Beiträge von chilipaprika

    KEINE Entscheidung wird vor der Bundestagswahl auch nur flüsternd angedeutend...
    Und die Herbstferien werden nicht gefährdet.

    Es hat letztes Jahr doch so gut geklappt: Erst nach den Herbstferien werden Maßnahmen verkündet. Ich glaube nicht an Wechsel- und Distanzunterricht für alle "impffähigen" Kinder, es würde also bedeuten, alles nach der Grundschule wird einfach "auf eigene Verantwortung" gemacht. Selber schuld, wer sich nicht impfen lassen will. (und für diejenigen, die es nicht _können_, "tja, Pech, wir wollten die Anderen nicht zwingen, ihr wisst schon, es standen Wahlen an".)

    Ich bitte um Beachtung: ich habe nicht gesagt, dass ich VIELE Leute kenne, sondern immer mindestens eine Person. (Dafür kenne ich aber glaube ich (?) keineN, der/die für 4 Tage nach Singapur oder in die Türkei fliegen. Aber die 3-4 Tage an die Nordsee, die ich so gerne verbringen würde, SIND für MICH Urlaub. Erholung außerhalb meines Hauses ist für mich Urlaub (Verwandtenbesuch wäre es dann nicht, aber na gut, dafür brauche ich trotzdem Urlaubstage)
    und ja, ich kenne auch viele Leute, die jahrelang gar keinen Urlaub nehmen / genommen haben.
    Aus welchen Gründen auch immer.

    ich muss zugeben, mich verwirrt es durchaus, dass du keinen kennst, der mehrmals im Jahr in den Urlaub fährt. Vielleicht liegt es an der Definition von Urlaub? Zählt ein 3-Tage-Wochenende in einer anderen Stadt als Urlaub oder erst mit einer Woche an einem "coolen" Ort?

    Ich kenne glaube ich in jedem (?) meiner "sozialen Kreise" mindestens eine Person, auf die es trifft...

    - im Lehrerkollegium mehrere Kolleg*innen mit mehrmals im Jahr (sowohl die Kategorie mehrmals ziemlich weit Fliegen, als auch mehrmals Nordsee)

    - von Erzählungen von SuS weiß ich spontan mehrere SuS, die mehrmals im Jahr "weg" waren.
    - im Sportverein: wobei: sind 10 Tage soviele Höhenmeter und Radkilometer wie möglich Urlaub?

    - Kolleg*innen meines Mannes: wie im Schulkollegium
    - neue Arbeitsstelle: selbst im Coronajahr beobachtet
    - Nachbarn: die direkten Nachbarn fragen mindestens zwei Mal im Jahr, dass wir ein paar Tage auf die Müllabholung aufpassen.

    EDIT: selbst die eine Marktfrau hat mir heute erzählt, wo sie Anfang August wegfährt... wieder auf denselben Ostseecampingplatz, wo sie immer sind, also Frühling, Sommer, Herbst. Noch ein weiterer "zufälliger Kreis")

    Und klar: in jedem dieser Kreise gibt es auch Menschen, die die letzten Jahre kein einziges Mal weg waren... (außer im Sportverein, aber es ist ein kleiner Kreis)

    Wobei ihr einen Haufen Küsten habt, Atlantik und Bretagne, Lavendel, Käse und insgesamt mehr Abwechslung. Deutsche Mittelgebirge mit einer Minigolfbahn aus den 70er Jahren als Hauptattraktion sind dann doch eher alle gleich:zungeraus:

    Ich glaube zwar, einen Unterton zu lesen, aber: Ich erlebe jede Nordseeinsel unterschiedlich...
    Aber zugegeben: ich werde im Alter eh sehr häuslich und habe sehr wenige Ansprüche: ein Bett, in welchem ich gut schlafe, Platz für Hunde, frische Luft und RUHE.

