Beiträge von chilipaprika

    Wenn ich mich nicht täusche, basteln wir selbst.
    Wir haben bei uns "Bili-Wahlfach" (ein Jahr Geschichte, ein Jahr Erdkunde"), da muss etwas außerhalb des regulären Lehrplans her. Also wird zum Beispiel (Erdkunde) in einem Halbjahr die USA abgearbeitet, dann Neuseeland. Das ist bei Informatik und Bio-Chemie sehr ähnlich. Die Fachschaften basteln sich etwas anhand der existierenden Lehrpläne bzw. ergänzen, je nachdem, wie das Fach oder die Fächer sonst in der Stundentafel sind. So bereitet bei uns das Wahlpflichtfach "Informatik" auf den Informatik-Kurs in der Oberstufe (keine Pflicht weiterzuwählen und auch keine Pflicht, wenn auch sehr empfohlen, das Fach in der Mittelstufe belegt zu haben), da darf man natürlich nichts vorwegnehmen.

    chili

    Glaubst du ERNSTHAFT, dass es eine allgemeingültige Antwort für alle "Auslandsländer" der Welt gibt? Da gibt es gefühlt 1000 Threads zur Anerkennung des englischen Abschlusses in Deutschland je nach Bundesland, nach studierten Fächern, nach Schulart und so weiter.
    Im "Ausland" sind sie entgegen dem netten deutschen Glaube nicht weniger bürokratisch.

    In ganz Europa ist dir dein 9-10 semestriger Abschluss als solcher anerkannt. In Frankreich hast du damit das Recht, das dortige Staatsexamen abzulegen (wo du höchstwahrscheinlich durchfällst, aber das Recht hast du). In Neuseeland nehmen sie / nahmen sie vor ein paar Jahren NaWi-LehrerInnen und Primarleute mit Kusshand. Dafür musste natürlich das sprachliche Niveau passen.
    In anderen Ländern kenne ich mich nicht aus.

    Ich finde es ehrlich gesagt leicht arrogant, wenn Deutsche glauben, das "deutsche Lehramt" sei vermutlich "anerkannt genug", damit man überall arbeiten könne.
    Das Lehramt ist eins der nationalgeprägsten Ausbildungen überhaupt. Man arbeitet für einen Staat, in seinem Auftrag und man soll dessen Bürger ausbilden. Natürlich nehmen sie nicht "irgendwen". Irgendeine Kontrollschraube muss da sein.

    Nein, gibt es beides nicht. Die SL hält zur Eröffnung eine kurze Ansprache. Dann der Vortrag. Applaus. Alle gehen heim. Die Möglichkeit, Fragen zu stellen wird es nicht geben. Nicht zwischendrin und am Ende auch nicht.

    aber DARAN kann man vielleicht arbeiten, wenn man es will. Mit der Schulleitung Bedenken (wenn es welche gibt) nennen und konkret, konstruktiv versuchen, die Veranstaltung mitzugestalten.
    Aber wahrscheinlich gibt es daran kein Interesse.

    Übrigens ein spontaner Gedanke:
    Die Unterrichtsverteilung ist manchmal auch eine "Gewohnheitssache" ...
    "ForumSommer" macht den LK schon seit Jahren, sie macht es gut, sie darf weiter... Mit dem ganzen Englisch kommt es auch gut klar, bleibt dabei.

    Bei mir an der Schule machen wir die Unterrichtsverteilung "erstmals" unter uns, und dann verschiebt die Schulleitung, aus organisatorischen oder aus ich-will-es-so - Gründen und ich kann nur sagen: ich bin in 4 Fachschaften und es ist jedes Jahr der Kampf, wer die Oberstufe (oder gar den LK) unterrichten darf, weil wir es in zumindest 3 von 4 Fachschaften alle wollen - ich schließe hier Deutsch aus, da hat keiner wirklich "Lust"). Von den weiteren Fachschaften kann ich spontan mindestens 3 weitere Fachschaften, wo schon jetzt in September 2-3 Leute in den Startlöchern stehen, wer den einzigen LK des Faches endlich haben darf...
    Es kann also durchaus positiv gemeint sein, dass man den dir immer wieder gibt.
    (ICH knabbere zum Bespiel immer noch an der Entscheidung meiner Schulleitung, mir - aus (angeblich?) organisatorischen Gründen - keinen GK in einem Fach zu geben, wo drei andere Kollegen genau einen solchen GK - aus Überlastung und Überhang - abgeben wollten)

