Ich überlege, wie du das gemeint hast. Wer hat das wem um die Ohren gehauen? Das Seminar die Reffis ans Christentum erinnernd oder umgekehrt also kritisch?
Das Seminar die Reffis erinnernd.
Gymnasiallehramtsseminar, im allgemeinpädagogischen Seminar immer wieder Fälle / Themen, die darauf gemünzt wurden (Weihnachten ist Weihnachten, nicht Winter, Adventsvorbereitungen sind wichtig für die Klassengemeinschaft, muslimisches Mädchen will nicht schwimmen, was machen Sie, muslimischer Vater will nicht die Hand geben, was machen Sie, Thematisierung von christlichen Festen in allen Fächern möglich), aber eben auch in einzelnen Fächern (in den Fremdsprachen Thematisierung von Bräuchen, in Politik Verantwortung vor Gott (Anmerkung meiner allgemeinpädagogischen Seminarleiterin nach dem Besuch einer Politikstunde, ich hatte vergessen, es anzumerken), usw..
Aber generell wurde sich sehr viel darauf abgearbeitet.
Ach, habe ich erwähnt, dass ich als doofe naive Person (aus NRW kommend) erstmal noch vor der Schulzuweisung angerufen hatte, um zu sagen, dass ich mir zwar einen Ort gewünscht hatte, aber bitte die konfessionelle Schule am Ort ausschließen möchte (wie in NRW möglich!) UND beim allerersten Termin am Seminar, als die Liste für das "Adressenbuch" des Philologenverbands (ja) rumging, das ja so wichtig ist, weil daraus auch Schulleitungen Leute aussuchen, wenn sie neue Planstelleninhaber*innen suchen (kann stimmen, aber eigentlich rufen sie am Seminar und fragen "eyh du, haste Mathe? dem geb ich schon jetzt die Stelle für in 12 Monaten"), ich die Zeile "Konfession" (für die ich zu dem Zeitpunkt noch Steuer zahlte) mit einem Strich versah, mit der Bitte, dass die Information eben nicht gegeben wird (also im Prinzip sollten wir nur unterschreiben, dass wir mit der Datenweitergabe einverstanden sind).
Chili,
im Glauben (haha) erzogen worden, dass Religion Privatsache sei und man es also nicht in jedem Gespräch als Begründung seines Handelns oder Moralkeule benutzen sollte.