Beiträge von chilipaprika

    Wieso willst du denn unbedingt Teilzeit arbeiten?

    Dass dir die SL gleich eine Klassenleitung aufs Auge drückt ist allerdings kein gutes Zeichen. An vielen Schulen werden Quereinsteiger halt nicht gerade hofiert.

    Und gibt's in deiner Nähe keine Schule? Sonst fang doch gleich in einem der Nachbarbundesländer an. Oder ist der Quereinstieg dort schwieriger?

    Hallo!

    Ich glaube, der TE will eben nicht Teilzeit arbeiten. Oder?

    Die "Nähe" ist so eine Sache. Er hat oben (Beitrag 4) etwas von 26km Fahrtkosten pro Tag geschrieben (und ich hatte mich verlesen, dass es 26 Kilometer Strecke wären... aber nein, Meckerei für 13 Kilometer einfache Strecke, ich kann es echt nicht fassen.
    ...

    Nebst Vorbereitung der Stunden (die ich als Neuling nicht in 20 Minuten mache), ist die entscheidende Frage, ob ich dann die ggfs. 17-20 Stunden recht kompakt abarbeiten kann, also an drei Tagen, oder ob ich jeden Tag mal in die Schule fahren darf für mal 3 Stunden, mal 2… Denn Fahrtzeit fällt auch an (40 Minuten einfache Fahrt).

    Mein Zweitfach wird vermutlich Informatik werden.


    1) die Fahrzeit ist ja dein Ding. Ich habe sicher Vorurteile, aber Sachsen erschien mir bis jetzt nicht wie das Arbeitsmarktparadies auf Erde, ich glaube also nicht, dass du behaupten kannst, dass du sofort eine bessere (mehr Stunden bzw. mehr Geld als E13 anteilig) Stelle innerhalb des 26 Kilometer-Umkreises finden würdest.

    2) Die aufwändige Unterrichtsvorbereitung trifft jeden Anfänger, die Quereinsteiger sowieso härter. Wenn du allerdings von dir behauptest, dass du eh mit 17 Stunden mehr als Vollzeit arbeitest: wie würdest du das denn mit 27 Stunden machen wollen?!
    Die ersten 1-2 Jahre werden heftig, ja. Aber dann hast du sicher die 4-5 Jahrgänge Französisch durch, die es bei euch gibt. Nach EINEM Jahr! und dann hast du nur noch Feintuning deiner Stunden. Ein Jahr harte Arbeit und Leiden und dann viel weniger Vorbereitung.
    Abgesehen davon: jeder nicht zu asoziale Kollege hilft dir natürlich und gibt dir eine Menge zur Unterstützung. Voraussetzung natürlich, dass du auch nicht zu asozial bist und auch gerne zurückgibst. So habe ich das erlebt (ich bin nicht Quereinsteigerin, aber ziemlich jeder Ref, der fragt (und lieb zu mir ist), kriegt meine digitale Materialsammlung auf einen großen Stick rübergeschoben. und ein unglaublich lieber Kollege hat mir letzten Sommer seine komplette Unterrichtsvorbereitung für ein Fach gegeben, das ich zum ersten Mal unterrichte. Von mir kriegt er dann nur Schokolade zum Dank, er weiß aber, dass ich eben genauso weitergebe und einen guten Teil der Sachen hat er selbst zum Einstieg von anderen geschenkt bekommen. So funktioniert eine gute Schule.
    Lass dich überraschen, wage das Abenteuer Schule, wenn es dich reizt und glücklich macht. Aber nicht, wenn es nur darum geht, einen unbefristeten Vertrag zu bekommen.

    Ich verstehe zwar das Konstrukt eines unbefristeten Vertrags ohne sichere Stundenanzahl nicht, scheint aber bei euch normal zu sein? Sicher wirst du eine Garantie haben, dass es immer _mindestens so und so viel Stunden_ sind. Zum Beispiel: mindestens 50%.

