Soweit ich das von gehörlosen AbiturientInnen (bzw. von Leuten, die ich im Studium kennengelernt habe) weiß, steht nur das schriftliche im Mittelpunkt. Es gibt schliesslich auch an den Gehörlosenschulen Englischunterricht.
Ich habe gerade nachgeguckt, und die Studentin, die ich im Auge hatte (studiert selbst Portuguiesisch, und hat ein Auslandssemester in Italien gemacht, spricht auch Italienisch -> google nach Liona Paulus), ist "eigentlich" hochgradig schwerhörig und "nur" ertaubt. Hat also keine gehörlose Schulkarriere.
Gehörlose Studierende, mit denen ich studiert habe, haben ihr Abitur in Essen (Rheinisch Westfälisches Berufskolleg, die einzige (?) Oberstufe für Gehörlosen?, zumindest kam einer aus BaWü, eine andere aus Sachsen) gemacht, und können meiner Einschätzung nach, ziemlich gut Englisch. Unser Studiengang hatte sehr viele Texte auf Englisch und es war kein Problem.
Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass das Schriftdeutsch an sich eine Fremdsprache ist. Wenn also DAS schon geklappt hat, die "Muttersprache" (Gebärdensprache) immer wieder gefördert ist und also die kognitiven Kompetnzen sich voll entfalten können, ist es kein Problem mehr. (Deswegen mein Hinweis oben auf die bilingualen Schulprojekte)
Chili