Beiträge von chilipaprika

    Hallo!

    irgendwie frage ich mich manchmal beim Lesen einiger Threads, wie es geregelt ist, bin zwar noch gar nicht betroffen, interessiere mich dafür, und womöglich wird es meine Zukunft ;)

    Wenn ich es richtig verstanden habe, darf ich bei der Rückkehr nach einer mindestens ein Jahr andauernden Pause wie die Elternzeit einen Versetzungsantrag stellen, der mich zu meinem Wohnort führt, und zwar bis 35 Kilometer.

    1) Was ist, wenn man in einem anderen Bundesland wohnt (paar Kilometer von der Grenze entfernt). Hätte ich dann Anspruch auf eine Stelle in 30-50 Kilometer von meinem Wohnort entfernt? (also Wohnort in NDS, Stelle in NRW) Immerhin gelten weniger Himmelsrichtungen als wenn ich direkt in der Mitte von NRW wohnen würde.

    2) Gilt diese Regelung auch in NDS?

    3) Angenommen ich hätte schon ein Kind bei der Stellenbesetzung und würde danach (nicht unbedingt sofort aber auch nicht in 10 Jahren) Elternzeit oder wie auch immer ich es in der Phase nennen kann (je nachdem wie alt das Kind ist), kann ich mich trotzdem noch versetzen lassen?

    Chili

    Nein, Dienst / Beamtenstatus ist höher als Studistatus.

    Ich habe zur Zeit beides und die Krankenkasse hätte es zwar selbst nie alleine gemerkt, dass ich neuerdings verbeamtet bin, aber ab der Vereidigung soll man sich mit dem neuen Status krankenversichern.

    Chili

    ein Seminar, an dem sehr viele Schulen sehr weit gestreut sind.
    Ich bin zwar in einem anderen Bundesland, aber mein Studienseminar hat ein paar Schulen in der Seminarstadt, ein paar Schulen 10-15 kilometer entfernt und dann geht es weiter auf 30-40 Kilometer und 60-70. in allen Himmelsrichtungen wohlgemerkt.
    Wenn ich Interesse hätte, Mitreferendare in meinen Fächern zu besuchen, ist der nächste in einem Fach 60 Kilometer, in dem anderen Fach 70.
    Zum Seminar pendle ich grundsätzlich 60 Kilometer. 2 mal die Woche.
    Chili

    Hallo!

    wenn ich es also richtig verstanden habe, darf der Schüler, der während der Stunde in diesem Heft schreibt, sich die geschriebene Seite nehmen und ins eigene Heft kleben, und du behälst den Durchschlag? Dann hat ein krankes Kind wohl keinen besonderen Vorteil im Vergleich zum Heft vom Sitznachbar.
    und: die Belastung des Schülers war doch nicht besonders hoch, warum kriegt er dann die Hausaufgaben erlassen?

    oder habe ich immer noch einen Denkfehler?

    Chili

    Interessant.

    Eine Nachfrage: war deine Schulzeit in Deutschland oder in Frankreich?
    Ich kenne es weder aus meiner französischen Schulzeit (eingeschult, als du Abi gemacht hast) noch aus der deutschen Schule. Allerdings kann ich mir kaum vorstellen, dass es KollegInnen gibt, die sowas nutzen.

    1) ich würde Hausaufgaben nicht deswegen erlassen bekommen, nur damit ICH etwas davon habe (und der Schüler hat schliesslich keine höhere fachliche Leistung erbracht.
    2) meine Tafelbilder habe ich mir entweder selbst vorher in der Planung aufgeschrieben, oder schreibe schnell in einer Arbeitsphase ab, oder fotografiere das ab.
    Manchmal bin ich auch in einem Raum mit ActivBoard und kann einfach die geschriebenen Seiten speichern.

    Benutzst du das zur Zeit im Unterricht oder planst du es? Läuft es gut? Was passiert dann mit dem Heft? Ist es, damit zum Beispiel kranke Kinder nach ihrer Rückkehr abschreiben / kopieren können?

    Chili

    also zum Beispiel die Grammatiklektion zum Passiv in Englisch, und dann das Tafelbild zur französischen Revolution in Geschichte?
    Alle Fächer in einem Heft?
    und wann schreibt der jeweilige Schüler die Sachen das Tafelbild in SEIN Heft?

    interessant...

