Beiträge von chilipaprika

    @veronicamars, das ist spanned, danke. Ich bin ein bisschen zurückhalten mit Mittelschule, aus 2 Gründen:

    1. Ich komme von einem recht hohen Gehaltsniveau (in der Wirtschaft), das wäre eine deutliche Änderung.

    Du kündigst doch sicher nicht einen festen Vollzeitjob aus der Wirtschaft, um dich auf eine Vertretungsstelle (die befristet ist und vermutlich keine Vollzeit) zu bewerben, oder?

    Ich bin gerade verwundert und ja nicht aus Bayern, aber es ist ja kein Seiteneinstiegsprogramm, also eh immer wackelig...

    Was Französisch anbelangt, beachte bitte, dass nur mein Beitrag sich auf BW und Sek.I bezogen hat, alle anderen Kommentare bezogen sich entweder auf NRW (und Sek.I oder BS) oder aber auf BW und BS. Da gibt es eben nicht nur zwischen den Schulformen sondern auch innerhalb der Schulform zwischen den Bundesländern große Unterschiede bei den Bedarfen.

    Auch der Hinweis auf "10% der Stellen für bili und co" ist BW-spezifisch. Die Einstellung läuft in NRW ganz anders ab.

    okay, dann kann ich dir leider keine Antwort sagen, weil ich genau diese Frage vor einigen Jahren hatte (Wohnort 5Km vor der NRW-Grenze, ich wollte eben wissen, ob ich mich später zu Not innerhalb des Radius versetzen lassen könnte, was ca. 3-5 Schulen bedeutete). Dies konnte mir keiner mit SIcherheit beantworten, aber bei mir kam erschwerend hinzu, dass ich zu dem Zeitpunkt "nur" über eine Partnerschaft verfügte und klar war, dass es nie Kinder geben würde. Es hat sich anders gelöst, ich brauche diesen "Trick" nicht. Frag mal den Personalrat, sie sind genau dafür da (bei mir war es noch bevor ich überhaupt die Planstelle annehme, da konnte ich schlecht den PR fragen :D )
    Ich vermute aber, wenn es nicht gerade nur eine Schule gibt, wird es klappen. Die meisten PR sind wirklich sehr unterstützend, auch wenn sie eben wissen, warum man nicht nur irgendwohin will, sondern auch woanders weg.
    Viel Erfolg!

    Deine Schulleitung muss doch nicht sagen, dass du schwanger bist. Bist du die einzige kollegin, die ausfallen wird / könnte? "aus gesundheitlichen Gründen" reicht völlig aus.
    Wenn du dich nicht wohl damit fühlst, bitte sie, es anders zu formulieren, sonst hast du auch noch umsonst Druck..

    Bist du zur Zeit in NRW? und willst weiter nach NRW?
    Die 35km-Regel gilt ja nur für NRW.
    Natürlich kannst du damit keine Versetzung umgehen.

    Selbst wenn keine Schule "Bedarf" hat, findet man schon eine. Ob die Schule am Ende glücklich ist, dich aufzunehmen oder der freien Stelle nachtrauert, die sie hätte ausschreiben können, tja, das ist auch mal die Rückseite der Medaille.

    was ich mich frage, ist inwiefern jetzt einige Kolleg*innen sich verunsichert fühlen, weil sie - auf der Grundlage der Maskenpflicht (befristet hin oder her) - ihren Dienst aufgenommen haben und jetzt in der Situation sind, dass sie doch nicht weiter machen wollen / können. Der Schritt nach 3 Wochen Schule ist nämlich durchaus schwieriger als vorher. In deren Haut möchte ich nicht stecken.

    und wenn man von einem System mit 20 Abstufungen und mindestens genauso viele Zwischenabstufungen kommt, wundert man sich eh nur über das ganze deutsche Notensystem. Ich schreibe auch immer die Zwischennoten in den Arbeiten und ggf. Tests (wenn es dann welche gibt) aus. und / oder mache es im Kommentar deutlich. Ich schreibe aber soviele Tests, dass es sich eben im Halbjahr mittelt, so wie bei Valerianus.

