Beiträge von chilipaprika

    Ich bin zwar Gym/Ges, aber mein in RLP erworbenes Drittfach und mein in NRW erworbenes Drittfach werden (beide) sowohl in NRW als auch in NDS problemlos anerkannt, und das obwohl es sich um Fächer handelt, die entweder einen anderen Namen haben oder in dem Land gar nicht ausgebildet werden. Ich habe sogar mein Ref im Drittfach gemacht und wurde ausdrücklich für das weitere Drittfach eingestellt.
    Du kannst zur Sicherheit die entsprechenden Stellen von betroffenen Ländern anrufen und sie fragen, was du bräuchtest, um ins Ref zu gehen. So habe ich das gemacht und irgendwie war es doch am Ende viiiiiel einfacher, als ich es befürchtet hatte.
    chili

    @kecks: hatte ich auch überlegt, aber klingt es nicht nach einer gaaaaaaaaaaanz neuen Geschichte, da ist quasi zuviel Kreativität für sie...

    meike: eine Userin im referendarforum (allerdings ist ihr Leben auf 5-6 Usernamen verteilt), aber auch unter diesem Username im Netz zu finden, Meisterin der allerdoofsten Fragen auf Frageplatteformen und absolut lebensunfähige, gescheiterte ex-Referendarin (nach 6 Wochen im Dienst, wo sie vielleicht nur 4 Tage in der Schule gewesen ist) und überhaupt keine Absicht, jemals in ihrem Leben zu arbeiten.

    Hier von mir bunt gemischte Antworten...

    1) Keine Ahnung, was dieser "Arztbrief" sein soll. Als ich den Antrag auf PKV gestellt habe, habe ich die Ärzte, die noch aktuell waren, nach den Diagnosen gefragt, die sie mal in den letzten 2-3 Jahren gestellt haben. Von den 3 Ärzten (2 Haus-, 1 Facharzt) habe ich interessante Nummern bekommen. Die eine Hausärztin hatte bei einer (lehrertypischen) Müdigkeitserkältung (ich war schon Vertretungslehrerin und habe Korrekturfächer. Wenn man im Winter bis zur letzten Klassenarbeit durchkorrigiert und nicht fehlen will, irgendwann einfach zu grippig ist und zum Arzt geht)... Auf jeden Fall hat diese Ärztin eine sogenannte "F-Diagnose" aufgeschrieben und aus der Erkältung eine "chronische Erschöpfung" gemacht.
    Mit einem F in einer der Diagnoseschlüssel kannst du es einfach sofort vergessen. Keine PKV hätte mich je genommen, wenn ich nicht über den Kontrahierungszwang gekommen wäre.

    und von DIESER Diagnose hatte ich noch nie was gehört. Ärzte schreiben einfach irgendwelche Zahlen und Buchstaben auf, wissen auch gar nicht, was es für eine Konsequenz später haben kann. Schließlich wechseln "normalerweise" die Patienten die Kasse nicht.

    Bei einer Fachärztin stand auch eine Diagnose, da habe ich echt nicht gestaunt. Stunden später rief mich aber die Ärztin an (die Sekretärin hatte mir die Liste aus dem Computer ausgedruckt) und meinte "nee nee, das müssen Sie nicht angeben, das habe ich nie auf einer Rechnung an die GKV geschickt, das ist nur eine Notiz für mich, ist nie irgendwo als Diagnose oder gar gar Verdacht auf Diagnose aufgetaucht...)


    2) Auch ich glaube, dass der Amtsarzt nicht die einzige Baustelle ist.
    und wenn du zu psychosomatischen Problemen neigst: lass dich behandeln. Egal wie. Ob über Coaching, Heilzauberer oder konservative Schulmedizin.. Du schaffst niemals das Ref in einem guten / gesunden Zustand, wenn du zu solchen Problemen neigst und unter Prüfungsangst leidest...

    in NRW gilt aber tatsächlich wirklich diese 30-35km-Zone... So verrückt es ist.
    Chili, Lehrerin an einer Schule ca. 38km von einer größeren Stadt. Zu uns werden ständig Rückkehrerinnen der Elternzeit versetzt, die leicht im Süden der Stadt wohnen. und von uns lassen sich Kolleginnen wegversetzen, die genau in der Mitte der Stadt bzw. Norden wohnen.

    ja, genauso ist es.
    Ihr zieht während der Elternzeit um und stellst einen Antrag auf familienbedingte, wohnortnahe Versetzung. Natürlich müsstest du vor dem Antrag schon umgezogen sein. Oder bei den Großeltern wohnen.
    et voilà ;)

    ZUR ZEIT (also jetzt in diesem Schuljahr, vielleicht noch ein bisschen...) ist es so, dass einige Sek I - Schulen ausschreiben mit "Deutsch / egal welches 2. Fach" ODER "Englisch / egal welches 2. Fach" ODER "Mathe / egal welches zweites Fach" und dann bewerben sich keine 5 Leute insgesamt. Die Schulen nehmen sogar Leute, die für Gym ausgebildet sind, weil sie nicht genug Kandidaten. Viele Stellen werden gar nicht besetzt. Es ist eigentlich unverständlich, wie es dazu kommen konnte. aber zur Zeit können sich die Bewerber die Stellen echt aussuchen und die Schulen gucken doof. ABER: bis du fertig bist (mindestens 6,5-7 Jahre), sieht es sicher ganz anders aus.