    Hallo!

    Ich finde, es ist immer eine schwierige Situation.
    Diese "Freiwilligkeit" ist schon alleine keine reale Freiwilligkeit, weil alle, die das nicht tun, dann automatisch im Verdacht stehen, keine reale Diagnose zu haben. Ich finde, dass es ein sehr wichtiges Recht ist, dass ich meine Diagnose nicht nennen muss, wenn ich mich morgens telefonisch krankmelde. und trotzdem habe ich es bei meinen letzten Krankmeldungen fast immer gemacht. Weil ich den Eindruck hatte, ich muss mich entschuldigen zu fehlen und also zeigen, dass ich "nicht nur" Kopfschmerzen hatte, sondern dass die verschleppte Angina doch so weit war, dass ein Lungenentzündung-Schatten am Horizont geisterte.

    Diese Selbst-Freiwilligkeit ist also keine.

    Chili

    Ja, "Cahier de classe" ist das deutsche Klassenbuch, auch wenn es im Prinzip weder ein Heft noch ein richtiges Buch ist ;)

    Ich habe je nach Klasse / Kurs in einem Klassenbuch oder Kursheft einzutragen. Das Klassenbuch "wandert" mit der Klasse weiter, das Kursheft bleibt bei mir das ganze Schuljahr und ich bin die einzige, die etwas darin einträgt. Es ist nur für diesen Kurs (also die Französischschüler der Jahrgangsstufe). Das Klassenbuch ist für alle Fächer der Klasse.

    Ich führe alles nur auf Papier.

    Chili

    Was soll dieses schwache Argument denn? Glaubst du ernsthaft, Krebs würde in China nicht behandelt und deshalb würde man seine Arbeitsstelle verlieren?


    Es mag sein, dass ich nicht auf dem neuesten Stand des chinesischen Sozialstaats bin, aber ich habe ehrlich gesagt große Zweifel daran, ob 1) Krebsbehandlungen vom staatlichen Gesundheitswesen übernommen werden, 2) ob es in China Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt, 3) ob der Kündigungsschutz existiert und solche Krankheitsfälle abdeckt.
    Insofern vermute ich, dass ein Krebspatient in China auch durchaus so lange es überhaupt "geht" zur Arbeit gehen würde, um seine Familie zu ernähren, und nicht wie in Deutschland sich schonen würde, um eine Behandlung und eine Genesung zu ernöglichen.

    Chili

    Hallo!

    Auch hier sollte eine gute Konferenz Beschlüsse gefasst haben, obwohl es auch lächerlich ist, da man dann in einer Übung mehr Punkte gibt, wenn man eine höhere Einser-Bremse haben will...

    Ich setze die letzte 4- auf 50% und steige grob linear. Grob, weil es nicht immer genau geht und ich dann eher den höheren Bereich (1 oder 2) um einen Punkt kürze, und den unteren Bereich vergößere. Also: wenn mein Abstand 12,4 Punkte ist, dann habe ich mal eine Note mit 13 Punkten, eine andere mit 12.

    Mein Notenspektrum steht auf der Klassenarbeit, fast immer auch auf dem Test.
    Es hat viele Vorteile:
    - ich kreise die Note in der kleinen Tabelle ein. Geht schneller, ist aber nur super minimaler Zeitgewinnen ;)
    - ich brauche nicht mehr, das an die Tafel aufzuschreiben
    - es ist für jeden Schüler absolut transparent
    - die Versuchung, beim / nach dem Korrigieren, die Grenze doch noch kurz zu verschieben, weil so viele SchülerInnen auf einer 3+ stehen, denen ich eine 2- doch so sehr gönne, ist gedämpft ;)

    Was die Noteneingabe angeht: laut Schulgesetz ist es in NRW tatsächlich so, dass Tendenzen verboten sind. Sowas erfährt man hier im Forum super zufällig, obwohl ganze Kollegien Tendenzen benutzen. In der Regel sind Tendenzen in den Notenbüchern (nicht in den Zeugnissen!) trotzdem erwünscht, damit man die Entwicklung besser nachvollziehen kann. Ich finde es persönlich auch wichtig zu wissen, ob ein Schüler ziemlich überall auf einer 4-(--) oder auf er zwischen 4-, 4+ und so weiter wackelt.

