Beiträge von chilipaprika

    Guten Tag,

    ich studiere derzeit Maschinenbau im 2. Semester und überlege auf Lehramt zu wechseln. Dabei habe ich 3 Möglichkeiten in Betracht gezogen:

    Option A) Lehramt an Realschulen, Chemie-Erdkunde als Fächerkombination
    Was mich hier stören würde ist die Tatsache, dass man am Ende weniger Geld für die gleiche Arbeit bekommt. Wenn das Studium jedoch nicht so anspruchsvoll wie das für Gymnasien ist, könnte ich damit leben.

    Huhu!

    Ja, der Unterschied existiert, einige Bundesländer haben sogar A13 auch für Realschule.
    Das Studium ist definitiv ein anderes. Zumindest an den allerallermeisten Unis. (Jetzt kommt vielleicht jemand und behauptet das Gegenteil, aber ja, das Realschulstudium muss natürlich fachlich Abstriche machen)


    Zitat


    Option B) Sozialwissenschaften an Gymnasien
    habe hier im Forum bisschen gestöbert und diese Matrix gefunden: Lehrerbedarf in NRW
    Meine Frage dazu wäre, wie es sein kann, dass ein Nicht-MINT-Fach
    gesucht ist ? Würde man mit dem Fach an Gymnasien wirklich gute Chancen
    haben ?


    "gute" Chancen ist was Anderes. Sagen wir es so: es ist nicht zu schlecht. Bei SoWi ist dein Zweitfach entscheidend.
    Interessanterweise ist es die einzige Option, wo du kein Zweitfach nennst...


    Zitat


    Option C) Erdkunde-Chemie an Gymnasien
    Ich weiß ja das Erdkunde nicht so pralle ist
    , aber was ist wenn ich Chemie als Zweitfach nehme, würde das die
    Übernahmechancen wesentlich verbessern ? (Ist ja "nur" als Zweitfach)


    Am Gymnasium (und ich behaupte mal: im Lehramt der Sekundarstufe (I oder II) ) ist es absolut irrelevant, was dein Erst- und Zweitfach ist. Das macht nur einen Unterschied, wo du eine Abschlussarbeit schreibst. Beide Fächer sind absolut austauschbar. Sowohl im Studium, als auch im Ref als auch später.
    Wenn deine Schule hohen Bedarf am "zweiten Fach" hat, wird sie dich dort 20 Stunden von 25,5 einsetzen. Vielleicht ändert sich das nach ein paar Jahren.

    Ich habe meine Abschlussarbeit im Fach A geschrieben (war das 1. Fach in meiner offiziellen Fächerkombi), meine 2. Examensarbeit im Ref im Fach B geschrieben (Fach A hatte ich übrigens im Ref nicht, das hatte ich durch mein Drittfach ausgetauscht) ), eingestellt wurde ich für Fach B und Fach C.
    Unterrichten tue ich seit zwei Jahren Fach A nicht, bin hauptsächlich in Fach B drin, und noch anderen Fächern. In der Praxis spielt es dann keine Rolle mehr, welche Reihenfolge auf dem Zeugnis war: du hast einen Abschluss und bist voll einsetzbar.

    Hallo,
    könntest Du etwas mehr sagen, was das für Podcasts sein sollen? Also ob z.B. die Ausrüstung auch tragbar sein soll (Interviews in der Schule oder gar im Außenbereich), oder ob es mehr in Richtung Hörspiel gehen soll. Sollen mehrere Sprecher dialogartig reden oder nur einer.

    Huhu!
    zugegeben: noch nicht sooo viele Gedanken darüber gemacht. Wir stehen noch gaaaaaanz am Anfang der Idee, eine Anschaffung ist auch nicht für morgen geplant ;)

    Die Ausrüstung sollte auf jeden Fall tragbar sein, weil wir ja keinen eigenen Raum bekommen würden und Interviews oder Aufnahmen "woanders" zu machen, steht definitiv auf der Liste.
    Bis jetzt habe / hatte ich es so verstanden:
    Großmembranmikrophon
    Spinne
    Richtmikrophon.

    Jetzt glaube ich, dass ich doch nichts verstanden habe. Was ist denn der Unterschied zwischen einem solchen Mikrofon (zb Rode Podcaster) und einem (guten) Aufnahmegerät mit Mikro (Zoom H4n als Beispiel)? Können beide frei aufnehmen und dann - wie auch immer, Kabel oder USB - am Computer angeschlossen werden und die Aufnahmen bearbeitet werden?

    Geplant sind erstmals eher 2 Leute geplant, Musikaufnahmen sind nicht geplant, weitere Verwendung für Hörspiele wäre natürlich sehr cool (oder sind es da komplett unterschiedliche Sachen?)

