Beiträge von chilipaprika

    Nur gibt es die entsprechenden Schüler halt weiterhin und sie müssen irgendwo hin. Das wird in Zukunft noch stärker dazu führen, dass Schüler an Gymnasien drängen, die früher nicht dem Gymnasium zugeordnet worden wären. Entsprechend wird sich auch das Gymnasium anpassen müssen.

    Genau das.
    aber nicht mehr alleine.
    Wer also (Klischee) das innenstädtliche, bildungsbürgerliche Münstersche Gymnasium haben möchte, wird auf dem Land an einem gesamtschulischen übrig gebliebenen Gymnasium weniger glücklich. Oder vielleicht doch. Manchmal mag man doch andere Sachen, als die, an denen man gewohnt ist.

    Ach, Lindbergh und seine ganze Expertise.

    Midnatsol: ich kann die Bedenken verstehen. Meine nicht so ländliche Dienststadt hat noch zwei Gyms (eins davon privat, bringt dir nichts), der Schulentwicklungplan und die Gründung / Umwandlung der anderen Schulen führt aber meiner Meinung nach zum Tod des noch übrig gebliebenen Gymnasiums. Vielleicht nicht real (versuchen wir, realistisch zu bleiben!), aber für einzelne Fächer schon.
    KLeinere Gymnasien -> kleineres Angebot -> MEINE Fächer verschwinden, das muss ja jede*r mit seinen Fächern evaluieren und einschätzen.

    In der ländlicheren Umgebung kann ich es leider nicht vollständig überblicken, aber die Gesamtschulen und Sekundarschulen im Umbau lassen nichts Positives für die Gymnasien vermuten. Also: wenn es in einer Kleinstadt EIN Gymnasium gibt, glaube ich, dass es "geschützt" ist. Wenn es aber immer mehr Schulformen mit Oberstufen gibt, kommen sie sich ständig in die Quere...

    Also, Fazit: die Gefahr sehe ich auch, ich glaube aber auch, dass ich selbst zu pessimistisch bin. Und wenn ihr flexibel seid und so, kannst du die Zielschulen beobachten. ICH würde mich nicht zu einem 2-3 gliedrigen Gymnasium mit 3 Gesamtschulen am Ort versetzen lassen. Wenn ich allerdings Mathe/Englisch hätte, könnte es mir egal sein ;)

    Ausgerechnet in der Medizin sind sie oft relativ kurz.Da ist deine Bekannte sicher eine Ausnahme...
    Die Doktorarbeit kann oft "nebenbei" (wir verstehen uns) in einem Projekt vom Prof im PJ oder so geschrieben werden. Mein Zahnarzt hat sein Doktor in der Augenheilkunde geschrieben, der Mit-Zahnarzt in der Orthopädie, mein Frauenarzt in der Kardiologie...

    Nein, aber zwischen "Lieblingsfach" / Lieblingsjob und "Fach aus Vernunft, was auf Platz 2/3 war" / "ich muss meinen Kühlschrank füllen" liegen Welten.
    Und klar unterrichte ich Kinder / Jugendliche. Aber in dem Sinne, dass die Beziehung wichtig ist, dass mein Fach nur zweitrangig auf dem Weg des Lernenden ist. Das muss dir klar werden, dass du eben nicht vor absolut wissbegierigen Lernenden dozierst, sondern auch eine Lernbeziehung aufbauen musst, usw. Es hat aber nichts damit zu tun (für mich), dass das Fach egal sei.
    Aber wenn du es so drehst: du will Gesundheits-Azubis unterrichten... Um eine Beziehung zu denen aufzubauen, ist es schon besser, Ahnung / Erfahrung von dem Bereich zu haben.

    Hab gehört es ist auch ziemlich egal was man unterrichtet, wenn man dann mal Lehrer, sondern es geht mehr darum, dass man unterrichtet.

    Weiß nur nicht inwiefern das stimmt.

    Ich verstehe den Satz nicht ganz und dem, was ich herauslese, würde ich gar nicht zustimmen.

    Also ich unterrichte gerne. Aber 1) nicht jeden. 2) nicht alles. Ich bin mit dem Fluch gesegnet, mich für ziemlich viel zu interessieren, so dass ich mir tatsächlich einiges vorstellen kann, aber ich möchte nicht alles unterrichten. Und nach ein paar Jahren im Schuldienst kann ich auch sagen, dass es ein gewaltiger Unterschied ist, WAS ich unterrichte (für mich). Meine Unterrichtsverteilung ist mir sowas von gar nicht egal
    Die Klassen-/Altersverteilung spielt zwar eine Rolle, aber ernsthaft: die Fächer und Inhalte auch.
    Vielleicht bin ich eine Ausnahme...

