Beiträge von chilipaprika

    Das mag sein, aber ich sag's mal so: ob er uns alle nixht mochte und uns alle für unfähig hielt: ein Praktikum ist nunmal ein bisschen mehr als 2 Minuten vor der Stunde aufzutauchen, direkt danach verschwinden und nie mit jdm reden. Hätten wir als Schule Noten geben sollen/ dürfen, wäre er in Teilbereichen mangelhaft gewesen.
    Die kompletten Stunden in Bereichen wie 'Schulleben', 'Schulorganisation' usw hat er gar nicht abgedeckt.

    Und gut vor der Klasse war er ja in den Oberstufenklassen auf Praxissemester-Niveau, wir wollen ja nicht übertreiben.
    Was ich meine, ist auch normale Höflichkeit...

    Chili

    Firelilly: Eigentlich würde ich dich am liebsten ignorieren aber es könnte tatsächlich sein, dass du das wirklich nicht verstanden hast.

    Ich sprach nicht von einem Kollegen, da ist es mir ziemlich egal. Ich sprach von einem Studenten. Der da war, um auch etwas zu lernen. Er hat fast nie IRGENDETWAS über die Schule, den Unterricht oder was auch immer gefragt. Hat sich gar nicht über den Unterricht unterhalten wollen, weder davor noch danach. von einem Studenten, der ein paar Arbeiten über Unterricht und Schule schreiben musste.
    chili

    Aber der Praxissemesterstudent soll je Fach einen eigenen Betreuer haben. Und die sollen die Entlastung bekommen (auch wenn der Student auch bei jdm anderen hospitieren / unterrichten sollte)
    Wir reden jetzt über immerhin 2 Stunden pro Studenten. (Ja, mehr als bei Refs, die Leute vom ZfSL waren auch überrascht, dass deren (optimistischer) Vorschlag einfach so übernommen wurde...)

    Ich finde meine Abrechnung vom letzten Jahr nicht, aber: bei uns - und es war die Empfehlung auf der Infoveranstaltung der Bezirksregierung - war das glaube ich: 0,7 / 0,7 / 0,6.
    Unser Koordinator macht allerdings auch einiges, auch wenn es sicher nicht so viel ist. Wenn ich jetzt denke, dass es im letzten Durchgang 2 Praxissemesterstudenten gab, naja...
    Allerdings: es ist natürlich eine Jahresstunde, falls der Praxissemesterstudent (man darf ja nicht Praktikant sagen) ein Jahr lang da wäre. Also: Abrechnung doch weniger als ein Ref. Ich kriege jetzt zum ersten Mal einen Referendar als ABBA, ich glaube aber, dass der Praxistyp durchaus mehr Aufwand sein kann, weil er quasi nur bei einem ist und ziemlich alles durchkauen soll. Es hängt aber vom jweiligen Menschen ab. Mein Praxissemesterstudent wollte nie was von mir, auch nicht von der anderen Mentorin oder Betreuer, er sass quasi nur da, hat seine 2,5 Stunden gehalten und gut. Ein perfekter zukünftiger Kollege, wie man sie schon im Vorfeld liebt. (und "leider": ein sehr talentierter Lehrer vorne in der Klasse, wenn man von seinen Kommunikationsschwierigkeiten mit uns und jüngeren Klassen absieht)

    chili

    Für 180 Euro Kindergeld bekommt man eine Menge Schulmaterialien / eine Menge Wohnraum / eine Menge Geburstagsgeschenke / eine Menge Freizeit, usw... Ups, von diesen 180 Euro kann man doch nicht soooo viel kaufen, wenn man "nur das" hat.
    und diejenigen, die so wenig haben, haben oft nicht mal das.

    Ich verstehe immer noch nicht, warum ich in Deutschland noch nie eine Schule gesehen habe (und vermutlich nie sehen werde?), wo der Essenspreis nach Einkommen der Eltern gestaffelt ist. Ist in Frankreich an sehr vielen Schulen so. Im Prinzip erhält dann die höchste (definierte) Einkommensklasse keine Unterstützung, der Rest eine gestaffelte finanzielle Unterstützung.

