Beiträge von chilipaprika

    Ich rate ganz dringend ab, eine Fremdsprache abzuschließen, ohne eine lange Zeit ins Ausland zu gehen (das weißt du sicher von Englisch). und B1 ist wirklich ein sehr niedriges Niveau, als Fremdsprachenlehrerin.

    Meine Vertretungstätigkeit vor dem Ref ist schon ein paar Jahre her, zur Zeit ist es zumindest in NRW schon schwieriger, an eine solche zu kommen (weniger Lehrermangel am Gym und viele suchende fertige Lehrkräfte).
    Wegen Flexibilität und Vereinbarkeit: ich sage es mal so (den Unterton kannst du für dich beschließen, ob du es auf dich beziehst oder nicht...) -> Ich habe 4 Tage die Woche (16 Stunden) unterrichtet, 4 Korrekturgruppen gehabt und bin einfach an meinem freien Tag und abends zur Uni gegangen, bzw. mal um 14uhr zu einer Vorlesung, wo ich zwar zu spät kam, aber mich brav hinten hinsetzte.
    Ich habe jedes einzelne Blockseminar genommen, das ich konnte und habe durch meine bisherige Studienerfahrung fast Vollzeit studieren können (ich fand, dass man auch ein bisschen effizienter arbeiten knnte, als die angegebenen ECTS-Punkte.)
    Ja, es war Stress und Arbeit. und ich treffe immer wieder auf Menschen / lese hier, dass die Arbeit für ein Drittfach den Aufwand nicht wert sei. Irgendwie sei es einfacher zu pokern und später auf eine Nachqualifikation des Staates zu setzen. Mir war mein Erweiterungsfach wichtig, ich wollte ihn unbedingt studieren und ihn unbedingt unterrichten. Und der Unterricht erfüllt mich wirklich ungemein, ich bin wirklich sehr sehr glücklich über die zwei Jahre, die das Studium gedauert hat. Zugegeben: ich hatte das Glück, einen gut bezahlten Job zu haben. Aber ich glaube, man muss realistisch sein und wissen, was einem wichtig ist. Mir war es nie wichtig, so früh wie möglich eine feste Stelle anzutreten, sondern durch möglichst viele Vielfalt im Alltag glücklich zu sein. Wenn dein Ziel "nur" ist, die Sprache so gut wie möglich zu können: gönn dir vor dem Ref ein Auslandsjahr und erfreue dich an die Erfahrungen und die Sprache. Wenn dein Ziel ist, drei Fächer zu unterrichten und Spanisch abzuschließen, dann: Pobacken zusammenkneifen und "kämpf dafür".
    Du kannst und sollst also für dich abwägen, welcher Weg für dich den größten Mehrwert ohne den zu großen Schaden hat (also welcher Weg ist ein Kompromiss für dich?)

    und ich schicke den Fragebogen per Rauchzeichen an die Mailadresse?
    Sorry für den Sarkasmus, aber man sollte sich schon bewusst sein, dass so ein Fragebogen eine höhere Hürde darstellt. und ich bin nicht betroffen (unterrichte das Fach nicht), würde aber sowas nicht per Mail mit meiner Mailadresse schicken und mir auch keine neue anschaffen. Es sind Details und Kleinigkeiten, aber nur ein gut gemeinter Hinweis.

    Du musst doch für Spanisch ein Auslandssemester / einen Auslandsaufenthalt machen? und von B1 bis C2 dauert es auch ein bisschen mehr Aufwand als nebenbei neben dem Ref. Ein Auslandsjahr kann einiges beschleunigen (vll als Fremdsprachenassistent*in, da verdienst du schon Geld)...

    Es sind auch Punkte, die du berücksichtigen musst.

    Was ist deine Wahrnehmung von "richtiges Geld"? Davon hängt es auch ab. Ich hatte vor dem Ref eine Vertretungsstelle ca. 60%, es war für mich der Himmel auf Erde (geldmäßig) und ich habe daneben eben noch weiter studiert.
    Ich hätte vor dem Ref gedacht, dass ich später nach dem Ref auch weiter studiere (im Ref selbst war ich realistisch und eh zu weit weg von einer Uni). Rückblickend: ICH hätte es nicht geschafft. Entweder hast du nach dem Ref schon deine Stelle und dann ist die Motivation nicht unbedingt super hoch (je nachdem, was du für einen Typ bist), oder hast du noch keine Stelle, bist aber raus aus dem studentischen Milieu und hast Schwierigkeiten, den Spagat zwischen Jobs (möglichst schnell an einer festen Stelle kommen) und Uni zu halten.
    Aber es gibt auch hier im Forum Leute, die das Drittfach nach dem Ref neben der Stelle machen. Ich habe gemerkt: Vollzeit an einer Ganztagsschule, ich habe danach keine Kraft mehr, um 40km zur Präzensuni zu fahren. (und das Auslandssemester bliebe noch...)

