Beiträge von chilipaprika
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Ich finde es total schlimm, dass man sich so Gedanken überhaupt macht/ machen muss. Als ich geheiratet habe, habe ich allen Ernstes darüber nachgedacht ob ich meinen ungeborenen Kindern einen italienischen Nachnamen „antun“ will. Schlimm, dass mir der Gedanke kam. Da ärgere ich mich über mich selbst.
und es ist eine der besonders schönen Nebenwirkungen meiner Ehe: ich habe einen deutschen Nachnamen.
Wie ich mich freue, nicht mehr alles buchstabieren zu müssen und erst nach ein paar Minuten (oder manchmal sogar viel später!) enttarnt zu werden.aber alle anderen finden es sooooooo schade, dass man es mir nicht mehr "ansieht". Weil es ganz offensichtlich meine ganze Identität ausmacht, welchen Hintergrund und Nationalität ich habe. Dass ich hier seit 20 Jahren (in 2 Monaten!) lebe, meine Muttersprache wie alle anderen (sowie alle meine Fächer...) in Deutschland und überhaupt studiert habe, auf Deutsch lebe und so weiter... interessiert keinen. Ich bin und bleibe für die Meisten die Französin vom Dienst und es ist soooo schade, dass ich nicht "bereit bin", nur Französisch zu unterrichten.
PS: und es ist sooooo schade, dass Asya Acanoglu kein Kopftuch trägt und mit dem Islam wenig am Hut hat, sie könnte uns doch soooo gut erklären, wie das und das im Islam ist. Aber ihre Schwierigkeiten mit den Jungs in der Klasse hat gaaaaanz sicher damit zu tun, dass ihr Vater sie indoktriniert hat, sie bald zwangsverheiratet werden könnte (und nicht damit, dass sie einen echt doofen Charakter hat :-D)
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Tja... die Eltern deiner Schüler hätten auch lieber den ‚Lehrer des Jahres‘ statt den ‚Referendar‘ oder den ‚Junglehrer mit 3,2-Examen‘.
Aber man kriegt nicht immer, was man will und noch weniger, was man verdient. -
Von meinem Bäcker/Konditor erwarte ich gute Brötchen (die Definition mag variieren, aber Variationen aller gängigen Brötchen in großer Stückzahl täglich), sowie viele ‚langweilige‘ Nussecken und Blätterteigtaschen, ich bin aber froh zu wissen, dass er in einer vorgegebenen Zeit eine Hochzeitstorte inklusive passenden petits fours zaubern kann.
DAS erwarte ich von meinem Ref: beides zu können und zwar beides mindestens ausreichend. -
Ich wurde/ bei uns wurde in den 80ern auch definitiv mit Spritze ‚massen geimpft‘. Nur mit Bescheinigung des Hausarztes bzw. beim Vorzeigen des Impfpasses konnte man befreit werden.
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Und die Ruhezeiten gelten doch nicht für mehrere Arbeitgeber, oder?
Ein angestellter Kollege von mir arbeitet in seinem ‚Zweitjob‘ (Nebenjob ist es kaum, es sind schon sehr viele Stunden) hauptsächlich am Wochenende (Kirche). Damit hat er offiziell gar keinen Ruhetag. -
Ist schon klar, es war ein Bild. Auch schon, weil ich eh von einer solchen Aussage ziemlich schokiert bin. Meiner Meinung nach scheint nicht unbedingt die Einstellung durch, die ich bei jedem Kollegen erwarte, egal welchen Faches.
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Aber sich aktuell auf dem Laufendenhalten musst du dich auch in Englisch....
Abgesehen davon: Englisch/Deutsch ist DIE Kombi in den Burnout. Die Korrekturen sind da am Höchsten. Da investierst du doch lieber eine Stunde in der Woche in Tagesschau gucken.
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Die meisten Argumente gegen Spanisch haben FreMe und CDL genannt.
Eins noch: (sorry für den Unterton)Wie zum Kuckuck kommt man auf die Idee, Lehrer für eine Sprache zu werden, die man nicht mal kennt? -
Ja klar, was soll man sonst machen? wie gesagt, ich hätte wahrscheinlich Turbo gegeben oder das Bundesland gewechselt ...
Mir gefiel das Studieren zu sehr, der Rest drumherum auch und ich fühlte mich sicherer, noch ein paar Seminare zu besuchen. -
Kannst du schon perfekt Spanisch?
Grundsätzlich rate ich (rät jeder) von 2 Fremdsprachen ab.Englisch und Sowi ist ne coole Kombi, zumal du daraus auch eine bilinguale Fakultas erwerben könntest (genauso mit Erdkunde).
Tendenziell hat SoWi leicht mehr Stunden im Schulbetrieb und hat dadurch größere Chancen, auch könnte (!) die Einführung des Fachs Wirtschaft mehr Stellen ermöglichen, aber ich glaube ehrlich gesagt, zur Zeit geben sich beide Nebenfächer nicht viel. -
Es gibt aber schon einen sehr großen Unterschied zwischen Korrektur, Lektorat, Coaching und Ghostwriting, wie du oben schreibst.
