Beiträge von chilipaprika

    Beziehst du dich auf mich? Also Schulgottesdienste in einer Kirche, Kreuze im Schulhaus und christliche Lieder findest du normal (i.s.v. "üblich" ?)

    Ich merke gerade, dass ich schon sehr lange im Osten lebe.

    es ist tatsächlich in NRW an vielen staatlichen Schulen (in öffentlicher Trägerschaft( normal (Schuljahresbeginn, Advent, Aschermittwoch und Jahresende), je nach Schule können die Kreuze (mehr oder weniger) diskret in einzelnen Räumen sein oder sehr prominent in der Aula / im Foyer... (und ich rede nicht von den konfessionsgebundenen staatlichen Schulen (NRW-Besonderheit), mit denen habe ich tatsächlich gar keine Erfahrung).

    in NRW wäre es nicht vorgesehen.
    Damit deine Beamtenstelle ruht, brauchst du ganz bestimmte Gründe und in der Regel (!) sind sie nicht mit einer Angestellentätigkeit vereinbar.

    Stellen an den Unis können aber so ausgeschrieben werden, dass sie sogenannte "Abordnungsstellen" sind. Dabei geht es um ein Abkommen zwischen den beiden Ministerien (Wissenschaft und Schule), dass eine bestimmte Anzahl an Lehrkräften den Unis zum Zwecke des Wissenstransfers ausgeliehen werden. Man behält also seine Besoldung und wechselt nur für eine bestimmte Zeit den Dienstort. Solche Stelle sind aber zumindest in NRW nicht für reine fachwissenschaftliche Stellen vorgesehen, sondern immer mit Schulbezug. An meiner örtlichen Uni steht im "Leitfaden" für die Institute, dass es einen fachdidaktischen Schwerpunkt geben soll. Die Lehrkraft übernimmt bestimmte Kurse und kann sich in der Zeit weiterqualifizieren (promovieren).
    Es gibt aber auch Stellen mit mehr Lehre (oder gar keine), die keine QUalifikationsstellen sind. Alles ist Verhandlungssachen der Unis mit dem Ministerium.
    Wie ich es hier in den AUsschreibungen wahrenhme, gibt es bestimmte Fächer, die das Spiel verstanden haben und solche Stellen immer wieder haben, andere Fächer machen sich entweder die Mühe nicht, oder man müsste sie als Lehrkraft darauf ansprechen, damit sie auf die Idee kommen, auszuschreiben.

    chili

    Ich glaube, dass die Bedingung für die Absetzbarkeit ist, dass man den Raum abschließen kann.
    Die Frage mit dem Durchgangszimmer ist tatsächlich eine gute Frage. Aber sind dann nicht beide Zimmer (dein Arbeitszimmer und das Schulbücherarchiv) eh deinE Arbeitszimmer? oder setzt ihr das "dritte" Zimmer gar nicht ab?
    Mit dem Datenschutz ist eh klar, dass die Namen und Noten nur verschlüsselt irgendwo in einem abgeschlossenen Tresor sind.

    Wir haben Teilwiderspruch eingelegt: die 50% akzeptiert (es hilft nichts, dass 80% der Finanzbeamten es lockerer sehen, offensichtlich hat unserer Recht. Dann muss ich eben nächstes Jahr mehr zum Arbeitszimmer dazu packen, was wir dieses Jahr nicht gemacht haben, weil wir eh schon über die Grenze waren...), aber die Möbelstücke sollen gefälligst zu 100% akzeptiert werden.

    und tatsächlich darf mein Mann nicht in mein Büro, aus Seelenheilgründen. Der einzige aus dem Haushalt, der in mein Büro kommen darf, ist der Hund. (und ins Büro meines Mannes). Man könnte fast sagen, dass der Schlüssel am ehesten gegen den Hund ist. Anderen Haushaltsmitgliedern wird vertraut, dass sie in meiner Abwesenheit nicht in den Raum gehen. Der Hund sucht aber gerne und öffnet die Tür mit einer bemerkenswerten Selbstverständlichkeit, dass man nicht sicher sein kann :D (Darf man in einem steuerlich abgesetzten Arbeitszimmer Leckerlis und einen Napf aufbewahren? ;) )

