Beiträge von chilipaprika

    Echt? 40% ist schon arg. Gibt es in NDS keine Lernmittelfreiheit?

    nee. Da bezahlen die Eltern alles.
    Ich kenne auch den Wert von ca. 35%. Drei Jahre war der Richtwert an allen Schulen in meiner Umgebung (also im Gebiet des Studienseminars)

    In NDS machen manche Schulen über die Ausleihgebühren sogar Gewinn. Oder wie würdet ihr es bezeichnen, wenn die Eltern Ausleihgebühren in Höhe von 40% des Neupreises der Bücher zahlen müssen, die Bücher aber nicht 2-3 sondern 5 Jahre im Umlauf sind? In der Zeit haben sie 5x0,4=2, also 200% ihres Kapitaleinsatzes wieder eingespielt. Macht 100% Gewinn bei der Bücherausleihe.

    1) Das ist nicht zulässig, also sicher nur eine Ausnahme.
    (Eltern dürfen sich beschweren... nicht nur in Online-Foren).

    2) Soweit ich weiß, ist nie die Schule Trägerin des Ausleihservices sondern ein separater Verein.

    3) Aus meiner Zeit in NDS (Ref-Schule, andere Ref-Schulen, Seminarausbildung, auch wenn es kein ausdrückliches Thema war, weil 90% aus NDS kamen und es nicht anders kannten..): Die jeweiligen Fachschaften haben eben ziemlich peinlich darauf geachtet, dass sie nach drei Jahren das Lehrwerk wechseln, höchstens vier (ein Fach "musste" aber vielleicht nach zwei wechseln, so war es der Ausgleich), damit der Verein eben keinen Gewinn macht.
    Ich saß da als Referendarin in einer Fachkonferenz und war baff, dass wir ein neues Lehrwerk brauchten... ich kam aus NRW, hatte Bücher in der Hand gehabt, die 6-8 Jahre alt waren (einige jünger, weil immer ein kleiner Teil ersetzt werden musste)...
    Der Paradox (es kann an der Lernmittelfreiheit oder eher an der soziokulturellen Zusammensetzung der Schülerschaften): die Bücher nach 3 Jahren an meiner NDS-Ref-Schule (auf dem "Dorf", behütet) sahen nach 3 Jahren besser als die Hälfte der Bücher an meiner NRW-Schule (NICHT Sozialindex 1) nach 1-2 Jahren. Der Verein hat auch darauf geachtet, dass der Wert beim Ausleihen nicht dramatisch abnahm, unsere Buchausleihe zieht es nicht gut durch und kann es auch nicht (würde eh keiner bezahlen).

    November bis Mitte Januar war an jeder Schule, an der ich bisher tätig war, absolute "crunch time". Alle Klassen schreiben Klausuren und ich muss im Dezember sehr intensiv korrigieren und meistens auch während der Weihnachtsferien. An den Feiertagen selbst arbeite ich aber nicht.

    same here.
    Ich kenne keine weiterführend Schule, wo es anders sein kann.
    Und alle "besinnlichen Tätigkeiten" nur der pure Hohn allen Korrigierenden gegenüber (in NRW nicht alle, aber Gymshark ist in Hessen und hat Fächer der Fächergruppe 1)

    Die Vergleiche zwischen den Trägern verschiedener BL sind auch insofern schwierig, dass (zb. zwischen NDS und NRW) die Lernmittelfreiheit auch eine krasse Belastung der Haushalte der Träger darstellt.
    Ich hab mein Ref in NDS in einem durchaus sehr reichen Kreis, bin jetzt in NRW in einer Stadt mit vielen Schulen und nah an der Haushaltssicherung (was allerdings nicht hinderte, eine sehr sehr sehr kostenintensive Renovierung einer kontroversen Schule zu machen, während es in anderen Schulen zum Teil reinregnet).

