Beiträge von chilipaprika

    meine liebe Sonderschulkolleg*innen...
    meine allergrößte Anerkennung, euren Job könnte ich nie machen. Als ich über ein Aufbaustudium Sonderschullehramt nachgedacht habe, kam nur eine Richtung in Frage (oder zwei, die man aber eher nicht kombinieren sollte), und ich wusste: GB kommt nicht in Frage, vor LB habe ich echt Respekt, SES ist glaube ich so eine "Lüge" (eyh, da packen wir alle Kids rein, die wir nicht beschulen wollen), es schliesst echt einiges aus. Eure Bandbreite und Einsatzfähigkeit ist wirklich unglaublich!!

    was kann ein geistig behinderter erwachsener Mensch leisten und was kann ein lernbehinderter Mensch leisten?
    Ich hätte getippt: geistig behinderte: kaum alleine leben, arbeiten in Behindertenwerkstätten, usw... Lernbehinderte (und ja, die Standardabweichung ist da echt groß) _können_ vll mit Glück auf dem normalen Arbeitsmarkt unterkommen?

    . Aber mir hilft es (z.B. bei der Allergiker-Bettwäsche für meinen Sohn zu 200€, welche die GKV übernommen hätte, Beihilfe aber nicht) zu wissen, dass ich jeden Monat mindestens 150€ spare.

    Ja und nein.
    Den Gedankengang habe ich auch grob, weil ich einfach so dankbar bin, 1) verbeamtet (tut hier wenig zur Sache, ist aber die Voraussetzung für) und 2) privat versichert zu sein. [Zweiteres eigentlich nicht, ich bin gegen das System und all das, was damit zusammenhängt, sage nur ungern, dass ich privat versichert bin, aber irgendwie könnte es leider doch Vorteile haben, WENN es notwendig wäre]

    ABER: der Beitrag ist nur soviel günstiger als die GKV, weil man (außer mittlerweile Hamburg und vll woanders?) sich komplett selbst versichern muss und der Staat (!) seinen ANteil in die staatlich organisierte, gesetzliche Krankenkasse nicht bezahlen will und lieber eine private (!) Organisation unterstützt, indem der Beitrag dadurch viel attraktiver ist.
    Hätte ich mich zur Hälfte gesetzlich versichern können, hätte ich es sofort gemacht. Weil dann läge es fast gleichauf.

    Darf ich leicht ins OT?

    Was sind Unterschiede (im Berufsalltag, Unterricht, ...) zwischen Schulen für Kinder mit Ggistiger Behinderung und Schulen für Kinder mit Lernbehinderung? Ich hätte spontan im Kopf, dass der IQ den Unterschied für die Etikette macht, aber ehrlicherweise habe ich gar keine Ahnung, wie sehr es einen Unterschied auf die kognitive Fähigkeit, Lernprozesse und so macht.

    Ich mag es, dass die Leute ohne Avatar jetzt auch einen haben. Besonders der von chilipaprika (CH) hat es mir angetan.

    Bei der großen Schrift fühle ich mich allerdings genötigt, meine eigenen Beiträge mehr zu überdenken. :computerrache:

    Ansonsten, vielen Dank! Du hast dir viel Arbeit gemacht.

    ich muss zugeben, dass mir jetzt auch aufgefallen ist, dass ich kein Avatar habe und habe gedacht, dass man es alles manuell neu einstellen muss. Oder - wahrscheinlich - ich hatte noch nie ein Avatar...

    Ich sag es mal so: am Jahresende kann man durchaus diskutieren (ich müsste recherchieren, aber ich glaube, das Halbjahreszeugnis ist kein Verwaltungsakt. und selbst die versetzungsrelevante Note eines epochal unterrichteten Faches kann noch 3 Tage später besprochen werden...).
    Am Jahresende ist es schon schwieriger, weil da die Ferien beginnen und es schon zeitlich komplexer ist. Ich denke nicht mal an grundlos doofen Notendiskussionen, sondern auch an einfachen Fehlern. Ist mir mal passiert: falsche Arbeitsnote in meinem Heft eingetragen, anderen (falschen) Durchschnitt gerechnet, falsche Zeugnisnote. Eine Woche später das Halbjahreszeugnis neu ausgestellt, nachdem die Schülerin die Note (zurecht) nicht verstehen konnte und nachgefragt hat.

    Es ist keine Antwort auf deine Frage, aber nur ein Gedanke: Du hast doch keine Vollzeitstelle in der Schule, oder? Wieviel Abordnung hast du denn mittlerweile? Zählen diese "3 Stunden" nicht im Verhältnis? oder zählst du gar als Teilzeitkraft? (klar beziehst du volles Gehalt, aber wenn jede Stelle auf minimale Deputatserhöhung setzen würde, summiert sich das langsam...)