    und ein neues Problem, auch wenn ich nur davon profitiere, dass ich "zwei Heimate" habe: Die Nebensaison(!!)Preise (für die Hauptsaison hatte ich gar nichts aufgeschrieben) ALLER (!) vorgemerkten Unterkünfte auf 3 verschiedenen Nordseeinseln, unter den günstigeren, haben zwischen November 2020 und Mai 2021 mindestens 12 Euro pro Nacht dazugewonnen.
    Die günstigste Wochenunterkunft auf Amrum kostet (würde...) mich Ende September das Doppelte von ca. einem Drittel meiner sehr großen Auswahl in der Bretagne. Und das obwohl ich in der Bretagne "Haustier erlaubt" und "Strandlage" (weniger als 1km) anklicke (und auf Amrum noch nicht mal).
    Da sollen sich viele in der Tourismusbranche nicht mehr wundern, wenn viele weggehen, sobald sie wieder können/dürfen.

    In Deutschland fehlt halt vor allem die Küste mit stabiler Wetterlage und angenehmem Wasser.

    Da kann man sagen man fährt von Metz nach Nizza und hat im Land Urlaub gemacht.

    Wenn der Münchener nach Norditalien fährt gilt es als Auslandsurlaub, wo sogar Länder passiert werden (je nach Route sogar Österreich und Slowenien).

    Für mich hat es auch etwas damit zu tun, das Land zu kennen, wo ich lebe / herkomme.
    UND: Die Norditalienreise mit Autofahrt aus München ist glaube ich weniger die Kritik als die Flugreise nach Mallorca, oder der Flug für 2 Wochen nach Australien.

    ja, sehr viele Deutschen haben ein seltsames Verhältnis zu ihrem Land. Es ist quasi ein (wörtlich) Armutszeugnis, hier Urlaub zu machen und es gibt oft Unverständnis, wenn man offenbart, an der Nordsee Urlaub zu machen. Es gibt im kollektiven Narrativ sowas wie "Woanders ist es schöner, da müssen wir hin".
    Ich war mit meinen Eltern im Familienurlaub ein einziges Mal im Ausland, unser letzter gemeinsamer Urlaub, 3 Wochen (jeden Tag woanders) Zelten in Irland. Nett, aber sehr regnerisch ;) Davor waren wir 17 Jahre lang immer woanders in Frankreich.

    Ich war tatsächlich schon mal in jedem deutschen Bundesland aber viele viele Ecken habe ich gar nicht im Blick, weil kaum jemand um mich herum mir sagt "eyh, ich war in Brandenburg, das war schön".
    Ein bisschen "Ausland" muss aber auch sein, wenn es mal "Heimattanken" heißt.
    Aber: vielleicht kann ich bald aus gegebenem Anlass eine neue deutsche Ecke entdecken: den Musikwinkel ;)

    Dann vermutlich ohne Latinum, das man m. W. für Geschichte überall und für Deutsch je nach Bundesland/Uni noch machen müsste?

    in NRW braucht man "nur" Lateinkenntnisse / kleines Latinum für Geschichte, was man in der Oberstufe - vorausgesetzt Latein war die neu einsetzende Fremdsprache und nicht Französisch/ Spanisch - eben hat.
    Für Deutsch braucht man gar nichts. (Nicht mal mehr für die Romanistik)

    Die in NRW gängige Praxis, das man nach fünf Jahren in die Nähe seines Wunschortes kommt, funktioniert ja da komischerweise irgendwie.

    Zur Verteidigung von Bayern:

    1) Man kommt "in die Nähe seines Wunschortes" nur, wenn es auch eine Schule gibt, die einen nimmt (so einfach ist es ja auch nicht). Nach der Elternzeit (und da ist man schon wieder bei der Familienbevorzugung) kommt man in ein Radius von 35km, egal wie der Bedarf ist...