    Bei uns kostet das (qualitativ gute, vielfältige und mengenmässig so viel man will) Mittagessen 4 Euro im Abo. Es ist zwar völlig in Ordnung, aber wenn man zwei Kinder hat, die da essen und diese die Mensa 3-4 Tage die Woche besuchen, schlägt es schnell ins Portemonnaie. und ich kann nicht verstehen, dass ich als Lehrerin den selben Preis für meine Mahlzeit bezahle.

    chili

    "soooo fremd" werden die SchülerInnen der Parallelklasse an einer Grundschule doch nicht sein, oder?

    Wir haben älter SchülerInnen, bei uns funktioniert es aber auch so: eine Liste hängt im Lehrerzimmer, jeder Kollege, der zu dem Zeitpunkt Unterricht hätte, muss sich für "Aufsicht" oder "Kirche" eintragen. In der Regel passt es grob, zu Not wird kurzfristig umverteilt, wenn plötzlich viel mehr SchülerInnen bleiben.

    und was KollegInnen "gerne hätten", in dem Sinne von "ich würde gerne dem Gottesdienst beiwohnen", spielt dabei keine Rolle, es ist nunmal Dienst und die Schüler müssen beaufsichtigt werden. Höchstens in der anderen Richtung, aber eben nicht, weil man unbedingt Gottes Wort hören will (dafür gibt es nunmal Wochenende)

    Ja, in der S I ist es genauso. Da schaut sich das Ganze der Klassenlehrer ein. Wenn ein Schüler z.B. in Latein eine 5 hat und sonst überall eine 2, besteht keine Versetzungsgefährdung. Anders sieht es aus, wenn er in Latein eine 5 hat und in den Hauptfächern eine 4 (Achtung! Gilt nur für L als 1. Fremdsprache. Bei Latein als 2. Fremdsprache, zählt L zur Fächergruppe 2 ("Nebenfächer") und der Klassenlehrer muss gucken, inwiefern eine Versetzungsgefährdung besteht.

    Flipper, du bist vermutlich an der Gesamtschule.
    Am Gym zählt ebenfalls die 2. Fremdsprache zur Fächergruppe I!!

    Wie gesagt: nicht du mahnst, sondern die Oberstufenkoordination / die Jahrgangsleitung.
    und zwar falls aufgrund des Notenbildes die Versetzung gefährdet ist.

    Entweder korrigierst du deine Note nach unten (4- oder 5+) oder es wird ziemlich sicher keine Mahnung geben. Es ist aber irrelevant. Auch ohne Mahnung kannst du am Ende des Jahres eine 5 geben.

    und nur so als guter Rat:
    wenn ein Schüler 4- und 5+ schreibt, auf Nachfrage nichts kann und nur Musterlösungen aus dem Internet abschreibt (vielleicht die Hausaufgaben anders gestalten?), dann gibt man ihm nicht unbedingt und im ersten Halbjahr (!!!) sowieso keine 4.
    Nur so meine Meinung.

    Was soll man dir denn sagen?
    Wenn du deinen Kollegen vertraust, warum fragst du hier?

    "blaue Briefe"

    https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Sch…AQ09/index.html


    Zitat

    Kann eine nicht abgemahnte Minderleistung bei der Versetzungsentscheidung berücksichtigt werden?
    Ist die Versetzung einer Schülerin oder eines Schülers gefährdet, weil die Leistungen in einem Fach abweichend von den im letzten Zeugnis erteilten Noten nicht mehr ausreichen, so erhalten die Eltern eine Mitteilung nach § 50 Abs. 4 SchulG, den so genannten "Blauen Brief". Unterbleibt die Benachrichtigung, so wird eine mangelhafte oder ungenügende Leistung bei der Versetzung nicht berücksichtigt. Hätte eine Benachrichtigung für zwei Fächer erfolgen müssen, so bleibt nur eine nicht ausreichende Leistung unberücksichtigt.
    Das gilt nicht für Zeugnisse, die mit einem Abschluss oder einer Berechtigung verbunden sind. Hier werden stets alle nicht ausreichenden Leistungen berücksichtigt.

