Beiträge von chilipaprika

    Die Unterrichtsgarantie Plus war (ist noch?) ein Konstrukt gegen Unterrichtsausfall. Die Schule hat deine Nummer und kann dich anrufen, wenn sie dich braucht (oft sind es feste Tage).
    Die Bezahlung hängt von dem höchsten Abschluss bzw. Status. 1. Staatsexamen, Student, Abi... ab.
    _Eigentlich_ ist das nicht für ‚dauerhaft‘ gedacht, aber: manchmal ist der Lehrer halt für 2 Wochen krank, man kriegt die Klasse im Stundenplan und es werden vielleicht 3 Wochen...

    Ach, zum Glück ist es in Hessen anders. Da dürfen nur hochqualifizierte Menschen vor die Klasse.
    Oder .... Moment ... ich hatte im Rahmen der Unterrichtsgarantie Plus mehrfach Dauervertretungen. Wie nicht wenige Studierende vor und nach mir. Oh: wie einige wenig qualifizierte Eltern.
    Offiziell nur für eine Aufsicht hier und da, und dann entwickelt sich doch mehr, weil "hat sich bewährt" (= es ist in deren Stunde kein Feuer ausgebrochen)

    Oh, ich sehe durchaus deutsch aus (bin nicht blond, aber sonst geht). Je nach Tagesform hört man es mir aber an ;)
    Mit dem Ansehen hat es aber nicht zu tun, sondern dass Menschen gerne in Klischees denken.. natürlich die, die mich mit meinem Mädchennamen kennen. Die anderen finden aber schon was Anderes...

    Seit meiner Hochzeit habe ich einen spanischen Nachnamen. Manche Eltern sind so ignorant, dass sie mich fragen, ob ich die Spanischlehrerin sei. Klar, kann ja nicht anders sein.

    OT: seit meiner Hochzeit trage ich einen deutschen Nachnamen. 1) ich geniesse es, nicht mehr alles ausbuchstabieren zu müssen, 2) es gibt sowohl SchülerInnen, als auch Eltern, als auch KollegInnen, die sich ‚weigern‘ bzw. immer wieder anmerken müssen, dass es „nicht zu mir passt“ und sowieso, ich sei eh xy (Herkunft), ich bräuchte einen xy -Namen.
    Chili, 20 Jahre in Deutschland, seit 4 eingebürgert, darf seit 2 Jahren einfach ihren Namen nennen :)

    (Statistisch belegte, reale) Unterbesetzung hat leider wenig damit zu tun, ob man vor Ort doch unterbesetzt ist (und umgekehrt), noch weniger in den einzelnen Fächern.
    Teamteaching ist für viele Schulleitungen Ressourcenvergeudung, wenn man im Hinterkopf hat, dass die Stunden später gebraucht werden können.

    mich über Markus Lanz aufregen. Es ist aber wie in einem Unfall: ich kann nicht abschalten. Bin aber jetzt mit meinem Kleinkram fertig, die Abiklausuren sollte ich um die Uhrzeit nicht anfassen ;)

    Noch viel zu korrigieren, bis die Schule wieder anfängt (vorausgesetzt: du hattest auch Pfingstferien)?

    Projektwoche? Schön wär's... :(
    Aber ich bin in der "Projektwoche" der 8. Klasse (einziger Jahrgang mit gebundenen Projekten in der letzten Schulwoche) tatsächlich aktiv und bilde die Streitschlichter mit einer Kollegin aus.

    Was hast du als letztes gebacken?

    ich kann mir nicht vorstellen, dass es ein solcher Grenzwert offiziell gibt.
    Ich bin zwar in NRW, wir haben aber bei uns "Pflichtfahrten" (Klassenfahrt in der 7 und Studienfahrt in der 12) und "freiwillige Fahrten" (Austausch, Gedenkfahrt, Skifahrt...). Bei den Pflichtfahrten müssen alle fahren. Wer aus medizinischen oder was auch immer Gründen nicht fährt, muss das im Vorfeld klären und um eine Beurlaubung / Lösung bitten (in dem Fall muss aber der betroffene Schüler entweder nachweislich ein Betriebspraktikum machen oder am Unterricht der anderen Jahrgangsstufe teilnehmen). (finanzielle Gründe werden nicht akzeptiert, da die Fahrten im Schulprogramm stehen, bei der Anmeldung in der Schule bekannt sind, spätestens ein Jahr im Voraus der Preis steht und mit der Ratenzahlung begonnen werden kann. Zusätzlich gibt es natürlich Unterstützung vom BuT-Paket und seitens des Fördervereins) Es kann aber keinen Einfluss auf den Rest des Jahrgangs haben, wenn in einem kleinen Jahrgang zb. Hochallergiker oder SchülerInnen mit psychischen Ängsten sind!
    Chili


    Leider habe ich mehrfach im Netz gelesen, dass der Arbeitsaufwand mit zwei Fremdsprachen + Sachfach enorm und kaum mit zufriedenstellenden Noten zu bewerkstelligen ist, was mich wieder etwas verunsichert.

