Beiträge von chilipaprika

    Bei uns an der Schule haben wir in den letzten Jahren eine Handvoll solcher Kinder bekommen, entweder direkt parallel zum Deutschkurs oder im Anschluss und weiter parallel. Und ein Kind, das ganz eindeutig kognitiv am Gym gehört, braucht keinen mehrhährigen Umweg über Integrationsklassen und Hauptschule.
    Der eine Schüler, vor 3,5 Jahren aus Syrien angekommen, macht jetzt ein 1er-Abi bei uns, hat immer noch ein paar Schwierigkeiten in Deutsch und Englisch, ist aber generell ein fleißiger Musterschüler. Die anderen leiden unter Sprachproblemen, die aber zum Teil nicht größer sind als diejenigen unserer hier geborenen Kinder.

    Unsere engelhaften Helfer waren bei uns übrigens pensionierte Kollegen, die Zusatzstunden und/oder Drehtürstunden anbieten. Wo die Bezahlung herkommt, weiss ich nicht. Ich schließe nicht aus, dass es furchtbar schlecht bezahlt ist, aber ein bisschen Geld werden sie schon bekommen.
    Und ansonsten: Kollegen, die zb aus einer Elternzeit zurückkamen und bis zur Halbjahresgrenze nicht voll eingesetzt werden konnten, haben Förderstunden gegeben, in den Lernzeiten, die wir bei uns dank Ganztag haben, kann man sich auch mit extra Materialien beschäftigen...

    2 Sachen noch:
    Das Mädel ist zwar in Deutschland, es ist für mich aber ein ganz klarer Fall von DaF und nicht DaZ...
    Ein Schüler von mir autodidaktisch Französisch gelernt und wir haben eine ‚Brieffreundschaft‘ gemacht. Eine Mappe, Brief über den Tag und alles (auch total verrückte Themen), auch mal Grammatikpunkte erklärt anhand von 2-3 Fehler in seinem Brief... auch mal Übungen gegeben, aber eigentlich ging es hauptsächlich ums Texte schreiben... er hat auchviele Serien auf Französisch geguckt, die er schon auf Deutsch/Englisch kannte (und sich über die Syncro lustig gemacht...
    zugegeben: der Junge ist ein unglaubliches Sprachgenie (ich sage nur: B1-Prüfung nach 9,5 Monaten autodidaktisch, B2 nach fast 2 Jahren, beides mit 90% ...), aber es war mehr ein ‚freundschaftliches Briefverhältnis‘ (Achtung! Ich war stets professionell unterwegs, aber wann redet man sonst über das eigene Haustier?)

    Ich wünsche dir viel Erfolg!

    Ich würde mir da keine Gedanken machen: Wenn die Fachschaft weiterhin Französisch engagiert unterrichtet und es auch weiterhin Schüler gibt, die Französisch als ihr Lieblingsfach bezeichnen, dürfte es in Zukunft auch noch einschlägige Leistungskurse geben - unabhängig von der Stundentafel.

    ach.... jetzt, wo du es sagst....
    Daran liegt es also wohl, dass wir seit Jaaaaaaahren keinen LK bekommen...
    Dann werde ich wohl jetzt an meinem Engagement arbeiten müssen...

    oh nein, so ne Stundentafel bedeutet den Tod der Leistungskurse in vielen kleinen Fächern!!
    (Ich hab mein Ref in NDS gemacht und ich fand es wirklich super, dass sowohl die Kurse auf grundlegendem als auch auf erhöhtem Niveau 4-stündig waren und man dadurch die Möglichkeit hatte, Kombikurse anzubieten (mit entsprechender Differenzierung, aber dafür rettet man eben die LKs...) )

    ich verstehe das Problem nur halb. Ich bin ja nicht mehr in NDS. Sind jetzt _alle_ Kurse, auch die deiner Parallelkollegen und an anderen Schulen, 3-stündig?
    Wenn deine einzige Frage "Ist es rechtens?" ist: ja.
    Nur so als Vergleich: Ich habe in NRW in der Sek I 5 bis 6 Klassenarbeiten pro Lerngruppe pro Jahr (3 oder 4-stündig), in der Oberstufe 4 Klausuren bei 3 Stunden (war zumindest die letzten Jahre immer so)..