    und ja, ich glaube, dass mittelmässige SchülerInnen es tendenziell schiweriger haben, wenn sie in einer sehr leistungsstarken Klasse sitzen. (umgekehrt in einer sehr leistungsschwachen). Ich glaube, es ist nicht mal bewusst, sondern man will auch als LehrerIn zum Teil ein Erfolgserlebnis haben / produzieren und nicht nur 4er-5er produzieren.
    Umgekehrt habe ich auf einer Notenkonferenz auch sehr schiefe Blicke erhalten, weil alle meine SchülerInnen eine 1-2 hatten, außer 2, die eine 4 hatten. Aber was soll ich machen, nach einem Halbjahr Französisch kriegt man mit einem bisschen Lernen und Einsatz nunmal keine 3 (die zwei 4er-SchülerInnen sind auch abgeschult worden). Ich finde das Thema auch ziemlich interessant. Der Vergleich zwischen Klassen ist auch schwierig, weil man nie denselben Unterricht genau macht, da man auf unterschiedliche Lerngruppen eingeht...

    Chili


    Ja, so sehe ich es. Depressionen sind meiner Meinung nach ein Luxus unserer Gesellschaft. Versuch mal in China wegen einer Depression monatelang zu Hause zu bleiben. Da bist du deinen Job los und weiß nicht mehr, wovon du deine Familie ernähren sollst.

    Super Argument.... Versuch mal in China wegen Krebs monatelang zu Hause zu bleiben....

    Chili

    Also deine Schule scheint ehrlich gesagt ziemlich arschig zu sein, wenn ich das so formulieren darf.

    Ja, es gibt Beschlüsse und das sind die der Fachschaftskonferenz. Protokolle sollten in einem Ordner sein. FachschaftsvorsitzendeR MUSS dir sofort die Antwort auf so eine Frage geben.
    33% in der 8. Klasse finde ich ehrlich gesagt sehr viel, vorausgesetzt es sind alles Punkte fürs freie Schreiben.
    Unser Beschluss (NRW-Schule) war: am Ende der 9. Klasse (also das ganze 2. Halbjahr) mindestens 50%.
    Am Ende der 8 also bei ca. ein Drittel.

    Was das freie Schreiben in niedrigeren Klassen habe ich übrigens gute Ergebnisse erzielt, indem ich 1-2 Stunden grundlegend dafür geopfert habe, und dann bei jedem Textschreiben wiederholt habe:
    Was ist relevant, wie bewertet man?
    SchülerInnen sollen immer daran denken, bestimmte Sachen zu überprüfen:
    - Verben konjugiert?
    - Adjektive angeglichen?
    - Artikel richtig?

    und dann als Hausaufgaben gezielt Texte schreiben lassen mit 1-2 grammatikalischen Punkte "ein Text mit mindestens 2 Relativsätze und Indirekte Rede drin, Thema: Ferien" (oder noch lustiger für die Kreativität: du sammelst 5 Wörter einfach so und die Wörter müssen vorkommen)
    und dann mit den SchülerInnen sowas wie eine Tabelle im Heft entwickeln lassen:
    - Adjektive im Text?
    - Relativsätze?
    - Nebensätze?
    - unterschiedliche Zeiten?
    - Meinung? Subjonctif?
    - immer wieder mit weiterer Grammatik ergänzen.


    während einige sich darauf konzentrieren, Sätze mit "Subjekt Verb Objekt" zu bilden, können andere immer mehr einbauen. Es macht eindeutig mehr Spass zu korrigieren.
    Überhaupt: meine Fachleiterin bestätigte mir vor kurzem, das was ich schon machte (puhh, war nicht illegal...), dass es absolut legitim sei, während eines Tests / Klassenarbeit eine kleine "Checkliste" an die Tafel zu schreiben / projezieren: mit eben "Verben? Adjektive?". Die SchülerInnen machen es selbst richtig, nur sie werden daran erinnert..

    Chili

    Hallo!

    Ich hatte die Reihe in mehreren 6. Klassen in Politik, vielleicht kann man also herausfinden, was die Schüler schon wissen (könnten).