    https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsyst…AQ11/index.html

    Zitat


    25. Wann erwerben Schülerinnen und Schüler im Bildungsgang des Gymnasiums den Mittleren Schulabschluss?
    Schülerinnen und Schüler erwerben am Ende der Einführungsphase i.d.R. mit Versetzung in die Qualifikationsphase den Mittleren Schulabschluss. Wenn die Versetzung nicht erreicht wird, haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit zu einer Nachprüfung, wenn durch die Verbesserung um eine Notenstufe in einem Fach der Mittlere Schulabschluss erworben werden kann (siehe Nr. 29 in: Wiederholung/Nachprüfung).

    das Problem ist dass die Referendariatsjahrgänge in NRW mittlerweile komplett homogen sind. Sprich: ein Studienseminar (bzw. wie sie jetzt heißen) nimmt Referendare nur alle 18 Monate auf. Manchmal auch zwei mal in Folge (eine Überlappung von 3 Monaten zwischen den Jahrgängen).
    Wenn das Studienseminar, dem du zugeordnet wirst, genau (6/)12 Monate später wieder aufnimmt und du genau diese Zeit Elternzeit machst, dann ist es sicher unproblematisch. Sonst: ich würde sehr stark davon abraten.

    Aus Kollegensicht: es wäre mir ziemlich egal. Jeder hat seine Gründe. Nur: wenn jemand sich "die BDU-freie Zeit spart" (ich weiß, dass es nicht so ist), dann muss er / sie trotzdem die Leistung bringen und nicht alle 2 Tage kommen und heulen, dass er nicht klar kommt, seinen Ausbildungsunterricht nicht machen kann, weil er / sie zuviel mit dem BDU zu tun hat und sowieso das Kind zuhause, usw...

    Sprich: ich glaube, einem Kollegium ist es egal. Dass es schwerer werden würde: absolut logisch. Dass man unterstützen würde: ebenfalls absolut logisch. Kollegen würden sicher erst anfangen zu blockieren, wenn das zur Dauerausrede für die restlichen 18 Monate dient.

    Okay

    1) Nein. Du schreibst es vielleicht, aber mit einer 4 oder 4plus wird ziemlich sicher keine Schule einen blauen Brief schicken.

    2) Selbst die 4minus ist eine schulinterne Sache, denn: in der EF gibt es offiziell keine Tendenzen, so dass eine 4- eigentlich bestanden ist. Wir warnen mit 4minus, um zu sichern, dass es nicht "aus Versehen" zu einer 5 wird.

    3) Hatten die betreffenden Schüler im 1. Halbjahr eine 5 auf dem Zeugnis? Dann gilt es eh als "gemahnt".

    4) Am Ende der EF wird ein Abschluss (Mittlerer Schulabschluss) vergeben, so dass die Regelung mit dem Mahnen eh irrelevant ist. Sprich: du dürftest eh eine 5 in Juli schreiben und sie würde auch gelten.

    Wenn du es aufgrund der mündlichen Noten rechtfertigen kannst, würde ich an deiner Stelle die schlechtmöglichste Note vergeben.
    und unabhängig davon den Schülern genau diese ganzen Punkte auch sagen. Auch den Punkt "Latinum". Wenn man sich schon 5 Jahre Latein angetan hat, dann bitte auch mit Abschluss.
    Eine 4minus in Latein ist nicht versetzungsrelevant allerdings erwirbt man dadurch KEIN Latinum...

    chili

    Erstmals: nicht DU verschickst eine Mahnung, sondern die Oberstufenkoordination aufgrund des Gesamtbildes / Gesamtnotensituation.

