Beiträge von chilipaprika

    Ja, so würde ich es machen.

    1) Initiativ bewerben kann auch manchmal nicht schaden, weil die Schulen die Vertretungsstellen nicht ausschreiben müssen (oder?), sondern auch auf Kandidaten zurückgreifen dürfen, die sie in der Kartei haben.

    2) Das System ist bescheuert kompliziert.
    - demnächst erfahren die Schulen, wieviele (Plan-)Stellen sie ausschreiben dürfen (komplizierte Berechnungen)
    - dann dürfen sie entscheiden / vorschlagen, welche Fächer sie ausschreiben.
    - oft schreiben sie Fach A / beliebig aus, oder zumindest ein flexibles zweites Fach (einige zur Auswahl).
    ....
    erst, wenn der gewünschte Kandidat FEST zugesagt hat (spätestens 72-80 Stunden nach den Vorstellungsgesprächen), kann die Schulleitung anfangen, die Unterrichtsverteilung fester zu planen.
    und da fällt auf, in welchen Fächern ein Bedarf sich auftut, nachdem man alles verschoben hat.

    Beispiel:
    Wir brauchen unbedingt Physik.
    Da Physik nicht wie Sand am Meer auf dem Arbeitsmarkt zu finden ist, wird meine Schule vermutlich Physik beliebig ausschreiben (vielleicht "bevorzugt Info, X, Y..." aber ziemlich sicher nicht eine feste Kombi, außer wir hätten schon jemanden super fest in der Hand..)
    Erst wenn Herr Müller mit Physik / Sport zusagt, weiß die Schulleitung, dass Herr Müller vielleicht 10 Stunden Sport unterrichten muss, es verschiebt also wie bei Dominos und am Ende meint er, okay, Vertretungsstelle wird für 10 Stunden Englisch oder 10 Stunden Politik ausgeschrieben...

    Einige (harte Mangel)Fächer werden meiner Erfahrung nach kaum als Vertretungsstellen ausgeschrieben, weil man eben quasi sicher ist, dass es schief gehen kann, zu risikoreich. Physik wird also definitiv mit allen möglichen Kräften des Kollegiums gemacht (bei uns unterrichten die Physik / X-LehrerInnen NUR Physik zur Zeit... Sobald wir eine zusätzliche Kraft hätten, sind diese Kollegen froh und wieder frei für ihr zweites Fach..

    Fazit: erst spät im Schuljahr wird ausgeschrieben-
    Aber: Kontakt aufnehmen und auf sich aufmerksam machen...

    chili

    ja, das stimmt...
    und ich bin auch meiner einen Fachschaft sehr dankbar, wenn sie es versucht, die Fachkonferenz an meinem langen Tag zu legen.
    aber wir weichen tatsächlich ab, ich wünsche allen Teilzeitkräften einen freien Tag. Und ich wünsche, dass es nicht nötig wäre, "soviel" zu reduzieren... (bei mir an der Schule mehr als 30%, um einen freien Tag zu haben.)

    chili

    nein, natürlich nicht, aber es ist insofern "privates Vergnügen", als dass es keine Arbeitszeit ist und man daraus keine "Vorteile" (wie zb späterer Unterrichtsbeginn, keine Freistunden, ...) oder Ähnliches ableiten kann..

    Chili, die viel und weit pendelt.

    Da zählen aber die Pausen nicht mit, oder?
    und es hat eben etwas mit Regelmässigkeit zu tun. Wenn ich einmal alle 2 Monate eine lange Präzenszeit habe, mein Gott, dann ist es halt so. und selbst da 8-18uhr sind "nur" 10 Stunden, und von daher, kein Problem. Bei einer Fachkonferenz, die um 17uhr anfängt und im seltensten Fall 19uhr dauert würde, hat man arbeitsrechtlich "genug" Pausen auf dem Tag verteilt gehabt.

    und wie immer im Leben: jeder hat seine Prioritäten. Ich finde, ein langer Tag alle 2-3 Monate ist mir lieber, als die Partizipationsrechte der Schüler und Eltern zu beschneiden.

    Setzt ihr auch die Schulkonferenz auf dem Dienstag Nachmittag??

    Die Stelle "auf Elternvertreter würde ich keine Rücksicht nehmen" klingt für mich so.

    Jede Schule hat ihren anderen Terminkalender. Eine partizipationsorientierte Schule, die eh selbst keinen Konferenznachmittag hat (weil sie es sich von den Stunden eben nicht leisten kann), hat kein Interesse daran, nur die Teilueitmamis zu haben, sondern hat eben diese "späten" Stunden (die eh schon früh sind, für arbeitende Eltern).
    Klar sitzt man nicht nur rum, sondern nimmt einfach was vorzubereiten mit.

