Beiträge von chilipaprika

    Huhu!
    Ich hatte die Ernennungsurkunde beim Unterschreiben, es wird also bei dir der 2. November sein (man darf sie nicht vorher aushändigen).
    Es reicht auch für die PKV, sie kennen es ja.
    Je nachdem, wann dein Amtsarztstermin ist und deine Unterlagen bei der Bezirksregierung vorliegen, kann es allerdings ein bisschen länger dauern. Dann bist du bis dahin im Angestelltenverhältnis.

    Das erste Geld hatte ich ca. in der Mitte des ersten Monats in Form eines (ziemlich gut berechneten) Abschlags. Aber meine Unterlagen lagen auch fristgerecht vor und ich hatte rechtzeitig unterschrieben.

    Sagen die Referendare erst zu und erscheinen dann einfach nicht oder wie?
    Das geht natürlich gar nicht...

    Naja, wie willst du es denn mit deinen 4 Bundesländern anders machen? In der Regel hast du ca. eine Woche, um zu- oder abzusagen. Dann ist es natürlich nicht möglich, sich alle Optionen zu halten.
    In NRW ist es so, dass NRW so blöd ist und erst auf eine Absage wartet, da alle einen Platz bekommen. (also braucht man nicht auf die Absagen zu warten, um Nachrückker reinzulassen).
    Wir (Gym) "planen" aktuell mit 6 ReferndarInnen, deren Fächer uns zum Teil echt entlasten werden (oder umgekehrt gar nicht gebraucht werden) und wir werden erst am 1. November sehen, wer tatsächlich zur Vereidigung erscheint und ab Februar unterrichten kann.
    In NDS ist es noch krasser, da man ab dem ersten Tag eigenverantwortlichen Unterricht hat und die Schule also mit der Mitteilung der Fächerkombination den Stundenplan bastelt und dann ein echtes Problem hat, wenn jemand doch kurzfristig absagt oder nicht kommt.

    du hast noch keine Note vom Ref, es ist ja nicht so unwichtig...
    Ich würde ins Bundesland gehen, wo du dir vorstellen kannst, dein Leben zu verbringen.

    und: ich halte sehr wenig von diesem "Pokern" mit Zusage./Absage-Fristen. Zum Glück hast du NRW nicht genannt, also kann es mir egal sein... aber ich drehe jedes Halbjahr durch, weil ein paar uns zugewiesene Referendare nicht auftauchen. Sie sind ja woanders untergekommen.

    Ich habe tatsächlich schon überlegt mich aus dem Beamtenverhältnis zu entlassen. Ich bin Grundschullehrerin. Leider ist mir das echt zu unsicher.
    Klar gibt es eigentlich genug Stellen. Wenn ich aber auf die Seite von NRW mit den Stellenausschreibungen gucke, findet sich da fast nichts in meiner Gegend. Und das obwohl alle Schulen klagen. Also leider nicht wirklich eine Option.

    Das bedeutet widerum: selbst, wenn du aus NDS eine Freigabe bekämst, gäbe es ja keine Schule in der Nähe, die dich aufnehmen könnte / möchte? Dann würdest du doch auch wieder ganz weit weg mit Fahrzeit?

    Wenn deine Kinder noch im entsprechenden Alter sind: käme nicht Elternzeit in Frage? Dürftest du dann in dem Fall vielleicht eine Vertretungsstelle in NRW haben oder müsstest du dafür auch eine Freigabe bekommen?

    Es gibt zumindest im Forum mindestens eine Kollegin aus NDS, die ihre Entlassung aus dem Dienst beantragt hat und später neu verbeamtet wurde. Allerdings mit "coleren" Fächern als deinen. Wollte aber nur schreiben, dass es das überhaupt gibt. VIelleicht kommt sie hier vorbei, ich komme aber tatsächlich gerade nicht auf ihren Namen.
    Für ein anderes Bundesland ist es auch "kein Problem". An sich. Man muss erstmals an eine Stelle kommen. und dann auch mal erklären, warum man sich vorher hat entlassen lassen.

    Sachsen lockt ja derzeit mit der 1000€ Sonderzulage für Referendare, die aufs "Land" gehen. Bei der mageren Besoldung ist das natürlich kein zu
    vernachlässigender Aspekt.

    Leider keine Erfahrungen zu deiner Frage aber hier eine Nachfrage:
    man bekommt als Referendar 1000 Euro Zuschlag (monatlich?!), wenn man sich für wie lange "verpflichtet"? Ich gehe mal davon aus, dass es sich um den Monat handelt, 1000 Euro auf 18 Monate sind ein Witz, wenn man damit locken will. Ist eher ein nettes Geschenk für die, die es eh gemacht hätten... (ja, es ist viel Geld, nicht dest trotz kein Ausgleich für eine "Versetzung")

    nur so als info, auch wenn es hier absolut irrelevant ist: wir haben die dsb-App (falls ihr auch) und dort haben wir nicht viele Zugänge eingerichtet: einen Code pro Jahrgang und einen für die LehrerInnen. Das heißt, die Eltern haben alle den jeweiligen Code erhalten und konnten sich die App installieren.
    Nicht desto trotz bin ich der Meinung, dass ein Papierstundenplan auf dem Hof ausreichen würde. So lange das Mädchen nicht anfängt, regelmäßig zu schwänzen (und das würdet ihr als LehrerInnen merken), soll sie einfach vertrauen. Du kannst ja rückmelden, dass du dich bei der Mutter (wie bei jedem Elternteil sicher auch) meldest, wenn auffällt, dass sie schwänzt. Da würden wir auch mal anrufen, wenn jemand die ersten 6 Stunden da ist und die 7. Stunde verschwunden ist, ohne sich im Sekretariat abholen zu lassen...