    Gib nicht zuviel auf Prognosen, wenn es um "leicht besser", "leicht schlechter" geht.
    WENN du selbst überlegen würdest "Mathe oder Geschichte" als Zweitfach, wäre es ein klarer Fall. Wenn du aber in Fächern unterwegs bist, die sich eh nichts geben, ist es egal.

    Die Schulform ist aber wirklich eine grundlegende Entscheidung. Die kannst du womöglich später ändern, durch Schulformwechsel innerhalb des Studiums, aber trotzdem ist es eine Entscheidung, die du für dich fällen musst.
    Gym hat Vor- und Nachteile, Sek I ebenfalls, es sind wirklich unterschiedliche Seiten des Berufs.

    chili

    Du sollst auch ganz genau differenzieren: Sek I und Sek II sind echt unterschiedliche Baustellen. ZUR ZEIT wirst du in der Sek I genommen, wenn du nicht schnell genug wegbist. EGAL mit welcher Fächerkombination.
    Englisch / Geschichte wäre insofern kein Problem, da du an sehr vielen Sek I - Schulen eh mehr als diese zwei Fächer unterrichten würdest und du dort vermutlich noch ein paar Fächer dazu fachfremd bekämst.

    Die Zusatzqualifikationen werden an einzelnen Unis angeboten, nicht an allen und auch nicht immer unter selben Bedingungen (Umfang, Zeitpunkt...). Natürlich kannst du damit erst im (fortgeschrittenen) Studium damit anfangen. Die Zeit, die du dafür mehr aufwändest, kann aber der schnellere Zugang zu einer Planstelle später bedeuten. Bilingualer Geschichtsunterricht existiert definitiv, das ist quasi DAS Fach, das mittlerweile an fast jeder Schule (leicht übertrieben, aber ich kenne mittlerweile nur noch sehr sehr wenige Schulen ohne bili-Angebot) bilingual unterrichtet wird. Ob als AG, als Wahlpflichtfach, als Angebot für eine bili-Klasse oder für alle für ein Halbjahr, zum Beispiel...

    chili

    Nein!!
    Ich war oben nicht so sicher, ob es Ironie war...
    Ich habe es ernst gemeint, Geschichte / SoWi ist dann ein Kick ins Aus. SoWi ist wenn überhaupt nur minimal besser als Geschichte. Es ist ein Kurzfach, nicht in jeder Stufe unterrichtet und in der Unterstufe sogar oft fachfremd vom Klassenlehrer.
    Wenn du bei Englisch/Geschichte deine Chancen erhöhen willst: mach auf jeden Fall die bili-Qualifikation...

    Englisch / Deutsch ist sicher besser von der Einstellungschance, ich würde aber von der Korrekturlast ganz klar abraten. Ich kann es grob einschätzen, ich bin sowohl mit Sprachen als auch mit Sozialwissenschaften unterwegs.

    Du kannst nur von Sek I auf Sek II wechseln, wenn:
    - es im Sek II - Studiengang keinen NC in höheren Semestern gäbe (wird es aber geben, sonst wäre es total absurd)
    - freie Plätze im Sek II - Studiengang frei geworden sind.

    Das passiert aber nur, wenn Leute den Studiengang verlassen (also auch real nicht mehr im Fach immatrikuliert sind) und du gleichzeitig durch angesammelte Scheine eine Einstufung in ein höheres Semester des Sek II - Studiengangs bekommen hast. Unis wissen aber um solche Tricks und oft scheitert es an dem einen oder anderen Schein, den man nur als Sek II - Mensch machen darf.

    Klar, es könnte natürlich sein, dass der NC des Studiengangs im nächsten Semester niedriger ist und du also im nächsten Semester direkt im 1. Semester reinrutschst und einige Scheine im Nachhinein anerkennen lässt. aber du kannst nicht mehr über Wartesemester reinkommen, es ist also eine taktische Sache, wie weit du vom üblichen NC bist.

    Nebenbei: Geschichte ist auf Sek II absolut überfüllt, Englisch ist durchaus interessant auf dem Markt, also komm lieber nicht auf die Idee "ach, Schulform ist mir wichtiger als Fach, ich tausche Englisch gegen SoWi..."

    Hast du dich an anderen Unis beworben?

    Ich bin nicht aus Bayern aber zwei Gedanken:
    - Angestellten haben weniger Verzögerung zu erwarten, da sie eh schon im Nachhinein bezahlt werden. Das heißt, vor dem 30. September brauchst du gar nichts zu erwarten.
    - zumindest in den Bundesländern, in denen ich schon gearbeitet habe, waren die Arbeitgeber in der Lage, den Abschlag so nah wie möglich zu berechnen, so dass es vielleicht sowas wie 90% der Endsumme war. Das sollte also kein Problem darstellen.

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