Beiträge von chilipaprika


    Wir sollten nicht zu schnell die "Aktivistin" Greta positiv finden. Politisches Interesse unserer Schüler ist sehr gut, aber Vorsicht ist immer angesagt, wenn jemand zu radikal auftritt.


    Oh mein Gott!!! die Radikalaktivistin Greta!! Sie sitzt jeden Freitag auf einem öffentlichen Platz!!! Hiiiiiilfe!
    und jetzt hält sie sogar Reden!
    in denen sie sagt, dass die erwachsene Generation dafür zahlen muss, dass sie sich nicht um die Umwelt gekümmert hat. Es MUSS ein versteckter Hinweis auf Massenvandalismus und Morddrohungen sein.

    Dass ich nicht lache. Wir sind immer noch in Deutschland und auf dem Rasen steht ein Schild...


    Sehe ich anders. Wer ohne Strafe demonstriert, tut dies nur um blaumachen zu können. Wer trotz z.T. extremer Folgen deomnstrieren geht, Hut ab. Und bei extremen Folgen denke ich zuerst an Klausuren, die man unentschuldigt versäumt hat, die entsprechend mit der Note 6 zu werten sind und was zur Folge hat, daß man das Schuljahr wiederholen muß.
    Leute, die solche Folgen in Kauf nehmen, Chapeau! ... Der Rest der Schüler sind nur Oportunisten.


    Nur die ganz Harten kommen in den Garten?
    Wer also das Jahr nicht wiederholen muss, hat es quasi umsonst gemacht? Dann kann man verstehen, dass man sich in Deutschland über ein paar Tausende auf einer Demo freut (zugegeben, es ist in den letzten 20 Jahren deutlich besser geworden, mit der deutschen Streik- und Demokultur). Warum gehen nicht die ArbeitnehmerInnen in ihrer Freizeit demonstrieren? Warum nehmen sie nicht das Risiko einer Kündigung in Kauf?
    Du bist oft einer der ersten, der sich über seine Arbeitsbedingungen beschwert. Warst du schon einmal dafür demonstrieren? In deiner Arbeitszeit? (Risiko einer Abmahnung / Akteneintrags, weil Beamten nicht streiken dürfen?) In deiner Freizeit? Dich ganz offensichtlich geweigert, einen streikenden Kollegen zu vertreten? Den Streik thematisiert, damit man im Lehrerzimmer weiß, dass gerade an dem Tag draußen Angestellte etwas erstreiken, was uns lieben BeamtInnen unverschämterweise übertragen wird?

    Es _können_ nunmal nicht ALLE ganz harte Sanktionen in Kauf nehmen. Das tun aber schon viele. Die allermeisten SchülerInnen kriegen unentschuldigte Fehlstunden auf dem Zeugnis. Ist es denn in der 9./10./11./12. Klasse etwa nicht besonders relevant? Die Masse an Demonstrierenden ist wichtig. Das ist schön, dass einige auch dazu kommen, die eh unbestraft schwänzen könnten. Schließlich könnten sie nach Hause gehen, wenn es an deren Schulen angeblich keine Konsequenzen gibt.

    Nee, eine Klausur habe ich nie versäumt, habe allerdings genug Demos und Aktionen mitgemacht, dass das eine oder andere Semester einfach am A. war und ich also länger studieren durfte. Trotz Selbstfinanzierung. Prioritäten muss man setzen. und für seine Werte einstehen können. Es mögen nicht deine sein, aber du kannst da nicht höhere Maßstäbe an andere setzen, als du an dir selbst anlegen würdest. (sorry, Unterstellung. Mein Beitrag ist hiermit hinfällig, wenn du doch ein ganz aktiver Streikender bist)

    nein, es zählt erst der Montag.
    und deine Klasse wird an dem Montag einfach so beaufsichtigt und du wirst ja wohl zugucken, wann du die Arbeit nachschreibst.
    Du musst auch nicht an dem Montag zum Arzt, damit am Mittwoch ein Attest vorliegt. Es reicht, wenn du am Mittwoch zum Arzt gehst und dann so schnell es geht den Attest einreichst. Das Datum auf dem Attest ist entscheidend.
    chili

    oh, ich habe mehr als ein Fach mit wissenschaftlichem Anspruch studiert. Allerdings unterrichte ich jedes Jahr mindestens 4 Klassen die Verbkonjugation und Adjektivangleichung und so weiter...
    Dass ich mich daneben trotzdem gerne in afrikanische Literatur einlese, ändert nichts an der Tatsache, dass "he/she/it, das -s muss mit" (in einer anderen Sprache) mich echt anödet...

    @krabappel: "unabdingbar" in dem Sinne, dass man mich in meinen Fächern braucht. Ein Zertifikatskurs würde bedeuten, dass ich einen Tag in der Woche nicht in der Schule bin und dafür 4 Stunden Anrechnung bekäme. Warum sollte die Schule Stunden/Zeit in meinen "Hobby" investieren? Denn: das Fach braucht die Schule definitiv nicht, wir haben schon genug ausgebildete LehrerInnen dafür... und da ich eh aus meiner Fremdsprache kaum rauskomme...

    ich habe es nicht so aufgefasst, dass es ausschliesslich "Nicht-Auslastung" ist. Zumindest würde ich es für mich nicht 100% unterschreiben. Es ist eine Mischung aus Überlastung auf einer Ebene, die aus der Unzufriedenheit resultiert. Das Bedürfnis, etwas "Anderes" zu machen, ergibt sich. Um nicht in dieser Endlosschleife zu enden. Im Endeffekt eine andere Kräfteverteilung.

