Beiträge von chilipaprika

    Achso, im Gegensatz zu den anderen Kollegen (vor allem denen, die Sport studiert haben), habe ich das als einzige der bei uns gleichzeitig anwesenden. Ich wüsste auch nicht, was ein Sportstudium dabei hilft.

    Nee, ich habe mich falsch ausgedrückt.
    Ich war mir sicher (von der Forenhistorie), dass du keinen Sport studiert hast und deswegen habe ich nach dem Schein nachgefragt.
    Ich weiß, dass ein Sportstudium keine Garantie ist, aber zumindest bei uns müssen die Sport-Refs den Silber-Schein zum Ref-Beginn vorlegen. Das heißt, ich kann davon ausgehen, dass sie mindestens zu diesem Zeitpunkt die Bedingungen erfüllten.

    Naja, in NRW reicht an der Grundschule (sogar Sek I?) offiziell die Rettungsfähigkeit (und sorry, sie ist ein Witz.) und wenn man sogar nur in einem Becken ist, der nicht tief ist oder abgetrennt ist, die "kleine Rettungsfähigkeit".
    In so einem Seminar sass / schwamm ich mal. Ich habe da die Erzieherinnen und Grundschullehrerinnen gesehen, ich hoffe inständig, dass sie NIEMALS im Leben ohne Bademeister im Bad sind.

    Wir haben genau einen solchen Test für unseren Hund gemacht :) (war günstiger, aber mit Menschen kann man ja mehr Geld verdienen :-D)

    Beim ersten Hund kam etwas super eindeutig 50/25/25. Wir kannten auch die Mutterhündin, hatten aber keine Ahnung, wer der Vater sein könnte. Nur Vermutung auf dem Dorf... die 50% waren also die Rasse der Mutter und der Vater war wohl ein direkter Mischling.

    Beim zweiten Hund haben wir es noch mal gemacht, weil ich sicher war, dass der Hund kein reinrassiger war, mein Freund der "Züchterin" glauben wollte und meinte, naja, komm, lass es uns machen.

    Da kam ein unglaublicher Kuddelmuddel raus. Also im Prinzip war der Hund eine Mischung von Mischlingen von Mischlingen. In dem Hund sollen sowohl Chihuahua als auch Leonberger (sehr großer Hund), Schäferhund und Pudel. Die "Hauptrasse" ist natürlich da und auch am Hund erkennbar, aber eben 10 andere Rassen.

    Allerdings mussten wir beim Test "reinrassig" oder "Mischling" ankreuzen.. und dann die Vermutungen selbst angegeben. Ich weiß nicht inwiefern sie das nicht nutzen, um eben durch diese Daten ihre eigene Datenbank zu füttern (steht auch irgendwo in den Unterlagen).
    Könnte mir also gut vorstellen, dass du durch eine Beantwortung der Fragen zu deiner Familie selbst viel steuerst...

    chili

    Ehrlich gesagt verstehe ich die ganze Panik nicht, dann müssten meine Nerven ja in jeder Stunde blank liegen, wenn ich Schwimmen habe, denn Bademeister durch die Bäder sind aktuell fast eingespart, ab dem 2. Halbjahr dann ganz.
    Wenn ich da jedes Mal so eine Panik schieben würde (und da geht es um bis zu 30 Schüler die wir zu 2. haben bzw. 15 alleine), wäre ich ein einziges Nervenbündel!

    Du hast doch nicht Sport studiert oder? Hast du wenigstens einen Silber-Schein, wenn der Bademeister nicht während des Unterrichts dabei ist?

    Ich behaupte mal: Geschichte ist ein doofes Fach, macht jeder, und je nach Bundesland mit einer seeehr unterschiedlichen Stundentafel.
    Aaaaber: (und darauf beziehe ich mich wirklich!!) mit bili ist man etwas Besonderes auf dem Markt.

    Meine Empfehlung:
    auf jeden Fall beide Sachfächer studieren. Ob Bei- oder Vollfach, keine Ahnung, was es genau bedeutet (vermutlich Sek I /Sek II?). Wir haben zuviele Geschichtslehrer, mussten aber trotzdem jemanden neuen einstellen, weil wir unbedingt eine Absicherung im bili-Bereich brauchten (den Zweig sollte man nicht mit nur einem Lehrer aufbauen).
    Dasselbe gilt für Erdkunde und Sowi.
    Jemand, der gleich 2 Sachfächer bili abdeckt, das ist für eine Schule der Jackpot.

