Beiträge von Flipper79

    Die Unfallversicherung zahlt aufgrund der Regelungen des §8 SGB VII auch für Wegeunfälle bei den gesetzlich Unfallversicherten. Daraus lässt sich jedoch keine Aufsichtspflicht der Schule für den Schulweg herleiten.


    Unsere Aufsichtsplicht endet am Ende des Schulgeländes ... meinetwegen auch an dem ORt, wo die Schulbusse abfahren (für die Buskinder)

    Ich stelle mir in diesem Fall gerade eine junge Mutter vor ... Unsere Mütter brauche oftmals mindestens eine Woche Vorlauf, wenn es um Nachmittagstermine geht (Konferenzen, Elternsprechtage & Co), um die Kinderbetreuung zu gewährleisten. Ich jedenfalls habe - auch wenn ich keine Kinder habe - oftmals nicht kurzfristig Zeit (ich habe auch ein Privatleben). Wenn der Termin wirklich dringend ist, wäre es etwas anderes ...

    Die TE hat einen triftigen Grund den Termin abzusagen ... ihre Prüfung ist erst mal wichtiger .

    Wir schicken die Kids zum Hausmeister oder Sekretariat, damit sie da nachfragen, ob ne Jacke oder ähnliches abgegeben wurde.
    Kommentar eines Kollegen (der nicht für Schüler- und Elternohren bestimmt ist): Och ... vielleicht möchte Lieschen Müller nur ne neue Jacke haben und hat sie absichtlich verloren ... *Hust*
    Die Eltern müssen für den Verlust haften, es sei denn es ist klar, was mit der Jacke passiert ist. Wenn Hänchsen Meier die JAcke geklaut hat, muss er sie halt bezahlen oder zurück geben.

    Sowas passiert, wenn man zwar die falsche Antwort gibt (bzw. die Antwort, die nicht gefordert war), aber die theoretisch halt auch funktionieren würde.

    Ein Kollege würde sagen: "Na super. Da müsste man jetzt entweder anfangen das Punktesystem aufzublähen [um Teilpunkte zu vergeben] oder halbe Punkte vergeben.

    Da ich hier schlecht als halber Nacktmull und als halbe Katze rumlaufen kann [vorne Katze, hinten Nacktmull oder umgekehrt] hab ich mich mit der TE darauf verständigt als Nacktkatze rumzlaufen. :essen:

    Üblicherweise können auch wir Mathelehrer ordentlich schreiben. Nimmt man zu der seltsamen Frage (krankgeschrieben ist krankgeschrieben) die schlimme Rechtschreibung und die Tatsache, dass du gleich mehrere User per PN belästigst, zusammen, bleibt nur der Schluss, dass du offensichtlich ein gelangweilter Schüler bist. Damit bist du hier nicht schreibberechtigt und wirst gesperrt. Solltest du wirklich Lehrer sein, rate ich zu eindringlicher Beschäftigung mit dem Duden, dem Arbeitsrecht und dem Knigge. Dann könnte man es auf einen zweiten Versuch hier im Forum ankommen lassen.

    Ich kann dir in allen Punkten nur zustimmen ;)
    Vielleicht ein gelangweilter Schüler, der mit krücken zur Schule muss und keinen Bock hat ....

    Vielleicht nur noch eine Anmerkung zum gesellschaftlichen Leitbald und NRW-Schulpolitik :
    Mal abgesehen von den Schülern, die an ihrer Schulform sowieso Fehl am Platz sind haben wir noch ein weiteres Problem. Das Leitbild des selbstverantwortlichen, fleißigen und leistungsorientierten Individuums schwindet in unserer Gesellschaft leider immer mehr (Das merkst Du jeden Tag bei den Schülern, geehrter Flipper79 !).

    Ja leider ....
    Ich kenne genug Arbeitgeber, die beklagen, dass ihre Arbeitnehmer resp. Azubis gerne mal zu spät kommen, wegen eines Schnupfens oder anderer Kleinigkeiten zu Hause bleiben, am Arbeitsplatz mehr mit ihren Kollegen tratschen als zu arbeiten. Oder sie surfen im Internet, spielen mit ihrem I-Pod / Smartphone, whatever
    Dieses Phänomen merke ich natürlich auch in der Schule: Quatschen mit dem Banknachbarn / spielen mit elektronischen Mitteln / fehlen häufig (gerne auch mal an Klausurtagen in der Hoffnung, dass die Nachschreibeklausur dann so ähnlich wird (und fallen aus allen Wolken, wenn ich mich "erdreiste" eine komplett andere Klausur zu stellen, die so rein gar nix mit der Orignialklausur zu tun hatte (mal abgesehen vom Thema). Mädels, die während des Unterrichts sich lieber um ihre Frisur kümmern (oder die ihrer Freundin) ...