    Ein paar Sachen, die ich gemacht habe:
    Begriffe "Inklusion, Separation, Integration..." und Diskussionen über verschiedene Situationen: wo gibt es Probleme: ist unsere Schule _wirklich_ barrierefrei? Könnte ein Schüler in einem Rollstuhl zu ALLEN Räumen der Schule gelangen? Auch Lehrerzimmer / Sekretariat? Könnte ein Schüler die Türen alleine aufmachen? (Türgriff unten, Öffnungsrichtung und Platz im Flur?

    Ich habe als Einstieg jedes Mal kleine Spielchen gehabt, und es stoß jedes Mal auf viel Begeisterung:
    - 2-3 SchülerInnen (A) auf Stühlen vorne hinsetzen lassen, 2-3 SchülerInnen (B), die diese SchülerInnen (A) anziehen sollen. A darf sich nicht bewegen, darf also nicht mithelfen. B muss am Ende komplett angezogen sein, Jacke zu, usw...

    - Schüler raus aus dem Raum, Augen werden ihm zugebunden und wenn man ihn reinlässt, muss er an seinen Platz zurück. (Klappt natürlich nur besonders, wenn es sein Raum ist und nicht nur einmal die Woche). Die Situation kann man mehrmals nacheinander mit unterschiedlichen SchülerInnen spielen und jedes Mal unterschiedliche Aufgaben : "Packe dein Mäppchen wieder ein", "Komm an die Tafel und wieder zu deinem Platz"...

    - SchülerInnen soll mit linker / rechter Hand schreiben, dann ohne Daum, ohne Hände (also Mund).

    - Da ich selbst gebärden kann, einfach SchülerInnen lautlos "angebärden".

    - Wenn ein Stuhl mit Rollen vorhanden, eineN SchülerIn erstmal mit Schubhilfe von draußen nach innen an seinen Platz (hinten...) kommen lassen. Dann alleine (in der Regel wird es schon an die Tür scheitern.


    -> Reflexionsphasen: wie hat man sich als Mensch mit Behinderung gefühlt? Wie als Helfer? Welche Hilfestellungen wären notwendig? (-> Barrierefreiheit baulich, aber zum Beispiel die Taschen immer gut ordnen, wenn ein blinder Mitschüler in der Klasse wäre, ...)

    Ich hatte auch Arbeitsblätter mit dem Braille-Alphabet und mit dem Fingeralphabet der Deutschen Gebärdensprache, eher als Ausklang einer Stunde, die SchülerInnen müssen den Satz im Braille lösen, oder sich gegenseitig Wörter in Fingeralphabet buchstabieren.

    Zwischen 2 Stunden mussten die SchülerInnen während der Woche auf alles aufpassen, was eben POSITIV oder auch NEGATIV auffällt. Wo ist etwas gut gelöst (Beispiel: Bus mit Rampe, mit Ansage und mit Leuchttafel mit den Haltestellennamen), wo eben nicht.

    Chili

    aus der Lehrwerksoftware, aus dem Klassenarbeitstrainer, höhere Klassen: selbst gemacht. Besonders in der Sek I finde ich die Texte aus dem Verlag wichtig um absolut sicher zu sein, der komplette Wortschatz ist bekannt. Klar, für die Übungen muss man einiges abändern. Hast du die Klassenarbeit schon zurückgegeben, in beiden Klassen?

    chili

    Ich kann nur von "Erfahrungen" an einem Seminar in NRW berichten, aber vorher war es so, dass dieses Seminar einen Seminartag hatte und die Schulen die Refs montags nicht einsetzen durften. Punkt.
    Seit der Umstellung auf 3 Halbjahre haben die Schulen die Vorgabe, dass montags ab der 5. Stunde gesperrt ist. Das heißt die Refs sind montags bis zur 4. Stunde an der Schule.

    WENN ein Seminar 2 Nachmittage in der Woche Seminare anbieten, dann hast du 5 Vormittage und 3 Nachmittage. Sollte reichen für eine Veteilung.

    Ich habe (zwar NDS aber als Beispiel) Seminar an 3 Nachmittagen (eine Woche 1, eine Woche 3, aber für den Stundenplan blockiert es eben 3 Nachmittage) und kann also jeden Tag bis zur 6. /7. Stunde in der Schule sein.


