Beiträge von chilipaprika

    Hallo!

    Ich habe gerade einen neuen Kurs (12. Klasse) übernommen und damit auch die Korrektur / Bewertung einer Facharbeit. Die Arbeit liegt mir jetzt vor und 2 Seiten sind in der Fremdsprache geschrieben.
    Es handelt sich um einen Anfängerkurs, so dass ich selbstverständlich keine grandiosen Kunststücke erwartet hatte.

    Allerdings ist der komplette Text offensichtlich das Ergebnis einer technisch unterstützten Übersetzung (da die deutsche Fassung von Wikipedia stammt, tippe ich auf Google). Ich - Muttersprachlerin - kann den Text kaum verstehen, die Satzstellung ist katastrophal, der Wortschatz ist unglaublich komplex, die Hälfte der Verben sind im Passé simple (unbekannte Form), im Futur simple (eine Woche vor Abgabe der Arbeit eingeführt), im Passé antérieur (wird an der Uni eingeführt), die Redewendungen sind höchstens mit Wörterbuch für jedes Wort zu schaffen...

    1) MUSS ich den Text korrigieren ? (also sprachliche Verbesserung am Rande oder besser auf einem Nebenblatt den Text neu schreiben)

    2) MUSS ich der Schülerin einen Fehlerraster anbieten à la "hier könntest du daran arbeiten"?

    3) DARF ich die Korrektur verweigern und einfach drunter schreiben "Plagiat, Unterschleif, Tschüss..." ?

    Schöne Grüße,

    Chili

    Noch besser aber ist es, in der vorletzten Stunde vor den Ferien zu schreiben, um in der letzten Stunde dann die Arbeit zu besprechen. Denn dann musst du dir für die letzte Stunde auch nichts überlegen (Besprechung der Arbeit) und hast die Ferien korrekturfrei. ;)

    À+

    Hallo!

    ich will hier wirklich wirklich keine Debatte aufmachen, aber:
    ja, eine 6. Klasse Französisch korrigiere ich in 2 Tagen neben der Schule,
    aber nein, eine 8. Klasse in Deutsch schaffe ich nicht.

    und ich finde es auch pädagogisch sinnvoll, dass Schüler (und deren Eltern) _verstehen_, dass man eine Klassenarbeit nicht "einfach so" zwischendurch korrigiert.

    Chili

    Die Kids werden meckern aber ich finde es immer ganz praktisch

    -> du kommst gar nicht in diese Spieleversuchung
    -> du hast am nächsten Tag / die Stunde darauf keine 10 SchülerInnen, die dich fragen, ob du schon korrigiert hast (klar doch, über Nacht 30 Arbeiten..)
    -> du hast dann 2 Wochen zum Korrigieren

    manchmal geht es auch gar nicht anders, da die Klassen nunmal maximal 2 Arbeiten pro Wochen schreiben dürfen..

    Chili

    @ Sonnenkönigin:

    Kennst du Menschen, bei denen die Entfristung verwährt wurde, obwohl die Prüfungen bestanden wurden?

    Ob du es glaubst oder nicht: es gibt auch Referendare (und gerade nicht so wenig..), die die Prüfung auch nicht bestehen.

    und nein: SeiteneinsteigerInnen werden nicht misstrauisch beäugt. Genauso wenig wie AusländerInnen, Menschen mit Migrationshintergrund, Frauen, Männer, Behinderte oder alle, die sich sonst paranoisch verhalten. Kein Mensch wird überall von jedem mit offenen Armen empfangen. und Kein Mensch wird per se abgelehnt.
    Dazu gehören immer zwei.

    Chili

    Hallo!

    In Deutsch würde ich ab der Unterstufe ein Erwartungshorizont schreiben (das am Anfang durchaus eher einem Beispiel ähnelt), in Französisch erst im 3./4. Lernjahr. Was soll man denn sonst schreiben: die richtigen grammatikalischen Formen?