    Zitat

    Eine künftige Generation, die in der Schule nur gelernt haben wird, den Der-Lehrer-Hat-Schuld-Automaten anzuschmeissen, wenn eigenes Versagen vorgelegen hat.


    Jup ... Leider.
    Und die Eltern stehen dann beim chef und beschweren sich ...
    Unsere Schüler haben ja mittlerweile ein gewisses Bulimie-Lernen verinnerlicht (wenn sie denn überhaupt lernen). Ausnahmen bestätigen die Regel ...

    Zitat

    Ich glaube, als Unternehmer wäre ich in ca. 10 Jahren so weit, dass ich
    mir als Mitarbeiter eher leistungsbereite und motivierte aus China oder
    Indien in meinem Betrieb vorstellen könnte, wenn wir durch ein
    vernünftiges Einwanderungsgesetz motivierte und qualifizierte junge
    Einwanderer ins Land bekommen.

    Das könnte ich dir nicht verübeln. Und die Schüler, die nur faul sind, sind dann diejenigen, die auf die Straße gehen und rechtsradikale Parolen schreien (nicht zwangsläufig wohlgemerkt).

    @ Friesin: Das mit den Kopien kenn ich. Meine Schüler argumentieren immer gerne "Sie können doch gratis kopieren. Wie müssen dafür Geld zahlen. Können Sie das bitte nicht noch mal kopieren?"

    Aber im Endeffekt hast du Recht.

    @ Bolzbold. Guter Deal. Den sollte ich meinen Schülern auch mal anbieten :D In diesem Quartal dürften einige Schüler nen Defizit bekommen. Aber ob es hilft und im Sinne von unserer Schulministerin ist? Egal!

    @ Ruhe: Ich kann deinen Frust verstehen.

    Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Schüler glauben, dass sie - nur weil sie noch zur Schule gehen - chillen können bzw. gerade deshalb noch zur Schule gehen. In der Ausbildung könnten sie sich ein solches Arbeits- und Lernverhalten nicht leisten.

    Lieber beschweren sie sich, dass sie ja so viele Klausuren schreiben müssen und dass es ja alles so stressig ist ... und wenn man sagt, sie dürfen in Mathe oder Physik keine Formelsammlung in der Klausur verwenden oder nur das gedruckte Werk, aber keine selbst geschriebenen Zettel mit Formeln drauf, ist das Geschrei groß. (Mal Formeln auswendig zu lernen ist ja auch eine wirklich Zumutung).

    Ach ja noch eine Ergänzung zu meinem Beitrag gestern (von wegen Tollhaus Bildungspolitik)
    Wenn man sich die Entwürfe der neuen Kernlehrpläne für die gymnasiale Oberstufe anschaut, denkt man sich: Wie soll man das bitte alles schaffen (zeitlich gesehen). So wird der Unterricht wieder völlig überfrachtet mit Inhalten und Kompetenzen, die die SuS bitteschön zu erwerben haben (Beispiel Mathe: Da sollen wir plötzlich in der EF auch was zu Vektoren und zur Stochastik machen). Eigentlich KANN das nur schief gehen. Aber uns fragt ja keiner.
    Offenbar habe diese Entwürfe Leute gemacht, die seit Jahrzehnten keine Schule mehr von innen gesehen haben und keine Ahnung von der Schulwirklichkeit haben.

    Zitat Wollsocken :

    Nein, es ist noch viel schlimmer ! Bei uns in NRW herrscht nämlich das rotgrüne leistungsherunternivellierende und gleichmacherische Chaos in der Schulpolitik. Und wie formulierte unsere liebe Schulministerin Frau Löhrmann (Grüne) das beim Amtsantritt so schön ? "Wir lassen niemanden zurück !" Noch Fragen ?8_o_)