    Du hast einfach deine Zeit so einzuteilen, dass du es schaffst. und wenn du es nicht schaffst, stelle eine Überlastungsanzeige, reduziere andere Aufgaben, stelle Klausuren korrekturfreundlicher, gehe zur Schulleitung und kündige an, dass du die Korrekturzeiten nicht schaffst, beschließt in der Fachkonferenz, weniger Klassenarbeiten / Klausuren in den Jahrgängen zu schreiben, da wo es Spielraum gibt, usw...
    Sorry, es ist zynisch, ich habe ebenfalls ausschliesslich Korrekturfächer, 26 Stunden die Woche und renne von Korrektur zu Korrektur. und manchmal kann ich eben nicht schöne Unterrichtsstunden vorbereiten. Ich hatte nunmal am Tag / Wochenende davor auch Feierabend und Anspruch auf Pause. Pech für den Unterricht und Pech für die Korrekturzeit (die es aber in NRW nicht offiziell gibt).
    Viel Erfolg!

    Hast du denn in den 6 Semestern in Deutschland irgendeinen Abschluss gemacht? Dann wird die Einstufung doch nicht "so niedrig" sein? (ich habe durchaus Verständnis für die ärgerliche Stimmung und dein Befinden, störe mich aber ehrlich gesagt ein bisschen an den wiederholten Hinweisen zur "billigen polnischen Arbeitskraft, mit der man es machen kann".) Ist zwar nicht besonders erfreulich, es wird aber mit deutschen AbsolventInnen ohne Lehramtsabschluss genauso doof umgegangen.
    Viel Erfolg aus der Ferne!

    ich bin zwar "regulär" über Staatsexamen ins Lehramt gekommen, hatte aber keine deutsche Staatsbürgerschaft beim Bewerben, einen ausländisch klingelnden Namen und es hat auch keine Rolle gespielt (okay, zugegeben, auch deswegen wollten sie mich haben).
    Deine Staatsbürgerschaft spielt (in dem Fall der polnischen) nur eine Rolle bei der Einstellung und möglicher Verbeamtung, sonst spielt es gar keine Rolle.
    chili

    Wobei es immer vom jeweiligen Anerkennungsverfahren abhängt.
    Es gab in NRW sehr lang sowas wie einen Muttersprachlererlass. Da brauchte man irgendeinen universitären Abschluss (aus dem Heimatland, ich weiß nicht, ob ein deutscher Abschluss auch okay gewesen wäre) und konnte dann seine Muttersprache unterrichten. Für TVL-11 oder so, versteht sich.
    Spanisch ist aber mittlerweile nicht mehr soooo ein Mangelfach (= gar nicht wirklich), dass es noch so funktionieren würde.

    Mit der sogenannten "pädagogischen Einführung" wäre das Wirtschaftsfach relevant, das zweite Fach wäre ziemlich egal, und da könnte jemand sagen, ach alles gut, wenn du schon in der Schule bist, darfst du irgendwas unterrichten, dann eben deine Muttersprache.

    Nur bei OBAS ist es wirklich viel "strenger" (trotzdem mit viel Spielraum). Da sind 2 Schulfächer definitiv notwendig und müssen irgendwoher ableitbar sein. Aber in dem Wirtschaftsabschluss versteckt sich eben vielleicht auch eine Philologie, wenn es zb ein "internationaler Abschluss" war, mit vielen Englisch-Veranstaltungen, usw... Da kann man durchaus kreativ sein.
    Aber Spanisch-Veranstaltungen hat die Kollegin vermutlich nicht gehabt, darauf wollte ich hinaus.

    Chili

    Es hat doch nichts mit sozial zu tun... wenn die Regelung in BaWü nicht so einfach wie in NRW ist (& das ist sie eben nicht, das weiss ich, auch wenn ich nicht weiß, wie genau es ist), wie machst du das, wenn deine Schule dich nach 3 Jahren nicht gehen lässt / deinem Antrag nicht stattgegeben wird? (Nur dass deine Mindestpflichtzeit vorbei ist, heisst nicht, dass du weg darfst).
    Darüber hast du dir sicher vor der Annahme der Stelle ausgiebig Gedanken gemacht. Schliesslich ist es ja eine langfristige Entscheidung gewesen. und jetzt tritt nunmal der Fall ein...
    Viel Erfolg beim Aufbau /Pflegen des (Betreuungs)Netzes, bis die Versetzung (schnell) klappt! Der Job sollte ja kein Grund gegen ein Kind sein...