    Ich gehöre zu den Kollegen mit den meisten Fachkonferenzen (weil viele Fächer) und ich finde, die paar Mal im Jahr kann man innerlich schimpfen, aber sich freuen, dass Eltern kommen.
    Wenn die (deine) Schule ein anderes Konzept hat, schön, aber nicht jede Schule kann es sich - von der Stundentafel, vom Fachangebot, usw.. - leisten, einen freien Nachmittag zu blockieren. Der Dienstag-Nachmittag ist für unsere Sek I frei, aber nicht für die Sek II- Und selbst die Sek I hat die Förder- und Forderstunden, einige Wahlpflichtstunden (die 3. Fremdsprache hat mehr Stunden, usw..) und da kann man nicht regelmässig die Stunden canceln.

    chili

    Wenn was anderes möglich ist, klar würde ich den längeren Vertrag nehmen.
    Aber wie ich schon mal geschrieben hatte, davon gibt es kaum welche.
    Ich hatte noch nie einen Jahresvertrag, aber es war immer "klar", dass das verlängert wird. Verträge sind in der Regel an einem Sachgrund gebunden, und Krankheiten und Geburten halten sich selten an Schulkalendern.
    Abgesehen davon, die Wirtschaft ist nicht nur Siemens und co, meine Mitbewohner und Freunde angeln sich gerade mit 6-Monate-Teilzeit-Verträge immer weiter durch...

    chili

    Und mir würde auf Anhieb auch kein Schultyp einfallen, welches Angebote (durch Lehrer) macht, die jeden Tag bis 15:30 Uhr gehen

    Dann erweitere ein ganz kleines bisschen deinen Horizont, der erscheint ein bisschen zu eng.
    Bei uns gibt JEDEN Tag Unterricht bis 16uhr35, außer freitags, da geht es "nur" bis 15uhr.
    Nicht jeder Schüler, nicht jeder Lehrer, aber halt immer jemand, und nicht wenig.

    chili

    ja, vielleicht...
    Vielleicht hast du auch ein besonderes Verständnis von Demokratie und Partizipation, wenn du der Meinung bist, dass die Eltern- und Schülervertreter nicht dazugehören.
    Bei uns am Gym ist der Dienstag auch Konferenztag, aber wir haben trotzdem Nachmittagsunterricht. 9./10. Stunde ist da nur Qualiphase an dem Tag, also kriegen sie an den wenigen Konferenztagen Aufgaben. Die Fachkonferenzen sind da, wo es "am besten" passt.

    und ja, die Tage sind lang, aber nein, es ist nicht verboten.
    Wäre nur fraglich, wenn es jede Woche 3 Tage am Stück so wäre.

    Chili, die diese Woche an 2 Tagen 7.55 bis 18uhr machen wird.

    inwiefern ist es fragwürdig?
    Ich gehe mal davon aus, dass die Schule Unterricht oder ANgebote bis 15uhr30 macht, da kann man nicht einfach ein paar Stunden ausfallen lassen, damit die Dienstbesprechung früher anfängt.
    Ist bei uns auch so.
    Fachkonferenzen in der Regel nicht vor 17uhr, es sei denn die Elternvertreter können ausdrücklich früher.

    "Jahresvertretungsstellen" kommen kaum vor.
    Selbst, wenn es am Ende tatsächlich ein Schuljahr wird, handelt es sich in der Regel um Elternzeit-Vertretungen, die bis (zb) Februar gehen, "mit Aussicht auf Verlängerung" (wobei das widerum nicht immer in der Stellenausschreibung steht), falls die Stelleninhaberin nicht zurückkommt. und selbst, wenn man _weiß_, dass es für länger ist, formal sind es zwei verschiedene Verträge.
    Es muss sowieso kein Jahresvertrag von Anfang an sein, oder?

    naja, in Frankreich sieht es auch nicht viel besser aus ;)

    Ich kämpfe seit Jahren dagegen, dass ich - Kind aus der Banlieue - nicht aus den Slums komme und ich auch keine Autos angezündet habe, dass die ganzen Migranten mich nicht zum Islam gezwungen haben ..
    und natürlich: die Franzosen haben die halbe Welt zerstört (okay, es stimmt) und ausgebeutet (das stimmt auch), aber sonst haben wir Paris, das ja sehr schön und attraktiv ist, aber auch ziemlich alltagslanweilig.

    eine Rückfrage zum Verständnis:
    wenn die AG-Stunde vollständig angerechnet wird und es "fachnah" ist: inwiefern verhält es sich anders als beim "normalen" Unterricht? Ich frage nicht wegen der Threadfrage sondern wegen des Hinweises auf Remonstrieren und weitere Dienstwege...
    Darf ich auch sagen, nee, den Wahlpflichtbereich "Naturwissenschaften" als Chemikerin ablehnen oder ist es eher vergleichbar mit dem Einsatz in Geschichte für einen Politikwissenschaftler? Oder ist es einfach nur, weil es eine AG ist?

    Chili

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