    Ich vergleiche es wieder mit dem Handwerk:
    Glaubt ihr etwa, dass ein Tischler in der Ausbildung nur 30 Minuten pro Tag tischlert und sonst zuguckt und sich Gedanken macht? Er macht auch nicht jeden Tag einen super schönen Massivholzschrank mit vielen Motiven. Er arbeitet jeden Tag und kontinuierlich an seinem einfachen Handwerk, damit er nach und nach mehr kann.
    Es wird niemals erwartet, dass man in jeder Stunde ein Methodenfeuerwerk hat. Phasierung des Unterrichts zu respektieren ist schon nicht schlecht. Dann in der Klasse sprechen, usw.. Methoden werden immer nur nach und nach eingeführt und eingeübt. 14 Stunden sind knapp über Halbzeit in NRW und davon ist je nach Quartal ein Großteil mit Betreuung. Die Betreuung ist nicht zum böse Kritisieren da, sondern zum Anleiten.
    Auch blöde einfache Sachen wie "wenn du auf dem OHP auf ein Bild zeigst: Spitze des Stiftes auf das Objekt, wonach du fragst", "Nimm auch mal Kevin dran, auch wenn er sich nicht gemeldet hat", "hier deine Überleitung..."

    Viele kleine Sachen, die beim Lesen selbstverständlich klingeln, im Unterricht aber geschehen und dank fremdem Auge korrigiert werden. Es geht nicht darum "Warum hattest du in deiner Stunde keine 5 Methodenwechsel und warum waren die Karten nicht bunt und laminiert".

    Chili

    Hey chili...

    mir geht es nicht um "chillige" ausbildung, sondern einfach darum zu verstehen, wie die Vorbereitungsdienste/ Referendariate in den Bundesländern eigentlich ablaufen. Wenn dabei die Bewertung aufkommt/durchscheint. dass 10 Stunden "leichter" zu organisieren sind als 14 Stunden, so bezieht sich das lediglich auf den Fakt, dass dies in 4 Wochen ja doch schon eine ganze Woche mehr zu unterrichten ist in NRW, als in NDS (Ausbildungs- und eigenständiger Unterricht zusammen).... und dass diese Mehrzahl an Unterricht ja durchaus erheblich ist für den Planungsaufwand.... übrigends kann ich aus meiner Außenperspektive noch nicht nachvollziehen, ob es besser ist zehn top vorbereitete Stunden abzuhalten, oder lieber viel mehr praktische Unterrichtsversuche pro Woche mache, die aufgrund des größeren Planungsumfang vllt nicht so ausgefeilt sind wie 10Std...es mag zunächst banal klingen, aber ich denke nicht zwingend, dass mehr Unterricht geben, mehr Ausdbildungsfortschritt bedeuet...das hängt an sehr vielen Faktoren....

    Vielleicht bin ich fürs Ref / Lehrerleben ungeeignet, aber ich wage die Aussage, dass deine Stunden nicht besser werden. Zumindest an meinemSeminar wurden wir in den Einführungstagen darauf hingewiesen, dass Stunden nicht so geplant werden, dass man tausend Stunden daran sitzt.
    Unterrichten ist keine Zauberei, sondern auch ein Handwerk. Du kriegst die "Bedienungsanleitung" (Stundenablauf, Problemorientierung, usw..) in die Hand gedrückt, du planst deine Stunden nach dem Muster. Erstmal nicht mehr nicht weniger.
    Der eine Fachleiter erwartet zur Zeit genau das. und nach dem ersten Besuch hat er mich darauf aufmerksam gemacht, was ich schon alles gut gemacht habe und was mein Ziel bis zum nächsten Besuch sein soll. Genau das habe ich bei der Planung der darauffolgenden Wochen gehabt, bei dem 2. Besuch hat er mir gesagt "Super, war drin", jetzt haben wir ein weiteres Ziel.
    Womöglich ist ein anderer Referendar im selben Jahrgang viel weiter als ich, andere noch nicht so weit. Klar müssen wir am Ende nicht eine stinklangweilige Stunde vorzeigen, aber wir lernen nicht zu zaubern, sondern zu unterrichten und zu arbeiten. Wir müssen Arbeitspläne abgeben (also ich gebe jetzt in ca. einer Woche die Arbeitsplanung von meinen 4 Klassen bis Ende Januar ab), muss zeigen, dass ich also längere Phasen planen kann, innerhalb von Reihen den Stoff verteilen kann und solche Sachen.