    Wird an der Mittelschule nicht relativ viel fachfremd unterrichtet? Eine Klassenleitung mit Französisch an der Mittelschule halte ich für unwahrscheinlich, es sei denn, es ist eine große Schule, die dann eine komplette Französischklasse bilden kann? Aber gut, ich bin woanders in der Bundesrepublik, ich weiß nicht, wie es dort ist. (oder ist das Gymnasium ein Teil der Mittelschule?)
    Dass eine Klassenleitung eine Stunde mehr einbringt, ist zwar erstmals positiv, aber von dem, was du hier so schreibst, glaube ich nicht, dass du sie haben möchtest. Es ist nämlich je nach Klasse viel mehr oder weeeeeeeesentlich viel mehr Arbeit als eine Entlastungstunde.

    Ich kann deinen Frust verstehen, dass du die Sicherheit haben willst / musst, aber hast du denn überhaupt eine Alternative? "arbeitslos bleiben" klingt nach einer super Alternative, die natürlich viel mehr Geld einbringt. Wenn du fest an der Schule bist (und deinen Job korrekt macht), wird jede Schulleitung Interesse daran haben, dir Stunden zu geben. Es ist einfacher, dem Franz/Info-Lehrer noch 6 Stunden Politik/Erdkunde oder NaWi zu geben, als irgendeinen Vertretungslehrer zu suchen. Nicht nur, dass du dadurch glücklicher bist (gute Schulleitungen sind daran interessiert), sondern dein Stundenplan ist einfacher zu machen, wenn du mehr Stunden hast, du bist öfters in der Schule, kannst dich mehr engagieren, Projekte anbieten, usw...
    und: entweder willst du Lehrer werden und es geht über diesen Weg, oder eben nicht. Unbefristet ist (meiner Meinung nach) durchaus mehr wert als 2 Stunden mehr.

    Ich habe die schon mehrmals hinter mir und wie gerne ich die grüne Tonne nutzen möchte... Mache ich natürlich nicht, wir korrigieren einfach im Akkord mit 1-2 KollegInnen im Lehrerzimmer und nehmen das Ganze nicht so ernst. Schon alleine, weil wir uns nicht so ernst fühlen.
    Mit Deutsch habe ich verhältnismäßig neutrale Erfahrungen.
    Mit Französisch war das so der größte Witz überhaupt, dass ich die ganze Zeit den SchülerInnen sagen musste, dass wir es zwar gemeinsam durchziehen, es aber wirklich wirklich wirklich keine Rolle spielt. Das Niveau war viiiiiiel zu hoch, überhaupt nicht an irgendeinem Lehrplan nah, ... und SchülerInnen, die einfach so wild geblättert haben und ohne zuzuhören oder zu lesen, Sachen angekreuzt haben, hatten durchschnittliche Ergebnisse. Abgesehen davon war der Korrekturbogen voller Fehler (inhaltlich aber auch formal, wo man die Fehlerpunkte eintragen musste)
    Wir haben eine ganze Liste mit Rückmeldungen weitergeleitet. Im Jahr darauf hatte sich NICHTS geändert. War fast noch schlimmer und diesmal durften nicht nur frankophone Afrikaner reden, sondern auch Französisch lernende Russen mit sehr starkem, (auch für mich!!!) unverständlichen Akzent zu Wort kommen...
    Fazit: wir nehmen nicht mehr teil. (Ist ja in der 2. Fremdsprache freiwillig).