    Erstmals nur dazu: Wenn du in der imaginären Regelstudienzeit eines 2-Fach-Studiums 3 Fächer studieren willst: klar könnten deine Noten drunter leiden. Wenn du allerdings WEIßT, dass das nicht geht und eh in Kauf nimmst, 2-3 Jahre länger zu studieren (schon alleine, weil es mit Spanisch grundsätzlich sinnvoll ist, von Anfang an ein Jahr mehr Studium einzuplanen), dann gibt es keinen Grund, dass es schlechtere Noten gibt.
    Chili, deren Noten so sind: 1. Fach < 2. Fach < 3. Fach < 4. Fach. (Ja, doof, weil die Einstellungsnote sich auf die ersten 2 Fächer bezieht, ahah...)

    Huhu!

    Und ein solches Attest, das offensichtlich erschwindelt wurde, habt Ihr allen Ernstes akzeptiert???

    Es ist ein Attest. Was soll ich machen? Zum Amtsarzt schicken?
    (ich kann allerdings sagen, dass das Kind die Klassenarbeit nicht nachschreiben konnte, weil er schon 2 Arbeiten in der Woche hatte und die WOche darauf hatten wir die Arbeit schon zurückgegeben. Er schreibt also zu einem völlig anderen Zeitpunkt eine andere Arbeit. Wird für mich nur halb stressig, für ihn aber Horror, weil er als Einziger lernen wird. Mir aber absolut egal, das Spiel wird er nicht zweimal machen.

    Gegen ärztliche Atteste vorzugehen lohnt sich für eine Schule doch nicht. Im Zweifel (Attest abgelehnt, Widerspruch) würde wohl eine Anweisung von der vorgesetzten Behörde kommen, das Attest zu akzeptieren, da die wegen so einer Lappalie keinen Bock auf einen Rechtsstreit haben.

    Was besser hilft: Zentraler Nachschreibtermin für alle solche Fälle. Und der liegt dann am Freitag in der 7./8. Stunde bzw. noch besser in der 9./10. Stunde. Aus "organisatorichen Gründen" selbstverständlich. Wenn man im Kollegium die Aufsicht gleichmäßig verteilt, kommt jeder einmal alle 5-10 Jahre dran.

    Gruß !

    Unser zentraler Oberstufennachschreibetermin war bis vor Kurzem freitags nachmittags 7. Stunde aufwärts.
    Bei einer der letzten Dienstbesprechungen der Oberstufenkoordinatoren wurde informiert, dass man das nicht darf (diese kleinen Gesprächsrunden, wo die wichtigen Auslegungen der Gesetze erklärt werden), so dass der letzte Nachschreibetermin am Vormittag stattfand.
    Ein zentraler Nachschreibetermin in der Sek I unter Einbeziehung aller KollegInnen würde in NRW nicht funktionieren, da dadurch nur die "HauptfachkollegInnen" irgendeine Entlastung hätten und die Sport/Bio-LehrerInnen wieder maulen würden, dass sie schon durch den Lärm der Halle / die Vorbereitung eines Experiments außerordentlich belastet werden, sie also keine Klassenarbeiten beaufsichtigen oder gar korrigieren.


    Chilipaprika: Aber das kannst du ja vor den Sommerferien schon mal nicht machen, dann sind die Zeugniskonferenzen ja schon gelaufen und die Noten müssen vorher eingetragen sein.

    Und bei 6 Korrekturen kann man auch nicht alle vor den Ferien schreiben, wenn man vielleicht auch mal einen Tag frei haben will.

    Das Problem erledigt sich bei uns von selbst, da alle Klassenarbeiten und Klausuren von oben festgelegt werden.

    Gut, Sommerferien ist eine andere Lage, da haben wir in einem Jahrgang die Projektwoche mit Ausbildung der Schulsanitätern und Streitschlichtern, in der 9. Klasse machen wir die mündliche Prüfung 1 Tag vor Notenschluss, in der Oberstufe läuft der Lehrplan ganz normal weiter....
    Bei uns werden nur die Oberstufentermine zentral festgelegt und ich gehe tatsächlich immer mit 3-4 Korrekturen in die Ferien(habe dieses Jahr wie jedes Jahr bisher 6 Korrekturen). Die kleinen Ferien sind halt zu 80% Korrektur- und VOrbereitungswochen, damit ich den normalen Alltag überlebe. Im Alltag schaffe ich es nicht, viel nebenbei zu korrigieren. Ich bewundere die KollegInnen, die 3 Tage vor den Ferien alles abarbeiten, um in den Ferien zu "chillen". Ich bin da so gar, ich kann kaum was vorabarbeiten.

