Das sind die Anglizisten an den Unis zumindest toleranter als die Romanisten.
Bei mir im Studiengang sind nicht wenige muttersprachlich/zweitsprachlich erzogene Frankophonen aus Afrika durch die Praxisvorabprüfung durchgefallen und mussten den "normalen" Kurs mit allen anderen besuchen.
Zugegeben: da das Französisch sehr genormt ist, ist unser Ohr nicht sooo geschult. Ich verstehe zum Teil besser Hochdeutsch aber mit starkem Akzent sprechende Bayern und Sachsen als einzelne frankophone Westafrikaner ![]()
Beiträge von chilipaprika
-
-
Vielleicht, weil du nicht an einer Schule bist, wo ein nicht geringer Teil deiner SchülerInnen von immer dem selben Arzt solche Atteste bringt, auch gerne vor den Ferien (aber viel später datiert) oder auch für ‚Chlorallergie‘...
Akzeptieren muss man es (viel zu) oft, aufregen darf man sich aber auch... -
Ich hab da ein paar Fragen an euch, die in einer Fremdsprache Referendare ausbilden.
Ich wäre z.B. Jemand, der falls er sich doch für Englisch entscheidet, sich keinen längeren Auslandsaufenthalt leisten könnte außer vielleicht für einpaar Wochen in den Sommerferien (ich arbeite in einem Kindergarten, um mein Studium zu finanzieren). Jedoch denke ich dass meine Aussprache gut ist bzw. mit starker Beschäftigung meinerseits gut der Standartaussprache nähern würde. Zudem bin bzw. war ich in der Grammatik und im Wortschatz schon immer sehr gut und sicher (nach meinen Lehrern)
ICH sage es mal so: wer ohne Auslandsaufenthalt die selbe Leistung erbringt, wie jemand mit: herzlichen Glückwunsch!
Aber nur so vorab: "in der Grammatik und im Wortschatz sehr gut und sicher" sein ist / sollte kein besonderes Merkmal sein, sondern bei ALLEN EnglischlehrerInnen der Fall sein.ZitatWürdet ihr einen Referndaren wie mich, der zudem hoch engagiert ist, bevorzugen oder einen Referendaren der im Ausland war und mit seinem anerworbenen Dialekt/Akzent wie auch immer angibt und ansonsten eher meh ist? Ich werde das sowieso nie verstehen können, die Meisten die ich kenne geben damit an und ich denke mir nur, müssen die Schüler nicht die Standartaussprache lernen? Das wäre für mich so wie ein Deutschlehrer der nicht Hochdeutsch redet sondern permanent einen Dialekt...
WENN ICH entscheiden dürfte, würde ich den hoch engagierten Referendar auswählen, der im Ausland war und mit seinem tollen Akzent und seinem "Gefühl" überzeugt. (Also einer, der kein Problem hat, schnell und spontan in der Sprache umzuzwitschen, hatte zb Yesterty mal als Beispiel genannt.
und gewöhne dich bitte schnell diese Gegensätzlichkeitsbeispiele ganz schnell ab. Du "entscheidest" dich (aus deinen Sachzwängen und Voraussetzungen heraus) dafür, keinen Auslandsaufenthalt zu machen. Mache nicht die Anderen schlecht, die es anders bewerkstelligen können, sondern suche deine eigenen Stärken, mit denen DU überzeugen willst. Nur weil sich jemand einen Auslandsaufenthalt leisten kann / organisieren kann, heißt es nicht, dass er mit einem furchtbaren Bauernakzent zurückkommt und sich ein Leben lang einen faulen Lenz machen wollen. und: geben sie damit an, oder spricht ein minikleiner Neid von dir im Weg, weil du es auch gerne erleben möchtest, wenn du es könntest? -
meine letzte Referendarin hatte einen "Auslandsaufenthalt" gemacht, aber doch kein Französisch gesprochen und auch abgebrochen.
Ach, das Ref hat sie auch abgebrochen.
Ob es daran lag, dass ihre Sprache grottenschlecht war oder dass sie keine Lust hatte, zu arbeiten, weiß ich natürlich nicht.
Ach, in ihrem zweiten Fach, einer weiteren Fremdsprache, hatte sie auch keinen Auslandsaufenthalt gemacht und auch da sprach sie nur unzureichend. -
aber nach der 9 kann man NICHT zur Realschule wechseln! (leider)
-
Ich glaube bei uns steht das mit den Prozentangaben sogar in den Kursheften drin. Die Feststellungsprüfungen, die ich veranlasst habe würden auch alle von der Schulleitung abgesegnet (NRW berufliches Gymnasium).