    Ich komme nicht vom BK, glaube aber trotzdem, dass eine Ausbildung viel besser ist als Praktika, dieser Erfahrung macht dich glaubwürdig, wenn du etwas unterrichtest.
    Die Frage wäre: warum interessiert dich dieses Fach? Bzw. Was daran?
    Gibt es nicht eine andere Ausbildung, die dir gefallen könnte?
    Ist Gesundheitskauffrau anrechenbar?

    Grundsätzlich finde ich den Weg "Ausbildung - Studium" eh besser (und bereue, dass es bei mir anders war). Du hast nicht nur Lebenserfahrung und kennst mehr Sachen, sondern auch ein Plan B in der Tasche (selbst wenn du nicht komplett in dem Beruf arbeitest, es ist ein Berufszweig, den du kennst und auf dem du aufbauen kannst), du hast etwas, mit dem du neben dem Studium deinen Unterhalt verdienen kannst und ja: du kennst etwas Anderes als Schule - Studium (inkl. Nebenjob) - Schule.

    Wenn BA/MA in X-Stadt BA/MA in Y-Stadt vergleichbar wäre, könnte man vll auf die Frage Staatsexamen vs. BA/MA eingehen. Nicht mal innerhalb eines Bundeslandes ist es vergleichbar.
    Ein Abschluss ist ein Abschluss. Wenn dein Lehramt und deine Fächerkombi anerkannt sind, dann bekommst du einen Refplatz.
    Da wird nicht nach dem Abschluss quotiert vergeben. Wie gesagt: WENN. (ICH hätte spontan gedacht, das 7-semestrige Studium wird nicht unbedingt anerkannt, habe aber keine Ahnung. Wenn es so ist, dann go für die Studienform, die dir gefällt).
    Und was die Verbeamtung angeht: schau auch auf die jeweiligen Altersgrenzen...

    Davon würde ich nicht ausgehen.

    In Nds. werden zuerst die Stunden gegengerechnet, die nicht in der Pflichtstundentafel stecken, also Stunden für DaZ oder Inklusion oder ...

    Erst, wenn die Schule dann einen Mangel hat, wird überhaupt eine Vertretung genehmigt, zumeist mit den Stunden, die man zur Versorgung der Pflichtstundentafel benötigt.

    WAS? Auch für einen Mutterschutz? Ist das gesetzlich?
    Ich dachte, es sei eben der Grund / Vorteil vom "Sachgrund"

    Der Schule geht es wahrscheinlich ziemlich gut (deputatsmäßig), wenn sie sich einen Springer leisten kann. Oder der Vertrag hat zu wenig Stunden bzw. ist zu kurz (sprich: die zu vertretende Person kommt bald wieder und zu keinem Zeitpunkt, wo man einen Stundenplanwechsel will.)
    Der Sachgrund ist ja nur der Grund, warum die Schule das Recht hat, so und soviel Vertretungsstunden auszuschreiben. Ich hatte schon mehrere Verträge für die Vertretung von Personen, wo man nie gewollt hätte, dass ich deren Fächer unterrichte. Das Beispiel von Andrews Bruder ist ja perfekt: Eine Schule ab mittlerer Größe wird den Ausfall einer Deutschkollegin relativ gut verkraften können. Wenn sie sich dafür eine Vertretungslehrkraft mit Physik schnappen kann, und damit den Grundmangel auszugleichen, goooo...
    Die normalen Stellenzuweisungen spielen auch genug mit den Zahlen "Wie? Ihr habt doch 102% Versorgung, beschwert euch nicht! Ach, ihr habt keinen Physiklehrer? Nicht unser Problem, verschiebt ja die 18 Deutschlehrer"

    Das Bundesland wäre auch nicht irrelevant (Modulname deutet auf NRW)
    Irgendwie gab es vor 2-3 Jahren (Menno geht die Zeit schnell, also VOR Corona) das Gerücht im Lehrerzimmer (NRW), das dürften nur KuK unterrichten, die eine Zusatzquali hätten. Finde ich gut, ich bin generell kein Fan davon, dass all meine Fächer von Hinz und Hunz unterrichtet werden dürfen, nur weil Bedarf da ist.
    Ob es stimmte, weiß ich nicht, ich glaube, zu dem Zeitpunkt aber schon (in der Bildungslandschaft ändert sich oft sehr viel sehr schnell.).

