Beiträge von chilipaprika

    Die Maßnahme, die schwerste Prüfung an den Anfang zu setzen, macht sicherlich total Sinn. Sinnvollerweise macht man diese Prüfung dann auch mit etwas zeitlichem Abstand zur nächsten Prüfung, wenn es geht von mehreren Tagen. So eine Nachprüfung bereite ich ja nicht mal eben im Schlaf vor und so ersparen sich vielleicht einige KuK das Erstellen einer Prüfung. Bei acht Anträgen wird das natürlich schwierig.

    DAs wollte ich beim Lesen auch schreiben. Die anderen Kolleg*innen müssen trotzdem parat stehen und deren Prüfung vorliegen. und ob der erste Kollege, der "mit zeitlichen" Abstand dran ist sich besonders freut 3 Urlaubstage weniger zu haben als andere? (bei 6-8 Prüfungen rutscht man ja automatisch in der "Vorwoche" und wenn man auch noch Abstand haben will?

    Das die PKV Kosten bei TZ und VZ gleich sind habe ich nicht gewusst. Das ist natürlich als Angestellter anders. Wenn man in TZ geht zahlt man weniger GKV, als wenn man in VZ arbeitet.

    Genau. Das ist einer der (zwei?) Punkte, die die PKV oft unattraktiv machen können.
    Wenn man plant, jemanden "mitzuversichern", ist es auch zu bedenken: in der PKV muss man für jede weitere Person natürlich bezahlen (die Beihilfe-Regelungen sind in jedem Bundesland anders, aufpassen!), und auch deren Beiträge steigen. Ich glaube, die Kombi 2 Kinder ist quasi super, es gibt Bundesländer, wo die eigene Beihilfe erst beim zweiten Kind höher wird...)

    ... und man sollte wirklich berücksichtigen, dass die Kosten der PKVen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten deutlich in die Höhe schießen werden / könnten, und es keine staatliche Zuschüsse wie bei den GKVen geben wird. Ich "bereue" seit 8 Jahren, in der PKV zu sein (rein mathematische, ökonomische Entscheidung, weil die Zahlen echt eindeutig waren), man sollte aber wirklich alle Alternativen sehen: Mir wird mit jeder PKV-Erhöhung die Entscheidung schwieriger gemacht, einen Antrag auf Teilzeit zu stellen (die PKV reduziert sich nicht, die KGV schon), ich vermute, dass die Kostendämpfungspauschale auch bald erhöht wird, usw..

    und mit dem Argument "ich gehe nicht oft zum Arzt" würde ich vorsichtig sein. 1) es ändert sich auch manchmal, 2) Genau diejenigen, die nicht soviel zum Arzt gehen und also nur 1-3 (Vorsorge)untersuchungen im Jahr haben, profitieren nicht von der Beitragsrückerstattung (oder doch, haben aber dafür auf Kostenerstattung verzichtet...
    Schon dieser psychische Stress der Rechnerei und Angst um die Beitragserhöhung der nächsten 30 Jahre wäre für mich ein Grund, meine Entscheidung jetzt anders zu treffen.
    Unter diesem Aspekt der "Mehrkosten" der PKV schwindet auch der Unterschied PKV-GKV ein bisschen.

    Aber: ich habe immer gesagt, die Verbeamtung sei mir nicht wichtig (war sie auch wirklich nicht), ich weiß aber nicht, ob ich nicht gekündigt hätte, wenn ich Angestellte wäre. Wegen der Ungleichbehandlung. und wegen der Freiheit, hier und da den Job zu wechseln...

    Schulzeug?!

    gedruckte Arbeitsblätter, angesammelte alte Fachzeitschriften, alte Schulbücher, die nicht mehr im Umlauf sind. (1. wir haben keinen Minibus, 2. Ich habe ja sehr viele Fächer, da sammelt sich einiges, wenn man pro Fach 3-5 Jahrgänge an Arbeitsblättern in Leitz-Ordnern hat.).
    Ich hab kein einiges Arbeitsblatt / keine einzige Unterrichtsreihe mehr auf Papier. Was ich in den letzten Jahren nicht angefasst habe, brauche ich nicht mehr. Die letzten 2 Jahre war ich auch fast nur noch digital unterwegs, auch wenn ich die Sachen der Reihe gerne drucke. Wenn ich wieder in die Schule kehre, gibt es aber neue Reihen oder ich habe eh Lust auf Abwechslung. Ich meine: Freuds Theorietexte werden in drei Jahren sicher neu geschrieben worden sein.