    Ich kann mich trotzdem erinnern, wie schön es war, sich als Kind von 14 auf 15 Punkte (von 20) zu verbessern. Vom versteckten Plus "kann man sich ja nichts kaufen", wie meine Kids so schön sagen. [Von den 15 Punkten konnte ich mir auch nichts kaufen, aber irgendwie zeigte es in einigen Fächern doch die Würdigung einer großen Anstrengung (Sport. So von 8 auf 10 Punkten, yeah!). oder halt absoluter Zufall der Themenreihenfolge (Mathe. Rechnen mit Buchstaben-Genie auf Trigonometrie-Niete :-(]


    OT

    Bei Vokabeltests gibts 15 Wörter und 15 Punkte (orientiert am Oberstufensystem), ausschließlich ganze Fehler, fertig. Meines Erachtens werden nur 6 glatte Noten der Heterogenität der Leistungen nicht anatzweise gerecht.

    das heißt, man kann sich 10 Fehler leisten und hat noch eine 4?

    sowas hängt immer von den anderen "vorhandenen" Kolleg*innen, aber, ja, tendenziell, ist es zu erwarten. Ein Lehrer in Vollzeit unterrichtet in NRW 25,5 Stunden. Wenn du also mit Glück 2 Griechischkursen hättest, dann hättest du 8 Stunden maximal weg. die anderen 17 müssen gefüllt werden.
    und wenn du (hohe Wahrscheinlichkeit weniger bis gar kein Griechisch hast), dann umso mehr.
    aber immer einfach davon ausgehen, dass du ca. 50-60% ein Fach unterrichtest. Wenn du damit nicht leben kannst, dann ist es kein guter Grund, das Fach in die Kombi zu nehmen, nur um die Einstellungschancen zu erhöhen. Das, was deine Einstellungschancen erhöht, wird gesucht. Wenn es gesucht wird, dann eben, weil es nicht viele Lehrer*innen im Vergleich zum Bedarf an Stunden gibt. Also wirst du erstmals diese STunden halten müssen.

    leicht OT aber doch relevant:

    Ein gutes Abitur wird es jedoch in vielen Bereichen schwer machen, eine Ausbildungsstelle zu bekommen. Die denken dann leicht, du seist überqualifiziert und würdest eh bald das Handtuch schmeißen.

    das soll aber schon differenziert sehen. Wenn ich eine medizinische Ausbildung anfange, die man "normalerweise" nach Realschulabschluss anfängt und ein Abi von 1,2-1,4 habe, kann man sich als Ausbildungsstelle zurecht fragen.
    Aber 1,7 ist jetzt (sorry) kein "Fast Überflieger"-Abitur, da bekommt man wirklich ganz normal Ausbildungsstellen und duale Studiengänge (in Kombi mit der Ausbildung halt). Nicht jeder mit Abi ist fürs Studium geschaffen oder MUSS es machen, weil es sonst "verschwendet" wäre. Wer Strukturen (oder pragmatisch: Geld!) braucht, ist bei einer Ausbildung ganz gut. und bleibt dann beim Beruf oder geht danach studieren, alles möglich.
    Unter unseren sehr guten Abiturient*innen haben wir jedes Jahr viele Azubis und sie sind glücklich. und bleiben auch meistens dabei.

    stimmt. ABer wenn ich als Schule Latein / Reli oder Latein / Deutsch zur Verfügung habe (Latein ist mittlerweile nicht mehr sooo selten), dann hole ich mir Latein / Deutsch (ungeachtet des Griechisch-Fachs, mit dem ich nichts anfangen kann).

    Ach, noch eine Anmerkung: in welchem Bundesland bist du? Stell sicher, dass dein Drittfach absolut gleichwertig ist. (und / oder: schieb Altgriechisch zum Drittfach und Mathe / Info zum Zweitfach)

    Mit latein und Griechisch: Null. So hoch wie ein Jackpot im Lotto. nicht mal sprichwörtlich sondern real. Du warst wahrscheinlich auf einer von 3-5 Schulen, die das Fach in deinem Bundesland anbieten ;)
    Wir haben eine (fast pensionierte) Kollegin mit der Fächerkombi. Sie hat noch nie Griechisch bei uns unterrichtet. Logisch, gab es nie. Also seit 20 Jahren nur Latein und jedes Jahr eine Katastrophe, um genug Stunden zu bekommen, sie macht alle möglichen Betreuungsstunden (Lernzeiten, usw..). Da Latein kein Mangelfach mehr ist, nimmt eine Schule selbst den Latein/Geschichte-Lehrer als dich :(

    Mit Mathe oder Informatik: Die Chancen steigen quasi zu guten Chancen (Mathe) bzw. zur Einstellungsgarantie (Informatik). Griechisch wird es wahrscheinlich trotzdem nicht an deiner Schule geben. Wenn du aber Kontakte hast, wird natürlich eine Schule, die Altgriechisch anbietet, alles in Bewegung setzen, um jemanden, der so eine geniale Kombi hat, zu nehmen. Damit bist du der perfekte "Lückenfüller" in Griechisch, aber mit einer weiteren Zwei-Fächer-Kombi und kannst trotzdem spontan viel mehr Griechisch unterrichten, wenn eine andere Lehrkraft weg ist.

    Ohne Drittfach: mach es nicht!

