Und dass man das Gefühl hat, in einer anderen Region nicht so recht einzufinden kenne ich auch. Mentalitäten sind verschieden, ich finde das sehr interessant. Ich denke nämlich, dass es oft Kleinigkeiten sind, die man fehlinterpretiert, weil sie unbewusst eine große Rolle einnehmen.
Dieses Zitat ist nur ein Aufhänger und ich unterstelle dir, Krabappel, keinesfalls solche Gedanken, aber mich regen Deutsche (in dem Fall) furchtbar auf, die sich zb in der Schweiz ausgeschlossen fühlen.
Das sind Menschen, die in Deutschland gar nicht merken, wie sie in ihrem Alltag ständig Leute ausschliessen oder nie angesprochen haben, ob sie etwas unternehmen wollen aber jetzt genau das erwarten.
Ich bin sooo oft umgezogen und denke mir jedes Mal, "mein Gott, was ist los mit euch?" Ich habe in meiner letzten Stadt Theater gespielt, Gebärdensprachkurse besucht, bin bei mehreren Stammtischen gewesen, bin zu politischen oder kulturellen Treffen / Veranstaltungen gewesen. Es hat einfach nichts gebracht.
Jetzt wohne ich 30 kilometer weiter, bin zum Sportverein gegangen (den ganzen Rest gäbe es hier nicht :-D), und irgendwie hatte ich nach 2 Monaten mehr Bekanntschaften als nach 5 Jahren in der anderen Stadt. Als Freundschaften würde ich sie tatsächlich nach 2,5 Jahren nicht bezeichnen, aber ich bin diesbezüglich anspruchsvoll und ab einem bestimmten Alter ist es halt so oder so schwierig, irgendwo einzusteigen.
Dass es allerdings wenig mit Nationalitäten zu tun, sondern einfach mit dem Alltag der jeweiligen Personen zu tun. Wenn man sich auf alles einlässt, wird es einfacher. Einfacher ist aber nicht einfach. und ja, ich beneide meine ganzen KollegInnen, die aus einem 20km-Umkreis kommen und / oder hier studiert haben, damit ihr soziales Netz aufgebaut haben.