Beiträge von chilipaprika

    Ich freue mich sehr darauf, mich heute doch noch von meiner 4. Klasse verabschieden zu können. Aufgrund meiner Krankmeldung bis zum 11. wurde mir untersagt die Schule zu betreten (wegen Verletzungsgefahr und dem fehlenden Versicherungsschutz) , so dass ich am Klassenfest gestern leider auch nicht als Gast teilnehmen durfte.

    Dir einen schönen Abschied heute. Es tut mir leid, dass an deiner Schule so umgegangen wird. Ich war in den letzten 2 Wochen auf zwei "Schulveranstaltungen" (Abiturentlassung und Schulaufführung), trotz Krankenstand und bin sehr froh, dass das kein Thema war.
    Ich hoffe, die Eltern zeigen alle ihre Versicherungspolicen beim Eingang des Klassenfests :(

    Ich finde die Fragestellung wirklich spannend, weil so schwierig (für mich) zu beantworten.
    Ich finde den Spagat echt schwer und bin froh, mir dazu in der Kindererziehung keine Gedanken machen zu müssen/dürfen.

    Ich fände es ein bisschen strange, aber objektiv okay, wenn mir jemand, der mich ein bisschen kennt, zur Seite nimmt und sagt "Chili, dein Schal passt nicht zum Rest, mir ist aufgefallen, du scheinst Probleme mit Farbkombination zu haben" aber nicht, wenn man mir sagt "Warum trägst du einen Schal, versteckst du dich?". Die Frage darf jemand meinetwegen stellen, der mir sehr nah steht, oder den ich dafür bezahle, um mein Gehirn zu analysiere.
    (Analog zum Ausschnitt würde ich es genauso eingrenzen).

    Oder ist "Lob" hier wieder mal okay aber "Tadel" muss man für sich behalten?

    Naja, grundsätzlich kann man sich auch fragen, ob es nicht generell netter ist, nette Sachen zu äußern, statt negative. Also, was das Ziel von einer geäußerten Kritik sein soll.


    Was meine in den Raum geworfene Frage weiter oben wiederum stützen würde: wenn man Ausschnitt und Schal nicht kritisieren soll, weil es einen nichts angeht, sollte man sich ebenfalls ein "ach was für ein schöner Schal!" oder "dieser Ausschnitt Schal steht dir aber gut" abgewöhnen. Selbst wenn man den Schal wirklich total schön findet oder denkt, dass er dem anderen ausgezeichnet steht, zeigt es doch, dass man sich mit dem Aussehen anderer beschäftigt, obwohl es einen nichts angeht.


    Da bleibe ich ebenfalls wie oben: Aussehen ist nicht gleich Aussehen.
    Und zu sagen "ich mag deinen Schal", "Diese Bluse steht dir gut", "Die Farbe passt zu deinen Augen" ist für mich was Anderes als die Reduktion zum rein körperlichen Aussehen.
    Und wie so oft hängt es auch von der Person, dem Kontext und der Beziehung ab.
    Jemand musste / hätte dem Praktikanten sagen müssen, dass man sich nicht so kleidet (halb geschnittenes Shirt mit Ausschnitt bis zum Bauchnabel), allgemein darauf hinzuweisen, bei der Kleidungswahl zu bedenken, in welchen Positionen man regelmäßig ist (gebückt am Tisch zum Beispiel), ...

    Wenn du mit deiner Schule abklärst, dass sie dich weiterhin auf der Lehrkräfteliste (als "Null-Stelle") führen und sie damit einverstanden sind, dass du zurückkehrst, dann ist es kein Problem.
    (Das Restrisiko ist dasselbe wie für jede Lehrkraft: Überbesetzung und schulformgleiche oder schulformfremde Abordnung)

    Warum fühlt man sich so wohl? Man sieht seinen Ausschnitt nicht, natürlich hat es was mit sexy-sein-wollen zu tun.

    Ich werde nicht sagen, dass ich glaube, dass es möglich sei, sich komplett von Anderen loszulösen, trotzdem finde ich die Aussage problematisch.
    Ich habe noch nie einen tiefen Ausschnitt getragen, ich mag es nicht, aber zum Teil eben auch, weil es IMMER zu bescheuerten Anmerkungen führt. Und wisst ihr was: wenn man keinen trägt auch.
    Ich habe keine große Oberweite, trage 90% der Zeit einen Schal und auch das wird in Frage gestellt, warum ich mich hüllen würde, ich müsse mich nicht verstecken (also freizügig wäre kritisierbar, ohne auch.).
    Ich habe genug Jahre meines Lebens mit weiter Oberweite verbracht: dasselbe: Warum ich denn dies und das nicht tragen würde, wäre doch attraktiver.