    Bei Französisch-Arbeiten hatte ich mich immer an den Beispielen des Verlags orientiert (Achtung, sie sind in der Regel viel zu umfangreich) und Klassenarbeiten von Kollegen. Eine alte Arbeit ist eine super Vorlage.

    Chili

    das gilt nur, wenn man die Voraussetzungen erfüllt.
    Also würde es hier nicht gelten.

    und: warum sind denn bitte OBASlern benachteiligt? Sie haben ein schwieriges Ausbildungsprogramm, keine Frage. Aber: sie haben die sichere Aussicht auf eine Entfristung, bekommen eine Planstelle von Anfang an, da wo ReferendarInnen erstmal das Ref machen und sich dann noch mal bewerben müssen.

    Chili

    Hallo Susannea!

    Seid ihr in Berlin nicht angestellt im Ref?
    Oder ist es auch noch dazu eine Mischform "angestellt" aber ohne Beiträge in die Sozialversicherung?

    @Andere:

    Merkt ihr nicht, dass es nicht um Tricksen geht, "wir" haben uns durch jahrelanges Arbeiten (und nicht nur 4 Stunden Jobben für die Zigaretten im Studium) nunmal den ALG 1-Anspruch erarbeitet und der Staat spart sich während des Refs einfach eine Menge Geld, indem wir nicht mal die Möglichkeit haben, in die Sozialkasse einzuzahlen?
    Wir ARBEITEN (im Ref), dürfen aber danach kein ALG 1 bekommen?

    Die Staatsobrigkeit sollte manchmal aufhören.
    Ja, es ist nicht das Beste der Welt, sich absichtlich (oder ohne nachzudenken) in ALG 2 reinzumanövrieren. Aber ALG 1 ist auch unser Recht, FALLS es eben keinen direkten Job im Anschluss gibt.

    Chili

    ja, weswegen dann die "ganze Arbeit" um den Antrag sich manchmal selbst für einen Tag lohnt, weil damit später einiges gerettet ist.
    Wenn meine Beratung vor ein paar Monaten richtig ist, rette ich mich dadurch nach dem Ref nicht nur vor ALG 2, sondern auch vor der PKV, sollte ich mich im Ref in der PKV versichern. Weil mein Anwartschaftszeitraum in der GKV lange genug ist und ich ALG 1 hätte.

    Chili

    @ Davidos:

    Hast du DaF/DaZ/IKP?
    Wenn eine Schule dich will und zum Beispiel ausschreibt, dass eine solche Qualifikation aufgrund des hohen Migrantenanteils und der notwendigen Deutschförderung notwendig wäre, würde es deine Chancen erhöhen.
    (Obwohl es auch genug Deutsch-Staatsexamens-Leute mit DaZ/DaF haben).
    Hast du Erfahrung in dem Bereich?

    Chili

    Nein, es gibt Planstellen. und das wars.

    Einige Planstellen sind auch für SeiteneinsteigerInnen geöffnet. Das bedeutet, dass Menschen, die den Seiteneinstieg (egal ob PEF oder OBAS) machen wollen, sich auch bewerben dürfen, und dann je nach Bewerbungslage berücksichtigt werden können.
    Die Entscheidung für PEF oder OBAS fällt dann nach DEINEN Voraussetzungen.

    Die Tatsache, dass einige Planstellen nicht für SeiteneinsteigerInnen geöffnet sind, liegt nur daran, dass die Schulen einfach wissen, dass sie genug BewerberInnen haben werden (oder zu Not jeden "beliebig/beliebig" nehmen, weil sie auf keinen Fall einen Seiteneinsteiger wollen, aus welchen Gründen auch immer).

    Wenn eine Stelle für SeiteneinsteigerInnen geöffnet ist und zum Beispiel so ausgeschrieben ist:
    "1. Mathe / Physik
    2. Mathe / beliebig
    3. Physik / beliebig"
    heißt das, dass zuerst alle Menschen mit 2. Staatsexamen in Mathe / Physik eingeladen werden müssen, bevor eine Person mit 2. Stex in Mathe, dann 2. Stex in Physik und DANN können SeiteneinsteigerInnen in Frage kommen.