    Wie sieht es denn notentechnisch aus? ich meine, zwischen einer 4 und einer 4minus liegen nicht Welten und eine 4minus in April kann immer noch eine 4 , 4plus oder gar 3minus am Ende des Jahres sein. (je nach erstem Halbjahr)
    Was nicht geht, ist eine 4 oder 4+ einzutragen und erwarten, dass gemahnt wird. Aber du kannst eine 4minus eintragen. Dein Gefühl, dass sich jemand zurücklehnt, wird wohl notenbasiert sein (nicht nur Tests, sondern sonstige Mitarbeit-Stunden, usw...)

    chili

    Psychologie ist zumindest ein mögliches (wenn auch seltenes) Oberstufenfach in NRW, da könntest du nachforschen. Ich weiß nicht, ob es zur Zeit Kombinationsverbote mit Biologie gibt. Google wird mehr wissen.

    Aus dem Forum glaube ich auch zu wissen, dass Schulpsychologie in Bayern auch als Schulfach zählt, da unterrichtet man aber nicht ,sondern verbringt einen Teil seiner Stunden in der Schulpsychologischen Beratung. Ich glaube, in allen Schulformen, bin aber nicht sicher. Google wird dir auch da helfen können.

    Danke für deine Antworten. Ich tendiere momentan zu Mathe/Kunst, da ich denke, dass der Korrekturaufwand fast so gering ist wie z.B Mathe/Sport. oder? ;)

    Ich schließe mich Tequila an.

    Als Doppel-/Mehrfachkorrekturfächlerin: ja, mit Kunst oder Sport kannst du dir eine ruhige(re) Kugel schieben als mit Französisch. Ganz klar.

    ---

    ein bisschen erwachsener / reflektierter:
    1) in Kunst hast du viel mehr Gruppen -> weniger Kontakt / Bezug zu den Schülern
    2) in Kunst wirst du weniger ernstgenommen, als mit einem Hauptfach
    3) je nach Schule wirst du immer nur ein kleines Nebenfach unterrichten. Gibt es ab und zu LKs? gibt es entsprechende AGs und Mittel?

    ---
    4) Wenn man selbst Kunst "einfach so" studiert und kein großartiges Interesse bzw. Talent hat, wird man sicher nicht so ernstgenommen. und man wird wenig Spass haben, alle verschiedenen Epochen / Theorien / plastischen Projekte durchzunehmen bzw. durchzuführen. (das mit dem Interesse gilt aber wie oben gesagt für alle Fächer.)

    5) Der Korrekturaufwand ist natürlich ein Argument bei der Fächerwahl aber ernsthaft: wir reden hier über Mathe/Franz und nicht über Deutsch/Englisch (und ich habe Deutsch UND Franz unter meinen Fächern). Dass man als Lehrer auch mal korrigiert und arbeitet, ist doch klar. Wenn du zb in Kunst ständig Kunstprojekte bewerten muss, verbringst du mehr Zeit in der Schule als mit den Franz-Klausuren. Denn: Kunstprojekte nehmen oft viel Platz und Kunstlehrer bewerten dann oft in der Schule.

    dann
    1) vergiss Japanisch. Ich habe zwar keine Erfahrung, gehe aber davon aus, dass die meisten Japanisch-Lehramtsstudis Muttersprachler sind. Bei so einer Sprache hoffe ich es auch ehrlich gesagt. und ich kann mir nicht vorstellen, dass man mit 0 Vorkenntnisse innerhalb der Studienzeit - selbst bei einem Auslandsjahr in Japan - ein Niveau erreicht, mit dem man glücklich unterrichten kann (und sicher würdest du an einer Düsseldorfer Schule viele zweisprachig aufwachsende Schüler haben).

    2) Geh nach deinen Interessen (und Fähigkeiten). Beide Fächerkombis (Mathe / Franz, Mathe / Kunst) sollten ähnliche Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Gut, Kunst leicht bessere. Solltest du aber "richtiger Muttersprachler" sein, ist es auch kein vernachlässigender Vorteil bei Schulleitungen (ich weiß, wovon ich rede).
    Klar muss dir nur sein: nur die Sprache können bringt nicht durch ein literatur- und sprachwissenschaftliches Studium. Dafür muss man sich auch begeistern können. und leider ist es auch im Schulalltag so, dass die Schüler "nicht alle" vom Französischunterricht "super begeistert" :-/ (auch da weiß ich leider, wovon ich rede)

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