    Aber es ist - vom Prinzip her - doch egal, wie es vorher war. Jetzt ist es nunmal eine Schulveranstaltung. und die Veranstaltung ist halt nicht morgen.
    Und selbst, wenn einer der Gedanken ist, den Saal zu füllen. Ursprünglich hatte der ausgewählte Ort (=Schule) _auch_ mal damit zu tun, dass man dachte, es sei für Schüler interessant und von Nutzen.
    und ich bin mir ziemlich sicher, dass keine Schulleitung der Welt eine Veranstaltung mit dem Thema "Flüchtlinge aufnehmen? Nein, auf keinen Fall, lasst uns einen Maschendrahtselektrozaun bauen!" oder "Warum Atombefürworter total doof sind" macht. Selbst, wenn nur ein Redner sprechen sollte: es gibt eine Moderation, es gibt die Möglichkeit, Fragen zu stellen (DARAUF würde ich als Lehrkraft hinweisen... "Ach, ihr habt Angst, dass es eine Wahlveranstaltung wird? Dann bereitet euch doch mit den Schülersprechern vor und diskutiert sachlich mit, es gibt sicher eine solche Möglichkeit")

    Ich kann die Gedanken auch nachvollziehen. Ich bin auch nicht begeistert, wenn mein Unterricht wegen "Unfallvermeidungsveranstaltung" ausfällt, oder meine Schüler wegen einer abendlichen Theaterexkursion definitiv keine Hausaufgaben bekommen können, und ich es in meiner Planung berücksichtigen muss, aber so ist nunmal Schule, sehr viele - zum Teil divergierende - Ziele....

    Das Argument der fehlenden Mittagspause klingt jetzt (wie einiges anderes hier) vorgeschoben, wenn man vorher argumentiert, dass diie Schüler sonst um die Uhrzeit (alle? Klar!) Verein, Nachhilfe oder Jobs haben...

    Mein Gott, das Verfahren ist sicher ungeschickt und verbesserungswürdig aber so ist auch einiges in der Schule...
    Allgemeinbildung, politische Bildung und Erziehung zur Mündigkeit kommen nicht nur durch Unterricht sondern auch durch solche Veranstaltungen. Was willst du deinen SuS beibringen? Dass Vereinssport (und seien wir ehrlich: mindestens 2/3 der SuS hat um diese Zeit keinen realen Termin sondern halt FREI) nicht mal wegen einer Schulveranstaltung ausfallen kann?
    Wenn die Schüler Argumente haben und du nicht gerade an einer Grundschule arbeitest, haben sie Schülersprecher und so. Dass da eine Lehrkraft gegen eine solche Veranstaltung Wind macht, super..

    Ich würde vielleicht nicht unbedingt (nur) über die Korrekturlast gehen.
    Wie gesagt, es gibt Kollegen, die grundsätzlich nur Korrekturgruppen haben können (2 Hauptfächer, nur Oberstufenfächer, ...).
    Allerdings finde ich persönlich, dass (vorausgesetzt, du arbeitest Vollzeit) eine jahrelange Verteilung 20 Stunden Englisch, 5 Stunden Chemie nicht wirklich sehr sinnvoll ist, insbesondere nicht, wenn man immer nur in einer bestimmten Stufe eingesetzt wird. Schließlich arbeitest du nicht nur in einer Oberstufe und methodisch unterscheidet sich womöglich die Unter-/Mittelstufe von der Oberstufe.