    Ich kann leider nicht viel Konkretes aus der Praxis beitragen. Ich bin nicht im Anfangsunterricht und sowieso an einer Schulform, an der sowas vermutlich nicht vorkommen dürfte (auch wenn ein sehr großer Teil meiner SchülerInnen es bräuchte).
    Von solchen "vereinfachten" Texten habe ich zum ersten Mal im Studium etwas mitbekommen, als ich merkte, dass mein Nachhilfekind (Gesamtschule, Realschul- oder Gymkurs, ich weiß es gerade nicht mehr) "Kleider machen Leute" im Unterricht las und die Lehrerin die vereinfachte Fassung hatte kaufen lassen. Ich fand es für mich auch ziemlich praktisch, kannte das Werk vorher nicht und ich war an diese Deutsch-Nachhilfe nur gekommen, weil ich bei dem eh schon Französisch hatte. Schnell merkte ich aber (ich hatte mir "aus Versehen" die richtige Fassung gekauft, gelesen und mitgenommen), dass es zwar einfacher war, aber dass viele Sachen, die man im Unterricht hätte behandeln können (Sprache) nicht mehr möglich waren.
    Mein Nachhilfekind war schon mit der Fassung total überfordert und genervt, dass er überhaupt was lesen musste (fauler, sehr lesefauler 8-Klässler), war also sich nicht mal dessen bewusst, dass er eigentlich einen veränderten Text hatte.

    Gut, da ich vom Gym / Gesamtschule komme, weiß ich tatsächlich gar nicht, wie es ist, mit HauptschülerInnen zu arbeiten und literarische Texte mit ihnen durchzunehmen. Ich sehe aber, dass wir überhaupt selbst kaum Klassiker noch behandeln und wir relativ froh (bzw. ich relativ froh bin), wenn wir Dürrenmatt in der 9 und oder 10 behandeln. So eine Ganzschrift im Schuljahr. Umso schwieriger fällt natürlich der Umstieg, wenn sie in der 11/Q1 in den Herbstferien Faust lesen müssen. und verstehen sollen.

    Ich verfolge das auch auf der anderen Rheinseite.
    Das passé simple, womöglich ein alter Feind im Französisch-LK oder guten GK vor noch 10 Jahren, existiert nicht mehr. In Deutschland haben wir zwar auch die Vorgabe, dass die SchülerInnen ihn erkennen sollen, wenn er auftaucht, aber ihn nicht bilden können müssen, aber wir sind ja die Auslandsromanistik.
    Im muttersprachlichen Französischunterricht ist das passé simple aus den Curricula gestrichen worden. Ich mag spiessig und sprachkonservativ erscheinen, ich habe 1000 passé simple-Formen hin- und herrezitiert (genauso wie alle Subjonctifformen... ), aber ich finde es gefährlich. Wer diese Formen nicht kennt, kann keine Literatur vor 1950 lesen, da wimmelt es davon. und selbst die aktuellen Autoren benutzen die Form, sie gehört nunmal zur gebildeten Sprache.
    In unseren Deutsch-Förderkursen (Quatsch! in unserem Deutsch-Unterricht) machen wir jede Woche die Erfahrung, dass ein nicht kleiner Teil unserer SchülerInnen am Wochenende "einen Freund (an)rufte" und "Bälle werfte"... Dass die dann keine Texte lesen und verstehen können, ist klar. Dann können sie natürlich keinen Konjunktiv bilden, usw...

    ICH bin der Meinung, dass man an Herausforderungen wächst und dass SchülerInnen also lieber 2-3 mal über unbekannte Formen stolpern sollen, damit sie sie kennenlernen. Ich weiß sonst nicht, WANN der Umstieg auf "reale" Texte geschehen soll.
    Ich bin mir allerdings auch dessen bewusst, dass ich mit meiner eigenen lesefreudigen, gymnasialtypischen Biographie (ich hatte mit Übergang in die Mittelstufe/6. Klasse die komplette Kinder- UND Jugendabteilung unserer städtischen Bibliothek leer gelesen, am Ende der 6. Klasse hatte ich 2/3 aller Bücher der Schulbibliothek gelesen) wenig Ahnung habe, wie ich schwache, uninteressierte ErstleserInnen zum Lesen animiere.