Und ich kenne auch die Regelung, dass ein Attest nur einen Tag rückwirkend ausgestellt werden darf. Eine schriftliche Aussage dazu habe ich aber nicht.
Ist diese Regelung nicht etwas Allgemeines, auch für Arbeitnehmer?
Die Frage ist aber allerdings: dürfen wir überhaupt eine Attestpflicht verhängen? (jenseits des beruflichen Ausbildungsbereichs). Ich glaube mich zu erinnern, dass es sich ein bisschen um eine Grauzone handelt.
chili -
Mal kurz zwischendurch:
In NRW wurden in diesem Jahr Abitur-Aufgaben für evangelischen, islamischen, jüdischen, katholischen und orthodoxen Unterricht gestellt. All diese Fächer scheinen also in nennenswertem Umfang auf Abitur-Niveau (jeweils Grund- und Leistungskurse) unterrichtet zu werden. NRW lässt also eine gewisse Vielfalt zu...
Weiß jemand, ob es bei all diesen Lehrkräften interne und externe gibt?
Hallo!
Bei uns an der Schule gibt es katholischen und evangelischen Religionsunterricht. ein paar Stunden evangelischer Religionsunterricht werden vom örtlichen Pfarrer geleistet. und es liegt NICHT am Lehrermangel, es ist in seinem Vertrag seit Ewigkeiten so (wir haben mehr als zuviele evangelischen LehrerInnen).
Syrisch-orthodoxe SchülerInnen sind von den Unterrichtsstunden befreit, in denen der Reliunterricht/der praktische Philosophie-Unterricht läuft und erhalten ihren Reliunterricht irgendwann zu einem anderen Zeitpunkt in der Woche, Noten werden vergeben und stehen im Zeugnis bei Religionsunterricht (syrisch-orthodox).
Der Islamunterricht wird zur Zeit bei uns aufgebaut / testweise in der 5. Klasse gemacht. Die Eltern konnten entscheiden, ob das Kind am islamischen Religionsunterricht teilnimmt oder (wie bei uns üblich) an einem alternativen Förder/Forderkurs (je nach eigenen Leistungsstand) teilnimmt. Die Kollegin ist eine Stammkollegin von uns, mit Fakultas in islamischer Religion. Es war auch definitiv ein Grund, sie zu uns zu holen, sie hat aber 2 weitere Fächer, eins davon ist leichtes Mangelfach. Sie ist eine Frau und trägt kein Kopftuch.Das ist ein Schulleiter und wohl eher die Ausnahme. Sollte ein Kollege mit Linke oder AFD Button kommen, möchte ich die Reaktionen sehen.
Wie ist es eigentlich mit der Tatsache, dass viele LehrerInnen sich auch in ihrer Freizeit kommunal-/landespolitisch engagieren. Da braucht man nicht mit Button in die Schule zu kommen, wenn man wochenlang am Ortseingang auf A0-Plakaten jeden angegrinst hat und es drunter ganz dick CDU oder Linke stand.
chili
-
Ich bin am Gym und es ist bei uns auch eine ‚Info‘ der Bezirksregierung. Mich macht es wahnsinnig, dass man es nirgendwo nachlesen kann, aber es ist offiziell abgesichert.
-
Achtung mit dem Amtsarzt: es bezahlt derjenige die Rechnung, der anfordert.... (also die Schule)
-
Wir haben dasselbe Problem. Komischerweise sind sehr viele unserer attestpflichtigen SchülerInnen bei diesem Arzt, den gibt es auch real.
Die Begründung eines Schülers ‚der Arzt hat mir gesagt, ich solle zwar anrufen, aber erst kommen, wenn es mir wieder gut geht, er weiss ja, dass ich chronisch krank bin‘Ich kommentiere es jedes Mal und ein Schüler hat jetzt soviele Fehlzeiten (fast 50%) im ersten Quartal, dass ich mich weigere, eine Note zu geben.
Vielleicht arbeitet er an seiner Motivation, mit Bauchschmerzen in die Schule zu kommen. (&nein, ich verharmlose keine chronischen Erkrankungen) -
Wollen nicht Schüler / Eltern die Presse einschalten? Denen fällt doch sicher auf, dass etwas schief läuft...
-
Danke.