Nur eine praktische Frage: wie schaffst DU es denn bitte, neben einer Schulstelle, Zeit und Kopf für solche Arbeiten zu haben??
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Ich fühle mit.
Es sind Details für alle, die es noch nie erlebt haben, es sind eine mittlere oder große Katastrophe für "uns".Es scheint menschlich zu sein, dass man in eine Schublade gesteckt wird und anhand dessen ggf. anders beurteilt wird. Ich bin selbst Zweitsprachlerin, mir wurde von einem Fachleiter, der eine Fachdidaktikveranstaltung an der Uni machte, gesagt, bei ihm hätte ich Schwierigkeiten, das Ref zu bestehen (zugegeben: im Fach Deutsch). Er war leider der einzige Fachdidaktiker, ich musste durch, insbesondere obwohl ich schon wusste, dass er so drauf war. 1 Jahr vorher hatte er einer Bekannten von mir, die an MS erkrankt ist und aufgrund dessen nicht schreiben kann (und eine Arbeitsassistenz hat), bei der ersten Sitzung im Ref gesagt, sie würde bei ihm nicht bestehen. Sie hat mit einer 1 in einem Fach und einer 4 bei ihm bestanden. (vorher vier Fächer an der Uni mit nur 1,0 bestanden).
Ich bin nicht mit Deutsch ins Ref gegangen, das hätte ich psychisch nicht durchgestanden. Ich hatte schwierige Zeiten (hauptsächlich vorm Ref), ich bin mittlerweile 1) unglaublich gut vorbereitet, kein Tafelbild ist nicht perfekt vorbereitet, usw.., 2) ich lache drüber. Ist halt so. Ich sage es mal so: ich kann bei meinem Niveau keinen Sprachkurs mehr besuchen (du auch nicht), mehr als in Deutschland auf Deutsch leben kann ich kaum machen.
Meine (einzige!) deutsch sozialisierte/ deutsche Kollegin mit Migrationshintergrund kennt es aber auch aus ihrem Ref bzw. aus Berichten von anderen KollegInnen mit Migrationshintergrund (sie hat Islamkunde als Fach, da hat man eine größere Schnittmenge mit einem vermeintlichen "Ausländertum"). JEDER von uns macht Fehler im Mündlichen. JEDER von uns unterbricht jeden xten Satz und hat Satzbaufehler im Mündlichen. Sie fallen auch nie auf, weil unsere Gehirne die Verbindungen herstellen (wir durften ja fast alle im Lehramtsstudium irgendwelche Unterrichtsstundenskripte lesen und wissen, dass unsere mündliche Sprache eine Katastrophe ist). Bei Menschen mit "erkennbarem" Anderssein (Hautfarbe, Religion, Nachname, Akzent, ...) stellen aber KollegInnen und FachleiterInnen immer sehr gerne fest, dass eben dieser eine Satz um 9uhr52 nicht vollständig war...
Entspanne dich und nimm es nicht zu ernst! Sei gut vorbereitet und selbstbewusst!
PS: Bei uns wurde im Ref die Sprachrichtigkeit nicht wirklich bewertet, es sei schließlich eine Sache des 1. Staatsexamens gewesen. und es wäre unfair gewesen, dass man mir eine bessere Note für meine Sprache gibt. (ja? ist es so? ). Meine Mitreferendarin sprach katastrophal, darüber war sich die Fachleiterin auch in den Nachbesprechungen einig. Abzug gab es sicher dafür auch, die Note war grundsätzlich schlecht aber es wurde trotzdem - mir gegenüber - gesagt, es sei kein Bestandteil der Note.
PPS: Für meine Examensarbeit und Entwürfe hatte ich selbstverständlich KorrekturleserInnen. Sie hatten natürlich bei mir mehr zu tun als bei Anderen. ich habe im Übrigen auch sehr viel von Anderen Korrektur gelesen und seeeeehr viel gefunden. Meine FachleiterInnen haben trotzdem angemerkt, ob es wirklich meine Leistung sei, dass es fehlerfrei sei. Wenn ich nur dran denke, wie viele das/dass-Fehler ich bei Mitrefis ausgemerzt habe ... -
Hallo calmac, vielen Dank für deine Einschätzung. Ich halte es für eher unwahrscheinlich, dass eine SII-Kollegin oder ein SII-Kollege als Drittfach noch Mathematik für die SI hat. Zumindest bekommt man mit der Voraussetzung keinen Z-Kurs voll. Entweder hat man es studiert oder man hat einen Z-Kurs (für die SI) gemacht. Mir erscheint es viel schlüssiger und sinnvoller, dass SI-KuK mit dem Fach Mathematik "aufstocken" und ihre Qualifikation erweitern, statt dass ein Kollege mit z. B. Spanisch und Geschichte für die SII an den Start geht, der bislang mit Mathematik nichts zu tun hatte, was dann ja möglich wäre. Der Z-Kurs ist übrigens auf 2 jahre angelegt - da kann man schon etwas mitnehmen.Und vor allen Dingen verstehe ich Folgendes nicht: Wenn es so klar ist wie du schreibst ("kein Unterricht in der Q ohne Staatsexamen fuer die Sek II"), warum steht das nicht genauso klar unter "Teilnahmevoraussetzungen" drin?