    Ich habe zwar keine Ahnung von Grundschule, beobachte aber bei uns in der Unterstufe auch eine Flut an Nachhilfe, manchmal in allen Hauptfächern und am besten alles bei der selben Person.
    Einige Kinder brauchen es aber meiner Meinung nach nicht, sondern sind einfach (noch) nicht in der Lage, alleine zu arbeiten. Ich habe ein paar SchülerInnen erlebt, die innerhalb von ein paar Monaten ganz klar kommen, weil sie einfach ein "Lerncoaching" brauchten. Sie hatten in der Grundschule noch nie lernen müssen und kamen gut zurecht, müssen plötzlich umdenken.
    Ich kann mir also gut vorstellen, dass einige Kids genau das auch in der Grundschule brauchen. Aber es ist ja nie etwas Langfristiges.

    Die Idee mit der erhobenen Hand ähnelt aber, bei schlampiger Ausführung (zu hoch, zu sehr nach vorne) eben einem anderen politischen Zeichen, welches bei unserer Vergangenheit ein absolutes no-go ist, wie ich schon oben sagte. So kreativ finde ich die Idee jetzt nicht ;-).


    Tja, ich weiß nicht, wie schlampig man sein muss, um von einer Hand neben dem Kopf (Arm nach unten, nur Oberarm wieder hoch) zu einem Hitlergruß kommt. und da kann ich dem Schüler klar machen "lass das" und erklären, dass das Zeichen eine besondere Bedeutung hat, nicht geduldet wird und sowieso verboten ist. Auch "zum Spass".

    Komisch dass immer nur deutsche Muslime ein Problem mit dem Schweigefuchs haben. Wir haben ja prozentual genauso viele Muslime und meine SuS kennen ihn alle, den Schweigefuchs. Irgendwie scheint denen klar zu sein, dass das Zeichen in einem anderen Land eine andere Bedeutung hat. Ich kam erst durch dieses Forum darauf, dass der doof sein könnte.

    Also: bei uns an der Schule hat es nichts mit Muslimen zu tun, sondern mit der türkischen Politik zu tun. Wenn "deine" Muslime aus dem Balkan kommen, ist ja klar, dass es keinen Zusammenhang gibt.
    In meiner Stadt und an meiner Schule gibt es sehr viele Türkischstämmige und viele Kurdischstämmige (oder wie auch immer die Begriffe sein sollten).

    und wenn kleine Türkischstämmige "zufällig" den Schweigefuchs in Richtung eines kurdischen Kindes machen und denen sagen, sie sollten jetzt die Klappe halten, steckt viiiiel mehr dahinter, als SchülerInnen, die sich zum gemeinsamen Schweigen motivieren.
    Ganz besonders, wenn dies auf dem Schulhof abläuft und die Kids dann sagen "es war doch nur zum Spass wie in der Klasse".

    und ja: es gibt genug 5tKlässlerInnen, die das Zeichen kennen. und ja, es gibt genug 5tKlässlerInnen (und also sicher GrundschülerInnen), die der Meinung sind, dass "Kurden doof sind". Warum? "Es ist so". "Mit dem arbeite ich nicht, mit Kurden habe ich nichts zu tun".

    Meine Kollegen haben unglaublich kreative Ideen, z.B.
    - einen Finger vor dem Mund
    - eine Hand hoch in Höhe der Schulter / des Kopfes, also nicht nach vorne
    - beide in Kombi.

    Kenne ich aus verschiedenen Klassen, das klappt ganz gut.


    Es hat nichts mit reflexartiger politischer Korrektheit, sondern mit Sensibilität. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es noch Schulen in Deutschland gibt, an welchen sich keine Kinder mit türkischem Migrationshintergrund befinden. Dann will ich nicht jeweils einzeln recherchieren und besprechen, auf welcher politischer Seite sie sich befinden.

    Ist bei uns auch am Aussterben und ich bin sehr froh darüber (und kläre auch gerne jeden einzelnen Kollegen darüber auf, warum er sich bitte ein anderes Zeichen aussuchen soll).
    An einer Schule mit vielen Kindern mit türkischem Migrationshintergrund, mit kurdischen oder aramäischen Wurzeln ist es notwendig. Wir haben genug (also im Sinne von ab und zu wiederkehrend) mit "offenen" Anfeindungen zu tun, dann braucht man nicht Kinder, die solche Zeichen machen und sie auch dafür "missbrauchen".
    Ist ja schließlich nicht so kompliziert, ein anderes Zeichen zu nutzen...

    Ich frage mal platt: bist du in den Ferien krank ja oder nein?! Selbst mit Unterbrechung wird eine Krankschreibung mit dem selben Krankheitsgrund in einigen Fällen (Krankheitsgeld, ich weiss, es betrifft dich nicht, aber als Beispiel...) als eine Krankschreibung gewertet.
    Wenn du dich jetzt gesund fühlst, dann geh davon aus, dass du bald wieder zur Schule gehst. Wenn du sllerdings schon jetzt weisst, dass du in 2,5 Wochen nicht zur Schule kommst, dann bist du nunmal krank.

    In der Begründung deiner "Ablehnung" / Widerspruchs würde ich allerdings die hohe QUalifikation und dein "immenses Fachwissen" rauslassen oder nicht besonders betonen. Die Tatsache, dass du aktuell der einzige Sek II-Lehrer an der Schule bist, dass du schulstufenspezifisch nicht ausgebildet worden bist (aber neutral, nicht als "ich hätte mich nie darauf eingelassen, ist mir echt zu doof"), einzelne Projekte, die du für die Schule gemacht hast und eventuell jetzt an dir hängen (obwohl natürlich jeder ersetzbar ist...) usw...

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