    Ich versuche gerade meinen Arbeitsrhythmus zu verändern. Habe - trotz Teilzeitstelle - jeden Tag etwas für die Schule getan und kriege sie gar nicht mehr aus meinem Kopf. Nun will ich versuchen, den Sonntag frei von Schule zu halten: keine Vorbereitungen, auch keine E-Mails checken usw. Aus reinem Selbstschutz. Manche würden es vielleicht auch Achtsamkeit nennen.
    Wie handhabt ihr das? Gönnt ihr euch einmal in der Woche einen schulfreien Tag?

    Hallo!

    Ich habe nicht "bewusst" einen schulfreien Tag in der Woche, sondern merke, dass ich an einem Tag am Wochenende - in der Regel samstags - sehr wenig mache. Es hängt auch stark davon ab, ob ich gerade viel zu korrigieren habe (= von Ende September bis Mitte/Ende Januar, ab mitte Ffebruar geht's wieder los :-D), aber auch bei mir gilt mittlerweile: meine Neugier hält sich in Grenzen... ;)

    Ich habe allerdings auch bewusst keinen komplett schulfreien Tag, weil ich für mich einen anderen Rhythmus rausgefunden habe.
    Wenn ich es mir unter / über die Woche leisten können will, 5-6 mal zum Sporttraining zu gehen und ein Musikinstrument zu spielen, MUSS ich am Wochenende etwas machen. Ich kann nicht unter der Woche früh Feierabend machen UND am Wochenende frei nehmen. und da ich für meine eigene Psychohygiene rausgefunden habe, dass ich die geregelten Vereinseinheiten schätze, das Rausgehen mir gut tut, ist es mir wertvoller, als am Wochenende 8 Stunden "was Anderes" zu machen. Also korrigiere ich sonntags durchaus kleine Tests vorm Fernseher oder große Arbeiten am Schreibtisch. und gehe dann zum Ausgleich laufen.

    und ja, ich halte mich für durchaus sehr engagiert, ich könnte von einer "Berufung" sprechen, weil ich keine Ahnung habe, was ich sonst machen würde, aber es IST ein Beruf. und meine Freizeit, mein Privatleben ist mir doch wichtiger, als dass meine SchülerInnen 2 Tage früher ihre Klassenarbeit zurückbekommen :)
    (und ich habe noch lange nicht alle möglichen Jahrgänge durch, was die Vorbereitung meiner Fächer angeht...)

    Hallo!
    Ist bei mir auch ein immer zurückkehrendes Thema im Schulalltag

    Liebe Leut, ich bin nicht sicher, ob's das Thema irgendwo schon gibt... daher hier: Wie und wo esst ihr mittags?

    - Mit den Schülern in Kantine

    Habe ich noch nie gemacht, zumindest noch nicht absichtlich. Unsere Schulkantine ist aber tatsächlich ein gemeinsamer Raum, und ich komme immer noch nicht drüber hinweg. War in meiner Schulzeit immer anders und es kommt mir nicht in den Kopf, dass es nicht eine Selbstverständlichkeit ist, einen separaten Raum zu bauen / vorzusehen.

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    - Ohne Schüler aber aus der Kantinenküche

    LehrerInnen aus dem Kollegium, die also in der Schulkantine essen, suchen sich also einen Tisch, an welchem keine SchülerInnen sitzen. Da die Tische lange Reihen sind, kann es aber irgendwann sein, dass KollegInnen, die sich zu einem gesellen, dann doch näher an SchülerInnen sitzen, wenn vom anderen Tischende die Schülergruppe auch größer wird.
    War mit ein Grund, dass ich mittlerweile nicht mehr dahingehe. Die Akustik wegen der SchülerInnen und diese fehlende Abgetrenntheit.

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    - extra kochen (abends? gar morgens?)

    Da ich eh kaum (selbst) koche, fällt diese Möglichkeit flach.

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    - So viel Essen für Familie kochen, dass es für nächsten Tag reicht

    Reste nehme ich dafür sehr oft. Wir haben eine Küchenecke mit Mikrowelle in einer Ecke des Lehrerzimmers und das nutze ich ab und zu. Allerdings sind warme Mahlzeiten bei mir eher die Ausnahme, ich nehme mir eher Salate von zuhause mit.

