Zu den Klassenbucheinträgen:
ich bin selbst erst jetzt im Ref, nicht mehr in NRW und abgesehen davon meine aktuellen Kids brauchen solche Klassenbucheinträge gar nicht ;-), aber in den Klassenbüchern, die ich an meiner Vertretungsschule benutzt habe, war das durchaus üblich, dass sowas eingetragen habe und ich habe es einfach weiter gemacht. Auch auf Anraten der Klassenlehrerin einer "besonders herausfordernden" Klasse. Sie meinte, sonst habe ich keine Handhabe und kann im Prinzip kaum noch nachweisen. In der Spalte "Bemerkungen".
Das wurde bei mir an der Schule durchweg so praktiziert. Somit weiß der Klassenlehrer immer solche Sachen und es geht nichts verloren.
BateauIvre:
ich hatte auch kein Ref und es soll wirklich kein Angriff sein.
Tipps für die Zukunft:
- deinen SchülerInnen geht es nichts an, bis wann die Vertretung ist und wer die Noten wann setzt. Du sagst, dass du selbstverständlich jede einzelne Notiz abgeben wirst und mit dem zurückkehrenden Lehrer besprechen wirst, falls er vor den Zeugnissen zurückkommt aber eigentlich könnte es auch sein, dass dein Vertrag verlängert wird, weswegen kannst du nur sagen "zur Zeit bin ICH die Lehrerin"
- Nachsitzen würde ICH nicht am selben Tag machen, denn auch SchülerInnen haben ein Recht auf Planung und es geht einfach nicht am selben Tag. Den Tag beschliesst du selbst aber den letzten Schultag vor den Ferien 3 Stunden vorher ankündigen? da machst du dich angreifbar. Unabhängig davon hat natürlich der Schüler da zu erscheinen, wenn du ihn bestellst (also zur Pause).
Kopier dir Zettel aus der Parallelgrammatik zum Buch. (auch zur Not aus den Klassenarbeitstrainern, falls du sie selbst nicht für Klassenarbeitsherstellung benutzst). Wer stört, kriegt entsprechende Arbeitsblätter. Sofort, zuhause oder beim Nachsitzen. Plan dir ab und zu einen Nachmittag, den du in der Schule verbringen kannst, dann hast du deinen Nacharbeitsnachmittag. (damit es nicht immer beim Kollege ist)
- kleinschrittig alles durchplanen, damit sie keine Zeit haben, Blödsinn zu machen (ich sag das nur, und nehme es mir auch immer wieder vor, ist also nur ein Weitergeben von Tipps...)
- Sprech mit dem Klassenlehrer. Nicht um dich über die Klasse zu beschweren, sondern um zu fragen, was einheitliches Vorgehen wäre. Was wünscht er sich? Nach jeder Stunde einen Zettel? Einträge im Klassenbuch? Sofort bei den Eltern anrufen? Dank einem guten Klassenlehrer und einer exzellenten Klassenlehrerin (die 15 Jahre an der Gesamtschule gearbeitet hatte...) habe ich da sehr viel gelernt. und wenn die Schüler wissen, die Lehrer ziehen an einem Strang, halten sie sich besser dran. Der Klassenlehrer hat nämlich in der Regel viel mehr "Macht", "qua Amt". Weil er viel schneller und öfters Kontakt zu den Eltern hat.
Viel Erfolg!
Chili