@samu: man weiß doch, wer im Reliunterricht wo sitzt. Ganz praktisch sowas...
(Tatsächlich waren die Eltern meiner besten Freundin damals nicht sooo begeistert zu hören, dass ich mittwochs nachmittags zum Reli-Unterricht gehe. Hat nicht geholfen, wir haben uns trotzdem weiter getroffen und sie war sogar bei meiner Kommunion.)
In Deutschland ist es echt am einfachsten, dadurch die Konfession / Religion herauszufinden.
Beiträge von chilipaprika
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Ich guck mir die Quelle später am Rechner, aber eins vorweg: ich als Deutschlehrerin vergebe Noten für Aufsätze, Analysen und Kommentare. Nicht für ‚kann einen Bericht fehlerfrei schreiben‘.
Die Bewertungsmaßstäbe sind fest und mir sind die Hände gebunden. Die Sprache / Darstellungsleistung macht 20 von 100 aus (ich hatte eine Weile kein Deutsch, es könnte sogar 20/120 sein). Und von den 20 Punkte gibt es auch Punkte für die Zitierweise usw...
Ja, auch mit schlechter Lesekompetenz und schlechter Rechtschreibung / Sprachkompetenz ist es ‚schwer‘, durchgängig mangelhafte Leistungen zu erbringen, zumal es auch eine mündliche Note auch gibt.
Nebenbei: (und es richtet sich hier ausdrücklicv und ausschliesslich an LS): wenn die Grundschullehrer*innen ihren Job besser machen würden, hätte ich keine solchen Probleme im Deutschunterricht. Na, merkste?
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Generell dachte ich als Kind, dass es "nur" evangelisch und katholisch gäbe.
Ich wiederum habe lange gebraucht, um zu erfahren, dass es überhaupt Protestanten / Evangelen gibt. Irgendwann in der Pubertät habe ich durch meine Schwester, deren Schulfreundin die Tochter des Pastors war, erfahren, dass eine Gruppe Menschen, die nicht mal eine richtige Kirche hat, sich in einem gemieteten Raum im Rathausgebäude trifft.
Tja, anderes Land, andere Sitte. Meine Stadt hatte mehr "Moscheen" (also islamische Treff- und Gebetsorte) als evangelischen Gebetsräume (=einen).Ich "bin" katholisch aufgewachsen und war immer sehr irritiert, warum der Gottesdienst bei meiner Oma anders war, als der Gottesdienst, wo wir vom Katechismus hingingen. "Unsere" Kirche war auch ein modernes Gebäude ohne viel Farbfenstern, was ich bis heute traurig finde (weil ich Kirchenfenster liebe und schon alleine nur deshalb gerne zu Notre-Dame gefahren bin), die Kirche meiner Oma eine gothische Basilika... für mich war also das eine richtige Kirche. Kindergedanken, aber durchaus mit Wertung von Erwachsenen...
Einer der Höhepunkte meiner religiösen Sozialisation war wohl, als wir beim Katechismus (Reliunterricht) Geld für den Bau einer nahgelegenen Kathedrale gesammelt haben. Damals noch brav hielt ich es für eine tolle Sache, ich kann mich aber erinnern, dass viele "ältere" Menschen es für ein Unding, wie sie aussehen sollte (tatsächlich gar nicht wie eine Kirche, noch weniger wie eine Kathedrale). Und obwohl ich schöne Kirchen vom Betrachtungswert mag, fand ich es seltsam, dass das Aussehen des Gebetsorts scheinbar wichtiger sei als die Tatsache, dass man zusammen sei.
und im Hintergrund schwingte eh die Polemik mit (irgendwie hat man sowas immer mitbekommen, bzw. ich habe es auch im Nachhinein viel detaillierter mitbekommen), dass es um einen "Kampf" mit dem schon begonnenen parallelen Bau der einen Moschee (also diesmal kein Gebetsraum, sondern einer richtigen Großmoschee mit Minarett) ging.
Mein Bruch mit der Institution ein paar Jahre später hatte wenig damit zu tun, aber es blieb schon ein Beigeschmack.