    Wir bringen aber den Schüler*innen nicht eine besondere Position zu Hamlet bei (ich habe kein Englisch...), sondern sich zum Beispiel mit einer literarischen Figur auseinanderzusetzen, weil sie zum Beispiel ein Problem zu lösen hat. Da würde man zum Beispiel die Figur charakterisieren, ihre Positionen untersuchen und so weiter.

    Gut, ich habe zu wenig Ahnung von Englisch, ich nehme Französisch, weil es sicher auch greifbar ist.

    Wenn ich die "Fabeln" von La Fontaine aus dem 17. Jahrhundert durchnehme, machen wir da genauso viel Gesellschaftskritik wie möglich. Die Analyse von damals ermöglicht Diskussionen zu heute. (Ähnlich, wenn man in Deutsch zum Beispiel Büchner liest...)
    Wenn ich Sartre lese, dann beschäftigen wir uns mit dem Existentialismus.

    Soll ich dann nur mit den SuS untersuchen, ob sie Reime finden und die Stilfiguren erklären können? oder ob sie die Dramentheorie verstanden haben? Natürlich nicht nur!
    Natürlich nicht. Wir reden über Herrscher und Gesellschaftsformen, wir reden über Sein, Schein und Tod.
    und ich drücke den SuS selbstverständlich nicht meine Meinung auf, sondern wir arbeiten argumentativ, wir lesen eine historische Rezension, machen einen Vergleich mit der heutigen Zeit, usw..

    Was soll es sonst für eine "kommunikative Kompetenz" sein, wenn die jungen Erwachsenen sich nur über Sartre und Shakespeare unterhalten können, aber nicht über die Gesellschaft, in der sie leben?

    @MrJules: du unterrichtest keine Fremdsprache oder?
    in dem Oberstufenunterricht einer fortgeführten Fremdsprache geht es um weit mehr als "nur" den Spracherwerb. Das, was wir da vermitteln, ist viel mehr als ein bisschen Grammatik, Redewendungen und Vokabeln. Die Auseinandersetzung mit Alltagsthemen ermöglicht nicht nur die Umwälzung von Wortschatz und grammatischen Strukturen, sondern auch den Perspektivwechsel (zum Beispiel mit dem Vergleich zwischen den "Kulturen" der jeweiligen Sprache - was automatisch dadurch geschieht, dass man da kaum noch auf didaktisiertes Material zurückgreift und also die Aktualität anhand von realen Texten (Achtung, weiter Textbegriff) studiert. und so weiter...

    @MrJules: Wobei man auch dazu sagen muss, dass es in Hessen z.B. möglich ist, Englisch in der Q-Phase abzuwählen und dafür Französisch oder Latein, wenn in der Sek I damit begonnen wurde, weiterzumachen. Ich nehme aber mal an, dass diese Sprachen auch wieder ihre Standardwerke haben.

    Und was ist schlecht daran?

    Es ist in NRW, und vermutlich überall, auch der Fall. Eine fortgeführte Fremdsprache reicht, warum sollte / muss es Englisch selbst?

    Das ist auch in Bayern so und mit nachträglicher Erweiterung gemeint

    Was ich meinte ist: es gibt woanders gar keinen Unterschied und in den meisten BL macht man eh das Ref nur in 2 Fächern, die Note des Drittfachs spielt oft keine Rolle (leider).

    Ich hatte 3 Fächer vorm Ref fertig, das Ref in 2 Fächern (2. u 3. Fach) gemacht, das 4. Fach direkt zu (während) Refbeginn abgeschlossen.

    Für die Einstellung (NRW) zählte nur 1. StEx der ersten 2 Fächer und 2. StEx. Wenn ich mich recht erinnere, gibt es in Bayern komplexere Berechnungen und so.

    Allerdings ist das Studium bzw. das Abschliessen des Drittfachs in BY ‚einfacher‘, in den meisten (allen?) anderen Bundesländern studiert man mittlerweile fast das selbe Studium für das Drittfach :( (ich hatte weniger Kurse, aber die selben Abschlussprüfungen, fand ich fairer).

    Und genau das weisst du nicht, also kannst du dich nicht mit einer allgemeinen Aussage äussern. Dass jemand, der eben nur ein Fach studiert, Kurse vorzieht, wo er kann, ist anzunehmen. Grundsätzlich belegt er auch jeder soviele Kurse, wie er sie stemmen kann (glaubt). Also ist es irrelevant, ob es 3 oder 8 sind. Das Problem ist das, was zusätzlich /unvorsehen kommt oder sich als Belastung entwickelt.

    Bei der Beihilfe hast du einen jährlichen ‚Selbstbehalt‘, die so genannte Kostendämpfungspauschale. Also wirst du mitnichten alle Kosten zurückbekommen. Je nach Rechnungshöhe evtl. gar nichts.

    Was du mit der PKV machst, hängt davon ab, was du gerne (von denen) hättest. Die Beihilfe wird sich nicht mit denen in Verbindung setzen.

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