vorab: Ich bin zum Glück nicht in der Lage solche Elterngespräche zu führen, habe also "leicht reden".
Wenn es nicht zwingende, zb medizinische Gründe (keine Ahnung: Einzelzimmer notwendig, körperliche Einschränkungen, ...oder zb Einnässen, usw..) gibt, finde ich, dass es gar nicht geht.
Die Eltern werden kaum die Mädchen schon vor dem Frühstück bringen und sie um 9 abends abholen. Das Frühstück und das Abendessen gehören auch zu einer Klassenfahrt, genauso wie der sich anschliessende Spieleabend. Eine Klassenfahrt ist keine Freizeitveranstaltung sondern eine Schulveranstaltung mit pädagogischen Zielen. und genau diese gemeinsame Zeit und dieser leichte Abstand zu den Eltern / zur Familie ist auch ein wichtiger Schritt in die Gemeinschaft, Richtung älter werden, usw..
Ich finde es in so einem Fall sicher schwer zu entscheiden: wo ist die Grenze zwischen "panische Angst, das Elternhaus zu verlassen" (Trauma-Erfahrung durch Familiengeschichte) und "religiöse / kulturelle Begründung". Warum dürften sie das, andere aber in Folgejahren nicht? Es ist ein unschöner Präzedenzfall.
Aber wie gesagt: ich bin realistisch, eine Meinung haben bedeutet nicht, dass ich es bis zum Ende ausfechten würde. Ich halte es allerdings für sehr gefährlich.
Chili