmen, es bewirbt sich halt keine*r :(

Werbung