    Klar kann ich mit dem "Mehr an Zeit" im Vergleich zu NRW mehr planen, aber ganz ernsthaft, ich glaube, dafür machen wir mehr Sachen auf einer anderen Ebene, so ist es nicht, dass wir unterbelastet sind. In NRW habe ich immer nur Referendare kennengelernt, die nach alter PO waren, und also "nur" 12 Stunden unterrichtet haben, ich kann also da nichts zum Vergleich sagen.

    Zitat

    Wechseln denn in NDS die beiden Klassen die man hat in den Fächern zum Halbjahr oder auch quartalsweise? Das der Ausbildungsunterricht quartalsweise wechselt, finde ich eig. super, nämlich genau aus dem Grund, dass man dann alle paar Monate neue Klassen und Stufen sieht! Habe ich das darüber hinaus richtig verstanden, dass du nur einmal deine Klasse zeigen kannst die du im eigenständigen Unterricht hast und sonst wollen die Seminarleiter die anderen Stufen sehen in denen du betreuten Unterricht machst?

    Meinst du meine eigenen eigenverantwortlichen Klassen? Ich behalte sie das ganze Jahr. Womöglich auch nächstes Jahr. Außer wie bei mir die eine Klasse, die dann in die Qualifikationsphase geht.
    Die Klassen im Ausbildungsunterricht wechseln und MÜSSEN wechseln. Ich habe zum Beispiel falsch geplant und jetzt im Quartal eine super Klasse gehabt, die ich am Liebsten für eine Lehrprobe nehmen würde, und es geht nicht, ich darf die Klasse nie wieder dieses Jahr haben.

    Meine Klasse darf ich "so oft zeigen, wie ich will". In dem einen Fach habe ich es schon 2 mal gemacht und es lief ganz gut, in dem anderen Fach hat es terminlich nicht so gut geklappt und bisher noch nicht gezeigt. Aber gleichzeitig fühl ich mich mit einer Betreuung besser, ganz besonders, weil meine eigene Klasse aus welchen Gründen auch immer in dem Fach nicht so vorzeigbar ist. (Versuch dir vorzustellen, du hast eine 10. Klasse in Englisch, die keine 5 Wörter fehlerfrei schreiben können, die Hälfte der Klasse wird das Fach abwählen, die SchülerInnen sind sehr lieb, aber halt sehr schlecht. Du kannst also kaum Oberstufenniveau vorzeigen, und solltest ja keine Baby-Stunden zeigen. Da ich aber alleine in der Klasse bin, ist keiner da, der mir Tipps geben kann und mich auf Fehler hinweist.

    Zitat


    PS: Ich finde übrigends, dass so oft wie möglich eine Lehrkraft/Mentorin mit drin sitzen sollte, um einen danach auf Fehler hinzuweisen...was besseres als Feedback gibts nicht!

    Wenn man nach Quartalen rechnet, habe ich in NRW: 14+4*5+14= 54 Stunden betreuten Unterricht mit Feedback, in NDS: 4*6 = 24 Stunden...

    Tja, ich würde sagen, in NRW würde ich die meiste Rückmeldung bekommen. Gleichzeitig kriege ich allerdings in NDS mehr Rückmeldung von den FachleiterInnen, die ich viel viel öfters sehe. Aber trotzdem habe ich in NRW erstmal die erste Eingewöhnungsphase, die zwar kurz ist aber ein paar Fehler vor dem eigenverantwortlichen Unterricht korrigiert. Kein Ref in NRW unterrichtet von Anfang an und durchgehend 14 Stunden im ersten Quartal. Da wird noch alles gut angeleitet.
    im alten Ref waren die Ausbildungsklassen auch viel mehr "reihenorientiert", so dass es so sein konnte, dass du deine 6. Klasse Englisch nach dem UB verlässt, in die Klasse 8 gehst, dort 2-3 Wochen hospitierst und dann die neue Reihe anfängst. Währenddessen beendest du eine Reihe in Deutsch in der 11 und wechselst dann in die 5. Das heisst, die Überlappungsphasen können durchaus hier und da für Entspannung sorgen. Aber wie gesagt, es hängt sicher von Schule, Betreuungslehrer und vielleicht auch von der PO ab.

    Chili

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