    Wie wird allgemein die Unterrichtsverteilung bei euch vorgenommen? Was sagt der Lehrerrat dazu? Gibt es deiner Meinung nach durchaus Verschiebungsmöglichkeiten in Englisch? Oder ist die Fachschaft Englisch grundsätzlich unterbesetzt? Habt ihr viele Oberstufenkurse in der Chemie oder gibt es Kollegen, die nie in die Oberstufe gehen? Da müsste / könnte eventuell der Lehrerrat angehen

    Also dann nehme ich als Beispiel eine Podiumsdiskussion zur Flüchtlingspolitik.
    Wenn da nur CDU-Politiker eingeladen werden, kann von Seite der SchülerInnen / LehrerInnen argumentiert werden, dass es sich um eine(n Versuch der) Einflussnahme handele. Ich gehe mal davon aus, dass dies nicht dr Fall ist und unterschiedliche (wenn auch nicht ALLE) Aspekte diskutiert werden.

    Wenn eine solche Veranstaltung nicht jede 2. Woche stattfindet, wird es meiner Meinung nach schwierig mit dem freien Nachmittag zu argumentieren. Schließlich ist eine schulische Veranstaltung nicht nur zwischen 8 und 13uhr15. Es gibt zum Beispiel mal einen Theaterbesuch in einer (Fremd-)Sprache, ...

    und da es in BaWü vermutlich auch so ist, dass politische Bildung / das jeweilige Fach bis zum Abi belegt werden muss (wenn auch gekürzt oder epochal), dann kann man auch mit dem fehlenden Interesse nicht argumentieren.

    chili

    Naja, die Frage ist auch, wem dieses Equipment gehört.
    Ich glaube nicht, dass eine Schule der Sport-Fachschaft 10 IPadss für Lernstraßen spenden wird. Aber je nach medialer Ausstattung einer Schule ist sicher ein solches Medium möglich. Nebenbei gesagt tut es auch ein Laptop, wenn es eh nur darum geht, Videos abzuspielen. und nach und nach.
    So traurig es ist, fängt eine solche Initiative oft mit nur sehr begrenzten und / oder privaten Mitteln an, weil man selbst etwas ausprobieren will...

    Die Tatsache, dass du in Chemie einen LK bekommst, wird wahrscheinlich (für dein persönliches Anliegen) kontraproduktiv sein, weil du dann nicht argumentieren kannst, dass du die Befürchtung hast, nicht mehr im Fach und seiner Methodologie "fit" zu sein, wenn du so lange raus bist. Auch kannst du keine Befürchtung haben, dass man es dir nicht zutrauen würde, sonst würdest du keine Oberstufe erhalten..
    Ich habe eine Latein/Geschichte - Kollegin, die seit Jaaaaaaaaaaaaahren, wenn überhaupt, nur eine Geschichtsgruppe bekommt. Die zweite Latein-Lehrkraft unterrichtet nur Latein.

    Einen Anspruch auf korrekturarme Gruppen wird man aber sicher nicht haben. Ich habe aufgrund meiner Fächer und der Unterrichtsverteilung das 2. Jahr in Folge nur Korrekturgruppen (worüber ich mich aber nicht beschwere... Ich habe lieber eine Korrekturgruppe in der Oberstufe als ein 2-stündiges mündliches Fach in der Mittelstufe...)

    chili

    Also ich habe eine Examensstunde gesehen (gut, es war eine Examensstunde, aber als Sportlehrer kann man sich wohl ab und zu den Spass gönnen und dann hat man die Reihe eben halt "im Schrank"), der Referendar hatte für seine Judo-Reihe zwei Mitreferendare fotografiert und gefilmt, wie sie alle möglichen Griffe und Landungen und was weiß ich gemacht haben. Fotos und / oder Videos wurden dann auf Stationen einer Lernstraße aufgehängt bzw. mit 2-3 I-Pads (halt Stationen der Lernstraße) abrufbar.
    War sehr anschaulich...

