Beiträge von chilipaprika

    Also:
    mein Verständnis von Schule ist eben, dass - obwohl mich Chemie sowas von gar nicht interessiert und anspricht, ich mir im Vergleich zu anderen Fächern kein besonderes Talend hier zuschreiben würde - mit Lernen und Üben eben ja immer eine 3 erreichbar ist.

    Ich sage damit nicht, dass die 3 im LK Chemie erreichbar sein muss, wenn man die Jahre davor nix gemacht hat. Ich sage nur, dass mein Unterricht über die Jahre so aufgebaut ist, dass ein durchschnittlicher Schüler schon alleine mit dem Lernen der Vokabellisten, der besonderen Redewendungen, der Landeskunde-Informationen, usw.. auf eine 3 bzw. 2 kommt. Wenn der Schüler allerdings (in meinem Beispiel Französischunterricht zb in der Oberstufe) es nunmal versäumt hat, in den letzten Jahren seine Verben zu lernen, dann startet er tatsächlich mit sehr schlechten Voraussetzungen. Es ist aber nicht die Schuld des Unterrichts, sondern des Schülers.
    Im Sport ist es eben anders.

    Ich finde es übrigens genauso mit der Kunst vergleichbar. Da kann ich aber kein Beispiel liefern, da es in Frankreich nur einen grausamen Unterricht ohne Anspruch gab, nur in der Mittelstufe und wir alle eine 1-2 für "da sein, malen und keine Stifte durch die Gegendwerfen" erhielten.

    chili

    Warum zitierst du nur, was dir passt?

    Es stand im anderen Thread auch, dass der Schreiber der Meinung war, wenn man sich genug anstrengt und trainiert (also das, was im Unterricht gemacht wird und nicht die Trainingsergebnisse der letzten 10 Jahre im Verein), sollte man auch auf eine 3 kommen können. Es stand nirgendwo etwas von einer 1 für 10 Sprünge in der Minute.
    Ich habe kein Sport als Fach, halte es aber für gut, wenn nicht nur die reine Leistung benotet wird, sondern auch die Steigerung. @Silicium: Erklärung für dich: die Leistung an sich wird ja noch berücksichtigt, keine Angst, aber es ist nunmal nicht alles im Sport.

    Mich haben diese Messungstabellen als Kind immer genervt.
    Bei einigen Sportarten wusste ich schon von vornerein, egal wieviel ich mich anstrenge, werde ich nicht mal auf eine 5+ kommen (andere Notenskala). In den Sportarten, wo ich gut war, gab es im Sportunterricht keine Benotung, weil es angeblich unfair sei, Jungs danach zu fragen, ein Rad zu schlagen oder auf den Händen zu stehen (das Wort fällt mir nicht ein) und meine Note sei schliesslich ungerecht, weil ich seit 10 Jahren im Verein turnte.
    Aber die Benotung "Fußball in bestimmte gemalte Quadrate an einer Wand schiessen, Punkte addieren und somit Note haben" schien wohl total gerecht. Tja, ich hab wie wild geübt (es war noch Jahresbeginn, ich war motiviert) und meine 6 kassiert.
    lustigste Anekdote des Sportunterrichts: im ersten Trimester (Fussball und Langstreckenlauf), Zeugnisnote: 6, zweites Trimester (Volleyball und Tischtennis): Gnaden-4 weil bemüht, drittes Trimester (Turnen und Eislauftanzen): 1+. Die Lehrerin schrieb übrigens auf meinem Zeugnis, dass die Jahressteigerung auf meine Anstrengungen beruhte.
    Jungs und Mädels, die in den ersten Trimestern gut waren, erhielten im dritten Trimester mindestens die selbe Note auf dem Zeugnis. "Es wäre sonst unfair gewesen..."

    Also: Ja, Seilspringen gehört nicht zum normalen Pensum jeden Morgen.

    Chili

    Leicht Off-Topic aber ernstgemeinte Frage:


    Luise Morschel, Referendarausbilderin (und also auch Lehrerin)

    Zitat

    "Wenn 94 Prozent meiner Schüler eine Klassenarbeit nicht schaffen
    würden, wäre das selbstverständlich, dass sie nicht angerechnet werden
    könnte", sagt Luise Morschel, "die Dozentin hat es didaktisch und
    methodisch nicht verstanden, den Lernstoff rüberzubringen."


    weiter lesen: http://www.gmx.net/themen/beruf/b…ozent#.A1000146

    Wie seht ihr das?
    94% hatte ich ja noch nie, aber ernsthaft, ich hatte schon in der 7. Klasse fast 50% 5er, 6er und 4minus, außer einer 2 dann den Rest auf 3minus und 4, da hätte ich sowas von nicht eingesehen, die Klausur neu zu schreiben (die Schüler haben es versucht und haben einfach für die nächste Klassenarbeit doppelt gelernt. (die Schnitte blieben zwar super schlecht, aber mindestens eine Notenstufe drüber)
    Als ich die Klasse anderthalb Jahre später abgegeben habe, hat die Klasse bei der neuen Lehrerin wieder einen 5er-Schnitt gehabt, prompt hat die neue Lehrerin neu schreiben lassen, die Klassenarbeit fiel schlechter aus.

