Auch wenn Arbeitnehmer mehr Privilegien genießen mögen, so hat der Lehrerjob im Gegensatz zur freien Wirtschaft wesentliche Vorteile. Insbesondere können wir im Gegensatz zu den Mitarbeitern in der freien Wirtschaft nicht einfach vor die Tür gesetzt werden, wenn die Firma pleite geht oder wir zu alt werden / nicht mehr so leistungsfähig sind. . Wenn die Schule geschlossen wird, werden wir versetzt.
Ich möchte meinen Lehrerjob auf keinen Fall gegen einen in der freien Wirtschaft tauschen. Wer lieber die Privilegien der freien Wirtschaft haben möchte, der kann gerne in diese wechseln.
Beiträge von Flipper79
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Es kommt zwar nicht oft vor, dass ich dir 100% ig zustimme Silencium, aber hier kann ich dir nur folgendes sagen:
Es gibt nicht derart individualisiertes Arbeitsmaterial für das Gym, sodass man den Unterricht für jedes Kind individuell vorbereiten kann. Dazu müsste man Arbeitsblätter selbst erstellen, aber bei einem Stundendeputdat von 25 Wochenstunden, mehreren Lerngruppen (die nicht parallel unterrichten kann), der Korrekturbelastung, ist man froh, wie du richtig sagtest, dass man den Unterricht einigermaßen auf die Bedürfnisse der Lerngruppe vorbereitet. Das einzige was einem bleibt: Binnendifferenzierung, Stationelernen, whatever.Bei einem Kind mit sonderpäd. Förderbedarf kommt - wie bereits beschrieben wurde - hinzu, dass es eine ganz andere Betreuung benötigt als ein "normales" Kind. Dazu bin ich zum einen nicht ausgebildet, zum anderen muss ich allen Kindern gerecht werden. Ich kann einem lernbehinderten Kind nicht einfach ein Arbeitsblatt in die Hand drücken und sagen: "Mach mal". Wenn ich mich diesem Kind mehr zuwende, kann ich in der gleichen Zeit die anderen nicht mehr gut genug betreuen und ihnen den Stoff vermitteln bzw. sie fördern.
Mit 30 Schülern in einer Klasse kann ich nicht jedes Kind so individuell fördern wie es notwendig wäre. Zeige (Susannea) den Gymnasiallehrer, der das schafft.
Zum Raumproblem: Du (Susannea) hast in einem anderen Beitrag geschrieben, wenn man mit Kollegem X zusammenarbeitet, hat man automatisch 2 Räume zur Verfügung. Aber: Viel bringt es mir nix, da der Nachbarraum ja auch belegt ist. Für eine gute Betreuung der behinderten Kindern benötige ich einen eigenen Raum mit einer entsprechenden Ausstattung (wobei ich da wieder Probleme mit der Aufsichtspflicht der anderen Kids bekomme, wenn ich die allein lasse).
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Die Lehrer, die diese so machen, ja, bitteschön. Sollen sie doch unter ihrer Arbeit zusammenbrechen.
Die Schüler werden davon doch erst einmal nichts merken, für die ist alles wie immer.
Die werden deshalb sicherlich nicht dümmer, nur mit mehr verschiedenen Lehrern versehen.
Aber gerade Kinder in der GS / den "Kleinen" an der weiterführenden Schule / Kindern mit sonderpäd. Förderbedarf benötigen eine Kontinuität im Lehrerpersonal. Wir bemühen uns, dass die 5er nicht allzu viele Lehrer haben, sondern dass Kollege xy möglichst 2 oder mehr Fächer in einer Klasse unterrichtet.Wenn Lehrer unter der Last zusammenbrechen kommt es entweder zu einer Unterbrechung der Kontinutät, den besagten langen Fehlzeiten der Kollegen und / oder zur Verringerung der Qualität (da Lehrer, die aufgrund der hohen Arbeitsbelastung zusammebrechen, nicht leistungsfähig genug sind).
Zudem kann man - auch wenn man mit Kollegen gemeinsam arbeitet - nicht allen Kindern gerecht werden.
Fazit wird (vermutlich) sein, dass Förderschüler weniger Lehrverträge bekommen. Weniger da sie dümmer geworden sind, sondern da sie nicht genügend gefördert wurden, nicht die auf sie zugeschnittene Berufsvorbereitung erhalten haben.
@ rothstein:
für deine Beiträge. -
Sicherlich gehört ein Dienstwagen und ein Geschäftsessen nicht zu den Privilegien eines Lehrers, aber wie viel % der Arbeitnehmer (auch in der freien Wirtschaft) genießen diesen Luxus? Sicherlich nicht alle.