    angeregt durch diesen Thread (DANKE! Schön, quasi einen "Namen" für das Gefühl vielleicht zu finden), habe ich mich wieder ein bisschen im Netz umgeguckt...
    Diese ganzen "längeren" Fortbildungen oder Weiterbildungen sind aber nicht wirklich schulkompatibel. Meine Schule gibt mir ja nicht zwei Mal im Jahr eine Woche frei für eine Präzensphase bei einer Beraterausbildung oder so. Zusatzfächer studieren, gerne, aber für einen Zertifikatskurs (den ich wirklich sehr sehr gerne machen würde, da fallen mir schon ein paar Fächer ein...) bin ich an meiner Schule einfach zu "unabdingbar", dass man mir noch die Reduktion geben würde (zumal, aber es ist ein echt lokales Problem, wir in keinem der Zertifikatsfächer Bedarf haben :-D).
    Studieren? nach dem Ganztagsschultag 40km zu einer Uni fahren? Also immer erst ab 16 oder 18uhr? (da könnte ich laut Univerzeichnis nie studieren, weil ich zwar 1-2 Kurse belegen könnte, die Pflichtkurse sind aber immer zwischen 10 und 14uhr). Nicht mal davon zu sprechen, dass ich bei meinem letzten Studium vor 10 Jahren echt damit zu kämpfen hatte, mit 20jährigen in einem Raum zu sein, die ständig einen fragen, warum man denn noch studiere, wenn man schon einen Abschluss und einen Job habe.

    Die Fernuni habe ich aber jetzt im Blick und könnte mit einem langjährigen Plan tatsächlich etwas studieren, was zu mir passt. Also mal gucken, ob es die Fernuni oder ein Weiterbildungsmaster in Schulentwicklung mal wird (oder beides nacheinander?)

    WO bzw. WIE studiert ihr denn alle, die hier geschrieben haben, zusätzliche Fächer oder Studiengänge in Angriff genommen zu haben? Gibt es vielleicht irgendwo im Bereich Weiterbildung echte Zusatzangebote für LehrerInnen?

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    Sonst generell zur Frage: Ich treibe seit ein paar Jahren relativ viel Sport, leider mal mehr mal weniger, weil mir manchmal die Unsinnigkeit davon plötzlich erschlägt und ich dann deprimiert nach einer Alternative suche...
    Mit einem Musikinstrument habe ich auch angefangen und auch wenn ich eindeutig nicht die fleißigste Schülerin meines Musiklehrers bin, bringt es MIR viel, ich genieße es und der Fortschritt kommt immer schubweise.
    und neuerdings habe ich auch das Nähen für mich entdeckt. Leider ein auch hier leicht sinnloses Hobby, wenn man weder Kinder noch Enkelkinder hat, an denen man sich ausprobieren kann, aber auch hier gebe ich mir Mühe, meine beste Freundin hat eine 2-jährige Tochter. Für irgendwas muss es auch gut sein, dass sie den ganzen Alltagsstress hat ;)

    Fazit: von der Schule hat sich in den letzten Jahren mein Herz immer mehr verabschiedet. Die Dankbarkeit und "Anerkennung" in Form von virtuellen Schlägen hat mir den Rest gegeben. Die "Langeweile" und "Frustration" wären vielleicht auszuhalten gewesen, mal sehen, ob es sich mit veränderter Personalsituation anders wird oder ob ich eben Teilzeitathletin mit musikalischen und philosophischen Nähambitionen bleibe.

    wenn du aber wegen Mittelschule einen Ausweg aus Bayern suchst: in NRW kriegt man vielleicht keine Stelle nachgeschmissen, aber es gibt Gymstellen. Mit Englisch kämst du sogar, wenn du flexibel bist, durchaus irgendwo unter und mit den Studienleistungen der Mittelschule (Examen würde ich aber tatsächlich trotzdem machen) würde man dich auch im Sek-1-Bereich nehmen (als Gym-Kraft, die man in den Fächern deines Sek-1-Studiums einsetzen würde)

    Ausnahme ist hoffentlich aber auch fachfremd im Chemielabor zu stehen? Da könnte auch viel mehr Schaden als Nutzen entstehen. ;)
    Weiß aber gar nicht, wie das offiziell geregelt ist.

    Ich habe leider zu wenig Ahnung von den Naturwissenschaften, um hier fachgerecht zu antworten, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass an Sek-1-Schulen sehr oft Chemie fachfremd unterrichtet wird. Vom Biolehrer, vom Physiklehrer, usw... Halt nicht vom Geschichtslehrer :D
    Jemand, der das Fach unterrichtet, muss aber natürlich auch die Sicherheitsbedingungen auch erfüllen.
    Ich weiß zb nicht mehr, was @hanuta studiert hat, aber ich glaube, sie unterrichtet mehr oder weniger ziemlich alles, was in einem Labor oder mit Zahlen (und Buchstaben) zu tun hat.

    NRW (und vermutlich überall): Fachfremder Unterricht ist überall zulässig, außer bei den abschlussprüfungsrelevanten Teilen (sprich: Q1/Q2 am Gym, 10. Klasse an der Realschule, usw...).
    Er ist nicht nur zulässig, sondern kann auch gegen unseren Willen angeordnet werden.
    Ausnahmen (nicht gegen unseren Willen bzw. nie ohne Qualifikation): Religion und Sport.

    Klar, an reinen Sek 1-Schulen ist fachfremder Unterricht häufiger an der Tagesordnung als am Gym, aber rein theoretisch...

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