Beiträge von chilipaprika

    Philosophie / Ethik ist ja das "Ausweichfach" für Religion. Bei uns finden ALLE Philo-/PraktischePhilosophie (=Ethik) parallel zum Reli-Unterricht. Das heißt, du bist bei unserer Art der Organisation (und das werden sehr viele Schulen genauso machen) absolut unbrauchbar, egal ob deine Fächer ein bisschen gesuchter wären. (Vergleichbar mit Latein / Französisch an einer Schule ohne dritte Fremdsprache).
    Der Nachteil ist zudem, dass die Fächer nicht viele Stunden haben, das heißt, du brauchst sehr viele Klassen, um auf Vollzeit zu kommen. Nur: wenn du nur einmal pro Jahrgang vertreten werden kannst, ist es schwierig.

    Gut, es gibt natürlich Schulen, die nicht ALLE Klassen parallel schalten, weil sie nur 3-4 Reli-Abwähler pro Klasse haben und sie dann zur Abschreckung nachmittags legen, aber ein Modell für die Zukunft ist es sicher nicht.

    Du machst dir echt viel zu viele Gedanken.
    Es ist ein Standardsatz. WENN du tatsächlich das Gefühl hättest, aufgrund von irgendetwas diskriminiert zu werden, dann könntest du dir Gedanken machen, aber ernsthaft: du kriegst als ganz und gar nicht Erfüller ein Vorstellungsgespräch und überlegst dann zu klagen?? (also konkret formuliert, mir ist nicht klar, ob du das tatsächlich konkret überlegst.)
    Ich kann nicht mehr folgen.

    Da Spanisch "erst seit Kurzem" fast flächendeckend Schulsprache ist, konnte man bis vor Kurzem an sehr vielen Unis ohne Kenntnisse Spanisch / Italienisch / Portuguiesisch, Russisch, Polnisch, ... studieren.
    Einige Unis lagern jetzt die propädeutischen Sprachkurse immer mehr aus, da es ja Personal kostet. Die Studis können trotzdem studieren, wenn sie den Sprachkurs vorher kostenpflichtig belegen (und bestehen).

    Mein Französisch-Studium (2008 abgeschlossen) war zu 70-80% auf Deutsch, die Examensarbeit hätte ich zwar auf Französisch schreiben dürfen, aber nur bei einer Professorin, die anderen Professoren haben es zwar nicht verboten, aber klar gemacht, dass sie es für sinnlos halten, weil man in der Zielsprache nicht so gut wissenschaftlich arbeiten könne. (Ich habe dann im Zweitfach geschrieben)

    das weiß ich.
    Allerdings ist natürlich der Lehrerrat auch gut beraten, nicht ständig auf Konfrontation zu gehen und irgendwo müssen Kompromisse gemacht werden. Wir kriegen als Schule (wie sicher alle anderen Schulen) nunmal nicht genug Stunden, um das zu leisten, was man für sinnvoll und notwendig hält.

    wir sollen Hilfestellung leisten (weswegen bestimmte FachlehrerInnen der Hauptfächer dafür besonders prädestiniert sind).
    Ich schreibe mir das alles schön auf und hoffe, der Lehrerrat kommt nicht mit dem "ja, aber sonst können wir das nicht stemmen"-Argument...

    Ok, ein Problem wird dann vielleicht sein, hätte ich noch mal erwähnen müssen:
    wir haben Pflichtlernzeiten für alle SchülerInnen und freiwillige Lernzeiten im Anschluss am Unterricht. (Ehrlich gesagt sind es die schlimmsten. Oft hat man als Kollege davor noch ne Freistunde, dann hat man 20-30 5tKlässler, die natürlich keine große Motivation für ihre Hausaufgaben, pardon Lernaufgaben haben... ).

    Ich frage mal den HPR.

    Danke!
    Die Dokumente kenne ich zum Teil, bin aber immer unsicher, die richtig zu verstehen. Denn: ich würde es auch so verstehen, dass es nicht geht, weiß aber aus dem Forum, dass einige Schulen es anders machen (bin aber nicht 100% sicher, ob es 1) NRW war, 2) und wirklich Lernzeiten waren oder vielleicht doch AGs...