    Danke!
    Chili

    Hallihallo!

    Hat hier jemand Erfahrung mit Podcasting, egal ob in der Schule oder privat und kann ein bisschen etwas über die (notwendige) Ausstattung erzählen?

    Soviel: wir fangen bei Null an. Also wir hätten Handys zum Aufnehmen :D
    Und ich habe Audacity auf dem Rechner und bin zumindest motiviert, mich mehr einzuarbeiten, als ich bis jetzt gemacht hatte.

    Bei entsprechender Motivation und Erfolg der Gruppe stünde ein kleines Budget zur Verfügung, weswegen ich schon mal frage, weil ich mir schon denke, dass nur mit Handy-Aufnahmen nicht zuviel zu holen ist.

    Vielen Dank im Voraus!
    chili

    HÄ?!
    Ich lege zu Jahresbeginn die Liste aller Themen / Einheiten vor, die wir behandeln werden, im selben ‚Brief‘ (er soll vom Schüler und dessen Eltern unterschriebrn werden) stehen die Grundsätze der Leistungsbewertung, benötigte Materialien und Regeln des Unterrichts.
    In der Oberstufe lasse ich nicht mehr unterschreiben, sonst bekommen das aber tatsächlich ALLE. Von der 6 bis zur Q2 (ich habe nie eine 5).

    Und ich finde die Idee auch für die Grundschule gut. Wen es nicht interessiert, den stört es auch nicht.

    Du (Fächer X und Y) stellst einen Versetzungsantrag (und deine Schulleitung erteilt dir die Freigabe).
    Du hast Kontakt aufgenommen bzw. nimmst mit der Schule Kontakt auf.
    Die Schule meldet bei der Bezirksregierung Bedarf an Fächern X und Y an, (und weiß, dass Kloppo auch gut passen könnte.)
    Je nach Interesse aber auch Macht des Schulleiters macht er gleichzeitig klar, dass er nicht nur Bedarf an Fächer x und y hat sondern Kloppo2012 will.
    _Normalerweise_ ist es dann durch.

    AAaaaaaber:
    Vielleicht beantragt jemand mit den Fächern X und Y (oder nur X oder nur Y) auch eine Versetzung und hat bessere Gründe (Pflege eines Familienangehörigen, Kind), wohnt näher oder kommt aus der Elternzeit zurück und hat Anspruch auf eine Schule innerhalb eines bestimmten Kreises und es ist die einzige Schule, die reinrechnerisch (Stellensituation) aufnehmen kann...

    Ah da sagst du etwas sehr treffendes.
    Ich bin hin und her gerissen zwischen: ich mache es mir möglichst leicht im Studium oder ich eigne mir auch völlig fremde Dinge an.
    Ich bin in Mathe wirklich ne Niete - eine totale Niete ! Habe aber früher auch nix dafür getan - ich habe kaum Grundwissen und fast alles wieder vergessen.

    und dann traust du dir zu, das später zu unterrichten? (Förderschullehrer machen ja schliesslich alles...)
    unter solchen Voraussetzungen müsstest du es schon im Studium holen, damit du eine Chance hast, später im Unterricht "mitzukommen"

    bitte, wir wissen doch, wie unsere SchülerInnen sind. WENN es schon ein Gymnasium "direkt um die Ecke" gibt, ist der Sprung 25km weiter, nur wegen eines LKs, doch schon ein Ding.
    Meine SchülerInnen sind von 7.55 bis 16.30 an der Schule. Sehr oft an 4 Tagen die Woche. Dann davor morgens um 6uhr30 oder davor das Haus verlassen (der Bahnhof ist ja nunmal nicht in jedem Dorf), um dann abends gegen 17.30-18.00 zurückzukommen? Da würde ich - als Elternteil und als Schülerin - schon ein paar Mal überlegen.

    und ja, es ist machbar. Aber es ist was Anderes, wenn alle im Schulbus zusammensitzen oder wenn man eine komplett andere Umgebung hat, Freunde hat, die nicht daneben wohnen, usw.. finde ich, zumindest.

    Jo ... da hast Du natürlich Recht. Wir haben mit dem Nachbargymnasium schon lange einen Deal - die bieten Griechisch als Schwerpunktfach an, wir Latein. Mal sehen, was jetzt aus den Lateinern wird.

    Wie gut ist der ÖV bei euch? Können die einfach einen Ort weiter fahren?

    der ÖPNV ist für mich als Erwachsene okay. Ob ich aber mein Kind morgens um kurz vor 7 in den Zug (und deswegen auch viel früher aus dem Haus) lassen würde, damit er einen bestimmten Kurs bekommt? Bzw. nicht jedes Kind nimmt das in Kauf.

