Beiträge von chilipaprika

    Ihr kommt aber vmtl. nicht in der Zeitung, im Krankenstand eine Nebentätigkeit ausführend. Das erzeugt im allgemeinen ein G`schmäckle, wie man hier sagt. Nicht nur bei denen, die die Arbeit übernehmen müssen, sondern evtl. auch bei Eltern, Schülern, usw. Wir wissen alle, dass das niemanden etwas angeht und dass die Nebentätigkeit im Krankenstand evtl. sogar erlaubt ist, aber das garantiert noch nicht die allseitige Akzeptanz.

    Dass dies eine Nebentätigkeit ist/sei, ist Hörensagen der Kollegin, die das annimmt.
    Tatsächlich hätte ich in der Zeitung landen können, wenn mein Verein die jährliche Veranstaltung weitergeführt hätte bzw. letztes Jahr wie geplant durchgeführt hätte.
    Aber GENAU aus DIESEN Gründen habe ich wochenlang versteckt gelebt, damit kein Kollege irgendwas denkt (und wäre also nicht zur Veranstaltung gegangen...).
    Und wenn die Kollegin Krebs hat, zwei mal die Woche zur Dialyse geht, aber einmal die Woche zum Training gehen (wenn sie kann) Punkte zählen und soziales Leben ihr hilft? EGAL, welche Krankheit dahinter steckt: soziale Isolierung ist das Schlimmste, was einem Kranken passieren kann.

    wow. Was für nette Kollegien (die noch nicht voll überlastet sind?!)

    Ich habe noch nie mitbekommen, dass jemand freiwillig sagt "kein Ding, mache ich".
    Leute werden krank, die Kurse bleiben wochenlang unbetreut und irgendwann fällt der SL ein, dass es doch gut wäre, sie zu vertreten.
    Same für ("Väter-")Elternzeit. Da springt keine*r "freiwillig" ein (und die zweimonatige Elternzeit wird nie vertreten).

    Das Einzige, was ich weiß, was die SL nicht geregelt hat, war, als ich wusste, ich muss ausfallen und eine Kollegin gefragt habe, ob sie eine Stunde die Woche in die Klasse kann (eine hat ja gesagt, die andere nein. Nach sechs Wochen haben beide je 4 Stunden aufgedrückt bekommen).

    Kann sein, dass es doch freiwillige Fälle gab, aber ich sehe genug unbetreute Kurse und höre genug Kolleg*innen jammern und meckern, dass es im Promillbereich (in meiner Schule) bleiben dürfte.

    Ich habe den Passus nicht parat, aber mein Sportverein organisierte einmal im Jahr eine Veranstaltung für Schulen, also unter der Woche. Da erhielten alle Angestellten ein Dokument, das Arbeitgeber (öffentliche und private) daran erinnerte, wie wichtig Ehrenamt und tralala ist und dass sie aufgrund von Paragraf XY die Möglichkeit haben, für einen Tag im Jahr (?), jemanden bezahlt freizustellen. Alle im öffentlichen Dienst haben jedes Jahr frei (und bezahlt) bekommen, die von den (großen, aber es gab nur die) lokalen Unternehmen auch (es gehört zu ihrem "wir sind toll und lokal engagiert und setzen das auch von der Steuer ab"), und auch einige weitere von Unternehmen, die ganz woanders sind.
    Aus dem Stand kriege ich die Daten nicht mehr, unsere letzte Veranstaltung war 2019 und ich war nie betroffen (weil ich eher unsere (Schul)Kids dahin brachte und daher nicht mitmachen konnte. Ich weiß nicht, ob meine Schule mir nicht den Vogel gezeigt hätte und es nicht eher ein Angestelltending ist)

    Ich kannte das Wort nicht (und wusste nicht, dass es eine solche Bezeichnung gibt) aber meine anekdotische Evidenz ist auch so: Wir haben keine "sanfte, "normale" lange Regenphasen" mehr, sondern zu wenig und zuviel und das zu kurz.
    Wenn man davon ausgeht, dass es keine Ausnahmen sind und es in den nächsten Jahren weiterhin so sein wird, rege ich mich seit Jahren immer über die Stadt/Städte auf, und diesen Sommer ganz besonders: Bei uns im Park wurden die Wege neu gestaltet und nur EIN Weg wurde leicht angehoben (der, der seit Jahren bei jedem Regen stunden- bis tagelang überflutet bleibt), nicht genug und alle anderen sind weiterhin auf der selben Höhe oder tiefer (!) als die Wiese daneben. und diese Wiese hat ausdrücklich die Funktion, das Zuviel an Wasser aufzufangen / überschwommen zu werden.
    Aus gewissen Ereignissen lernen die Planungsleute, aber nicht mit Zukunftsblick. Ja, die Jahrtausendsüberschwemmung, die es vor 25 Jahren bei uns gab, würde nicht mehr passieren. aber in der Zwischenzeit sind noch höhere Risiken entstanden.
    Na gut, ich werde diesen Winter wieder den Weg mit tiefem Wasser gehen müssen.

    Ich habe - als das Thema Messerangriffe letztes Jahr mal in einem Kurs aufkam - mal gefragt, wer denn jetzt gerade eins dabei hat. Verlegenes Grinsen, Rumgedruckse. Ergebnis, im Endeffekt fast alle männlichen Teilnehmer. Noch vor der Pandemie war das an meinem damaligen Gymnasium bereits ein heißes Thema in Klasse 6. Dass Messer in Schulen mitgeführt werden, dürfte realistisch betrachtet keine Seltenheit sein und stellt ein latentes Dauerrisiko dar.

    Was für Messer und warum?

    Ich war mal zu einer Konferenz in Frankfurt unterwegs, hatte ein (gutes) Klappmesser dabei (‚Picknickfähigkeit‘ für zwei Tage) und beim Rausgehen am Bahnhof lief ich direkt durch die Waffenverbotszone durch.

    Ist mir erst später gedämmert, weil ich tatsächlich MEIN Messer nicht mit dem Messer als Waffer assoziere. Aber ich vermute, ein Großteil deiner BK-Schüler schmiert sich mittags kein Brötchen damit?

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