    aber selbst nach einem Kilometer ist man oft weiter gegangen als viele der Menschen, die man auf der Strecke trifft ;) Diejenigen, die auf dem selben Niveau sind, würden nie was sagen und diejenigen, die viel weiter sind, sind mehrheitlich sehr "tolerant", so meine Erfahrung...
    Hauptsache, man hat selbst Spass (oder bildet sich an dem einen Tag ein, dass man es aus gutem Grund macht. Manchmal macht nicht alles Spass, was mal sinnvoll ist)

    ach so, noch ne Ergänzung.
    Ich hatte beim Abnehmen ein paar "Plateau-Phasen", die wirklich sehr schwierig waren zu knacken. Es waren übrigens ziemlich genau die selben Stellen, wo ich beim Zunehmen auch immer eine Phase verbracht hatte.
    Ich habe irgendwo gelesen, dass der Körper so eine Art "Erinnerung" hat und sich quasi darauf einrichtet und sich schwertut, die Schwelle wieder zu übertreten (egal in welcher Richtung).
    Wenn ich möchte, könnte ich 2-3 Kilos mehr wiegen und hätte es wahrscheinlich ziemlich locker(er) halten können, weil mein Körper das Gewicht mag. Irgendwie passte es mir nicht, ich hab weiter gekämpft, die Schwelle ist irgendwann auf einmal eben um 2-3 Kilos innerhalb von 2 Wochen geplatzt. Mit viel Arbeit und weniger Kuchen könnte ich jetzt weiter runter, aber es wäre dann medizinisch bedenklich (also da fängt mein Körper an zu spinnen). allerdings glaube ich, dass mein Körper jetzt das aktuelle Gewicht sich gut gemerkt hat. Wenn ich weniger zum Sport komme, merke ich, dass ich leicht zunehme, die 1-2 Kilos kriege ich aber wirklich innerhalb von 2-3 Tagen Disziplin wieder runter und dann aufpassen.
    Das Gefährliche ist beim Jojo-Effekt, dass der Körper sich eben nicht an einem gewissen Gewicht gewohnt hat.
    Deswegen: nicht zu schnell, nimm dir Zeit, dein Körper dankt es dir später!!

    Erstmals würde ich mich an deiner Stelle von dieser viel zu hohen Zahl verabschieden. Sie ist meiner Meinung nach unrealistisch. Nimm es anders: wenn es doch anders kommt, ist es super.
    Patentrezepte habe ich nicht, ich kann nur von meiner eigenen Erfahrung sprechen. 20 Kilo abgenommen, seit 23 Monaten halte ich das Gewicht) Zwischen Start- und Zielgewicht liegen aber ca. 20 Monaten. Wobei das Ganze wie immer ziemlich schubartig gelaufen ist. Das "Zielgewicht" ist übrigens nie das Ziel gewesen, es hat sich von alleine kristalisiert.

    * Kleines, erreichbares Ziel am Anfang, wie zum Beispiel ein neues Kleid bei der Hochzeit einer Bekannten in ein paar Monaten (ja, ich weiß, ist bei Männern leicht anders)

    * Essensregeln:
    - nix Süsses zu Hause oder einsperren lassen, wenn man nicht alleine wohnt und man sich selbst nicht 100% kontrollieren kann
    - abends/ nach 16uhr zb keine Kohlenhydrate, bzw. die richtig groben Kohlenhydrate wie Brot, Nudeln, Reis, usw... weglassen (ich hab damals ziemlich viel "Ofengemüse" abends gegessen, bevorzugt mit Fisch, Hähnchenfleisch...
    - viel Protein, um den parallelen Muskelabbau zu vermeiden, idealerweise eh einen Muskelaufbau vorantreiben. (Achtung: zum Aufbau braucht man schon ziemlich viel Protein. Als Mann hat man einen höheren Umsatz, als Frau habe ich eine Zeit lang auf Proteinshakes überhaupt zurückgegriffen, um keinen Abbau zu haben, weil ich sonst durch Essen (Proteineinnahme bringt ja weitere Kalorien mit sich...) die Grenze sprenge oder hab keinen "Platz" mehr.
    - kleine Snacks für zwischendurch / Mittagspause immer parat haben, damit man nicht zum Bäcker läuft. Ich hatte oft "Thunfischfrikadellen" dabei, 1) weil sie mir schmecken, 2) es ist wirklich sehr gesund...
    - 1 "Cheatday" in der Woche. Natürlich sollte man da nicht alles wieder reinschaufeln, aber zumindest an dem Tag darf man mehr Schokolade essen ;) Irgendwann nutzt man den Tag auch gar nicht sooo ausgiebig. (und wenn man sich sportlich abgemüht hat, will man auch nicht unbedingt alles wieder kapput machen, weil man schnell ein Gespür dafür bekommt, wieviel Kilometer man laufen / schwimmen muss, um das Stück Kuchen wieder reinzubekommen :D dann bleibt man eben bei einem Stück und nicht bei drei :-D)
    - am Anfang alles protokollieren, was man isst. auch Apps wie FoodDB sind ganz hilfreich, weil man oft gar kein Gefühl hat, wieviel man "normal" tatsächlich gegessen hat. Fakt ist: wenn man über einen Zeitraum zugenommen hat: man hat mehr gegessen, als der eigene Körper verbraucht. Ist unfair, dass einige mehr verbrauchen als andere, ist aber so. Auch wenn man die ganze Zeit stabil war: um abzunehmen, muss man ab jetzt weniger essen. UND: sobald man weniger isst, hat man einen geringeren Grundumsatz und soll also auch weniger verbrauchen.