Für mich ist und bleibt einiges vom Christentum / Katholizismus (ich kann ja nicht für andere Konfessionen sprechen, sowieso schon kaum für den Katholizismus an sich) mit der Lehre meiner Oma verbunden. Und da wundere ich mich immer wieder über alle Auswüchse aller Parteien mit einem C im Namen, aber auch so vieler Menschen, die mit der Institution verbunden sind. Meine nächsten- und menschenliebende Oma, die ihr letztes Hemd für jeden gegeben hätte, so oft nicht genug zu essen hatte, weil sie mit Anderen geteilt hat, mir das Pater Noster und das Ave Maria (hat man kaum gelernt, aber ihr war es wichtig) beigebracht hat, sie war noch vor ihrem Tod so traurig über die Entwicklungen. und ihr war es egal, dass die Messe nicht mehr auf Latein war. Ihr war es nicht mehr so wichtig, dass meine Schwester keine Kommunion gemacht hat und ich einen Evangelen, und das noch ohne Kirche heiraten würde: ich war glücklich, ich bin / wir sind (ihrer Meinung nach) gute Menschen geworden, die sich um ihre Nächsten kümmern, DAS war ihr wichtig.(und obwohl sie nicht wenig Münzen in meine Kollekte für die Kathedrale reingeworfen hat, hat sie nie auch nur einen Schritt dahin getan
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wenn ich die perfekte Lösung hätte, hätte ich vielleicht einen Nobelpreis. Aber ich sage nicht einem Diskriminierungsopfer, dass er sich verstecken oder verstellen soll.
Man soll eingreifen. Man darf keine diskriminierenden Äußerungen zulassen. Kein "du hast eh kein Land" (Aramäer), "Schoko", oder was auch immer ... aber auch kein "eyh, bist du behindert?" oder "voll schwul"... Nein. Sowas wird einfach nicht geduldet. Punkt. -
nee, das stimmt, es war keine Duldung, es klingt nach absoluter Toleranz, gar Zustimmung solcher Machtverhältnisse
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Meinungsfreiheit schön und gut, aber auch in Deutschland muss man ggf. überlegen, ob einem die eigene Meinung oder die körperliche Unversehrtheit wichtiger ist, wie zuvor angedeutet.
das heißt,
1) du würdest / duldest Rassismus in deinem Klassenzimmer, zum Schutz der Opfer?
2) du duldest Rassismus zu deinem eigenen Schutz? -
Das ist so wie man auf Französisch l' sagt, wenn man nicht so recht weiss, ob es jetzt le oder la ist.
Wer weiß denn nicht so recht, ob le oder la? Die Schüler*innen?

Es gibt schon klare Regeln, wann man "l'" benutzt.. -
An der Uni: definitiv nicht. Aber ich habe zu Vorzeiten studiert mit sehr wenig Bildungswissenschaften. Später habe ich schon im Vorlesungsverzeichnis durchaus Kurse gesehen, die "Leistungsbewertung" hießen.
Am Studienseminar: an mindestens eine Sitzung pro Fach kann ich mich erinnern, die absolut nichtssagend waren. Es ging tatsächlich ausschließlich um schriftliche Korrekturen und insbesondere bei der Sprachkorrektur in der Fremdsprache konnte die Fachleiterin nichts Sinnvolles beitragen (und sie hätte sonst der Hälfte des Seminars mitteilen müssen, dass deren Einschätzungen viel zu falsch waren, weil sie mehr als die Hälfte der Fehler übersehen hatten).
Aber: es war eins der Themen meiner Abschlussprüfung (2. StEx), also habe ich mich einfach selbst eingelesen. Hat auch mal Vorteile
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Es gibt einen Unterschied zwischen "allgemeinen Feststellungen" und "Ratschlag in einem geschützten Raum aka Klassenraum".
Denn: sag ich auch dem schwarzen Kind "tja, Pech für dich, ist halt so?" oder der Muslima, die ein Kopftuch trägt, ihr Kopftuch abzulegen? -
wie bitte? Du gibst einem potentiellen Opfer von Diskriminierung den Tipp, ein "Merkmal der Diskriminierung" zu verstecken?
Da werden sich aber alle mit sichtbaren, NICHT wegwischbaren Merkmalen aber freuen. -
ja, manchmal ist man zwiegespalten.
Ich mache aber einen Unterschied zwischen "Ich bezahle, um mir die Arbeit schöner / einfacher zu machen" und "ich bezahle, um zu arbeiten".
Über die Suchfunktion findet man dazu mehrere sehr gut geschriebene Beiträge von Botzbold.