    Beide Arten der Anmerkungen sowohl von Frauen als auch Männern.
    Ich trage, was mir gefällt und wie ich mich wohl fühle.

    Manchmal habe ich Phasen, in denen ich Röcke - ziemlich kurze - gerne trage. Immer mit Wollstrumpfhose.
    Meine damalige Klasse hatte "herausgefunden", dass ich, wenn ich einen Rock trug, total gut gelaunt sei. Habe ich interessant gefunden, beobachtet und dann für mich manchmal umgekehrt gemacht: Rock anziehen, es steigert die gute Laune.

    Zu unterstellen, jemand möchte angeguckt, angesprochen, angegrabscht, oder mehr .. werden, ist einfach unmöglich.
    Und wie hier gesagt wurde: wenn ich sicher sein will, dass eine stehende Person nichts von meinem sitzenden Körper registrieren kann, dann bin ich schnell bei radikalen Geboten der Ganzkörperverhüllung und des Kartoffelsacks.

    ich will wieder gegen die Beihilfe meckern.
    Mir wurde eine Behandlung genehmigt, aber jetzt doch (noch) nicht bezahlt.
    Begründung: Ich muss selbst den Nachweis der Kosten einbringen. Also: Fast als müsste ich die GOÄ einreichen, damit mir Kosten übernommen werden.
    Es sei nicht deren Aufgabe, nachzugucken, was die normalen Kosten seien, welche die GKVen tragen. Sie wissen nur: sie tragen maximal diese Kosten (also die Hälfte) und ich muss nachweisen, dass meine Behandlungskosten in diesem Rahmen sind.
    Jetzt habe ich es eingereicht, aber wenn man davon ausgeht, dass das zusätzlicher Stress ist, kann ich nur den Kopf schütteln. Und meinem Prinzen danken. Ohne ihn würde ich in Verzweiflung versinken und hätte schon einige Sachen direkt abgebrochen, wegen des Papierkrams.

    Herzlichen Glückwunsch!
    Du hast es entdeckt! Du lebst eigentlich in einem großen Paralleluniversum, schaue nach oben, die große Glaskugel und die Kameras, du bist Teil eines Experiments namens Beamtentum, du darfst ruhig weniger denken!

    (Sorry für den Sarkasmus, ich projiziere auf dich, ich werde selbst wahnsinnig, wenn die Sachen unsauber sind.)

    An Samenkugeln hatte ich nie gedacht, aber es würde bei einigen Nachbarn nichts bringen, es ist kein cm2-Stück ohne Steine und Beton auf der Fläche vor der Tür.
    Beide betroffenen Nachbarn haben 2 oder 3 kleine Kinder und ich vermute, dass auch der Garten, trotz Spielgeräte, versiegelt ist.

    Die anderen Nachbarn (alles ältere Generation) haben perfekt gemähte Rasenflächen und zupfen Unkraut quasi jeden Tag. Die eine Nachbarin wird uns dieses Jahr nicht in die Hölle schicken, weil wir diesmal proaktiv die Äste geschnitten haben, die bei ihr überragen.
    Ich vermute, sowohl für die älteren Nachbarn als auch für die jüngeren ist unser Vorgarten ein Horror. Die einen fremdschämen sich, dass die Blätter im Herbst immer viel zu lange liegen bleiben, die anderen schütteln mit dem Kopf, warum wir den Baum nicht fällen.

    Ergänzung, OT, aber mir gerade wichtig: man sollte grundsätzlich immer viele unterschiedliche Sachen herausstellen. Damit kein Kind / Mensch sich nur auf ein Profil aufbaut. Ein gebrochenes Bein sollte kein Weltuntergang für ein sportliches Kind sein, usw.
    (Hübsch sein ist aber auch ein Teil der Person, kann man nicht leugnen.)

    Ich verstehe den Gedanken, glaube aber, dass es ein Unterschied zwischen:
    "Hast du ein schönes Kleid! Kann es drehen?" und "Ach, hast du (oder eher: hat sie) schöne Augen! (die Jungs werden Schlange stehen)" ist.
    Das eine sind "selbst gewählte" Sachen, die man beeinflussen kann, das andere welche, die man nicht ablegen kann, die quasi zum Identitätsmerkmal werden können, weil man sonst nichts hat.
    Und deswegen ist es auch wichtig, auch andere Sachen anzusprechen. Aber Anmerkungen zur Kleidung alleine sind sicher nicht das Problem. Deren Menge oder Alleinigkeit vielleicht schon.

    Unterrichtest du ‚nur‘ Englisch?

    Bei Abordnungen erwartet die aufnehmende Schule jdn, der überall anpacken kann und KuK der Grundschule möchten vll auch Englischstunden in ihren Klassen, so dass die SL‘ im Spagat zwischen Löcherstopfen und Zufriedenheit der KuK.

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