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    - Brote schmieren

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    - Pizza... bestellen

    kommt vielleicht einmal im Jahr vor, aber dann nicht mittags, sondern eher sowas wie vor einer Theateraufführung, die abends stattfindet ...

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    - im Klassenzimmer

    Bei uns haben die Klassen einen Raum, nicht die LehrerInnen. Da ich keine eigene Klasse habe, könnte ich also nirgendwo essen. Abgesehen davon werden auch manchmal Klassenräume in der Mittagspause von einer Oberstufengruppe benutzt.

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    - Im Lehrerzimmer


    Wir haben einen Kiosk, der kleine Salate, belegte Brötchen, Käsestangen und so verkauft (auch Süsse Sachen wie Schoko- oder Milchbrötchen, ...). Da hole ich mir mal eine Käsestange oder einen Salat. Da wir auch in der Nähe der Schule eine Bäckerei haben, hole ich mir auch gerne von dort einen kleinen Salat oder belegtes Brötchen. Da laufe ich ein bisschen an der frischen Luft, habe das Gefühl, rausgekommen zu sein und esse das dann im Lehrerzimmer.
    Wenn ich nur bis zur 6. oder 8. Stunde habe, esse ich vielleicht nur was Kleines und vertröste mich auf den Nachmittag oder abends. Grundsätzlich esse ich eher abends warm bzw. größer. Es war vorher anders, als ich alleine gewohnt habe. Jetzt geniesse ich aber das gemeinsame Abendessen mit meinem Mann :)

    "die weiteren Lücken voll zu bepunkten" käme für mich niemals in Frage.
    Es hört sich ja nach einer Sek-I-Arbeit, wo ein Grammatikschwerpunkt genau diese Formen war. Und sorry: da muss man 2-3 Formen auswendig lernen (für das Hilfsverb). Wer das nicht kann, hat eben mit Punktabzug zu leben. So tragisch es in dem Moment ist.

    chili

    Worksheetcrafter ist für eine Oberstufe sicher ein bisschen kindlich.
    Ich hatte auch mal ne Zeit lang gesucht und nichts gefunden, danach aber festgestellt, dass es sowieso schneller geht, wenn ich mir für die großen, regelmäßig vorkommenden AB-Typen Vorlagen mache. Sprich: ich habe eine Vorlage für Vokabeltests, ich öffne sie jedes Mal, wenn ich einen Test mache und speichere es neu.
    Dasselbe gilt für alle Arbeitsblätter. Alle AB haben ja einen ähnlichen Kopf, wo ich nur oben das Fach und den Reihennamen eintrage, auch ein Logo und so. Sobald ich das erste Blatt der Reihe mache, habe ich eine Vorlage, die ich jedes Mal neu öffne.
    Das geht wirklich sehr schnell und sieht dann definitiv immer nach MEINEN Blättern aus.

    Dss ist für mich genauso wie mit den Negerküssen oder Schokoküssen und den Schokoladenweihnachtsmännern oder Jahresendzeitschokoladenhohlkörpern.
    Es bleibt einfach immer bei dem Namen, den man immer genutzt hat ;) Klar steht Jahressonderzahlung da, aber reden tut trotzdem jeder vom Weihnachtsgeld ;) Zumal ich ja auch geschrieben habe, dass da Jahressonderzahlung und eine Zahl steht ;)

    tja, aber wehhhh jemand sagt „Antrag“ (wie nunmal alle sagen) statt „Anmeldung“...
    Und dabei ist in dem Wort „Antrag“ nichts Rassistisches...