    Danke!
    ein Teil seiner Rechnung scheint zu stimmen. Es ist für mich nur absolut illogisch. Würde ich 60% des Hauses beruflich nutzen, okay, aber mein Arbeitszimmer ist wirklich sehr sehr klein (im Vergleich zum Haus). (und durch seine komische Rechnung kann ich eben nur 600-700 Euro von den möglichen maximalen 1250 Euro ansetzen.)
    War das die letzten Jahre ein Fehler? oder nur, weil ich alleine veranlagt war und also wurde nicht überprüft, wem das Haus gehört (Unterlagen wurden aber immer angefordert und gegeben)
    Wenn ich nicht in noch viel mehr Zimmern und Keller Schulmaterialien hätte, wäre es weniger ärgerlich. und jetzt zwei Zimmer absetzen (ja, ein zweites Zimmer ist tatsächlich zu 90% nur Schulsachen, dann würde ich wohl das eine Regal rausnehmen, wo unsere Unterlagen für die Steuer drin sind.) wäre total doof, so nach dem Motto, jetzt zaubere ich ein Zimmer wieder raus...

    Kann es auch eine Rolle spielen, dass wir dieses Jahr zum ersten Mal eine gemeinsame Veranlagung haben?

    und nein, mein Mann kann sein Arbeitszimmer nicht absetzen, wäre natürlich am einfachsten.

    und ich habe mich geirrt. Die Regale wurden nicht nur zu 50% anerkannt, sondern zu 10% ( Anteil des Zimmers am Haus....) :D

    Es ist halt super nervig und ärgerlich, weil wir schon durch den ersten Widerspruch 700 Euro doch bekommen, die er "einfach so" gestrichen hatte (Krankenversicherungsbeiträge und andere offensichtliche "Fehler"...). Wie soll man dann vertrauen?

    Hallo!
    Neuer Finanzbeamter -> sehr schwierige Steuererklärung.
    Der Hälfte unseres Widerspruchs hat er akzeptiert, bei einem großen Teil bleibt er dabei. Logisch und von dem, was wir gelesen haben, bleiben wir bei unserer Argumentation (die in den letzten Jahren auch "durchging"), wir haben auch ein bisschen Angst, durch einen erneuten Widerspruch das Ganze zu verschlimmbessern (er holt sich die letzten Jahre wieder zurück).

    Also: wie ist es bei euch?

    Wir wohnen in eigenem (gemeinsamen) Eigentum, mein Arbeitszimmer macht ca. 10% der Gesamtfläche. Mein Mann hat zwar ein eigenes Arbeitszimmer, es tut aber nichts zur Sache, weil er es nicht absetzt (nicht Lehrer).

    Der Finanzbeamte beharrt darauf, dass wir die Schuldzinsen (auf diese 10%) nicht auf mich "eintragen" können, sondern, nur noch die Hälfte (weil gemeinsames Eigentum). Klingt halb logisch, aber wir haben nunmal DIESES Haus in der Fläche, weil ICH ein Arbeitszimmer brauche. Nicht für uns beide. und mein Mann darf aus datenschutzrechtlichen Gründen auch nicht mal in das Zimmer. Haben wir da einen Denkfehler? Wie macht ihr das?
    Es geht aber soweit (und da ist wirklich Schluss mit dem Spass), dass er sogar die Regale, die ich mir gekauft habe, nur noch zur Hälfte anrechnet. Ja, es geht um ein paar Euro, aber irgendwo muss doch ein bisschen Logik sein. Schließlich werden die Kilometer Pendelei auch vollständig angerechnet und nicht zur Hälfte, weil es unser gemeinsames Auto ist.

    Ich würde mich über eure Erfahrungsberichte freuen und vielleicht sogar einen Hinweis, wo dies klargestellt wird, falls ihr Bescheid wisst.