    Andererseits ist fachfremder Unterricht auch nicht verboten und auch nicht abzulehnen (außer Religion und ein paar andere Regelungen aus Sicherheitsgründen), also wenn Bedarf da ist...
    Wie Palim reime ich mir jetzt zusammen, dass du mit dem Einsatz in deiner Vertretungsstelle nicht so glücklich bist... Was ist jetzt dein Status? Bist du examiniert? Zwischendurch? Sogar noch am Studieren? und was sind deine Fächer? Hast du Deutsch oder eine Fremdsprache? (aus denen man sich die Fachdidaktik schon ableiten könnte)-

    durchaus eine verrückte Idee, aber neben der Regelstudienzeit, den Kosten und dem Partyleben könnte auch das Studium an sich interessant sein:
    Gleichwertig ist nicht immer gleich gut. Ausgerechnet bei Experimentalfächern wäre es mir persönlich lieb zu wissen, ob die Uni gut ausgestattet ist und viele Praktika anbietet oder ob sowas zu selten passiert und den "Diploma" vorbehalten bleibt.

    Ich habe mir meine Uni nicht ausgesucht, bin aber auch - nebensächliches Kriterium, das aber mein Studium ganz anders hätte verlaufen lassen - froh, dass ich an einer Campus-Uni war.
    Wer in einer Stadt studiert, wo man erstmal 30 Minuten Rad zwischen 2 Fächern braucht, ist vielleicht weniger in Studigruppen integriert, hat weniger Möglichkeiten oder setzt sich weniger spontan in einer VL eines anderen Faches "einfach so".
    Mein Gott... hätte ich nicht an einer Campus-Uni studiert, hätte ich nur zwei Fächer. HORROR, sage ich euch :D


    Ich habe später an zwei weiteren Unis studiert, wo ich sogar innerhalb des einen Faches 30 Minuten UBahn oder Rad hatte und ganz ernsthaft, es hat mich sehr sehr genervt.

    ... und ich dachte, ich hätte nur eine anekdotische Erfahrung :D
    Also in meinen mädchenlastigen Kursen (bei zwei meiner Fächer ist es in der Oberstufe sehr unausgewogen...) muss ich immer die Jungs dazu animieren, aktiv zu sein und sich zu melden. Die Mädels sind da (im Schnitt) nicht nur im Unterricht viel aktiver, sondern auch im Quatschen (ernsthaft, die sitzen in JEDEM LK zusammen, also MINDESTENS 2 Stunden am Tag, und hätten genug Stoff, um trotzdem jede Doppelstunde vollzuquatschen, wenn du sie lässt...)


    Das kann man so empfinden, aber ich frage mich ganz ehrlich, ob ihr wirklich denkt, dass man Personal und räumliche Ausstattung mal eben so herbeizaubern kann.

    man kann anfangen.
    und wenn ich sehe, was für Geld für Studis für "komm am Wochenende / in den Ferien / am Nachmittag und bespaße unsere Schüler*innen" ausgegeben wird, könnte man auch vormittags anfangen zu teilen. (Denn: Studis haben auch vormittags Interesse an dem 30 Euro-Stundenlohn... ) Irgendwie glaube ich, dass unsere Diplom-Pädagoginnen im Ganztag nicht soviel bekommen...

    Aber das können die Politiker jetzt auch nicht so schnell bewerkstelligen: Wo sollen denn plötzlich doppelt so viele Lehrer und doppelt so viele Räume herkommen???

    Ich wünsche mir das auch sehnlichst, aber das ist eher ein langfristiges Projekt.

    Wenn man allerdings nicht mal den Anschein gibt, anzufangen... SELBST wenn es erst für die Kinder unserer Schüler*innen für alle soweit wäre: wäre es nicht schön? Endlich die Bildung ernst nehmen.
    Aber lieber das verschweigen und zum Nulltarif eine Lösung haben wollen... Ob die Politiker*innen kurz vor der Wahl vorsichtig sind? Ah nee..

    Extraterrestrisch, deswegen war es auch so schwer in Sachsen anzufangen. Aber so nach 20 Jahren wird es dann langsam. Wie sagte Antimon? Sie sei jetzt Baslerin. Das geht, auch wenn man vielleicht nie Schweizer oder Sachse werden kann.

    Wunderschön geschrieben, den Gedanken schnappe ich mir.
    An einer ganz anderen Ecke in Deutschland... wobei die Region bei mir weniger eine Rolle spielt. Aber werde ich jemals (als) Deutsche (angesehen)?
    Früher wäre ich nicht in den "Osten" gezogen (hatte eine Möglichkeit und begründete Bedenken, ich bin auch froh, das nicht gemacht zu haben, aber jetzt mit höherem Alter und anderen Erwartungen (Hauptsache will ich meine Ruhe und Platz dafür :-D), wäre es sicher eine Alternative. Aber: und das auch im Bezug auf den TE: ich finde auch, dass man in einer (ernsthaft angesehenen) Beziehung den Partner einbeziehen soll. Deine Beschreibung klingt nach dem Ende deiner Beziehung - über kurz oder lang -, wenn du dich für den Schritt entscheidest. Das ist schon eine zu berücksichtigende Komponente.

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