Also zumindest in der Mittelstufe gibt es in meinen Fächern eine genügend hohe Anzahl an Punkten für "Reproduktion", wo man eben nicht soviel "checken" muss. Dass viele Mädels in der Pubertät plötzlich gar nichts mehr in Mathe verstehen, hat weniger mit kognitiven Leistungen als mit gesellschaftlich anerkannter Haltung ("Mädchen können eben nicht Mathe", "Ach, in deinem Alter war ich auch schlecht", "Macht nix, er/sie ist gut in Sprachen"...)
Sprechen wir nicht vom dicken Schüler, sondern vom kleinen Schüler. Ist es seine Schuld, dass er nicht so hoch springen kann?
und ja, ich kann mir nicht vorstellen, dass man in Sport ein Kind mit Asthma gleich bewertet wie andere, bei bestimmten Übungen.
Ich plädiere nicht für einzelne Leistungsmassstäbe, sondern auch für die Bewertung der Haltung und Mitarbeit im Unterricht.
Ein arroganter Boxsportler, der alles perfekt schafft, den anderen SchülerInnen beim Seilspringen nicht hilft und auslacht, ..., verdient nunmal nicht die 1.
Ein Schüler, der sich während des Zeitraums der Einheit bemüht und steigert (!!), verdient nunmal keine 5. Die Steigerung ist relevant.
Von meinem Verständnis her haben die Fächer Sport, Kunst und Musik einen anderen Bildungsauftrag als die anderen Fächer und sollen NICHT NUR auf die erreichte Leistung fokussieren.
chili