Beiträge von chilipaprika

    Wobei es 1) so klang, als ihr Mann kein Brite sein könnte (oder außer-EU-Ausländer bezog sich nur auf sie für ganz später?), 2) (und für mich das stärkste Argument):
    es gibt einen Riesenunterschied zwischen "einer Sprache mächtig sein" und "in genau dieser Sprache arbeiten, gar unterrichten können"
    Da ich nicht in meiner Muttersprache / Sozialisationssprache arbeite und unterrichte, zeitweise aber überlegt habe (zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten), in zwei weiteren Sprachen zu arbeiten und zu leben, habe ich schon alle möglichen Gedankenspiele durch und es ist für die Lebenszufriedenheit echt was Anderes, wenn man die SchülerInnen zum Sitzen auffordern kann, ohne zuviele Fehler einzubauen.

    Auf jeden Fall die englische Staatsbürgerschaft beantragen. Zumindest du kannst daneben deine deutsche Staatsbürgerschaft behalten (solange GB in der EU ist, können sie dir das nicht verbieten). Mit einem britischen Pass kannst du relativ einfach in einigen Ländern arbeiten (Australien, Neuseeland..), wo du mit deutschem Pass alleine nicht hinkämst.
    Abgesehen davon, dass du mit britischem Pass bei der nächsten Abstimmung / Wahl abstimmen könntest.

    Können... tun aber nicht.
    Und nein, das Sekretariat hat 1) nicht durchgehend geöffnet (3,5 Wochen gar nicht), 2) öffnet nicht alle Briefe.
    Und in dem Fall sind es keine Reiseveranstalter, ich organisiere es ja, ich buche nur Leistungen, informiere mich und brauche Materislien / Tickets, usw

    Also: ich habe zwar alles auf dem Namen der Schule, mit Schuladresse, Stempel der Schulleitung und so weiter gemacht, aber hier und da taucht meine Adresse als Kontaktadresse auf, denn: in den Schulferien wird nunmal die Post sonst liegen bleiben und dann verpasse ich Fristen. Nicht alle Unternehmen im Ausland wissen, wann in welchem deutschen Bundesland Ferien sind und wie damit umzugehen sei.
    Wahrscheinlich müsste ich mir dann eben Sorgen machen, aber ich gehe einfach davon aus, dass alles gut geht. und lerne für die Zukunft.

    Ich bin ja am Gymnasium und habe drei Nachmittage die Woche in meinem Stundenplan regulär Nachmittagsunterricht bis 15uhr.
    der "freie" Dienstag ist unser Gremientag, der zugegeben nicht immer in Anspruch genommen wird, aber die paar Konferenzen und einige Arbeitsgruppen sorgen dafür, dass er nicht wirklich gefühlt frei ist. Es hängt natürlich davon ab, ob man zum Beispiel in der 6 (Orientierungskonferenzen), Klassenlehrer ist, Blaue Briefe-betroffen, Mobbing-Fälle hat, usw.. Freitags habe ich also bis 13uhr15 Schule. und ab und zu noch was.

    Aber ja, ich habe natürlich Kolleginnen mit Kindern, die alles durchgeboxt haben, um nur vormittags zu arbeiten, sie können ihre Kinder jeden Tag um halb 2 abholen (vorausgesetzt, die Schule ist direkt daneben).

    Umgekehrt möchte ich aber auch, dass man mir glaubt, wenn ich sage, mein Job ist anspruchsvoll, zeitintensiv und anstrengend. Ich finde es schon schlimm genug, dass man sich regelmäßig von Nichtlehrern erklären lassen muss, wie die Arbeit, die man tagtäglich leistet in Wahrheit aussieht, aber von anderen Lehrern finde ich das schlicht befremdlich.


    Ein nettes Erlebnis heute morgen.
    Telefonat mit meiner Mutter. Ich unterrichte seit jetzt mindestens 7 Jahren (also seit 7 Jahren durchgehen mit mindestens 80%-Stelle, Ref oder Planstelle, davor auch schon mal hier und da Kurse), der Lehrerjob ist aber für meine Eltern scheinbar immer wieder "ach, du hast nichts zu tun, deine arme Schwester, SIE hat viel Arbeit".
    Ich versuche, das Telefonat, nett aber deutlich zu verkürzen, ich habe echt was zu tun, noch 65 Arbeiten auf dem Schreibtisch, 35 davon Oberstufe.
    "Was? 20 Minuten pro Arbeit? das ist doch viiiiiel zu vielll"
    "Nein, 20 Minuten ist für die Mittelstufe, 2. Lernjahr Fremdsprache. In der Oberstufe anderes Fach sind es locker 30-40 Minuten."
    "Aber wann korrigierst du denn das alles?"

    Unglaublich. Wenn selbst Menschen, die das mit am nächsten erleben, sowas noch denken.

    PS: ich könnte die selbe Geschichte als Grundschullehrerin mit "ich muss noch 180 Schreibimpulse-Bildergeschichten ausschneiden / auf unterschiedlichen Papierfarben kopieren / laminieren, sowie differenzierte Mathe-Stationen konzipieren" schreiben. Es war also kein "ich Gym-Lehrerin habe viel zu tun", sondern: draußen kann sich scheinbar kein Mensch nur vorstellen, was wir außerhalb des Klassenzimmers leisten".

    Ich glaube, MrsPace ist nicht abgeneigt ;)
    Bis zum Abschluss würde ich aufpassen, dass keine nachträgliche Angriffsfläche entsteht.
    Machst du denn überhaupt die Probeprüfungen alleine? Also ohne anderen SchülerInnen? (die davon profitieren könnten, weil zuschauen auch wichtig ist...) Dann würde ich ab jetzt die Prüfungen immer mit mindestens 2 SchülerInnen durchführen.

    und was auch immer nach dem Abschluss passiert... NACH dem Abschluss.

    Gehört die Fahrt zum Schulprogramm der Schule und ist die Fahrt von der Schulleitung genehmigt? Dann wird die Schulleitung dir einfach eine neue Begleitung stellen.

    Zwar Gym, aber vielleicht als Info: zwei 'normale' Nachmittage und ein Nachmittag direkt nach den Halbjahreszeugnissen, wo nur die Eltern von (versetzungs)gefährdeten Kindern eingeladen werden, um einen konkreten förderplan zu besprechen.
    Auch die Lehrer, die keine solchen Gespräche führen müssen (die 5en auf dem Zeugnis konzentrieren sich traditionell in den Hauptfächern), müssen anwesend sein und Fachschaftsaufgaben verrichten.

    Chili

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