    Ich bin zwar keine Sportlehrerin aber trotzdem verstehe ich deine Frage nicht...
    Wenn du in Youtube irgendeine Sportart und eine bestimmte Übung / Bewegung, usw... findest du doch ziemlich alles, was man gebrauchen kann, um selbst zum Beispiel eine Lernstraße aufzubauen, irgendwelche Übungen aufzugeben, usw...

    Sicher?!
    Das ist ein rein formaler Akt, der nur ein bisschen Show ist, um dem Schulausschuss das Gegühl zu geben, ein bisschen Macht zu haben. Es ist nur die letzte Bestätigung.

    Wobei die Vertreter des Ausschusses auch bei der Vorstellung des Kandidaten vor der Schulkonferenz dabei sind und Fragen stellen können. Abstimmen können sie aber nur mit einer Stimme, zusätzlich zur drittelparitätisch besetzten Schulkonferenz (6+6+6+1)

    das ist leider eine schulinterne Regelung... Deine Schule hat vermutlich einen minikleinen Physik- oder Musikkurs (Beispiele).
    Um genau solche wahnsinnig große Kurse zu vermeiden, wird bei uns (NRW, aber natürlich ist die Kursgröße-Problematik immer gleich, wenn auch mit anderen offiziellen Klassenteilern) eben argumentiert, dass wir uns keinen kleine(re)n Französischkurs leisten können (wir bekommen in der Oberstufe mit Hach und Krach die 12-15 SchülerInnen pro Jahrgang...

    Ein anderes Problem könnte natürlich sein, dass ihr zum Beispiel in Französisch nicht genug Lehrerstunden habt, um ein geteiltes Angebot zu sichern. Aber wenn ihr genug Leute habt und in der 10 weit über 30 Schüler, gar mehrere Kurse über 30, sollten sich die Eltern für eine Teilung einsetzen.

    An meiner Ref-Schule (NDS) hatte eine Klasse 29 SchülerInnen und somit über den Klassenteiler. Es war allerdings die einzige Klasse des Jahrgangs mit nur Französisch-SchülerInnen als 2. Fremdsprache. Aus organisatorischen Gründen wurde die Klasse nicht geteilt oder neu gebildet. Die anderen Klassen waren mit weiger als 25 SuS viel kleiner. Der Klassenlehrer (mit Deutsch, Berufsberatung und noch ne Menge am Hals) hat an anderer Stelle eine Entlastung bekommen, um das ganze "gerechter" zu machen.

    Ich komme nicht aus BaWü und bin weit davon entfernt, mich auf eine Schulleitungsstelle zu bewerben. Ich war aber schon in einem Ratsausschuss, der über diese Stellen / Bewerber abstimmt (nach Befragung) und habe auch gehört, was bei uns in der Schulkonferenz, wo auch die Vertreter des Schulträgers als Gäste Fragen gestellt haben, gefragt wurde:
    - Warum DIESE (unsere) Schule?
    - Warum diese Stadt?
    - Was unterscheidet diese Stadt / Schule von Ihrer bisherigen?
    - Wo glauben Sie, dass Sie sich einarbeiten müssen bzw. welche Herausforderungen sehen Sie im Vergleich zu Ihrer alten Schule.
    ..

    Chili

    Hallo!
    erstens: mein Beileid.
    Es gibt meines Wissens keine weitere amtsärztliche Untersuchung. Es sei denn, die Fehlzeiten sind ziemlich hoch. Medizinische Behandlungen kommen nicht ans Licht, es gibt keine Verbindung zwischen der Beihilfe und den anderen Ämtern. Zur Not oder wenn es dir zu unsicher ist, reichst du es erst später ein.

    zweitens: ein Kollege von mir wurde mit ein paar Monaten Verspätung auf Lebenszeit verbeamtet, nachdem er 4-5 Monate vollständig gefehlt, aus Burn-Out-Gründen und danach in einer Wiedereingliederungsmassnahme war. Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass dann psychologische Unterstützung im Trauerfall ein Ablehnungsgrund wäre, zumal wie gesagt keine weitere Untersuchung vorgenommen wird.

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