    Und es sammelt sich sooo schnell an. Ich habe letzte Woche Sportzeitschriften in eine Kiste gepackt, es sind so 2-3 große Kartons. Ein Karton davon habe ich selbst auf Ebay gegen Versand bekommen. Ähnlich für soviele. Ich habe eine "gegen Versand"-Anzeige gemacht, wenn es in einem Monat noch da ist (vermutlich), dann landet es im Altpapier. Aber ausgerechnet bei Zeitschriften (Sport, Basteln, "Psychologie" und so) läuft ziemlich viel "gegen Versand" oder "gegen wenig" auf EBK. Diejenigen, die für eine alte Gala die Hälfte des Preises haben wollen, naja... Wenn ich mir ein neues Hobby anschaffe also ein guter Einstieg ins Thema. und ich verschenke es auch gerne wieder weiter.

    Ich halte es so: ich möchte meine Energie möglichst nicht mit dem Loswerden von Aussortietem vertun.

    Ich schließe mich dem an.

    Ich habe schon echt eine Menge Sachen, die durchaus Wert haben (Möbel, Kühlschrank, usw..), "gegen eine Tüte Haribo /Bonbons" verschenkt.

    Erfahrungen:

    - Ideal: lief gut. Mal kamen sogar zwei Tüten Bonbons.

    - Sau blöd: Mensch kam nicht

    - gefühlt noch saublöder: die Person kommt, nimmt das Zeug und meint "ach, ich dachte, es war symbolisch" und hat NICHTS gebracht. Also ein komplettes Sofa und Schrank mitnehmen, sich aber "beschweren", dass es nicht kostenlos ist. Ehrlich gesagt war ich da so sprachlos, ich konnte nichts sagen. Naja, gut für die Hüften :D

    Zitat

    Wenn ich das Zeug so nicht loswerde nach 3-4 Wochen auf Ebay Kleinanzeigen, dann landet es im Restmüll. Das kommt recht selten vor, aber ich habe dann kein schlechtes Gewissen, denn:


    Vom schlechten Gewissen habe ich auch gelernt, mich zu befreien. Es warten 2 Mülltüten voll mit Kleidung in einer Ecke des Hauses, regelmäßig kommen "polnische Organisationen" vorbei, die darum bitten, Kleidung für Verarbeitung draußen zu legen. Ich _weiß_, dass es ein Restrisiko gibt, dass das Ganze nicht so ideal abläuft, aber: immer noch besser als sofort auf den Müll.
    Bücher (und auch Unterrichtsmaterialien), die ich in Facebook-Gruppen als kostenlos gegen Versand /Abholung inseriert habe und nicht los gehen, bzw. schon 10 Jahre "abgelaufen" waren: ab zum Resthof. Letzten Sommer 4 volle Autoladungen.
    Es wird auch bald eine neue Runde geben.

    Gut, schön :)
    2012/2013 war das nicht der Fall. Eine Kollegin ist daran gescheitert. Eine andere daran, dass die Zeiten in einem anderen Bundesland waren, aber das wiederum ist verständlich.
    (Ich hatte nicht den Fall, es waren nur Ref-Kolleg*innen, also zweite Hand, wobei das mit der Schulform mir mehrmals erzählt worden war zu dem Zeitpunkt)

    Vor einigen Jahren hatte ich das Gefühl, dass die Anerkennung von Erfahrungsstufen sowieso eine "Ermessungsentscheidung" war. Mal wurden Erfahrungsstufen als Hiwi an der Uni anerkannt, mal eine andere Vertretungszeit nicht, weil dazwischen Zeit lag und die "Erfahrung" wertlos geworden war.
    Also: leider nichts, was man vorher wissen kann.