    * Bewegung / Sport:
    - möglichst viel Bewegung grundsätzlich, auch ohne Hund lässt sich sicher ein kleiner Spaziergang abends einbauen. (Ich habe wegen Sport mittlerweile einen Schrittzähler am Arm (also zufällig mit dabei), erschreckend wie wenig man sich an einzelnen Tagen bewegt, bzw. ich mich vorher. Hätte keine Größenordnung sagen können. Aber da ist es die Frage, was für einen Typ man ist, ich bin schon der Typ "Zahlen" und "Grenzen erreichen/verschieben".
    - Laufen ist tatsächlich eine der Sportarten, die am meisten Kalorien nimmt, am Anfang sollte man es den Gelenken zuliebe wirklich nicht übertreiben. Laufen-Gehen ist da viel besser.
    - Für die Gelenken und fürs Abnehmen ist Schwimmen da perfekt.
    - Krafttraining. Nicht wirklich übertreiben. Es reicht, alle 2-3 Tage einiges an Kraft- und Stabilitätsübungen zu machen.
    Wenn es sich mit Stundenplan und Örtlichkeiten vereinbaren lässt (aber bitte keine falschen Ausreden...), kann ich Gruppen empfehlen. Ich war bei einem sogenannten "Bootcamp" dabei. Da waren durchaus ein paar Leute, die zum Abnehmen da waren, einige waren einfach nur furchtbar unsportlich/unfit, einige wollten einfach noch fitter werden. Ich hab ca. 1 Jahr gemacht. 2 mal die Woche, je eine Stunde, die ersten Wochen bin ich gestorben, die Wochen darauf habe ich "nur noch" gelitten, aber es hat einfach viel Rhythmus und Disziplin gebracht. Wenn man mal nicht kommt, fragt jemand nach, warum es so war. Abgesehen davon, dass man halt dafür bezahlt hat.

    * Tricks:
    - Körperstellen messen. Brust, Taille, Hüfte, Oberschenkeln. Oft sieht man da mehr Ergebnisse als an dem Gewicht. Meine Erfahrung: zuerst gehen ein paar Kilos (Wassereinlagerung) schnell weg, dann kann es durchaus stocken, aber vielleicht definiert sich eher der Körper.
    - ich hatte irgendwo den Trick gelesen, dass man sich einen Teil des Ziels zb als Passwort einträgt. Wer 10 mal am Tag "nimmabduSau!" eintippt, wird wieder daran erinnert. War nichts für mich.
    - Beim Bootcamp hatten wir Armbänder und Kärtchen fürs Portemonnaie (wer seine Ziele aufschreibt, hat 3 mal mehr Chancen, sie zu erreichen) bekommen, die uns daran erinnern sollen. Ich hab das Ding nie getragen, aber anders gelöst.
    - hat jetzt nichts mehr mit Gewichtabnahme zu tun, aber bei mir hängen gerade einige "Ziele" an meiner Küchentür. Da sehe ich es tatsächlich 20 mal am Tag und weiß manchmal doch, warum ich zum Training hinmuss.
    - falls man der Typ dafür ist: alles protokollieren, viele Kleinziele (jede draußen-Einheit, jede Krafteinheit...) aufschreiben und dann abhacken. sich mit etw. nettes belohnen, wenn man eine ganze Woche alles geschafft hat (zb mit dem Cheatday).

    Viel Erfolg!

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