Die (immer niedrigeren) "Unmengen" an Geld (Zitat Ehemann :-D), die ich ausgebe, sind nicht "notwendig". Nur spare ich mir nicht nur morgens Zeit, wenn ich die Arbeitsblätter zuhause gedruckt habe, sondern auch viele Recherchen in einer Unibibliothek, wenn ich unterschiedliche Lehrwerke und Fachliteratur ab und zu anschaffe, um gute Unterrichtstexte daraus zu schöpfen. Dasselbe mit dem Tablet, das ich NICHT kaufen muss, ich könnte auch mit Papier und Folien und einem Leih-iPad der Schule arbeiten, aber es hatte eine sehr große Effizienz für mich und ich sehe es also nicht nur als Investition in meine Arbeit, sondern auch als Investition in meine Freizeit (weil: schneller arbeiten = mehr Freizeit, glücklicher bei der Arbeit = weniger Stress, usw..) -
Es wird ja niemand davon abgehalten durchgehend FFP2-Maske zu tragen zum Selbst- und Fremdschutz...
Ich will wirklich weder in irgendeine Panik ("nur in der Schule kann ich mich anstecken") verfallen, noch den Diskurs "ich gebe keinen Cent für meine Arbeit aus" befeuern, aber den Spruch darf man nicht als Arbeitnehmer zu oft sagen. Sorry. Wenn mein Arbeitgeber wirklich der Meinung ist, dass meine Arbeit quasi nur mit FFP2-Masken möglich ist, muss er auch einen Beitrag dazu leisten.
Chili (die Unmengen an Geld für ihre Arbeit ausgibt, aber auch ab und zu einsieht, dass es bestimmte Grenzen gibt) -
vermutlich Schüler*innen im Alphabetisierungskurs (ggf. nur auf lateinische Schrift-Alphabetisierung bezogen)
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Ich empfehle, Prof. Karim Fereidooni ((Professor in Bochum) zu googlen und einiges von ihm zu lesen. Rassismuskritik in der Lehrer*innenbildung und im Lehrer*innenzimmer ist sein Schwerpunkt. Er gibt regelmäßig Interviews, so dass man sich auch in Zeitungsartikeln, Podcasts oder Youtube-Videos ausführlich informieren kann.
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Nee nee, sie hat schon regelmässig Fototermine in Schulen wahrgenommen...

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Nein, Karl Dieter, das war Ironie...
Wobei die Noten tatsächlich nur bei Teacher Tool ist.
Aber ich korrigiere genug im Wohnzimmer, da liegen regelmässig Arbeiten und Tests rum. Und meinen Tag erzähle ich auch, bzw. wir treffen SuS in der Stadt, mein Mann kennt also viele einzelne Vornamen aus meinem LK oder aus langjährigen Lerngruppen. Manchmal auch mit Infos zu den Pärchenbildungen zb
(Hand in Hand in der Stadt gesehen..) -
Genauso ist es, denn genauso wurde bei uns mal verfahren. Und wenn 80% eines kleinen Kurses nur ‚Zweitwunsxh‘ sind, soll man sich nicht wundern, wenn alles zusammenbricht.
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genauso wie Miss Jones sagt.
und wenn das Angebot breit ist, tauchen die 2. Fremdsprachen gar nicht mal als Zweit- oder gar Drittwahl auf... -
Also wir bieten seit Jaaaaaaaahren sowohl Latein als auch Französisch im Wp2-Bereich ‚an‘, es kommt aber nie zustande.
Genauso wie in der Oberstufe, da kommen auch einige Kurse nicht zustande...
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Beziehst du dich auf mich? Also Schulgottesdienste in einer Kirche, Kreuze im Schulhaus und christliche Lieder findest du normal (i.s.v. "üblich" ?)
Ich merke gerade, dass ich schon sehr lange im Osten lebe.
es ist tatsächlich in NRW an vielen staatlichen Schulen (in öffentlicher Trägerschaft( normal (Schuljahresbeginn, Advent, Aschermittwoch und Jahresende), je nach Schule können die Kreuze (mehr oder weniger) diskret in einzelnen Räumen sein oder sehr prominent in der Aula / im Foyer... (und ich rede nicht von den konfessionsgebundenen staatlichen Schulen (NRW-Besonderheit), mit denen habe ich tatsächlich gar keine Erfahrung).
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