Mein Standpunkt ist: Es ist meine Sache, was ich in dieser Zeit mache, um wieder gesund zu werden. Wie seht ihr das?
In der Theorie sehe ich das wie du.
In der Praxis habe ich fast zwei Monate (NACH meiner Entlassung aus dem Krankenhaus) gebraucht, um wirklich tagsüber rauszugehen.
In den Osterferien (die dazwischen lagen) ging es erstaunlich gut, danach konnte ich schon wieder kaum.
Ich wohne am Schulort, selbst die Schulleitung hat mir gesagt "man weiß doch heutzutage, dass es viele Krankheitsbilder gibt, bei denen es förderlich ist, mach dir keinen Kopf, geh spazieren, wird keiner was sagen". Trotzdem fiel es mir schwer (Fitnessstudio, Schwimmen wären DIE perfekten Tätigkeiten gewesen, aber ich konnte nicht.)
Aber ich habe viel dazu gelernt:
a) es war schlecht.
b) Ich arbeite daran, das zu ändern.
c) Sollte ich jemals Leute draußen sehen, ist mein erster Impuls doch nicht "warum ist er draußen?" (Mensch krank) oder "oh nein, verstecken" (ich krank).
Ich finde, es ist etwas, was man / ich immer wieder reflektieren soll, weil die Impulse eben stark vom Gesellschaftsdruck geprägt sind.