Ich bin kinderlos und bin WIRKLICH nicht von einer Helikoptermutter erzogen worden, Lehrer*innen hatten IMMER Recht und 39Grad Fieber wären kein Hindernis für eine Klassenarbeit gewesen, aber ich finde es hier ziemlich interessant.
Selbst nachdem die TE geschrieben hat, dass der Schüler durch eine schulisch verursachte interne Kollision gefehlt hat, wird darauf hingewiesen, dass es normal sei, dass es schwerer sei und man auf jeden Fall andere Aufgabenformate brauche.
Ich gehe mit: Natürlich muss man eine gewisse Unterscheidung der Aufgaben und es führt fast zwangsläufig zu einer schwereren Arbeit, aber für mich kommt auch die Hypothese des genervten Kollegen, der keine Lust hat, für die Orchtesterkinder/ die Medienpaten/ die Physik-AG, die jetzt einen spontanen Auftritt / Workshop / Wettbewerbstermin hatten, und sich an die Kids "rächt".
Natürlich sind nicht alle Kolleg*innen so, aber komplett leer bleibt mein Gehirn beim Gedanken nicht, ich habe durchaus Kolleg*innen, die da recht empfindlich reagieren (und zugegeben, hängt es auch stark vom Schüler ab. Bei den aktiven SuS, die alles nachholen, stört es mich nicht. Bei denjenigen, die in allen Töpfen mitmischen und dann bei der Arbeit sagen "an dem Tag war ich nicht da" oder die Hausaufgaben nicht haben, weil sie in der Vorstunde nicht da waren, usw.., fällt es mir deutlich schwerer, ein Auge zuzudrücken. Wir sind auch nur Menschen.
Beiträge von chilipaprika
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ich bin nicht bei Kris, aber antworte aus Kenntnissen diverser Schulen:
Bili-Profil, Mint-Profil, Sportprofil, frühanfangende 2. Fremdsprache, Kunst/Musikprofil...
Klar, viele Schulen bilden dafür ganze Klassen, aber es kann auch die pädagogische Entscheidung geben, die Klassen zu mischen, um nicht zu große Leistungsunterschiede zwischen den Klassen zu haben (Horror für den Stundenplaner
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und keine unterschiedlich große Anschaffungen, die du steuerlich geltend gemacht hast?
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Arbeitszimmer-Anrechnung war höher als die HO-Pauschale?
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Das ist genau wie beim Schwimmen. Solange nichts passiert, denkt man nicht nach.
Vor ein paar Jahren ist auf einer Kursfahrt in der Region ein Schüler (volljährig, war noch G9) umgekommen. Im alkoholisierten Zustand durch ein Fenster im ersten Stock gesprungen.
Was passiert, wenn in so einem Fall die Lehrer*innen vorher mitgetrunken haben? -
brutto.
Und trotzdem ist es ein notwendiger Teil der Qualifikation.
Ist es so kompliziert, keine falsche Fakten in seiner Argumentation einzustreuen? -
Ach Quatsch! Selbstverständlich vergleiche ich mich nicht mit der Krankenschwester.
Aber auch nicht mit einem Chirurg, der eine OP inmitten einer 24-Stunden-Schicht macht. Auch nicht mit einem Hausarzt. Auch nicht mit einem Krankenhausorthopäde mit geregelten Arbeitszeiten.
Wie gesagt: Natürlich haben wir eine lange Ausbildung und Verantwortung und gehören im höheren Dienst. aber Argumentationen mit falschen Fakten sind angreifbar.
Genauso wie ich kaum jemanden kenne, der das Staatsexamen in 9 Semestern kenne, brauchen die meisten Ärzte mehr als 6 Jahre fürs Studium.
Es gibt Spielregeln. Dass die NaWi- und Technik-Quereinsteiger*innen nicht mehr Geld verdienen als die D/Ge-Kolleg*innen verdienen, gehört leider genauso dazu, wie dass ich auch nicht mehr Geld dafür, dass ich Muttersprachlerin bin, oder dafür dass ich vier Fächer vollständig studiert habe oder dafür, dass ich Zusatzqualifikationen habe oder dafür, dass eine Kollegin in der Fachdidaktik promoviert wurde. -
aber ich habe das Jahr doch darauf gerechnet?
(und mir wäre es tatsächlich lieb, wenn es wirklich ganz offiziell wäre, dass BK-Leute quasi ein 6-jähriges Studium haben (3+2+1). Ich habe zu viele Leute gesehen, denen Kellnern auch anerkannt wurde, bzw. 4 Wochen-Küchenhilfe bei Oma in den Semesterferien.