    Frag bei der Bezirksregierung nach, ob es etwas ausmacht. Ich befürchte, eine offizielle, allgemeingültige Antwort wird ausbleiben.

    Stimmt, alle muslimischen Länder sind schlimme Menschenrechtsverletzer*innen. Es erklärt wahrscheinlich, warum China die muslimischen Uiguren aussterben lassen will.

    Sorry, dieses Niveau ist lächerlich. Ich sage nicht, dass es keine Probleme im Islam gibt. radikale Tendenzen sind immer problematisch. Es gibt aber 1) innerhalb des Islams Riesenunterschiede, 2) im westlich geprägten/sozialisierten Islam nunmal die Hoffnung, dass die Demokratieerziehung auch wirkt.

    ich merke, ich habe es nicht deutlich formuliert:

    "wir" unterstellen einem 10-jährigen Mädchen Indoktrinierung, weil sie eine islamische Kleidung trägt und also etwas macht, wo wir davon ausgehen, dass sie es selbst nicht entscheiden kann, stellen uns aber nicht die Frage, ob Markus alt genug ist zu entscheiden, ob er im katholischen Religionsunterricht sitzen möchte.
    Absolut unabhängig davon, wie der Unterricht am Ende ausgestaltet ist, er ist nunmal (in der Regel, und in meinem Bundesland) konfessionsgebunden.

    Und bei den Christen spielt das ganze Umfeld keine Rolle, dass die Kids unbedingt die Kommunion und in die Messe wollen?

    Dass die Oma selbst gerne in die Messe geht?

    Dass der nette Pfarrer den Sommercamp am Strand begleitet?

    Dass es einen Kinogutschein am Ende des Jahres für die Ministrant*innen gibt?

    Dass man Anerkennung und Wertschätzung erfährt, wenn man zum Chor der Kirche oder für die Waisenkinder Geld sammelt? (Sternsinger)

    Wir driften ab, und ja, (alle) Religionen haben Gefahrenpotenziale.. aber die deutsche Mehrheitsgesellschaft macht in grober Unkenntnis der Rahmenbedingungen und in vollem Verdrängen der _eigenen_ Entwicklung und ähnlichen Rahmenbedingungen Annahmen, die meistens nicht haltbar sind.

    nein, das war sarkastisch. Es wollen die Menschen "islamische Unterdrückung der MÄdchen" bekämpfen, die selbst an anderer Stelle ein ähnliches Verfahren befürworten.

    Ich sage nur: Durch Stigmatisierung verhärtet man das Verhalten nicht nur bei den Eltern (falls überhaupt) sondern bei den Kindern.
    Erst ab der Pubertät und der oft damit einhergehenden Abnabbelung des Elternhauses und einer höheren kognitiven Fähigkeit (und Kritikkompetenz) können viele Jugendliche einen eigenen Weg einnehmen. Den bisherigen behalten oder für sich selbst neue Entscheidungen treffen. Jedem Mädchen, das den Bedarf hat, sich zu lösen, sollte selbstverständlich jede Hilfe angeboten werden (und ein von mir über alles geschätzter Kollege hat schon mal ein Mädchen ins Frauenhaus untergebracht (also in die Wege geleitet) und dann wochenlang Taxi mitgespielt, damit sie zur Schule kommt), ich mische mich nicht ein, ich biete durch meinen Unterricht die Bausteine zum kritischen Hinterfragen der Welt.

    ich kann es mir nicht verkneifen...
    Wenn man wenigstens den Religionsunterricht bis zum 14. Lebensjahr verbieten könnte, denn sorry: DIE Entscheidung treffen nunmal die Eltern und da scheint keine*r zu hinterfragen, dass Markus nicht wirklich freiwillig katholisch sein möchte? Dieses Mädchen möchte sicher alles machen, was sie macht. Das ist das Prinzip von Bindung und Erziehung, es ist ihr wichtig, wie ihre Eltern zu sein.

    ... nach streng islamischen Regeln ...