Zum illegal Steuer sparen war das selbstverständlich nicht gedacht. Einerseits war das eben ein Gedankenexperiment, was man denn alles bei den haushaltsnahen Dienstleistungen absetzen kann und was eben auch bei den "beruflichen Ausgaben" anzusiedeln wären.
Wenn man allerdings diese Ausgaben hat, dann spart man aber durchaus Steuer, wenn man weiß, dass man sie absetzen könnte. (Ich gehe davon aus, dass kein Mensch Reinigungs- oder Handwerkertätigkeiten angibt, der sie nicht hat. [ ich musste vor 2 Jahren extra einen Kontoauszug nachdrucken/anfordern, weil das Finanzamt eben anzweifelte, dass wir unser Haus hatten renovieren lassen... ] -
In Niedersachsen z.B.
Ich meinte: in welchen anderen Ländern der Welt gibt es denn unsere angeblich ach so internatial ausgerichtete Lehramtsstudienstruktur
Lehramt ist und bleibt immer ein nationales Konstrukt, das finde ich auch absolut in Ordnung. Dann muss man eh immer durch irgendwelche Anerkennungswege, wenn man fest oder langfristig arbeiten will. -
Ja, aber im "richtigen Leben"(TM) geht es nicht darum, dass man sich etwas zusammenreimt. Ich konnte mit dem Zeugnis meines Staatsexamens und einem halb professionellen, englischsprachigen Beitext sehr wohl sehr viel im Ausland anfangen (Neuseeland, Südafrika). Heute kriegt sowieso jeder das Diploma Supplement, wenn er das will, egal in welchem Studiengang. Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass nur der englischsprachige Name die Rettung sei.
-
wo gibt es denn sonst so den Master of Education?
-
theoretisches Gedankenexperiment mit realer Frage verbunden.
Gibt es ein tatsächlich existierendes Konstrukt, wo ich als Lehrerin jdn für ("halb delegierte") Aufgaben einstellen kann, die Tätigkeit auch sogar vielleicht bei der Steuer absetzen kann?
Also zum Beispiel:
- ich lasse jemanden für mich Bilder malen / Arbeitsblätter gestalten.
- jemand sortiert und archiviert meine ganze Bibliothek (keine Ahnung: alle Artikel von Fachzeitschriften usw..)
- Liste gerne ergänzbar, wir waren am Kaffee-und-Kuchen-Tisch nicht sooo kreativ, nachdem wir eh die ganzen Korrekturaufgaben aus Datenschutzgründen ausgeklammert haben
Leider 
Hat jemand von euch Ahnung?
gedankenkreative Grüße,
Chili -
und weil es eigentlich auch eine Vorgabe gibt, dass es keine Beschränkung bei konsekutiven Studiengängen geben darf. Der Hick ist natürlich in den Ländern, die ein polyvalentes Bachelor anbieten. Aber ja, der rlp-BEd ist das perfekte Beispiel für eine gewisse Wertlosigkeit.
-
Reden wir über eine Aufgabe, die ‚nebenbei läuft‘, die dein Chef aber in einen größeren Aufgabenbereich gerne einbinden möchte (den er dir dann aufdrücken würde), oder über eine Aufgabe, die quasi eine Beförderungsstelle oder deren Vorstufe ist?
Bei ersterem sagt mir mein Gefühl, dass es geht, bei zweiterem ist es sicher schwieriger, weil es sich dann um von der Lehrerkonferenzboder Gremien beschlossene Konzepte handelt? -
Ach so, ich hatte es anders verstanden. Ich dachte, du machst lieber die Aufgabe komplett ohne Anrechnung, statt dich dann rechtfertigen zu müssen, dass du diese Anrechnung bekommst.
-
oh, dann kann ich die Frage sehr wohl nachvollziehen. Ich hasse diesen Rechtfertigungszwang. Ist bei mir dieses Jahr ähnlich (es geht nicht um eine Entlastungsstunde aber ähnlich). Aber ehrlich: haben ist trotzdem besser als nicht haben. Es entlastet nunmal sehr das Leben.
und eins habe ich in meiner noch jungen Karriere gelernt: Entlastungs- und Anrechnungsstunden sind NIE Geschenke bzw. NIE großzügung gemessen. Das heißt: man hat es sich eben verdient und man braucht es. Vielleicht nicht jetzt, aber in zwei Monaten. und auch aus kollegialen Gründen den KollegInnen gegenüber, die eine ähnliche Tätigkeit ausüben. Damit eben kein Korinthenzählerchef meint "ach, wenn Chili das ohne Anrechnung schafft, schaffen Sie es doch auch ;-)"
Werbung