    Ich habe einen Schüler in der 9, der in allen Nicht-Deutsch-Arbeiten einfach alles klein schreibt ... er sei „so faul“. Abgesehen davon, dass ich Substantive im Deutschen gar nicht klein schreiben KÖNNTE: Welche Energie spart man beim kleinen vs. großen P??

    tut ihm die quasikomplette Notenabstufung nicht weh?
    Mit 0 Punkten in Grammatik / Rechtschreibung / Stil ist man schnell eine halbe Note runter.

    Das heißt, dass du dir grundsätzlich erst einmal die Mühe machst, ein Wort zu entziffern, dass du auf den ersten Blick gar nicht lesen kannst, und es erst als Fehler anstreichst, wenn du es auch nach genauem Hinsehen nicht als bekanntes, deutsches Wort (bzw. Fachbegriff) erkennen kannst, oder? Denn auch in der Hinsicht scheint es unterschiedliche Herangehensweisen zu geben, bei der die eine strenger, die eine doch etwas sagen wir großzügiger ist.

    Das ist meine Vorgehensweise bei einem Schüler, der nicht dafür bekannt ist, sich keine Mühe zu geben, der aber zum Beispiel am Ende einer Arbeit eine Sauklaue hat.
    Wenn eine komplette Arbeit soviel Aufmerksamkeit von mir abverlangt, dann tue ich es für die erste (!!) Arbeit mit dem Hinweis, dies beim nächsten Mal eben nicht zu tun. Dann lese ich einmal aufmerksam (klar), danach ist Schluss. Ich markiere ganze Absätze als nicht lesbar, Pech für das nicht Lesbare.

    In der Fremdsprache entscheide ich mich grundsätzlich für die falsche Antwort. Ich gucke mal durch die Arbeit, ob es "typisch für ein A oder ein O" ist, was aber ziemlich "typisch" für "ich kann mich nicht entscheiden, die Lehrerin wird sich schon die richtige Antwort aussuchen", ist halt falsch.
    Komischerweise haben die allermeisten mit Schreibproblemen in der nächsten Arbeit Wunderheilungen... ;)
    Erziehung muss manchmal halt weh tun.

    Ausgerechnet, WEIL /ALS ich als befristet angestellte Vertretungslehrkraft weniger Geld verdient habe, fand ich es gerechtfertigt, Geld für meine Unterrichtsplanung auszugeben. Wenn schon ‚nur‘ 16 Stunden-Vertrag, dann bitte auch mit freier Zeit daneben und nicht ständig am Schreibtisch sitzen...

    Von jeder Klausur? Entweder hat deine Schulleitung seeeehr viel Zeit oder da hat sich jemand was ausgedacht, was keinerlei Sinn hat. Auf welcher rechtlichen Grundlage findet das eigentlich statt?

    ja, von jeder Klausur.
    Schulleiter u Stellvertreter teilen sich das, aber ich kenne das von jeder Schule, an der ich bisher war (3 in NRW, 1 in NDS, wobei ich in NDS nicht mehr weiss, ob alle oder ‚nur‘ Refs und Probezeit-Leute)
    Und es geht ja meistens ruckzuck, soooo genau guckt sie sich nicht JEDE Klausur an, aber schon... (ich wusste am Anfang zum Beispielnicht, dass ich nicht benutzte Seitenteile streichen soll (damit keiner im Nachhinein was ergänzt), oder hatte mal das Datum vergessen zb...)

    Oh, andere Bundesländer, andere Sitten?
    JEDER Schüler bekommt von mir bei JEDER Arbeit den ausgefüllten Erwartungshorizonten und seine eigenen Häckchen / Punkte im Vergleich zum Erwarteten.
    und selbstverständlich sieht es auch die Schulleitung (bei uns gehen 3 Arbeiten pro Klassenarbeit an die Schulleitung, egal welchen Status man hat).
    Zugegeben: nicht jeder Lehrer hat einen schönen, ausführlichen EWH. Einige haben Standardtabellen mit "formuliert einen Einleitungssatz" und "erklärt Stilmittel", aber da denkt sich auch sicher die Schulleitung ihren Teil (hoffe ich zumindest)

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