    2) und da kommt das Problem: die Schulen der "beliebten" Städte können nie selbst ausschreiben und auf bestimmte Fächer brauchen sie kaum zu hoffen, weil sie (überspitzt) quasi jede Deutsch/Geschichte-junge Mama nach der Elternzeit aufnehmen müssen. Versetzung geht vor Neu-Ausschreiben (und da spielen die Gesamtzahlen, nicht die einzelnen Fächer)

    Also: ja, es läuft etwas gewaltig schief in Bayern (diese Tausche zu verhindern ist wirklich albern!), aber zumindest stelle ich mir es so vor, dass die Schulen ihre tatsächlichen Bedarfe abdecken...


    Eyh, lieber halbvoll als halbleer: eine Freude auf den Föderalismus. Es könnte ja eine bundesweite Verteilung sein. Da wärst du in München und möchtest nach Flensburg. (Ich komme aus der Pariser Gegend, ich weiß nicht, wieviele Jung-Lehrer*innen aus der Bretagne und Südfrankreich ich hatte, die wirklich 7-10 Jahre da waren... Viele sind da geblieben). Meine "Austauschkollegin" wohnte, studierte und lebte in Bordeaux (Atlantikküste, eher südlich), als sie ihre Stelle bekam: 20 Km von der deutschen Grenze.

    MrsPace Nur, weil man für den Staat nicht genug Sozialpunkte hat, heißt es nicht, dass man einsamer Single auf der Suche nach Kontakten und Partner*in ist. Vielleicht hat man trotz Partner*in nur keine Lust zu heiraten (oder kann nicht, betraf eine Freundin von mir in Bayern: Partner war schon geschieden, sie ist Relilehrerin), hat kein Interesse an eine Partnerschaft, usw..
    und ich vermute, dass eine Ehe sowieso nicht genügt, da braucht man sicher auch noch (menschliche) Kinder dazu.

    so schlimm es klingt: wechsel das Bundesland.
    "Wir" aus den anderen Bundesländern werden selbst aus den Horrorerzählungen im Netz nicht nachvollziehen können, dass man mal 10 Jahre wartet, bevor es vielleicht eine Chance gibt. Bei "uns" geht es deutlich schneller, zumal man es auch beeinflussen kann, indem man 1) von Anfang an in die Region geht, die man will (oder NICHT dahin geht, wo man NICHT hinwill) oder 2) die Schulen, wo man hinwechseln möchte, davon überzeugt, einen zu wollen. (Keine Garantie aber große Hilfe).
    Aber wie @Berufsschule93 : das weiß man in Bayern.. (ICH weiß es seit über 10 Jahren. und bin sehr weit von Bayern). Vor- und Nachteile des Freistaats. Irgendwas wird es trotzdem gut geben, wenn man sieht, wieviele sich darauf einlassen.

    Du kannst mit SoWi/Mathe ins Ref, wenn du Mathe zu dem Zeitpunkt der Frist fertig hast.
    Und du kannst dich dann später auf eine Mathe/Deutsch-Stelle bewerben. Alles möglich.

    Deine Note berechnet sich wie bei jedem anderen: 50% Erstes Staatsexamen (also die Berechnung durch dein Studium), 50% Zweites Staatsexamen. Alles mal 10, ergibt die Ordnungsgruppe.

    So langsam habe ich den Eindruck, dass sich Lehramt/Beamtentum eigentlich nur für Leute rechnet, die zum Zeitpunkt ihres eigenen Schulabschlusses schon wissen, dass sie mit Ende 20 Anfang 30 einen Ring am Finger, ein bis zwei Kinder und ein Eigenheim haben wollen - sprich: Leute die einen ganz klassischen Lebensweg einschlagen.

    was man so im Forum / Netz liest: in Bayern, vielleicht.

    Woanders, nicht unbedingt.
    In meinem Bundesland ärgere ich mich ja _auch_ mal über die "Bevorzugung der Familie", es ist aber wesentlich weniger einschränkend als in Bayern. Bzw. du hättest dich von Anfang an in die richtige Region beworben.
    Ich weiß, es hilft dir nicht weiter, aber die Einschränkung muss sein: es trifft fast nur auf das bayrische Verteilverfahren der Lehrkräfte.

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