Ich bin gerne Lehrerin. Ich möchte nicht in der freien Wirtschaft arbeiten. Wenn du alles am Lehrerjob kritisierst, dann arbeite doch in der freien Wirtschaft, wo alles doch so toll ist. -
An meiner Schule gibt es zwar Parallelklassen und wir sprechen und auch ab, mit welchem Thema wir anfangen, verwenden teilweise auch das gleiche Unterrichtsmaterial, aber eine wirklich gemeinsame / arbeitsteilige Zusammenarbeit scheitert an folgenden Aspekten:
1) Unterschiedliche Lehrerspersönlichkeit --> Was bringt es mir, wenn ich 1:1 die Materialien vom Kollegen X übernehme, seine Unterrichtsmethoden etc. wenn ich dabei nicht authentisch bin?
2) Unterschiedlich leistungsstarke Klassen.
3) Unterschiedlicher Unterrichtsausfall in den Klassen. Unterrichte mal im 2. Schulhalbjahr an einem Donnerstag / Freitag. Wegen diverser Feiertage / bewegl. Ferientage / sonstiger Unterrichtsveranstaltungen, die zufälligerweise auch an einem Donnerstag & Freitag stattfinden, hängt Kollege A gegenüber Kollegem B, der Mittwochs in der Parallelklasse unterrichtet.
4) Eine befreundete Kollegin sagte, ihr stünden pro Woche gerade mal für 2 Stunden ein Förderschullehrer zur Verfügung. Der Rest der Zeit musss sie allen Kindern gerecht werden (trotz fehlender Ausbildung im Förderschwerpunkt xy).Hinzu kommt: Gerade im gymnasialen Bereich muss ich auf zentrale Prüfungen hin arbeiten. Oft genug erleben wir, dass die Zeit für eine sinnvolle Vorbereitung kaum ausreicht (leistungsschwächere Kinder, die mehr Übung benötigen vs. Zeitmangel, Unterrichtsausfall wegen Krankheit, Feiertagen, ...)
Wie nestedis erwähnte, muss ich gleichzeitig die Kinder mit sonderpäd. Förderbedarf intensiv betreuen (ein "mach mal" wird kaum ausreichen).Inklusion ist gut, aber dann bitte unter richtigen Rahmenbedigungen:
1) genügend Personal (auch im Krankheitsfalle)
2) richtige Qualifzierungen
3) Zur Verfügung stellen von den benötigten Räumlichkeiten
4) Geld
...So wie Inklusion momentan betrieben wird, geht es zu Lasten aller Kinder, zu Lasten der Qualität.
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Wenn man als Team arbeitet ist es keine Mehrarbeit, aber genau darauf wollen sich viele Kollegen eben nicht einlassen.Dafür benötigt man Personal. An meiner Schule sind wir froh, wenn wir den Unterrichtsbedarf gerade so abdecken können. Ans Teamteaching ist nicht zu denken.
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@ Silencium: Er ist nicht promoviert, arbeitet aber als BWL'ler in einer Bank in einer höheren Positition.
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Hat du da eine persönliche Erfahrung? Oder von einer Kollegin? Oder eine Internet-Quelle?
Das glaubst auch nur du. Schonmal in der Wirtschaft gearbeitet?Zustimm. Wenn man die (manchmal') langen Krankheitszeiten mancher Lehrer betrachtet, denkt man nur: In der freien Wirtschaft wären sie schon längst gekündigt worden.
Ich sehe es auch bei einem Nachbarn, der in der freien Wirtschaft arbeitet: Bei ihm werden unentgeltliche Überstunden erwartet. Er geht früh morgens aus dem Haus und kommt meist erst spät heim.
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Diese Entwicklung finde ich ganz gut. Nur mit dem "Testen", das finde ich schon echt lustig. Die brauchen sich doch nur die DDR-Bildung anschauen. Nach über 20 Jahren wird das Rad neu erfunden.
Sowas ähnliches gab es von Klasse 1 bis 8 schon u.a. in den 50er Jahren in NRW. Das ganze nannte sich Volksschule (ging bis Klasse 8, danach gingen Jugendlichen in Lehre). Daneben ga es noch das Gymnasium. -
... wenn ich mit meinem Schulschlüssel das Lehrerzimmer aufschließe, obwohl es schon auf ist
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Geht mir genauso. Wenn das Zeugnis für Schüler xy aus irgendwelchen Gründen so wichtig ist (NC an Uni, Bewerbungszeugnis), dann soll er sich bitte auf den Hoenboden setzen und lernen / im Mündlichen mitmachen. Wenn er faul ist, hat er halt ne schlechte Note.