    Da kann ich nur zustimmen. Einiges aus dem Tollhaus der NRW-Schulpolitik
    1) Inklusion soll durchgesetzt werden - egal ob die Kommunen die Kosten dafür tragen können oder nicht und egal, ob die Fachkollegen vor Ort die notwendige Ausbildung besitzt oder auch nicht.
    2) Wie Elternschreck schon schrieb: Kein Schüler soll zurück gelassen werden. Die Versetzung soll Regelfall sein.
    Um diese zu gewährleisten, müssen sämliche Fördermaßnahmen, die durchgeführt wurden genau dokumentiert werden und erst wenn wirklich alles (was ist alles?) kann man den Schüler das Schuljahr wiederholen lassen.
    3) Da die Schüler des Gymnasiums nach einem Erlass nicht mehr auf die Real- oder Hauptschule wechseln können, wenn sie erst einmal in der Jgst. 9 sind, gibt es jetzt die folgende Anweisung: Wenn bei einem Schüler in der EF (und nur der EF, nicht etwa ein Schüler am Ende der Stufe 9) im Laufe des 1. Halbjahres große Bedenken bestehen, dass er den Schulabschluss (Mittlere Reife) auf dem Gym nicht schafft, der darf (nach Rücksprache mit der BezReg) in die 10. Klasse einer Realschule wechseln und dort sein Glück versuchen. Die bisher erworbenene Berechtigungen (insbesondere die Versetzung in die gymnasiale Oberstufe) gehen nicht verloren. Immerhin wird das Jahr in der Stufe 10 der Realschule auf die Höchstverweildauer in der gym. Oberstufe angerechnet. Wenn also Lisa Müller die EF bereits wiederholt und die Fachkollegen zum Schluss kommen (im 1. Halbjahr), dass Lisa auch am Ende des Schulhalbjahres nicht die erforderlichen Noten hat, um die mittlere Reife zu erwerben, darf dann auf die Realschule wechseln. Wenn sie dort ihren Schulabschluss meinetwegen mit einer 4 schafft, darf sie wieder aufs Gym. Da sie aber in der Oberstufe nur noch 2 Jahre verbleiben darf (Höchstverweildauer 4 Jahre, 2 hat sie bereits "verbraucht") wird sie in die Qualifikationsphase übernommen ...
    4) Der Elternwille zählt, nicht mehr die Empfehlung der Grundschullehrer im 4. Schuljahr (Empfehlung für die weitere Schullaufbahn)
    5) Gesamtschulen & Ganztagsschulen sollen mehr oder weniger das Leitbild der Zukunft werden (Hauptschulen sollen aufgelöst werden, wenn nicht mehr genug Schüler diese Schule besuchen und z.B. mit der Realschule zusammengeschlossen werden). Gymnasien sollen nicht abgeschafft werden.
    6) Ständig neue Schulversuche: Sekundarschule (kein Schulversuch mehr), Gemeinschaftschule, seit neustem bei LEO (Online-Lehrer-Einstellungsportal) Primusschule (Google verrät, dass die SuS von der 1. bis zur 10. Klasse die gleiche Schule besuchen und nicht nach der 4. Klasse die Schule wechseln).
    G8- und seit neustem wieder die Möglichkeit für G9 (9 Jahre Gym) ... joah

    Resultat?
    1) NRW schneidet in allen Vergleichsstudien schlecht ab. Frau Löhrmann findet dieses zwar schade und sagt, dass mehr getan werden muss, um voran zu kommen, verweist aber auch darauf, dass die Erhebungen ja bereits Jahre zurückliegen, also nicht aktuell seien.
    2) Arbeitgeber finden keine qualifzierten Arbeitskräfte, die gute Noten haben & leistungsbereit sind.


    Aber: Die Abiturienten haben ja immer bessere Noten ... Alles gut? Ja? Nein - ältere Kollegen sagen, dass das Niveau - wie Elternschreck - sagt, deutlich gesunken sei. Das, was sie früher gemacht hätten, könnten sie heute nicht mehr machen (SuS verstehen es nicht mehr). Schüler bekommen heute deutlich leichter gute Noten als früher --> Womit wir wieder beim besseren Abischnitt wären.

    Verehrter Elternschreck! Habe ich etwas Wichtiges vergessen, außer, dass im Zweifelsfall der Lehrer schuld ist, wenn die Schüler schlechte Leistungen erwerben?

    ISt zwar nicht auf die Schule bezogen, aber vll. hilft es dir:

    http://dejure.org/gesetze/SGB_X/45.html


    Kann die Schülerin nicht eine Nachprüfung machen, um den erforderlichen Notendurchschnitt zu erreichen?

    Uns (NRW) wurde im Seminar mal gesagt, dass wir z.B. die Note einer Klassenarbeit nach der Rückgabe nicht mehr verschlechtern dürfen, wenn wir im Nachhinein festellen, dass der Schüler noch mehr Fehler gemacht hat, die wir übersehen haben.

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