    Wenn eine Schulleitung jemanden ohne 2. Staatsexamen nimmt, obwohl es "reguläre" BewerberInnen gäbe, dann muss sie es begründen.

    Chili

    Nicht alle Unis (eigentlich die wenigsten, außerhalb von Bayern) exmatrikulieren ihre Studis am Tag der letzten Prüfung.
    In der Regel ist man bis Semesterende immatrikuliert (oder länger, wenn man sich zurückmeldet / zurückmelden kann / ein anderes Fach nimmt), an einigen Unis KANN man NICHT früher exmatrikuliert werden, auch wenn man es zum Beispiel wegen ALG 2 gern möchte.

    Chili

    Ich finde die Idee mit den Adjektiven ganz gut und wenn man nicht super gut in Namen lernen ist (am Anfang ist es vermutlich noch schwerer), dann würde ich es ausprobieren.
    Ich hatte dieses Halbjahr 10 Klassen, fast 300 SchülerInnen. Jeweils 2-stündig einmal die Woche. Einige SchülerInnen kenne ich bis heute nicht gut genug, dass ich sie nennen könnte, wenn sie nicht an ihrem Stammplatz sitzen.

    Bei der "Vorstellungsrunde" (Name nennen und ich fotografiere den Doppeltisch ab) hatte ich gefragt, ob sie etwas Besonderes über sich sagen können. und ich muss sagen: bei denjenigen, die wirklich was besonderes hatten (also nicht: ich spiele Fussball) kannte ich den Namen sofort (Beispiel "ich mag Weingummi und lese so gut wie nie" <- ganz toll, wenn 6er selbst reimen, "ich hab vorher in Niedersachsen gewohnt"...) Alle Tänzerinnen und Fussballer hatten es schwerer..

    Ich wechsle jetzt die Schule und übernehme Oberstufenkurse, ich versuche es mit dem Adjektiv und wiederholen.
    an meinen Fotos halte ich trotzdem fest ;)

    chili

    "billige aufsichten" sind es nicht, sondern das sind Menschen, vorwiegend Studierende, die den Mindestlohn bekommen (und er liegt in Frankreich nicht bei 3 Euro die Stunde) und glaub mir, sie haben im System einiges zu sagen.
    Das sind diejenigen, die nicht nur die Aufsicht machen, sondern eben bei fast jeder Pause draußen sind, den Kontakt zu den Kids haben, im Bureau "Vie Scolaire" sitzen und alle Verspätungen und Abwesenheiten quittieren und dich wieder in den Unterricht lassen, sie machen die Mensa-Aufsicht und kümmern sich auch oft um die NachsitzerInnen, mit denen willst du dir das nicht verscherzen. Der / die ChefIn des Bureaus ist neben LehrerInnen quasi die wichtigste Person der Schule, die auch über Ausschlussmaßnahmen zu entscheiden hat.
    Für die Kids sind diese "surveillants" "nur" ältere aber noch junge Menschen, die cool drauf sind und die Grenzen aufzeigen, aber eigentlich setzen sie die ganzen Regel des Systems um.

    und ja, die 2 Aufsichten in der Woche bringen mich nicht um.
    Aber ernsthaft, wenn ich 6 Stunden am Stück habe, 5 unterschiedliche Klassen, würde ich lieber in der 1. Pause in Ruhe (ahah) im Lehrerzimmer sitzen als SchülerInnen aus dem Gebäude zu verweisen.
    und somit arbeite ich nicht 22 Unterrichtsstunden in der Woche, sondern 22 Unterrichtsstunden plus 40 Minuten. Komischerweise werden sie selten erwähnt, in den Berechnungen der Arbeitszeiten..

    Chili

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