Beiträge von chilipaprika

    Und dann gibt's in ein paar Klassen dieses Schuljahr einfach kein Physik oder Mathe, oder wie läuft das?

    Dann unterrichtet der Mathe/Sport-Lehrer dieses Jahr nur Mathe und Sport wird gekürzt.
    klingt doof, ist aber _manchmal_ durchaus besser, als jemanden zu haben, den man zu 70% nicht einsetzen kann, weil er absolut unfähig ist und auch noch dazu gar nicht im Team / Schulkonzept passt.

    Zumindest ist der Bedarf in Latein höher als in Spanisch. Da Spanisch aber oft eine Randstellung (deputatsmässig) hat, ist sicher jede nachdenkende Schulleitung froh über jeden, der Spanisch in einer 3-Fächer-Kombi hat. Zumal mit Mathe (Hauptfach, Klassenlehrer...). LateinlehrerInnen werden in den nächsten Jahren tendenziell eher in Rente gehen als SpanischlehrerInnen. Bei uns sind 3 der 4 Lateiner über 60.

    ich habe es erst einmal vor Jahren in einem "Nebenfach" gehabt und habe es gehasst. Ich habe damals beschlossen, dass ich lieber die Korrektur des Hauptfachs in Kauf nehme, als 3 mal die Woche dasselbe zu erzählen.
    Ich habe dieses Schuljahr aber 3 Oberstufenlerngruppen in der selben Jahrgangsstufe (im selben Fach, aber auf LK und GK verteilt), ich werde es hassen.

    gebe die Frage weiter

    Habt ihr alle, die spät studiert haben davor schon gearbeitet? Das ist ja mein größter Kummer, wegen der Rente usw.

    Ref mit 32, Planstelle mit 34.
    3 Jahre vor dem Ref als Vertretungslehrerin gearbeitet, während ich noch ein paar Fächer abgeschlossen / studiert habe.
    Im Studium habe ich immer wieder gejobbt, mal als minijob, mal midi. Hauptsächlich hatte ich aber immer wieder Stipendien bzw. Geldsegen an der Steuer vorbei (also legal, aber der Staat deklarierte dann meinen Job als Stipendium, um keine Abgaben zu zahlen bzw. keine Krankenversicherung zahlen zu müssen, herzlichen Dank...)

    Du wirst sicher viele Kompromisse schliessen müssen, und dazu gehört es manchmal, sich von den Eltern / Verwandten doofe Sprüche anhören zu müssen, aber eyh: dafür wirst du 30 Jahre einen Job ausführen dürfen, der DIR gefällt.

    Würde ich auch bei 2 so ähnlichen Fächern empfehlen, bzw. sobald eine NaWi oder Mathe (bzw. umgekehrt Sprache) dabei ist. (Hab es auch ähnlich gemacht, eine Sprache u eine Sozialwissenschaft, hat meiner Einstellung und meinem späteren Einsatz nicht geschadet)


    Also wenn dir Mathe anerkannt wird (wie läuft das dann im Ref mit den 3 Fächern?), dann kannst du ziehen wohin du möchtest, du findest auf jeden Fall eine Stelle.

    man sucht sich 2 aus, mit denen man ins Ref gehen kann et voilà ;)
    Das Ref macht man in NRW nur in 2 Fächern, egal wieviel Fächer man hat, sie sind am Ende (Einstellung) alle gleichwertig.
    Ausnahme: man hat Sek2 studiert, im Erweiterungsfach aber nur Sek1.

    in meinen Fächern geht es in der Regel ganz gut: die Fallbeispiele in SoWi oder die Lektüren und Schwerpunkte in den Fremdsprachen stehen oft zur Auswahl. Im Zusatzkurs SoWi lasse ich sie oft auch komplett wählen.
    Aber ich mache es von der Lerngruppe abhängig. Es bedeutet nämlich für mich ggf. eine unglaubliche Mehrarbeit und die leiste ich nicht für jeden. Dafür will ich, dass der Unterricht danach echt wuppt. Wenn eine Lerngruppe aber grundsätzlich in der 9./10. Stunde ist, hat sie es auch verdient, ein bisschen mehr Spaß zu haben.