    Die Beihilfe hat doch nur zu bezahlen. Wo ist also das "Risiko" in der Probezeit?
    Solange man nicht eine bestimmte Anzahl an Fehltagen ansammelt und diese auch kleckerweise liegen (eine 2-Wochen-Grippe im Winter ist etwas Anderes als regelmäßig 1-2 Tage weg), geht man in NRW nicht noch mal zum Amtsarzt. und die Bezirksregierung und der Amtsarzt werden also nicht von irgendeiner Allergietherapie erfahren...

    Eine Rückfrage bei der Beihilfe ergab, dass die Arznei beihilfefähig ist, eine entsprechende Therapie aber wegen möglicher gesundheitlicher Eignung in der Probezeit idealerweise vom Probebeamten selbst getragen werden sollte.

    DAS ist die REALE Antwort der Beihilfe? Dann bitte den Namen des Mitarbeiters melden und die Beihilfestelle gleichzeitig beim Datenschutzbeauftragten. Es ist eine Unmöglichkeit! Gibt etwa die Beihilfe personenbezogene Krankheits-Daten an die Bezirkregierung weiter?

    3 Stunden pro Woche sind aber nicht 3 Stunden pro Monat!

    Wenn ich jede Woche 2-3 Stunden vertreten muss und das im Durchschnitt eines langen Zeitraums, dann läuft an der Schule etwas schief. Entweder hat man ein richtig dauerkrankes Kollegium, oder man hat die falsche VB erwischt, wo immer eine bestimmte Person fehlt. Dann kann man gucken, dass man die VBs besser verteilt. 2-3 Stunden im Durchschnitt für jeden Kollegen wäre ganz schnell eine Überlastungsanzeige wert!

    Man sollte es sich als erfahrener Lehrer m.E. auch angewöhnen, den Referendaren und Junglehrern, die man an der Schule hat, sein Archiv zu überlassen. Ich gebe jedem, der mit seinem USB-Stick oder -Laufwerk ankommt, meine Sachen.


    Leider gibt es viel zu wenige Kolleg*innen, die das so sehen. und oft ist es eine Einbahnstraße.
    Ich gebe (habe gegeben) unglaublich viel, habe meine Begeisterung leicht eingedämpft, wenn nie etwas zurückkommt, auch auf Nachfrage ("Du, hast du zufällig eine Klausur zu XY?" (und ich weiß, dass die Person die Einheit letztes Halbjahr unterrichtet hat) und es kommt nichts oder (mein Lieblingsbeispiel) auf einer Papierkopie in furchtbar schlechter Qualität.

    Meinst du also die Vertretungsbereitschaft oder die Tatsache, dass du jeden Monat 3 Stunden "kostenlos" machst, weil du fast nie die 4. Stunde bekommst?

    Ich habe hier im Forum mehrmals gelesen, dass unbezahlte / unangerechnete Vertretungsbereitschaften nicht rechtens seien, bin aber ehrlich gesagt froh, dass wir sie bei uns haben. Mir ist es lieber 2-3 Stunden die Woche gedanklich zu sperren und zu wissen, dass ich da eingesetzt werden könnte, oder eben nicht (ich finde schon was zu tun, oder gehe früher nach Hause), als dass man mich in jeder einzelnen Freistunde (inklusive Randstunden) rausfischen könnte. Unsere Lehrerkonferenz hat sich aber für dieses Modell in ihrem Vertretungskonzept entschieden.

    Was die 3 Stunden angeht, muss ich zugeben, dass ich mich auch schon mal "geärgert" habe, wenn ich in einem Monat nur 3 Stunden hatte, es ist aber bisher nur furchtbar selten passiert. Also entweder habe ich einen Engel, oder die Stundenplaner passen (wo es geht!) auf, dass die Kolleg*innen auf die 4 Stunden kommen oder eben nicht nach oben. Oder meine Schule hat eh super viel Bedarf, ich bin jetzt die letzten Monate mit 5-6 Stunden Vertretung im Monat dabei.

    Man muss unterscheiden zwischen "ad hoc"-Vertretung und dauerhafte Vertretung (du übernimmst 6 Wochen die Gruppe einer erkrankten Lehrkraft in deinem Stundenplan).
    Sie fallen unter unterschiedlichen Begrifflichkeiten, ich will sie hier nicht vermischen, es gibt aber eine gute Auflistung, ich glaube bei Tresselt. Gegen die eine ("ad hoc") kannst du dich nicht wehren, bei der anderen ist es ab einem bestimmten Zeitraum zustimmungspflichtig.

    edit: Link zum sehr guten Text: https://www.tresselt.de/mehrarbeit/

Werbung