    Die Begründung ist ja, dass wir sonst unser Angebot nicht sichern können, die Lernzeiten ja angenehme (ahah) Stunden ohne Vorbereitung und Korrektur, zumal oft in kleinen Gruppen.
    Meine Antwort dazu wäre: tja: macht aus den kleinen, nicht notwendigen Gruppen, größere. und dann bin ich dafür, dass die Sport-, Reli-, Erdkunde-, usw-Lehrer ab dem 2. Durchgang in einer Jahrgangsstufe auch nur noch 50% der Stunde bekommen. Schließlich gibt es keine Vorbereitung mehr und die Korrektur ist auch weg.
    Unsere Schule leistet sich einige Kurse mit einer Handvoll SchülerInnen, hat aber auch (Deutsch- und Englisch-)LKs mit 28-29 SchülerInnen, irgendwie läuft etwas falsch.

    Ich habe halt keine Lust, nächstes Jahr 28-29 "Unterrichtsstunden" (plus Freistunden...) in der Schule zu sitzen, nur weil man mir 6 Lernzeiten = 3 Stunden gibt...

    Hallo!
    Wir waren bis jetzt in der komfortablen (meiner Meinung nach aber logischen) Lage, dass unsere Lernzeiten vollständig angerechnet und bezahlt wurden.
    Auf der letzten Lehrerkonferenz wurde angekündigt, dies zu ändern.
    1) bräuchte man nicht einen Bedchluss dazu? (Grundsätze der Unterrichtsverteilung...)
    2) kann man sich weigern, solche Lernzeiten anzunehmen? Ich fand die schon vorher doof und hab lieber unterrichtet aber jetzt habe ich erst recht keine Lust.
    Dass da der PR zu Not aktiv wird werden müssen, ist mir klar. Wir sind allerdings nicht die einzige Ganztagsschule in NRW, vielleicht könnt ihr sagen, wie es bei euch abläuft.
    Chili

    Mich erinnert das etwas an eine andere kontrovers diskutierte Frage im Schulbereich: Nämlich, ob man im Sozialkundeunterricht die Paarung Mann/Frau (+Kinder) als Hauptfamilienform und die anderen möglichen Konstellationen als alternative Familienformen darstellt oder ob man sagt, dass Mann/Frau (+Kinder) nur eine von mehreren möglichen Familienformen ist. Letztendlich gibt es hier kein Richtig oder Falsch - sondern nur unterschiedliche Ansichten.

    moralisch und fachwissenschaftlich gibt es nur eine Antwort...
    Keine falsch verstandene Toleranz gegenüber den Intoleranten, deren Sicht darf thematisiert werden, ist aber soziologisch falsch (du sprachst vom SoWi-Unterricht)

    1) ich stand zur Wahl aber das tut wirklich nicht zur Sache
    2) ich bin halbwegs zufrieden mit meinen Lehrerrat
    3) nein, es läuft nicht alles gut.
    Wenn ich meinem LR einen Zettel ins Fach lege mit einer Art Antrag, 3 der 5 Leute persönlich angesprochen habe, mir gesagt wird, eigentlich sei es etwas, was man einzeln mit der SL klärt (nix gegen den LR, es ist einfach tradierte Erfahrung... ), der LR-Vorsitzende sich auch darum kümmert aber schliesslich nur einmal mit der SL zusammensitzt...
    die Gleichstellungsbeauftragte ist neuerdings auch im HPR, war aber vorher schon genauso engagiert, hat Ahnung und bietet auch von alleine an, mit zum Gespräch zu kommen zb.

    Das ist eh wie immer persönlichkeitsabhängig und hängt auch von der Schulkultur ab. Unser LR gibt sich schon Mühe, vom Grill-Orgateam-Image rauszukommen, da aber die meisten in der Schule es auch nicht anders wollen, gibt es da noch (!) nicht soviel Bewegung.

    Also ich hoffe sehr, dass unser Lehrerrat (Personalrat der Lehrer an der Schule) keine Stunde pro Person bekommt.
    Vermutlich unterschätze ich ihn gerade und ich weiss, dass der Job neben dem Rest eh untergeht, aber das wäre schon ein krasses Missverhältnis zur Gleichstellungsbeauftragten bzw. allen, die daneben Projekte (Sonderaufgaben ohne Entlastung) machen.

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