    Kooperationen mit dem Nachbargymnasium haben wir auch natürlich, aber einige Fächer werden einfach gar nicht mehr angeboten :(

    Tja, ganz einfach: weniger SchülerInnen -> weniger Stellen -> Versetzungen.

    im Detail: weniger SchülerInnen -> weniger Klassen (und/oder größere Klassen) -> weniger Differenzierungsmöglichkeiten (wenn man nur 60 SchülerInnen hat, kann man weniger Wahlfächer anbieten, als wenn man 90 oder 120 hat) -> einige Schwerpunkte sterben aus -> einige Fächer haben keine Zukunft, verlieren ihren Leistungskurs, usw.. -> weniger attraktiv für neue SchülerInnen -> Teufelskreis.

    kleines Beispiel: wir haben vor ein paar Jahren eine Schülerin in die Oberstufe aufgenommen, die zu uns wechselte, weil zumindest bei uns theoretisch die Möglichkeit bestand, Musik-LK oder Kunst-LK und sogar das andere Fach zu belegen. sie hat gepokert (und gewonnen), aber nicht jede Schule kann solche Fächer noch anbieten. Wir haben seit Ewigkeiten (> 15 Jahre) keinen LK in SoWi gehabt, Chemie kommt nur selten zustande, Französisch und Latein ewig nicht, Sport bieten wir grundsätzlich nicht an. Also auch nicht in der Kooperation. Kunst, Physik, Erdkunde, ... sind zum Beispiel kooperativ, außer jede Schule schafft es alleine und kommen also sehr regelmäßig zustande. Musik bangt jedes Jahr und kommt (kooperativ) nur jedes 2./3. Jahr zustande.

    und jetzt weg vom LK.
    Mein "Hauptunterrichtsfach" hat in den letzten 12 Jahren folgende Entwicklung an meiner Schule gemacht:
    - kein Angebot als 1. Fremdsprache mehr.
    - 3. Fremdsprache im Wahlpflichtbereich gestrichen
    - 3. Fremdsprache als Neuanfänger in der Oberstufe das letzte Mal vor 6 Jahren
    - LK das letzte Mal vor 6/7 Jahren

    -> Die Fachschaft hatte vor 10 Jahren 7/8 KollegInnen, wir sind jetzt zu dritt, brauchen dringend Nachwuchs, aber was passiert, wenn eine neu eingestellte Person ein Fach hat, was keiner braucht und Vollzeit arbeitet? Dann haben wir nicht genug Stunden im Angebot... also auch hier ein Teufelskreis, weil die Möglichkeit, das Fach attraktiver zu machen (durch Projekte, AGs, Austausch...) zu machen, Kräfte, Zeit und Lehrerstunden braucht. Die Schulleitung ist aber eher geneigt, die Stunden für "Aushängeprojekte" zu vergeben, als für ein fast totes Fach.. und so weiter ...

    @Lehramtsstudent:
    Es geht aber nicht um Marxloh gegen Diplomatenviertel in Bonn. Es geht (auch) um gaaanz normale Städte und gaaaanz normale Schulen.
    Bei uns ‚kämpfen‘ zwei Gymnasien, aber auch die Selundarschule, die Realschule und die Gesamtschule jeweils um SchülerInnen.
    Profilbildung ist nur gut, wenn sie JEDERZEIT möglich ist. Für jedes Kind. Aber wir müssen Entscheidungen treffen. Ganztag kostet Kräfte, kleine Fächer kosten Kräfte. Besondere Forder-/Förderangebote kosten Kräfte...

    aber du glaubst doch nicht ernsthaft, dass deine "Problemschule" irgendeinen Preis dafür bekommt, dass er soviele Herausforderungen hat?
    (ich bin an einer ähnlichen Schule).

    und mir geht es nicht um die Seite, auf welcher ich mich gerade befinde. Ich mag meine Schule, ich habe sie mir bewusste ausgesucht und ich möchte nicht an einem dieser Vorzeigegymnasien mit Professorenkindern arbeiten, auch wenn es manchmal nett wäre, Kinder zu haben, die sich "auch einfach nur so" für Sachen interessieren und engagieren.
    Ich finde es einfach total problematisch, wenn Schulen mit theoretisch ähnlichem Einzugsgebiet (es gibt keinen Sprengel, auch wenn sie nicht nebeneinander liegen, können alle SchülerInnen zu jeder Schule gelangen.) sich so profilieren müssen, dass sie Konkurrenten sind. Profile gehen auf Kosten von irgendwas anderem. Unsere bili-Profil kostet Kapazitäten, die MINT-Klasse ebenfalls, die Sport-Angebote der Nachbarschule gehen zu Lasten von irgendwas... ICH finde, der Staat sollte jeder Schule das geben, was nötig ist, um viele Angebote zumachen und nicht, damit sie sich für EINE Sache entscheidet, in der Hoffnung, damit die "besten" Kandidaten zu locken. (Unsere Musikklasse ist quasi eingestampft worden, als das Nachbargymnasium den Vorteil verstanden hat und ein paar Jahre später auch eine Musikklasse eröffnet und schwuptiwups, wir hatten kaum noch SchülerInnen für die Klasse)