    (und ich beziehe mich auf Mathe / Informatik. Die beliebte Kombi Latein / Altgriechisch / irgendeine Reli oder noch besser: Geschichte ist trotzdem KO)

    aber nimm dir wirklich Samus Worte zu Herzen.

    Ich wusste mit 6, was ich werden wollte. Ich wollte es weiterhin mit 18. und mit 21.
    und mit 24-25 (jup, Langzeitstudentin, gerne und stolz darauf) hatte ich die Sinnkrise meines Lebens, wollte nichts mehr werden. Weil mir niemals die Möglichkeit gegeben wurde, mich auszuprobieren. Als Erstklässlerin wollte ich Lehrerin werden (wer denn nicht?) und meine Eltern haben es nur so stark unterstützt, dass ich nie was Anderes zugelassen habe. Meine Eltern hätten auch nie was Anderes zugelassen. Lehrerin ist super, sicherer Job und gut bezahlt. und so stand ich, mit mitte 20, wünschte, ich hätte eine Ausbildung gemacht, ein anderes Studium, ein AuPair-Jahr (gut ein Teil der Sachen wollte ich mit 18 machen, meine Eltern haben es auch tatsächlich verboten).

    Ich habe mein Studium zu Ende gebracht, in einem ganz anderen Bereich ein Jahrespraktikum gemacht, dann ein Jahr im Ausland als AuPair (mit Ende 20!), und danach, auf Umwegen und zuerst aus doofen Zufällen, wurde ich Lehrerin. Weil ICH es WOLLTE. Das Leben der Anderen sieht manchmal viel einfacher, als es ist. Glaub nicht, dass alle 24 Jährigen, die mit dem Studium fertig sind und ins Ref ziehen, superglücklich sind! Viele denken sich, dass sie Umwege gebraucht hätten, andere werden es später bereuen, und nicht wenige machen nur weiter, weil sie einfach eben nicht wissen, was sie sonst machen sollen (und natürlich gibt es auch die super Glücklichen, die es immer wussten und auch richtig liegen).

    Weniger das Instagram-Glitzerleben der Anderen schauen (ist nur ein Spruch, nicht wörtlich zu nehmen), mehr auf sich selbst vertrauen.

    Mach was ganz anderes. Work&travel in Australien oder Woofen in Argentinien. Ich würde mich mal 12 Monate klammheimlich dem Dunstkreis entziehen, der immer irgendwas von dir erwartet.

    Vorsicht mit solchen Vorschlägen zur Zeit, wenn sie sich nach "jetzt" anhören. Viele Länder haben ihre Grenzen zu (aus gutem Grund). Zumindest Neuseeland ist voraussichtlich die nächsten 12 Monate nicht bereisbar, wenn es bis dahin keinen sicheren Impfstoff gibt. Australien wäre schlau, dasselbe zu machen.

    es ist so schwer einfach nicht darüber nachzudenken, ich bin schon bald 21. In dem Alter haben viele ihren Bachelor schon.

    Nach einem Schultag kannst du doch keine Entscheidung treffen. Abgesehen davon: es dauert eben nur ein Jahr. Augen zu und durch, es kann nur Vorteile haben: du wirst herausfinden, was du magst und nicht magst, du hast einen Ausbildungsabschluss, weißt ein bisschen mehr über dich und kannst in dem Job vielleicht jobben, wenn du danach studieren solltest.
    Zur Bändigung "irrationaler" Ängste tut es auch mal gut, sich erstmals an seinen Plänen und Entscheidungen zu halten. Sei erstmals zuversichtlich, dass du die richtige Entscheidung getroffen hast. Zumindest für diesen Zeitpunkt und für das, was du brauchst: Zeit für weitere Entscheidungen.

    Es scheint eine Kooperation mit einer anderen Schule zu geben. Ich kann nur aus unserer Kooperation sprechen: wir geben seit Jahren unsere ganze Oberstufe in einem Fach ab: es sind 9 Stunden, die uns durch die Lappen gehen. Wenn ein Kollege auf die Stunden angewiesen ist (Zweitfach existiert an der Schule nicht), wird die Schulleitung darauf pochen, dass die Stunden zu seiner Schule gehen, im Tausch gegen was Anderes. und dann verliert eben ein Unbeteiligter: Chris, weil es keine Stunden übrig sind, wenn es ein "kleines Fach" ist.

    vielleicht ist es keine besonders hilfreiche Antwort, aber: je nachdem wie sehr ich an meiner Schule gebunden bin, wäre es ein Grund, schon jetzt anzukündigen, dass ich weg will. Klar hat man keinen Anspruch auf bestimmte Stunden, aber wenn man mir langfristig (und es sind schnell 30 Jahre) ein komplettes Fach von zwei wegnimmt, würde ich mich umsehen. Schließlich habe ich mich nicht grundlos an eine bestimmte Schule beworben.

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