    Vielen Dank im Voraus,
    chili

    @samu: Kalle hat überhaupt nicht geschimpft, sondern es als "angemessen" bezeichnet.

    Dem stimme ich absolut zu. Ich durfte 6 Monate lang einer Abgeordneten folgen (die keine Nebeneinkünfte hatte, nebenbei gesagt), und was sie da für Wochen hatte, möchte ich nicht monate- und jahrelang haben.
    Die allermeisten Abgeordneten (oder zumindest die, die ich kenne) spenden einen nicht unbeträchtlichen Teil ihres "Gehalts": Parteispende, aber auch das Altenheim um die Ecke, und so weiter. Kleine Spenden, aber am Ende ist es es nicht wenig. oder zusätzliche Mitarbeiter*innen / Projekte, usw..

    Da wurde dann die These in den Raum gestellt, dass ein A13er-Lehrer, der bislang 3.300 Euro netto hatten, auf zum Beispiel 2.100 Euro netto gesetzt werden sollten, um eine „faire Verteilung der Lasten nach Corona“ zu erreichen.

    Wie sehr ihr das?

    Nachvollziehbarer Gedankengang. Klingt halt nach Kurzarbeit.
    Gerne.

    aber:

    Bitte nicht vergessen: bei Kurzarbeit arbeitet man nicht.

    und viele Unternehmen stocken sogar das Kurzarbeitergeld auf (von ein paar Prozentpunkte bis viel).

    Also mein Mann hat jetzt im 2. Monat (Teil)kurzarbeit, 2 Tage die Woche. Zum Beispiel gestern und heute. Da ist er im Garten. Seine Akten warten brav auf ihn...

    aber es gibt auch einen Unterschied zwischen Verletzung der (sorry für den falschen Fachbegriff) "Dienstschweigepflicht" und "Datenschutzverstoss". (also ja, ich verletze auch meine Dienstschweigepflicht, wenn ich eine unsichere Mail schreibe)


    Ich habe zum Beispiel meine Mails ausschliesslich online, auf dem Server. Kein Outlook. Dürfte ich also auch nichts eintippen?

    (und nein, ich schreibe keine Infos per Mail, sondern ausschliesslich per Rauchzeichen. Liegt aber sicher daran, dass ich keine Klassenlehrerin bin. Oh, stimmt nicht, ich habe schon mit Eltern Mails ausgetauscht und über deren Kinder geschrieben.
    und auch in der Corona-Zeit mit Schüler*innen über deren Leistungen geschrieben. Tja, schuldig :( )

    Danke kalle!
    Ich finde, es wird einfach viel zu oft vergessen. Klar spielt Fleiß eine Rolle bei der Abitur- oder Durchschnittsnote. Aber ein nicht zustande kommender LK kam viel Einfluss auf die Endnote haben. Wer musisch-künstlerisch gut ist, freut sich über einen besonderen LK, hat aber vielleicht Pech und doch keine Wahl und muss Geschichte nehmen.
    Viele Schulen sind zu klein, um alle Fächer anzubieten und für einige Schüler*innen macht es doch einen Unterschied, ob man Erdkunde oder Pädagogik, Bio oder Physik wählt.

    Ich sage "gerne", dass mein Abitur komplett ohne Mathe und NaWi ist. Ganz stimmt es nicht, ich hatte insgesamt 3 Stunden die Woche für Mathe, Bio, Physik und Chemie zusammen. Anteil am Abitur: ca. 6%, ein Fach wurde 3 Wochen vorher ausgelost. Ich war sehr gut in Mathe (zumindest für dieses Niveau, davor aber eigentlich auch), ich habe eine 1,0 in Mathe/NaWi auf dem Zeugnis. Wäre Bio oder Physik/Chemie gelost worden, hätte ich mich über eine 3,0 freuen können...
    War mein Abitur zu einfach, weil ich keine mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung hatte? Vielleicht. Aber dafür hatte ich 8 Stunden Philosophie die Woche, 4 Fremdsprachen, zwei davon wurden schriftlich und mündlich geprüft, die zwei anderen nur schriftlich, zusätzlich die Muttersprache schriftlich, mündlich plus noch dazu Literaturwissenschaft als Fach. Hinzu natürlich noch ein paar Fächer (es wurde in jedem Fach eine Abiprüfung abgelegt). "Mein" Abitur gilt / galt als das "Mülleimer-Abitur", das jeder macht, der kein Mathe kann. Kann sein. Aber 3-4 Fremdsprachen muss man aber auch können.