    Womöglich war ich schon vor meiner Aus-/Einwanderung sehr deutsch, aber als arme, sparende, keinen Alkohol (dafür kostenloses Wasser) trinkende Schülerin / Studentin habe ich ja immer aufgepasst, dass ich zum Beispiel mal ein vegetarisches Nudelgericht nehme, damit ich ein anderes Mal einen guten Steack essen kann.
    Da hätte ein gleichmässiges Teilen nicht gepasst. Gut, dass das keiner damals vorgeschlagen, zumal diejenigen, die mehr konsumiert haben, es absichtlich gemacht haben.

    Ich mag es heute lockerer sehen, auch wenn ich es als gesellschaftliche Anpassung sehe, wenn jd sowas plötzlich vorschlagen würde. Es könnte mich aber hart treffen, da ich oft wenig Kleingeld dabei habe :D

    (Die Deutschen mögen übrigens als knauserig gelten, unsere französische Gruppe aus Studienzeiten war nicht besonders beliebt, Stichwort Trinkgeld)

    Ich glaube, wir reden von sehr unterschiedlichen Situationen und womöglich aneinander vorbei.
    Der Doktorand bzw. Post-Doc-Beschäftigte korrigiert die Arbeiten in seinen Seminaren und betreut seine Leute, ist ja klar.
    Ich rede von den Leuten, die offiziell bei Prof X eine Arbeit schreiben, der Doktorand sie aber betreut. Die Doktoranden, die ich kenne, kriegen 1/2 E-13, arbeiten 40 Stunden die Woche, in der Regel 4SWS die Woche, und sollen sich glücklich schätzen, „Erfahrungen zu sammeln“. Da nehmen sie gern die üppige Mahlzeit am Ende des Jahres entgegen, wenn sie nicht wissen, wo sie am 1.3 arbeiten.

    Ich kriege A13, meine Schulleitung A15/A16, es ist an anderen Schulformen ganz anders (gut, die Schulen sind da viel kleiner, da kostet der Kecks weniger), mein Kecks soll nicht auf deren Kosten gehen. Nicht aus Prinzip... :( das kann ich niemals erwarten oder gut heißen.

    Das mag aber in Systemen mit viel mehr Autonomie, Verantwortung und mehr Geld(Abstand) für die Leitungsebene besser / sinnvoller sein.

    So, ich gehe jetzt Crepes für meine SchülerInnen backen, deren Klausuren waren ja gut :)

    Chili

    Also die Profs /Chefs meiner Freunde, die (noch) an der Uni sind, publizieren gaaaanz viel (NaWi) bzw. viel (Rest), davon haben meine Freunde auch viel recherchiert und dürfen als Co-Autoren oder für einen Beitrag namentlich erscheinen.
    Ich sprach nicht von pipettieren, sondern von Arbeiten korrigieren und betreuen. Nunmal der Job des Profs, auch wenn wir alle wissen, dass viele das delegieren und nur die besten betreuen wollen.
    Ich bin sicher zu abgestumpft in den grandiosen 8 Jahren im Schuldienst inklusiv Ref aber ICH freue mich, wenn meine Schulleitung
    - Danke für ein Projekt / mein Engagement in einem Projekt sagt
    - Zeit findet für ein Gespräch, weil ihr mein Anliegen auch wichtig ist
    - mich für etwas anspricht, weil sie vermutet, dass es etwas für mich ist
    - sich erinnert, welche Fächer und Qualis ich habe und mich nicht als die Ausländerin vom Dienst / Vorzeige-Muttersprachlerin sieht.

    Klar freue ich mich über die kollektive Dankesmail für die gute Zusammenarbeit und klar habe ich mich im Ref über die Massenkarte und Stück Schoko gefreut, aber wenn es zu massenhaft ist, kann ich es nicht mehr persönlich nehmen und geniessen.
    Ein einfaches ‚Danke! Erhol dich gut in den Ferien!‘ ist mir viel mehr wert.
    Und ich schätze sehr wohl, dass meine Schulleitung mörderviel zu tun hat. Ich möchte nie an ihrer jetzigen Stelle sein...
    Chili

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