    MUSS es an der Lehrkraft liegen, wenn die Arbeit so schlecht ausfällt?

    Chili

    Mal drüber nachgedacht, dass eine Durchfallquote nicht nur über die Klausur an sich etwas aussagt?

    Vielleicht
    ist das Bewertungsschema ein komisches (Minuspunkte für falsche Antworten)
    sind unter den 94% ganz viele nach der dritten Semesterwoche gar nicht mehr in der Veranstaltung gewesen und haben nicht mitgeschrieben, zählen aber als "gescheitert", weil von den 100 angemeldeten Studis insgesamt nur 6 die Klausur bestanden haben (aber nur 70 geschrieben haben)
    sind in solchen Studiengängen viele, die das Ganze nicht ernst nehmen oder das Fach / den Studiengang aufgrund der (in der Öffentlichkeit nachgesagten) guten Berufschancen und scheitern einfach daran?

    Ich weiß von meiner Uni, dass es in Mathe und Physik dort so war.
    und auch besonders erschreckend in Latein.
    das altphilologische Institut lebt von den "Fehleinschreibungen" (pro Studi in der Regelstudienzeit gibt es einen bestimmten Betrag von der Uni). Viele versuchen sich 1-2 Semestern an einem "Mangelfach", sie waren schliesslich "ganz gut im Fach in der Schule", und schwuptiwups, an der Uni läuft es doch anders...

    Chili

    Huhu!

    ...kennt eigentlich jemand die Grundschule "Berg Fidel" in Münster "persönlich"? Ich finde deren Konzept total spannend, wobei auch dort ein traumhafter Personalschlüssel vorliegt. Demnächst soll ein Film dazu ins Kino kommen, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Ich kenne die Leute dort nicht persönlich, bin aber mit einigen befreundet, die dort regen Kontakt zwecks kommunaler Schulpolitikplanung haben.
    Ein Großteil des Erfolgs ist einfach wirklich der Personalschlüssel, der aber - wenn ich es richtig verstanden habe - gar nicht so traumhaft ist, wenn man einfach sich gut organisiert.
    Raumsituation und Organisation ist natürlich auch besonders :)

    Chili

    Hallo!

    ich möchte den SchülerInnen Lesenoten (Französisch) vergeben. In dem betreffenden Fall handelt es sich um Spätanfänger, also 11. Klasse, 1. Lernjahr, aber wenn es klappt, würde ich es auch eventuell auf die Mittelstufe ausweiten.
    Ich habe mal von Projekten gelesen, wo Schulen einen Klassensatz an mp3-Recorder haben, damit die SchülerInnen sich zuhause in aller Ruhe aufnehmen können und einfach so oft, wie sie das wollen, bis das Ergebnis ihnen passt.
    Ich arbeite an keiner Schule, die solche Geräte hat (schon ein Recorder wäre toll).

    Jetzt habe ich einfach ein Programm im Netz gefunden (Freeware), heruntergeladen und bei mir die ersten Versuche gemacht. Das ging super (obwohl mein Micro nur vom Netbook ist).

    Die mir als erstes erscheinenden Nachteile (Computer und Programm) habe ich schon abgeklärt, alle meine SchülerInnen haben zuhause einen Computer und Internetzugang (wir arbeiten schon viel per Mail), die Stimme des Schülers kann ich erkennen, also wird wohl kaum ein unbekannter Muttersprachler den Text vorlesen.
    Was muss ich noch berücksichtigen?

    Hat jemand mit sowas Erfahrungen?
    Für mich überwiegen die Vorteile des stresslosen Übens und Aufnehmens um Weite, auch wenn es für mich danach der Horror sein wird, das Ganze anzuhören.

    Es würde mich freuen, wenn jemand - mit oder ohne Erfahrung - mir Tipps geben könnte.

    Chili

    Das Problem ist - schon wieder - dass es reicht, dass EIN Gymnasiallehrer sich so aüßert, und da hat man schon die anderen konstruktiven Beiträge vergessen. (Es gilt für jede Schulform, mich nervt es nur, dass Siliciums Beiträge so ernst genommen werden. Ich wünsche ihm (naja, eigentlich der allgemeinen SchülerInnen- und Kollegiumswelt), dass er an einem Elitegymnasium eine Stelle hat, wo er mit Bildungsbürgertumseltern zu tun hat, in seinem fachlichen Genie gefordert wird, weil er dort ach so viele Hochbgebatenprojekte leiten kann und natürlich auch gut erzogene, "sich perfekt verhaltende" kleine Genies von der nah anliegenden Grundschule bekommt.

