aber nimm dir wirklich Samus Worte zu Herzen.
Ich wusste mit 6, was ich werden wollte. Ich wollte es weiterhin mit 18. und mit 21.
und mit 24-25 (jup, Langzeitstudentin, gerne und stolz darauf) hatte ich die Sinnkrise meines Lebens, wollte nichts mehr werden. Weil mir niemals die Möglichkeit gegeben wurde, mich auszuprobieren. Als Erstklässlerin wollte ich Lehrerin werden (wer denn nicht?) und meine Eltern haben es nur so stark unterstützt, dass ich nie was Anderes zugelassen habe. Meine Eltern hätten auch nie was Anderes zugelassen. Lehrerin ist super, sicherer Job und gut bezahlt. und so stand ich, mit mitte 20, wünschte, ich hätte eine Ausbildung gemacht, ein anderes Studium, ein AuPair-Jahr (gut ein Teil der Sachen wollte ich mit 18 machen, meine Eltern haben es auch tatsächlich verboten).
Ich habe mein Studium zu Ende gebracht, in einem ganz anderen Bereich ein Jahrespraktikum gemacht, dann ein Jahr im Ausland als AuPair (mit Ende 20!), und danach, auf Umwegen und zuerst aus doofen Zufällen, wurde ich Lehrerin. Weil ICH es WOLLTE. Das Leben der Anderen sieht manchmal viel einfacher, als es ist. Glaub nicht, dass alle 24 Jährigen, die mit dem Studium fertig sind und ins Ref ziehen, superglücklich sind! Viele denken sich, dass sie Umwege gebraucht hätten, andere werden es später bereuen, und nicht wenige machen nur weiter, weil sie einfach eben nicht wissen, was sie sonst machen sollen (und natürlich gibt es auch die super Glücklichen, die es immer wussten und auch richtig liegen).
Weniger das Instagram-Glitzerleben der Anderen schauen (ist nur ein Spruch, nicht wörtlich zu nehmen), mehr auf sich selbst vertrauen.