    Fällt es unter der Beamtenloyalität, wenn man den Eltern (nachdem der Schulträger sich trotz Androhung geweigert hat, die Sachen zu zahlrn) offen sagt, dass die Schule das nicht übernimmt und es also leider kein Plakat in der Klasse und nur A4-Schwarzweisskopien gibt?

    aber die Kollegin möchte nicht (DIESE Materialien) kaufen.
    Ich bin definitiv jemand, der zuviel kauft und jetzt versucht, aufzupassen, aber es ist ein Unterschied, ob ich mir eine Handreichung mit Reihenvorschlag kaufe, die mir viele Ideen und Materialen gibt, oder ob meine Schule mich zwingen würde, nicht nur das Lehrwerk für mich (auch nicht zulässig, aber okay, wenn selbst entschieden, dann kann man auch drin schreiben, usw..), sondern auch die Bücher für die Kinder (wäre ja für meine Schulform das Pendant).

    Wenn ich als Grundschullehrerin eine eigene Anlauttabelle haben will (ich wäre sicher, ich hätte meine eigene mit Glitzer und schönem Papier laminiert...), dann MEINE selbstgewählte Tabelle.

    Antrag beim Schulträger über die Schulleitung stellen mit Hinweis auf die entsprechenden Urteile, dass das Material gestellt werden soll und dass du sonst keinen entsprechenden Unterricht machen kannst und wirst.

    Was ist falsch an meiner Frage?
    Wärst du nicht (zufällig) Lehrkraft, bist du nicht schreibberechtigt. Es ist halt eine Regel. Und ehrlich gesagt: Ich habe dich eben nicht sofort angeschrieben und gesperrt, sondern gedacht, mal sehen, vielleicht ergibt sich das.

    Ich weiß nicht, ob du meinen 2. Satz falsch verstehst. Ich stelle nicht in Frage, dass er promotionswürdig und -fähig ist. Ich frage mich, ob ich möchte, dass mein Mann irgendwo für mich nachfragt, wie ich mein Leben gestalten kann.
    Es ist sicher nett gemeint und womöglich hast du gerade Ferien und er eine Prüfungsphase, aber die Frage ist nicht eilig und müsste ich für meinen Partner nachfragen, würde ich mich fragen, ob seine Motivation, mitzukommen, hoch genug ist.
    In ein Land für jemanden anderen ziehen, ist keine einfache Sache und die Abhängigkeitsverhältnisse sind für eine Beziehung belastend. Gut, in der Schweiz hat man nicht wie woanders vielleicht Sprachprobleme, aber es sollte ja seine Aufgabe sein, nachzufragen (denn dein Fragenkatalog zeigt: du hast schon eine Menge rausgefunden und fragst sehr viel und gezielt nach. Nicht nur ausloten, ob hier jemand wäre, auf den du deinen Partner verweisen könntest.

    Nichts für ungut,

    die überhebliche typisch deutsche Chili

    Die französische Botschaft hat meine Ehe anerkannt und eingetragen!!
    Ich muss zwar noch klären, ob der "Nutzungs-"Name tatsächlich nicht auf die Dokumente hinkommt, aber es scheint so richtig zu sein und ich bleibe doch ein klein bisschen mit meiner doppelten Persönlichkeit versehen.

    In der Organisationssoziologie /Arbeits- und Organisationspsychologie (ich gehe davon aus, dass die Arbeit in A&O-Psychologie geschrieben wird) versteht man unter Organisation tatsächlich die einzelne Schule. Ich gehe also davon aus, dass es so gemeint ist (was bei den Fragen auch Sinn ergibt: Was macht mein Chef, dass es mir gut geht? Nur: Mein Chef KANN kaum was machen, weil das institutionell engmaschig geregelt ist. Das ist die Krux an der ganzen Sache.

    (und lässt ganz viel Entwicklungspotenzial offen: wie könnten die Rahmenbedingungen geändert werden, dass die einzelne Dienststelle Handlungsmöglichkeiten hat. Insofern ein spannendes Feld. Aber da wäre eine Fallstudie sicher ergiebiger (Ich weiß aber, dass man sie im Schulsystem nicht kriegt))

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