    Welche Themen unterrichtest du wirklich wirklich ungern?

    mein Gott, fragt doch einfach an eurer Schule nach.
    Ich habe meine Unterlagen nicht dabei, aber der Topf hat bei uns (aus dem Kopf) knapp über 10000-11000 Euro. Mittelgroßes Gymnasium, wie gesagt, 3-zügig, fast 100 SuS pro Oberstufenjahrgang.
    Ich hatte immer ca. 2-3 Wochen nach Ausfüllen des Antrags auf Reisekostenabrechnung das Geld auf mein Konto. Nebenbei gesagt: schneller als alle Nachzahlungen aufgrund von Fehlern des LBVs.

    @chilipaprika: London kostet nicht so immens viel. Natürlich ist es deutlich teurer als Berlin, aber es kostet nicht mehr als 400 Euro für eine Woche. Und das beinhaltet schon ein Hotel wo Toilette und Duschen auf den Zimmern sind.
    Ich bin nicht sicher, ob z.B. Lissabon oder Barcelona soviel günstiger sind.

    Die Tagesätze sind für London in Europa glaube ich die höchsten und dadurch sind die Erstattungskosten numal viel höher als für eine Fahrt nach Wien oder Nizza. Aber das kalkulieren wir eben so.

    Doch wir haben ein budget. Ich kenne nicht mehr genau die Größe, reicht aber für:
    (Aus Schülersicht, wir sind 3-zügig)
    - 1 Fahrt in der Unterstufe (nicht sehr weit, Jugendherbergsangebot) (alle SuS)
    - 1 ‚Abschlussfahrt‘ in der Mittelstufe, die allerdings nicht aus dem Topf sondern sus einem Sondertopf für Fahrten zur politischen Bildung finanziert wird (alle SuS)
    - ggf. 1 Frankreich / England-Austausch (jährlich abwechselnd) (je 2 LuL)
    - 1 Sportfahrt in der EF (ca 40 SuS, 5-6 KollegInnen, Selbstversorger-Schullandheim)
    - 1 Fahrt zur politischen Bildung (s.o.)
    - 1 LK-Fahrt (ca. 5-6 LKs, 10 LuL, mindestens 1 Kurs, in der Regel 2 nach London)

    Ausgerechnet London kostet aber seeeehr viel.

    sind eure Abschlussfahrten nicht an einen Kurs/ eine Kursgruppe (z.B. naturwissenschaftlich/ literarisch gekoppelt?

    An meiner Schule fährt ‚der erste LK‘, wobei sich der LK Englisch mit dem LK Mathe zusammen tun können. Es fahren aber grundsätzlich die Lerngruppen und die SuS können sich das nicht aussuchen. (Es könnten auch nicht ein paar SuS eines anderen Kursen mal so mitkommen)
    An meiner Ref-Schule haben ein paar KollegInnen (alleine oder zu zweit) ein Angebot gemacht, in der Regel war mindestens ein Kollege selbst Lehrer in der Stufe, und die SuS konnten dann wählen, was ihnen mehr zusagte. Es konnte gut sein, dass ein Angebot besonders auf eine Lerngruppe zugeschnitten war, aber Pflicht war es für keinen.

    https://www.juraforum.de/gesetze/bgb/62…sverhaeltnissen

    Da gibt es auch längere Fristen, wenn man länger angestellt ist.
    In der Firma meines Mannes haben die AT-Leute vom ersten Tag an 6 Monate zum Quartalsende Kündigungsfrist. Du argumentierst oft gerne mit den Arbeitsbedingungen und Gehältern der freien Wirtschaft... da muss man auch sich an Regeln halten.
    Solche Fristen, die sich im öffentlichen Dienst und in den meisten Tarifverträgen mit der Zeit verlängern, sind zum Schutz BEIDER Seiten.

    Was würde eigentlich passieren, wenn Du ein Kündigungsschreiben 6 Wochen vorm Quartalsende mit dem Vermerk "zum 31.10." einreichst, der Arbeitgeber das nicht akzeptiert und auch keinen Aufhebungsvertrag unterschreibt und du dann im November einfach nicht mehr kommst? Was will der Arbeitgeber dann machen? ;)

    manchmal wundert es einen nicht, dass du hier und da mit deinen Vorgesetzten /Arbeitsstellen Problemchen hast.
    Wer nach dem Motto lebt, muss auch mit den Konsequenzen leben...

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