Also:
Ich habe tatsächlich in den letzten 10 Jahren an 2 verschiedenen Schulen schon 3 KollegInnen kennengelernt, die im alten Stufenlehramt Mathe als 3. Fach Sek 1 neben einem Sek 2 Lehramt studiert hatten, aber das nur als Anekdote, weil es heutzutage glaube ich nicht mehr geht.Aber sehr wahrscheinlich und sehr oft (bei uns an der Schule oder einer anderen Schule insbesondere für Informatik und Physik kennengelernt): Jemand fängt mit dem Sek 1- Zertifikatskurs an und macht entweder direkt im Anschluss oder 1-2 Jahre später den Sek 2-Kurs.
Klar, für die Sek 1 bräuchte man rein theoretisch keinen Zertifikatskurs, aber 1) irgendeine Art der Qualifizierung ist gut, nicht jeder "fachfremd" Mathe-unterrichtender Kollege hat Physik oder Informatik (und umgekehrt) studiert. und langfristig gesehen braucht man den Sek 1 - Kurs, um den Sek 2-Kurs zu besuchen. Um die Basis nachgewiesen zu haben. (Überlege gerade, ob es Pflicht ist oder bei uns Pflicht ist. Selbst die MathematiklehrerInnen besuchen immer den Sek 1-Zertifikatskurs in Informatik, bevor sie später aufbauen. Obwohl man mit guten Materialien der KollegInnen es nicht bräuchte)chili
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wobei künstlerische und wissenschaftliche Tätigkeiten nur anzeigepflichtig sind. (ich glaube aber nicht, dass da "wissenschaftliche Arbeit" auf deinem "Arbeitsvertrag" steht)
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jup, aber: die Diagnose erfährst du als GKV-Versicherter nicht. Da kannst du 3-4 Jahre später nichts machen, was schon eingetragen wurde.
Mittlerweile weiß ich: ich würde einfach nicht zu jedem Arzt irgendwelche Diagnosen nachträglich einholen, sondern in dem Antrag nur ausfüllen, was ich wirklich noch weiß (also nichts verschleiern, aber eine alte Erkältung hat mir im Prinzip in meiner Ehrlichkeit das Genick gebrochen) -
ist leider als Versicherungskandidat ein bisschen weniger lustig.
Ich sass da bei dem Makler (glaube ich zumindest? Ein "Fairsicherungsladen", der an ziemlich alle Versicherungen vermitteln konnte) mit meinen (naiv) eingeholten Diagnosen der Ärzte der letzten Jahre und tataaa... "oh, diese Diagnose da ist das Ende".
"chronische Erschöpfung" wurde neben "Halsschmerzen" und noch was bei einer Wintererkältung eingetragen. Klar war ich müde, ich hatte 4 Korrekturgruppen, es war Dezember und so weiter. Da ein kleines F vor der Diagnoseziffer steht, kam nur noch die Öffnungsaktion in Frage. -
Nein, auch in Bayern interessiert die Note und nicht die Studiendauer.
ich bezog mich darauf:
https://www.mzl.uni-muenchen.de/lehramtsstudiu…auer/index.htmlNach der bayrischen Ordnung hätte ich kein Staatsexamen machen dürfen. (Zugegeben, dann hätte ich vermutlich Urlaubssemester eingelegt oder früher Examen gemacht). Das gibt es soweit ich weiß nur in Bayern.
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OT:
Das hängt vom Bundesland und der Schulart ab.Für Bayern RS/GY stimmt das nicht.
in Bayern ist man aber eh schon raus, wenn man die Regelstudienzeit "ein bisschen zuviel" überschreitet, oder?
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Unter den ‚jungen‘ KollegInnen ohne Kinder (U35/40) gibt es tatsächlich sehr oft Städtetrips, mitunter mit Flugzeug.
Ich muss zugeben, dass ich mir bis jetzt nie die Frage gestellt habe, wie meine Kollegen nach Italien kommen...
Ich mache in den Ferien eine Fortbildung in Südosteuropa und der Kollege, der das Gebiet betreut, war ziemlich irritiert als ich sagte, ich hätte noch kein Rückticket gebucht, bis sich klärte, dass ich nicht fliege, sondern mit Zug fahre. Die 14 Stunden halte ich nicht nur für verkraftbar sondern schön. Das sahen tatsächlich viele anders. Aber ich bin Eisenbahnertochter, mein Auto steht still und wird nur von der Nichte zu Ende gefahren, und ich mag langsames Reisen und geniessen.Was meine KollegInnen wählen, weiss ich nicht und ich stecke keinen in Schubladen..
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