    Es setzt allerdings folgendes voraus:
    - den Bili-Schwerpunkt wirklich nie aus den Augen verlieren (im Praktikum ausprobieren, es gibt ab und zu an den Unis auch Zusatzqualis oder Seminare, die darauf abzielen, nicht auf das Ref warten...)
    - Auslandserfahrung wirklich mitnehmen. das Unterrichten einfach so in der Fremdsprache kommt nicht einfach so, weil man einen Abschluss in ANglistik hat.

    Natürlich: Flexibilität ist das Beste. Ein bisschen Mobilität kann nicht schaden (unsere 2 letzten "eingekauften" Bili-Lehrkräfte kommen übrigens aus BaWü und ihre Stelle haben sie ausschließlich, weil sie die einzigen waren, die eine bili-Quali hatten und nicht nur beide Fächer. Rangfolge in der Suche war: Sachfach bili vor Sachfach/englisch vor andere Fächerkombi...

    Chili

    Von Hörbehindertenpädagogik habe ich keine Ahnung. Ich kann auch keine Gebärdensprache. Ich kenne nicht mal jemanden, der Gebärdensprache spricht. Woran liegt das? Gehörlose bilden eine eigene Community, ich denke nicht, dass sie an der Förderschule besser lernen, mit Hörenden zu leben und vor allem lernen Hörende es nicht.


    Dass Hörende keine Gebärdensprache lernen / können, liegt daran, dass die Tauben nicht auf die zugeht?
    Das ist (leider zu selten, aber trotzdem) deren Muttersprache. Das ist - erstmals - die einzige Möglichkeit, die sie haben, sich mit der Welt und untereinander zu verständigen.
    Ich sage auch nicht einem Querschnittsgelähmten, dass er einfach gefälligst lernen soll zu laufen, um sich zu integrieren. Ja, genauso absurd klingen dann Forderungen nach vollständiger Inklusion von tauben SchülerInnen.
    Wenn ein Kind ein CI trägt, aber ohne Batterie oder allgemein kaum kommunizieren kann, was passiert mit ihm? Nur, weil es die Möglichkeit hat, den ganzen Tag in der Schule zu sitzen und das aufzuschnappen, was der Lehrer sagt, im besten Fall ist das Kind gebärdensprachig und hat Dolmetscher (ein Wunder!) im Unterricht: wo ist das Sozialleben und die Entwicklung? Die meisten tauben Kinder haben hörende Eltern. Mit wem kommunizieren sie auf natürlicher Art? Mit wem können sie lernen zu DENKEN? (Ohne Sprache, kein Denken...)

    Es ist ein Unding, wenn auch den äußeren Tatsachen geschuldet, dass die meisten tauben und schwerhörigen Kinder so lange Anfahrtswege zu einer passenden Schule haben. Wenn man bedenkt, dass schon sehr viele der FörderschullehrerInnen nicht WIRKLICH gebärden können.... (auch eine organisatorische und Kostenfrage... die meisten Unis bieten wenn überhaupt nur 1-2 Sprachkurse an) Wenn man bedenkt, dass - vgl. Frappers Beitrag - auch noch soviele Förderschullehrer komplett ohne Ahnung von Audiopädagogik in das System kommen und sich das alles beibringen ...

    Es gibt sicher Konstellationen, wo es gut funktioniert... und natürlich den Superduperfall der Grundschule, wo die Lehrkraft und alle Kinder freiwillig Gebärdensprache lernen, damit sie mit dem tauben Kind kommunizieren. Aber die Realität sind eher viel zu oft: vereinsamende Kinder, die aufgrund von fehlenden Bezugspersonen / Vorbildern ein komplett falsches Bild von sich selbst entwickeln.
    Man muss schon die Förderschwepunkte auseinanderhalten / differenziert betrachten, sowie die weiteren äußeren Bedingungen.

    Chili

    Da deine aktuelle Schule dich ja nicht kündigen kann, kannst du ihnen sagen, dass dein Vertrag sehr wahrscheinlich aufgelöst wird. Dann sind sie nicht überrascht, bzw. können sich im Vorfeld umhören (Nachbarschulen) oder eingehende Initiativbewerbungen nicht in den Papiermüll werfen, weil sie ja jetzt wissen würden, dass sie bald jemanden brauchen könnten.

    also ich weiß, dass man in einem Forum mit allem rechnen muss und dass ich für jede Antwort dankbar bin, aber ernsthaft: wenn ich schon überhaupt auf die Idee komme, absolut ausnahmsweise sowas zu machen, dann werde ich nie im Leben auf die Idee kommen, den Platz zu verlassen.
    Irgendwie frage ich mich bei solchen Antworten, was alles als Lehrer rumläuft, dass man solche Hinweise nötig hat...
    (also nicht falsch verstehen, es überrascht mich nur...)