Zugegeben, ich habe einige Ausbildungen im Kopf, die viel einfacher "verkürzt" werden können, weil ich Plattys Fantasien antworte, der eben nicht im Bereich von 3,5 jährigen nicht verkürzbaren Ausbildungen ist, aber sich gerne mit dem Chirurg mit zwei Fachrichtungen vergleichen möchte. -
Du weißt aber auch, daß er früher 24 Monate dauerte? Heute dauert er nur noch 18 Monate, allerdings muss zuvor ein 6 monatiges Schulpraktikum abgeleistet werden, das es so früher nicht gab. So gesehen ist man dann auch wieder bei 24 Monaten, nur werden heute die ersten 6 Monate nicht mehr bezahlt.
Ja, früher 24 Monate, aber da dauerten die meisten Lehrämter auch nur 9 Semester. (Nein, ich werde nicht die NRW-Studienordnung fürs BK-Lehramt von vor 20 Jahren raussuchen, falls ihr ausnahmsweise 10 hattet).
Die 6 Monate Praktikum sind ein Teil des jetzigen 10 semestrigen Studiums, also weiterhin: 5 Jahre.
Ja zum Argument "Zugang zum höheren Dienst", nein zu "vergleichbare Ausbildungslänge".Meinen Ausbildung für meine jetzige Tätigkeit waren 3 Jahre Ausbildung, 4 Jahre Diplomstudium, 2 Jahre Masterstudium, 21 Monate Vorbereitungsdienst. Macht also genau 10 Jahre und 9 Monate + keine Ahnung wie viele Monate zwischendrin. Da habe ich noch keine meiner Weiterbildungen gezählt.
Ja, aber es war alles nicht der vorgegebene Weg (auch wenn es vermutlich einer der häufigsten Wege und BK/BBS ist vermutlich eh eine der Ausnahmen, insbesondere bei den Quereinsteiger*innen).
Meine Regelstudienzeit betrug 9 Semester + 24 Semester Referendariat.
Da ich meine 9 Semester ziemlich lange gezogen haben UND pausiert habe, habe ich mir sogar 6 Monate im Ref gespart
Da komme ich nicht auf die Idee, mein langes Studieren, meine Erweiterungsfächer und Zusatzqualifikationen als Voraussetzung für das Lehramt anzusehen. (dürften sich aber natürlich gerne (finanziell, stundendeputatsmäßig oder im Ansehen) auszahlen. Haha) -
der Vorbereitungsdienst dauert bei uns in NRW 18 Monate.
Und kommt nicht mit Lücken und so, die gibt es auch bei Ärzten, ich bin sogar ziemlich sicher, dass seeeeehr viele Ärzte die 5 Jahre Assistenz überschreiten (sei es wegen Praxis, wegen mehr Zeit für die Prüfungsvorbereitung oder wegen Unterbrechung und Wechsel des Standortes..).
Man (Platty) sollte aufhören, sich da zu vergleichen, wo es nicht vergleichbar ist. Wir sind keine Krankenpfleger oder Busfahrer, aber auch nicht Chirurgen (und die Chirurgen haben eine 6-jährige Facharzt-Assistenzzeit, also 12 Jahre, statt 11). Und nicht wenige Ärzte verdienen weniger als wir. -
die Ausbildung ist keine Voraussetzung, sondern wird entsprechend anerkannt, soweit ich weiß. (und wenn überhaupt: viele Ausbildungen können doch verkürzt werden, wenn man das Abitur hat, oder?)
Wir sind also bei 7,5 vs. 11. -
Was verdient das ärztliche Personal im Krankenhaus? Da wir eine ähnlich lange Ausbildung haben, müssen wir uns mit denen vergleichen und nicht mit der Krankenschwester.
Du meinst das ärztliche Personal mit 6 Jahren Medizinstudium und 5 Jahren Facharzt?
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Ich glaube, dass es - über die Pensionsverluste in vielen Bundesländern - viele Leute gibt, die für E13 den Job kündigen würden.