    Ich habe ja in NRW das große Glück, 5-6 Arbeiten pro Jahr irgendwo platzieren zu dürfen und es ist eh schon schwierig genug... Da ich weder auf "lass uns Menschenmemory spielen" noch auf Crêpes backen stehe, schreibe ich tatsächlich in fast jeder Klasse in der Woche / in der Stunde vor den Ferien die Klassenarbeit. Da wir ein Doppelstundenmodell haben, sehe ich nicht ein, gezielt in der vorletzten Stunde zu schreiben, um danach Luft für Spass zu haben. Klar sorge ich dafür, dass jede Klasse im Jahr mal "Spassstunden" hat oder einen Film guckt. Aber definitiv nicht in der letzten Stunde vor den Ferien, sondern, wenn es im Stoff passt (oder zugegeben: wenn es MIR passt, weil ICH gerade einen Riesenberg Arbeiten habe und ich es ganz praktisch finde, den Kids einen Lernzirkel über diesen super aktuellen Film aufzugeben.)
    und ja: der am letzten Ferientag rückwirkend ausgestellte Attest für den letzten Tag vor den Ferien, wo ich eine Klassenarbeit geschrieben habe, nervt ein bisschen. Zumal das Kind seeeeehr braun zurückkam und die Ostersonne des Münsterlands war es sicher nicht ;)

    Ich bin in der Klasse 8 schon froh, wenn sie den Sinn des Gedichts verstehen.
    Also fang bitte nicht mit Stilmitteln an, sondern mit Textverständnis, Form, ich (ohne Ahnung von Grundschuldidaktik) würde sicher mit den Kids nach Modell und ohne Modell dichten, mich immer an bestimmten Inhalten orientieren. (Jahreszeit, Tiere, ...). Es gibt auch Fabeln und Figurengedichte, da kann man echt viel machen... Alles, was zeigt, dass Lyrik ziemlich cool ist und es nicht etwas Unverständliches und Abgehobenes ist.

    und: PoWi ist im Gegensatz zu Erdkunde oder Ethik ein Pflichtfach (zumindestens für eine jeweils Mindestanzahl an Halbjahren) in der Oberstufe.
    Obwohl wir bei uns wenig SchülerInnen haben, die SoWi wählen, müssen wir zusätzlich zu den "normalen" Kurse jedes Jahr 2 oder eher 3 "Zusatzkurse" anbieten. Es sind 9 Lehrerstunden pro Jahr, die zb in Erdkunde nie anfallen werden, weil man Erdkunde komplett abwählen kann. (In Geschichte sieht es aus wie in PoWi, nur dass es an fast jeder Schule doppelt soviele Geschichtslehrer wie PoWi-LehrerInnen).
    An ALLEN Schulen, an denen ich bisher war, gab es KEINE Überbesetzung in PoWi. Gut, ich hatte dieses Jahr selbst nur 3 Stunden im Fach und nächstes Jahr voraussichtlich 0, hatte noch nie mehr als 6 Stunden, aber genau deswegen wurde ich eingestellt: um solche kleine Lücken zu füllen. Und nächstes Jahr werde ich wahrscheinlich fast die Hälfte meiner Stunden in einem Fach haben, das eins der am wenigsten auf dem Markt gesucht ist. Bis vor 2 Jahren hatten wir 7 KollegInnen im Fach und ich war total überflüssig, nächstes Jahr sind wir zu dritt. Davon eine Teilzeit. in einem weiteren Fall dasselbe: vor 6-7 Jahren 8 KollegInnen in der Fachschaft, wir kämpfen seit 3 Jahren zu dritt an der Front, könnten ohne die Referendarin nicht überleben, suchen seit 1,5 Jahren vergeblich Vertretungslehrkräfte (kriegen keine Stelle) und es handelt sich um ein Fach, das noch nie als Mangelfach galt. Hier im Umkreis ist der Markt leergefegt und keine Schule findet Nachwuchs.
    Von Deutsch/Geschichte würde auch ich jederzeit abraten (obwohl man auch berücksichtigen muss, dass es Bundesländer gibt, die wesentlich mehr Geschichtsstunden in der Stundentafel haben als andere), aber man soll nicht alle "nicht MINT-Fächer" in den selben Sack werfen.

    + Leute mit einer Dreier-Kombi umgehen aber genau dieses Problem und bieten einer Schule diese grandiose Flexibilität. Der ach so tolle Physik-Lehrer mit nutzlosem Zweitfach MUSS Physik unterrichten. Wenn durch deine ganz tollen Beratungen plötzlich zuviele Physiklehrer auf dem Markt sind, was passiert mit diesen LehrerInnen, die quasi nur Physik unterrichten? 25 Stunden die Wochen kann man nicht mehrmals die Woche gebrauchen, an einer Schule...

    + bilingual braucht man immer. Schon alleine, weil keine vernünftige Schule ihr bilinguales Angebot einführt / aufrechterhält, ohne dauerhaft mindestens 2 KollegInnen pro Sachfach zu haben, die das unterrichten könnten. Ob sie es dann am Ende durchgehend unterrichten, ist irrelevant, aber man braucht die Garantie, dass Frau / Herr X krank sein kann, schwanger werden kann, versetzt werden kann, ohne dass das Angebot gestrichen werden muss.

    Wir reden jetzt über einen Zeitrahmen von locker 8-10 Jahren (3 Fächer mit 2 Fremdsprachen plus Ref...), da werden die Gymkinder gerade geboren.

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