    Sind meine Schüler*innen doof, die kein Französisch können? Nö. Einige sind stinkefaul und _könnten_ es, wenn sie arbeiten würden. Einige sind durchschnittlich aber nicht unbedingt super talentiert, andere sind einfach sehr gut. und einige sind sehr gut, entscheiden sich aber für einen anderen Schwerpunkt.
    Jeder von uns, der zwei Fächer in "unterschiedlichen Bereichen" hat, kennt es: wie ein Schüler in einem anderen Fach ganz anders wirkt. Das hatte ich gerade dieses Jahr im Abitur. Ich hatte einen Drittel des Jahrgangs in der zweiten Fremdsprache unterrichtet: und bei den allermeisten war deren Entscheidung abzuwählen die beste ihrer Laufbahn. Menno haben wir uns in der Sek1 aneinandergerieben.
    und dann treffen wir uns in sozialwissenschaftlichen Fächern wieder und sie sind gut. Sehr gut. Argumentativ, analytisch, in der Lage, viele Verknüpfungen zwischen Theorie und Fall herzustellen, sie können Empfehlungen formulieren. Ein richtiger Genuss. und eine richtige Freude, dass diese Schüler*innen durch den jeweiligen Schwerpunkt ihren Weg gefunden haben. Sozial- und Geisteswissenschaften sind am AG möglich. Wenn sie lieber einen wirtschaftlichen Schwerpunkt gehabt hätten, wäre der Weg zum BK um die Ecke auch schön gewesen.

    Ja gut, Idioten gibt es überall und an jeder Schulform.
    (und (vielleicht immer an das Gute im Menschen denken): vielleicht meinte ein Lehrer "du hast es dort einfacher?")

    Aber da die Flexibilität zwischen den Schulformen noch schwieriger für die Lehrkräfte als für die Schüler*innen ist (okay, es gibt einige Zeitpunkte, da ist es super einfach), haben wohl die meisten Kolleg*innen von der jeweils anderen Schulform wenig Ahnung (außer vielleicht höchstens als Schüler*in, und der Weg von Catelyn wird wohl die Ausnahme sein).

    @ Kinetto: Kann ich dir sagen (vielleicht)

    Die normalen Gymnasialllehrer müssten anderenfalls zugegeben, dass

    -

    puntino und Flipper79:

    Wenn ich mich nicht täusche: diejenigen, die hier im Thread für einen besonderen Unterricht / für irgendeinen Kanon in der gymnasialen Oberstufe argumentieren, sind Grundschul- oder Förderschullehrer.
    Die beteiligten Lehrkräfte am AG haben (glaube ich?) hier mitnichten damit argumentiert, ihr angebotenes Abitur sei höherwertig.

    Für die Makroebene sehe ich es eventuell anders, ist aber nur meine persönliche Beobachtung und also nur anekdotische Evidenz, und es ist hier nicht Thema.

    Mir geht es in erster Linie darum, dass gelesen, verstanden und kommuniziert wird. Dabei ist mir relativ egal, ob wir "Klassiker" lesen oder nicht. Literatur ist in der Schule ein Vehikel für Inhalte und macht mit etwas Glück dem ein oder anderen Schüler etwas Freude. Halt dich fest, ich arbeite auch ganz gerne mit Graphic Novels. Das ist auch Literatur.

    Ich möchte gerne das betont unterschreiben. Für Englisch, für alle Fremdsprachen, für Deutsch, für alles.
    @Lehramtsstudent: ich empfehle einen Blick in Klafkis Bildungstheorie.

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