    Das ist erstmal deine Deutung und Interpretation. Es hat auch vermutlich mit Kultur und eigenen (weitergegebenen) Erfahrungen zu tun. Und ja, natürlich vermischt sich das immer wieder. Und auch ist bekannt, die Menschen unfreiwillig ihre Heimat verlassen (und das ist unfreiwillig, wenn man wegen Krieg oder Armut wegfährt) an die Werte und Normen festhalten, die sie kennen. Es ist deren Schutz und Beständigkeit.

    Ich hatte aber eine sehr lange Phase in der Pubertät, wo ich nie kurzärmelig gelaufen wäre. Bei einer Veranstaltung, bei der ich in der 9. Klasse (freiwillig) mitgemacht habe, gab es kurz die Idee, dass es gut wäre, wenn wir alle einheitlich ein weißes TShirt anziehen würden. Ich kann es nicht erklären, aber nach 1-2 mal Nein-sagen bin ich in Tränen ausgebrochen. Ich bin immer noch meinem damaligen Lateinlehrer dankbar, der in dem Moment im Raum war, mit mir zu seinem Spind gelaufen ist, um mir ein Glas Wasser zu geben und das NICHT thematisiert hat.
    Hätte ich einen anderen Namen oder würde ich ein Kopftuch tragen, oder was auch immer, hätte sich sicher das halbe Lehrerzimmer über den Fall den Maul zerrissen, dass das arme muslimische Mädchen so unterdrückt ist. (Beim Schreiben frage ich mich, ob sie es nicht trotzdem getan haben und auch genau das angenommen haben..).

    das habe ich mir als Jugendliche auch gefragt. Meine Mutter hat mir klar gemacht, dass Schwimmerinnen bei Olympia auch mitschwimmen, auch wenn sie ihre Tage haben und Mädels sich also nicht anstellen sollten, ich bin also geschwommen. Ich war naiv und habe mich also gefragt, warum der Lehrer es mit sich machen lässt, dass soviele Mädels vorbei kommen und sagen "kann nicht". Aufgeschrieben hat er sich das auch, ist meiner Meinung nach logisch: ich schreibe ja auf, wer im Wasser ist oder wer gar nicht da...

    Heute bin ich schlauer und sehe es anders (und weiß, dass Sportlerinnen nicht ein Tag vorm Olympiafinale "überrascht" werden). Es ist ein schmaler Grad und am Ende muss ich sagen, als Lehrerin oder als Mensch "im Zweifeln für die Angeklagte". Wenn das Mädchen nicht wirklich 3 Wochen am Stück Blutung hat, dann hat sie selbst die Schwimmstunde verpasst. Wenn ich aber ein Teenager mit unwohlem Befinden zu ihrem Körper dazu zwinge, ins Wasser zu gehen, mache ich viel mehr kapput, als sie selbst durch die fehlende Stunde verpasst.
    Wäre mir lieber, wenn neben den sexualaufklärerischen Projekten in den Schulen auch "mädchenspezifische" Angebote gemacht würden: Ja, Schmerzen können ganz schlimm sein, oder inexistent, ja, es ist doof und man darf es so denken, alle Möglichkeiten von Tampon, Binde, Cup, Unterwäsche usw..

    Obwohl ich durchaus die Problematik verstehe, muss man immer zu versuchen, zu reflektieren, ob das Problem, das man sieht, nicht auch teilweise im eigenen Kopf ist.
    WENN man so konsequent ist, auch keine Badeshorts (stört auch bei der Bewegung / Wasserwiederstand, Hygienefrage) zuzulassen, oder zb im Sportunterricht schlabbrige Jogginghosen, die auch keine richtige Bewegung erlauben, hinterfragt, dann ist es in einer Linie. Aber sonst? Das Mädchen lernt mit ein bisschen mehr Wasserwiderstand schwimmen, ist stolz auf ihre Fortschritte und lernt etwas Wichtiges, um im Sommer ins Schwimmbad oder an den See zu gehen und sorgenfrei zu plantschen.

    Ob man es für sich selbst gut findet oder nicht: es ist erlaubt, es ist eine gute zweckmäßige Lösung, ein sportliches Kleidungsstück (auch wenn es nicht "unseren" Maßstäben entspricht).

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