    Viel Spass im Berufsleben,

    chili

    also geht es dir nicht nur um das Format, sondern auch um die ganzen Infos, die drin sind. (es geht dir wohl kaum um das schöne Bild darauf, da es dir scheinbar egal ist, ob es rot oder blau ist.
    das ist für mich noch ein indiz mehr. mein Gott, warum solltendie Gewerkschaften alles für nicht-mitglieder anbieten? weil sie sonst zuviel mitglieder haben??
    letzte woche war die personalratsvertreterin da, hat Kalender auf dem Tisch gehabt aber ganz ernsthaft, abgesehendavon, dass es das falsche format ist, werde ich nicht etwas verkaufen, was ich kostenlos erhalte und noch weniger an jdn der das eindeutig nicht zu schätzenweiß.

    chili

    Hallo!

    Wer zwei Abschlüsse will, muss die Leistungen von zwei Studiengängen erbringen.
    Soweit ich mich erinnere, kann man in Koblenz sowohl Grundschulpädagogik als auch Sonderpädagogik studieren. Beide sollten mittlerweile modularisiert sein.

    Du guckst, welche Module ähnlich oder identisch sind.
    Du guckst, was unterschiedlich ist und ob du es dir zutraust.
    Du gehst dann zur Studienberatung und fragst bezüglich einer Anerkennung im Studiengang, den du zur Zeit studierst.
    Falls dir alles zusagt, schreibst du dich in einem Doppelstudium ein und machst parallel bzw. kurz darauf beide Abschlüsse.

    Bei guten Absprachen lassen sich viele Kurse und Module doppelt anrechnen. Das Selbe gilt garantiert für die Masterarbeit. Insbesondere, weil es doch zwischen Grundschulpädagogik und Sonderschulpädagogik große Überschneidungen gibt. (in dem Sinne, dass du eher eine Masterarbeit über Inklusion in der Grundschule schreiben kannst, als jemand der im Doppelstudium Theologie (Diplom) und Physik (Diplom) studiert. Bei guten Absprachen lässt es sich sicher machen.

    Es wird definitiv mehr Arbeit. Aber: wie gesagt, wer mehr Abschlüsse will, hat mehr Arbeit.

    Chili, mit mehreren Abschlüssen und sehr glücklich drüber.

    Es gibt auch einen gravierenden Unterschied zwischen "Nachbohren" und "Hilfe aufzwingen" auf der einen Seite und "Zeigen, dass man da ist" auf der anderen Seite.

    Als ehemalige Schülerin, die in der Schulzeit echt eine Menge "psychosoziale Faktoren" mit sich rumgetragen hat, kann ich sagen, dass ich im Rückblick ziemlich sauer bin, dass viele LehrerInnen meine (damals absolut unbewussten) Hilfeschreie nicht gemerkt haben. (keine Angst, ich bin auch sauer auf meine Eltern), aber LehrerInnen verbringen nunmal viel Zeit mit den Kids und haben einen distanzierten Blick, weil sie in der Regel nicht mehr das kleine Baby der Kindheit sehen, sondern einen Menschen in der Pubertät, der sich entwickelt.
    Dass EINE Lehrerin, mit der ich im Übrigens nix zu tun hatte und die wirklich die letzte gewesen wäre, zu der ich gegangen wäre, an meinem allerletzten Schultag gesagt hat "Pass auf, das und das ist mir aufgefallen, wenn du mal Hilfe brauchst, hier ist meine Nummer", hat mir damals unglaublich gut getan. Ich habe sie nie angerufen. aber es hat mir das Gefühl gegeben, dass jemand weiß, wer ich bin. (wäre es eine andere Lehrerin gewesen, hätte ich vermutlich irgendwann - wenn nicht sofort - angerufen).

    Chili

    Hallo!

    und dir ist dann die Gewerkschaft egal? Was ist an Gewerkschaftskalendern so besonders? Vom Format her gibt es ja auch die Sparkassen-Kalender..

    Wie das bei den Philologen ist, weiß ich nicht, aber von der GEW habe ich letztes Jahr mehrere bekommen. Einmal als Mitglied einfach angefragt und eins zugesendet bekommen (also einfach eineN KollegIn fragen, der/die für dich anfragt).
    Dann hatte der GEW-Ansprechspartner einfach einen Stappel bekommen und hat sie an die Leute verteilt, auch nicht Gewerkschaftsmitglieder, wenn sie wollten und einige übrig blieben. Dann hatte eine Kollegin auch zwei erhalten und hat mir eins angeboten (ich hatte aber selbst schon).
    Bezahlen musste ich keines Mal und ich vermute, ein Kollege von dir kann dir problemlos eins abgeben.

    Chili

    falls du ans gym willst (weil du sek 2 geschrieben hast), geht deine fächerkombi nicht.
    das wird gerade in einem parallelthema diskutiert.

    und nein: deine schule kann dich nicht nur einfach so ausbilden. du bewirbst dich auf eine planstelle. das heisst, die schule hat dich unbefristet eingestellt. es sei denn, du bestehst die prüfung nicht.

    chili

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