Beiträge von chilipaprika

    Ja, so ist es. Aber mein Fehler, wir haben insgesamt nur 4 Stunden.
    An langen Tagen haben wir 7 U-Stunden + 1 Stunde Mittagspause. Und dann die freiwillige Lernzeit.
    Das Konstrukt ist aber älter als die neue Regelung und es war so geplant, dass die SchülerInnen die HA bei uns oder zuhause machen können...
    Chili

    Ja, haben sie, aber es ist eine "freiwillige" Lernzeit. Spielt es eine Rolle?
    Wir haben 3 freiwillige Lernzeiten (15-15:45 Uhr) und 2 Lernzeiten im Stundenplan. Wenn ich nur auf die Lernzeit des "Kernstundenplans" aufweichen dürfte, hätte ich noch mehr Probleme, dann dürfte ich von 3 Terminen nur einmal Lernaufgaben aufgeben.
    Grr, wie ich diesen Ganztag liebe...

    Danke!
    Die zwei Links hatte ich aber ich suche eben die Stelle mit dem Verbot von einem Tag auf den anderen. Dann bin ich wohl nicht alleine blind, wenn ich es überhaupt bin.
    irgendwie nervig, wenn sich ständig etwas ändert...

    Nachfrage: ich bin absolut sicher, dass ich gelesen hatte, dass Haus-/Lernaufgaben an einem "langen" Tag zum nächsten Tag nicht aufgegeben werden würden. Wir sind im gebundenen Ganztag und haben an den "langen" Tagen eine Lernzeit am Ende des Tages aber darum geht es mir nicht sondern um das "über Nacht". Nach dem Motto, von Mittwoch auf Freitag wäre es okay, auch wenn Mittwoch und Donnerstag zwei lange Tage wären.
    Ich meine, ich spreche selbstverständlich von Haus-/Lernaufgaben, die man innerhalb der Lernzeit erledigen kann, aber wie ist es, wenn ich sie von Montag (langer Tag) auf Dienstag aufgeben würde? Oder hat sich das auch geändert?
    Hat jemand einen Link dazu?
    Vielen Dank im Voraus,
    chili

    oh in dem Fall ist es schon krasser, falsch verstanden.
    Es war bei mir an der Uni auch eine nette Sache. Alle aus Afrika stammende (Muttersprachler-)Studis, sind aufgrund ihres "r" in dem Pflichtkurs Phonetik durchgefallen.
    Es ist echt ein großer Balance-Akt zu entscheiden: "Gilt es noch als Varietät der Sprache oder ist es zu krass und nicht mehr verantwortungsvoll..."
    Die Entscheidung möchte ich echt nicht treffen.
    Ich fand es an der Uni damals rassistisch, aber dann sass ich im Ref mit einem netten Mann aus der Elfenbeinküste, dessen Aussprache ich Schwierigkeiten hatte zu verstehen, die SchülerInnen natürlich noch mehr. Ich durfte auch eine LAA betreuen, die in ihrer Muttersprache (nicht meiner) unterrichtete, aber nicht aus dem "Zielland" kam und auch da gab es sehr große Schwierigkeiten. Einen Schweizer mit starkem dialektalem Einfluss möchte ich auch nicht als (Fremdsprache)Deutschlehrer haben.

    sich eine leicht differenziertere Beurteilung holen als "Sprachfehler" und daran arbeiten. Kannst du die Sprache WIRKLICH und kannst du wirklich beurteilen, dass er die Sprache beherrscht?
    Auf MuttersprachlerInnen im Lande würde ich nicht sooo sehr setzen. Es gibt einen Unterschied zwischen "wow bist du gut" / "du sprichst "perfekt"" und "du sprichst WIRKLICH gut genug, dass du unterrichten darfst".
    Ich bin Muttersprachlerin der Fremdsprache, die ich unterrichte, und bin durchaus geschockt, wer alles von der Uni einen Abschluss bekommt. Gut sprechen reicht als LehrerIn nicht aus, da man ja IMMER spricht und Vorbild ist. (und ja, ich kann durchaus differenzieren, ob man "mal" Fehler macht oder echt ZU oft.

    1) Selbstverständlich erhalten VollzeitlehrerInnen einen Vollzeitgehalt. (Was denn sonst?)
    2) Die Frage war ernst: wirst du eingestellt, um 15 Stunden zu unterrichten, oder kriegst du einen 37%-Vertrag, um Ganztagsbetreuung, AGs und Projekte zu machen? (und eventuell auch kurzfristigen Vertretungsunterricht am Rande)

    Solltest du (naiverweise?) davon ausgehen, dass du mit 15 Stunden Unterrichten eine Drittelstelle hast: es hängt zwar von den Fächern und den Stufen ab, aber du kannst vermutlich dein Studium für die Zeit der Vertretung fast / vollständig pausieren. Die Erfahrung mag es wert sein (ich hab es auch gemacht und keine Sekunde bereut), aber besser ist es, wenn du dir im Voraus bewusst bist, wieviel auf dich zukommt.

