man muss immer unterscheiden bei "ausländisch klingelnden Nachnamen".
Westeuropäisch ist sowieso cool. Asiatisch normalerweise okay, afrikanisch ist so ne Sache... Osteuropäisch in der Regel nicht so schlimm. Außer Balkan, weil "muslimisch". Wenn ich an einige Sprüche in meinem (eigentlich aufgeklärten?) Kollegium (an einer Schule mit um die 50% "muslimischer Konfession" (der "Hintergrund" interessiert mich langsam nicht mehr) denke, wo plötzlich überrascht geguckt wird, "oh der Ali ist aber echt gut in Deutsch" (ja, seine 2 Eltern sind Akademiker, der Papa ist Dr. Chirurg, die Mutter Philodozentin), "die Aicha ist seit 3 Wochen nicht da, vermutlich ne Zwangsehe in der Türkei" (Aichas Eltern sind aus dem Iran und Christen), usw...
"Man" macht nichts mit diesen Menschen / Kindern, sondern "es". Meiner Meinung nach führt es genauso umgekehrt zu einer Identitätskrise und diesem stärkerem Bedürfnis, "erst recht" der Ausländer zu sein.
Habe mich noch diese Woche mit 7tKlässlern gezofft, die der Meinung waren, dass sie nicht wissen müssten, wann der Tag der deutschen Einheit ist (Übung: schreibe das Datum auf Französisch), schliesslich seien sie Türken. Weil die Argumentation "du lebst hier, du willst wissen, wann du frei hast und warum" nicht gefruchtet habe, habe ich gesagt, dass wir uns also am 3. Oktober treffen und zusammen Unterricht machen, ich sei schließlich auch keine Deutsche. (<- das muss ich mir übrigens auch regelmäßig von gebildeten Erwachsenen anhören, dass ich keine "richtige" Deutsche bin. Wenn ich ein Kind hätte, würde ich echt aggro werden und JEDEN schlagen, der das meinem Kind auch nur wagen würde, zu sagen. Ich kann bei sowas nachvollziehen, dass unsere Eltern mit "anderem Hintergrund" mal schnippig sind.
chili