NICHT, weil sie keinen Vorteil ggü dem einen speziellen Kollegen hätten, NICHT, weil E13 "zu wenig" ist, sondern weil die Arbeitsbedingungen im Schulsystem nicht soooo attraktiv sind, dass man doch nicht für das selbe Geld woanders hin möchte. Von Anfang an oder nach ein paar Jahren. Zum Beispiel, wenn die Kids aus der Kita sind, oder so.. -
Ich war heute kurz am Laptop und ich glaube, da habe ich sie gesehen. Seid ihr alle übers Handy unterwegs? Ich gerade wieder und sehe auch keine Signaturen mehr
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Du hast beim BEM-Gespräch die Wahl, ob Du es in der BezReg oder "nur" mit Deiner Schulleitung machst. Wenn Du es in der Schule machst, geht es ja mehr darum, gemeinsam zu schauen, wie Du starten kannst und das halt eben auch schriftlich festzuhalten, damit es verbindlich ist, das wäre also eher mit der Schule als "gegen." Je nachdem wo die Probleme liegen macht es ggf. auch Sinn das auf Ebene der BezReg zu machen oder in der Schule jemanden mit dazu zu nehmen, das musst Du überlegen, was für Dich passt. Aber konzentrier Dich darauf, was für Dich Sinn macht und nicht darauf, wie es andere wahrnehmen könnten, denn es geht um Deinen Neustart.
Danke!
Ich habe das Schreiben noch einmal durchgelesen und konnte eben nicht herausfinden, wer dabei ist, weil ich annahm, dass auf jeden Fall jemand von der BR dabei wäre und ich es nicht lesen könnte.
Gut, dann nennen wir das Gespräch "BEM" und es ist einfach ein Gespräch, das ich sonst geführt hätte, aber es gibt dazu ein Protokoll für die BR? -
Es gibt halt - Hilfsbereitschaft hin oder her - Grenzen.
Wenn es nur 2 Relilehrer*innen einer Konfession gibt und alle Relikurse eines Jahrgangs sind immer parallel, dann kann ein Kurs gar nicht vertreten werden, sobald einer dieser Konfession ausfällt.
Und nicht jeder Jahrgang, Unterrichtsstoff oder gar Lerngruppe eignet sich dazu, auf andere Kurse aufgeteilt zu werden oder in den selben Klassenraum geschoben zu werden.
Und ehrlich: das wäre das Erste, was ich im (lebenslangen) BEM aufschreiben möchte: bitte keine solchen Überstunden. Das System ist verrückt. Man produziert Mehrarbeit, irgendwann fallen die Vertreter*innen aus Kraftlosigkeit aus, man muss sie dann vertreten.
Ich behalte aber den Gedanken im Kopf, vielleicht ist meine Schulleitung kreativ und nimmt mir meine Bedenken weg, (oder: mein Arzt besteht darauf / empfiehlt es und ich höre darauf), so dass ich am Ende doch eine gestufte Wiedereingliederung mache. -
okay, falsch verstanden.
An eine Kopplung / Doppelsteckung (ist es so gemeint?) glaube ich nicht. Da ist die Personaldecke in meinen Fächern viel zu dünn (meine Vertretungen sind vermutlich auch weit über ihre Grenzen gerade. Keine Ahnung, kein Kontakt und nur nette Sachen gesagt bekommen, aber ich bin nicht naiv). -
Danke, Kris24 .
Wie das funktioniert, weiß ich. Das hatte ich am Anfang für das Jahresende (2024/2025) geplant. Nun hat sich die Ausfallzeit verlängert.
Ich kann mir halt nicht vorstellen, das Jahr so zu starten. Je nach Personalsituation und "Dauer" bleiben die Kurse sowieso ohne Lehrkraft (und immer wieder mit Vertretung). und DIESE Situation würde mich durchaus belasten.
Dass ich im Fall einer Wiedereingliederung auch pädagogisch und kollegial entscheide und nicht nur nach mir, ist klar. -
Da bin ich noch selbst mitten im Prozess:
Vor den Sommerferien würde ich eine Wiedereingliederung machen, nach den Sommerferien würde ich (Stand heute, wie gesagt: Prozess) keine Wiedereingliederung machen.
Ich habe einfach keine Vorstellungskraft, wie ich mit nur einem Teil der Klassen starten würde und dann nach und nach. Aber wie gesagt: ich bin noch im Akzeptanzprozess.
und deswegen könnte ich zur Zeit nur sagen, was ich allgemein brauche (ich darf vermutlich nicht sagen, dass ich meinen Hund zum Kuscheln in die Schule bringen will, oder?
) -
Danke.
Ja, ergibt natürlich Sinn, wenn ich in dem Fall zum Beispiel auf die Unterrichtsverteilung und Stundenplan "Einfluss nehmen" möchte.
Ich muss das echt mit mir im Einklang bringen, BEM-Gespräch klingt für mich, als würde ich "gegen" die Schule arbeiten, weil ich doch diese Wünsche selbst formulieren könnte?
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