    Nicht falsch verstehen: ich halte die Schulkonferenz für sehr wichtig. Würde es sogar machen, aber wir haben andere Leute dabei. Bei uns aber laufen die meisten Themen der Schulkonferenz im Vorfeld schon bei der Lehrerkonferenz und in Arbeitsgruppen, so dass die Schulkonferenz eh quasi nur noch eine gut geprobte Theateraufführung ist. Insofern ein bisschen langweilig.
    Alleine die Schulleiterwahl war besonders spannend, das hätte ich gerne live erlebt :D

    Ich würde es auch mit dem Kollegen persönlich klären.
    Vielleicht hat er dem Schulleiter einen anderen Grund genannt, vielleicht hat er einfach nur gesagt, er könne nicht, vielleicht hat er dir einen vorgeschobenen Grund genannt.

    Das mit dem Pendeln ist ehrlich gesagt keine gute Idee, das vorzuschieben. Es ist nunmal eine Dienstpflicht (die keiner haben möchte), und ob man da nah oder weit wohnt, sollte keine Rolle spielen. (Irgendwie merke ich, wie meine KollegInnen mich plötzlich ganz lieb anfragen, ob ich nicht den und den Termin übernehmen könne, weil ich vor Ort wohne. Aber tatsächlich: ich habe abends Sporttraining und sehe nicht ein, das ständig ausfallen zu lassen, weil ich nah wohne.)

    Um solche Ämter prügelt man sich nicht, aber wenn man sie hat, muss man sie ausfüllen. Das gilt natürlich zuerst für deinen Kollegen, zur Not aber auch für dich :(

    "müssen" nicht, @chilipaprika - aber praktisch ist es schon, sonst darfst du im Zweifelsfall nicht mal aus Klo solange noch SuS im Wasser sind...


    Ja gut, das ist das allgemeine Problem der Aufsichtspflicht. ;)

    ... und in der Einverständniserklärung unterschreiben lassen, dass das Schwimmen nur in bewachten Strandabschnitten erlaubt ist etc.


    Meine Liste an Sachen, die Eltern unterschreiben müssen, wird länger und länger :D

    @Lily Casey, ich könnte mir vorstellen drei Fächer zu studieren. In der Studienberatung hat man mir aber wegen dem Arbeitsaufkommen während des Studiums davon abgeraten.


    Aaaalso:
    1) Musst du das Latinum (Geschichte) nachholen?
    2) Kannst du es dir leisten (finanziell), 1-2-3 Semester länger zu studieren? Damit meine ich nicht, ob du Millionärin bist, sondern ob du bafög-unabhängig bist. Das Bafög endet am Ende der Regelstudienzeit von 2 Fächern, plus vielleicht ein bisschen Bonus aber nicht wegen Drittfach. Wenn du eh dich komplett selbst finanzierst (guter Nebenjob) oder deine Eltern dir dein Studium ermöglichen bzw. eine Mischung aus beidem:
    -> überleg es gut. (und diskutiere einfach ehrlich mit den potentiellen Studiumsponsoren, dass du planst, ein bisschen länger zu studieren, dafür aber höhere Chancen auf eine Wunschstelle hast UND auf ein glückliches Leben)

    Klar ist es schöner sagen zu können, dass man das 5-jährige Studium in 5 Jahren studiert hat, als in 6,5 Jahren.
    Aber ernsthaft: der Lebensentwurf ist nicht kapput, wenn man nicht mit 26-27 die Planstelle ergattert hat.
    Mit 3 Fächern steigt die Chance auf eine Stelle DEUTLICH. Du bist für eine Schule deutlich mehr einsetzbar (vielleicht ein paar Jahre kaum Erdkunde, vielleicht danach kaum Geschichte, aber es ist halt kein Problem...), DU hast mehr Abwechslung im Alltag, usw...

    Mit Englisch/Geschichte/Erdkunde/bili-Zusatz bist du für viele Schulen, die einen Bili-Zweig haben (und es sind echt viele), sehr attraktiv bis hin zum Jackpot. Sie decken zwei Sachfächer mit einem Lehrer ab :)

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