    Huhu!
    Ich komme zwar aus dem Sekundarbereich aber ein abgeschlossenes Drittfach gilt in NRW als vollwertig. Sollte die Fächerkombi Mathe / ENglisch zulässig sein (das weiß ich als Sek II-lerin eben nicht), dürftest du auch dein Ref in Mathe/Englisch machen und dich später auf eine Sachunterricht / Englisch bewerben.
    Soweit ich es von FreundInnen mitbekomme: 1) alles, was nicht Deutsch und / oder Sachunterricht ist, ist auf dem Stellenmarkt positiv. 2) FachlehrerInnen für Englisch werden gesucht, mittlerweile macht fast jedeR diesen C1-Schein, denn ohne bist du quasi raus. Mit ENglisch-Abschluss bist du natürlich viel besser dran.
    Ein Semester länger studieren ist echt nicht viel und spart dir vermutlich danach 1-2 (Halb?)Jahre Vertretung und Stellensuche ;)
    Als Sprachenlehrerin an einer weiterführenden Schule: bitte bitte schließ dein Englisch-Studium ab, solltest du dein Ref in Mathe / Sachkunde machen, guck mal - zum Beispiel gegen Ref-Ende, wenn mehr Luft ist - ein bisschen über den Tellerrand, wie Englisch unterrichtet wird und sorg dafür, dass unsere Kids in der 5. Klasse mehr als falsch ausgesprochene (und geschriebene) Begrüßungen und Farben / Tiere können. [Das ist ausdrücklich KEINE Kritik an die gezwungenermaßen Englisch unterrichtenden KollegInnen, sondern am System überhaupt, dass man Englisch so früh einführt, ohne ein reales Konzept und Personal zu haben...]
    chili

    Danke!
    Die offiziellen Seiten habe ich natürlich gefunden und gelesen, ich bin tatsächlich eher an realen Erfahrungen (wie deine Erzählung) interessiert. Ich vergleiche es mal mit dem anderen bei uns großen Projekt "Inklusion". Die offiziellen Seiten bringen uns wenig, wir profitieren aber viel von realen Erfahrungen von realen KollegInnen.

    Das stimmt! Ich gönne wirklich jedem Schüler, der während der Pubertät mehr Interessen als die französische Grammatik, den Neuanfang. Das hat aber auch den Nachteil, dass viele sich gar nicht mehr erst anstrengen, weil 'man kann ja abwählen / wechseln', und wir also schon in der 7 SchülerInnen haben, die gedanklich aufgegeben haben.
    Leidtungsstarke SchülerInnen würden davon profitieren, wenn es 1) noch genug davon gäbe und 2) sie wiederum nicht in der Mittelstufe unter dem sehr niedrigen Niveau gelitten hätten und deswegen Angst haben, dem Oberstufenniveau gerecht zu sein und slso auch selbst auf den 'sicheren Neuanfang' setzen. Aber das hat wirklich nicht mit der Sprache Türkisch an sich, ich schweife ab.

    Meine Frage zielt auf Türkisch ab, weil es als "Muttersprache" vieler SchülerInnen eben anders wahrgenommen wird.
    Aber vielleicht muss ich tatsächlich Schulen gezielt ergoogeln und hoffen, dass sie ihre Konzepte transparent darstellen.

    Chili

    ich befürchte, es hängt von dem Machtdrang deiner Schulleitung...
    Ich korrigiere auch in allen möglichen Farben und hatte an meiner Schule diesbezüglich nie Probleme. An einer anderen Schule aber wurde ich - obwohl ich gerade einen Test korrigierte und noch nie eine Arbeit bei der Schulleitung abgegeben hatte und hätte abgeben müssen (ich war da nur mit Nebenfach) - darauf hingewiesen, dass "in Deutschland" LehrerInnen mit rot korrigieren. Aber es war sicher auch ein bisschen dieser "Liebe Ausländerin, "in Deutschland ist es so...""-Ton, also keine Ahnung, ob es bei den anderen KollegInnen eine Rolle spielte.

    chili

    Ja, das mit der Gefahr für die anderen Fremdsprachen ist natürlich erstmals nur eine Befürchtung.
    Obwohl es nicht von der Hand zu weisen ist, dass überhaupt das Angebot einer dritten Fremdsprache ab der EF uns einen sehr großen Einbruch in der 2. Fremdsprache beschert (viele Schüler wechseln da die Sprache und nehmen 3 Jahre "neu einsetzend" in Kauf).
    Mit einer (vermeintlich? noch) einfacheren Sprache könnten wir (andere FremdsprachlerInnen) sicher einpacken, zumindest bei den sprachlich weniger begabten / interessierten SchülerInnen. aber auch das ist erstmals nur eine Variable im Raum, weswegen Erfahrungswerte uns interessieren würden.
    Rückfrage: Warst du in einem G9- oder G8-System? (Das macht einen riesen Unterschied, was das Sprachverhalten angeht. Vorausgesetzt, die 2. Fremdsprache war ab der 6. Klasse, haben die SuS nämlich keinen "Bedarf" mehr an eine 2. Fremdsprache in der Oberstufe.)

    chili

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