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Ich denke auch, dass Klassenfahrten, Schulfeste organisieren etc. zum Lehrerjob dazu gehören. Auch wenn beides mit Zusatzarbeit & ggf. Zusatzkosten verbunden ist, machen solche Fahren, Schulfeste auch Spaß. Schüler lernt man dort oft ganz anders kennen als im Unterricht. Ich finde es z.B. beim Anbieten eines Projekts beim Tag der offenen Tür toll mit interessierten Schülern ein Projekt auf die Beine zu stellen, das zukünftige Viertklässler spannend finden. Wenn die es toll finden, hat sich die ganze Mühe und der zusätzlich in der Schule verbrachte Samstagvormittag gelohnt. Ähnliches gilt für Klassenfahrten: Wenn die Schüler anschließend sagen: Die Fahrt hat Spaß gemacht, dann freue ich mich.
@ Tintenklecks: Gerade in der Stadt schauen Eltern sich sehr genau an, welches Schulprogramm eine Schule hat, welche AG's sie anbietet, wie der Tag der offenen Tür gestaltet wurde, wie Schulfeste veranstaltet werden (was dort geboten wird) etc. Aber auch auf dem Land können solche Kriterien durchaus entscheidend sein, ob die Eltern ihr Kind an Schule A in Ort F. anmelden oder doch lieber an Schule B in Ort G. (v.a. wenn die Fahrzeit für die Schüler zu beiden Schule gleich ist).
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So, nach Rücksprache mit dem SL, muss die Kollegin, ihre Arbeit auf nächste Woche verschieben.
Danke für eure Antworten.
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Danke für deine Antwort Moebius, ich werde morgen mal mit meinem SL sprechen und ihn fragen wie weiter vorgegangen werden kann. Immerhin hatte ich die richtige Vermutung, dass 3 Arbeiten pro Woche nicht erlaubt sind.
Lg Flipper
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Danke für eure Antworten. Diese Kollegin hat die 3. Arbeit einfach so festgesetzt, obwohl ein anderer Kollege und ich unsere Arbeiten bereits terminiert hatten. Diese Kollegin ist u.a. aus besagtem Grund nicht bereit ihre Arbeit zu verlegen (und da kein anderer Termin mehr möglich war. Es sei denn sie hätte für ihre Arbeit den Tag vor Abgabe der Noten geschrieben). Nun habe ich Angst, dass ich meine Arbeit eben verschieben muss und eine Nachtschicht einlegen muss, um die Arbeit zu korrigieren (ich werde im Falle eines Falles natürlich alle Hebel in Bewgung setzen dieses nicht zu tun) oder dass eben ein Schüler wegen seiner Note Einspruch einlegt (wie Moebius schrieb)
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Soweit ich weiß, dürfen in der Sekundarstufe I nur 2 Klassenarbeiten pro Woche geschrieben werden.
Ist dieses eine "in der Regel" - Bestimmung oder eine echte Begrenzung auf 2 Klassenarbeiten? Eine Kollegin meint, dass eine Lerngruppe - wenn sie einverstanden ist - auch 3 Arbeiten pro Woche schreiben darf.(Frage für NRW)
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Hallo Mara,
ich mache es immer so: Klicke in der oberen Navigationsleiste auf "Einfügen" --> In der Zeile darunter kannst du jetzt auf "Formen" klicken --> Suche dir eine bestimmte Form (z.B. unter "Rechtecke") aus und klicke auf die gewünschte Form. --> Gehe mit der Maus auf die Folie (an die Stelle, an der du dein Post it hin haben möchtest) und ziehe es in die gewünschte Form. Momentan ist es blau (was natürlich auf blauem Hintergrund ungünstig ist.
Klicke in der Navigationsleiste oberen Navigationsleiste nun auf "Fülleffekte". Klicke mit der Maus auf den noch blaues Post it. Gehe nun mit der Maus auf Fülleffekte und klicke mit der linken Maustaste drauf. Jetzt öffnet sich ein Fenster und du kannst jede beliebige Farbe auswählen. Farbe anklicken. Unter "Formkorrektur (unter Fülleffekte) kannst du nun die Linienfarbe ändern _(mit linken Maustaste draufklicken + Farbe ändern)
Nächster Schritt: In der oberen Navigationsleiste auf "Einfügen" --> Dann auf "Textfeld und mit der linken Maustaste auf das gelbe Post it (dort wo du den Text hin haben willst. (Größe Textfeld kannst du mit der linken Maustaste z.B. an den Eckpunkten ziehen --> Text schreiben --> Fertig.Ich hoffe, ich konnte dir helfen
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@ Parallelrechner: Na, du musst bei deiner Prf ja keine Bewirtung machen. allerdings wird die Kommission not very amused sein. Allerdings wird es auf dich zurückfallen. Ob Usus oder nicht: Es ist einfach höflich, wenn man der Kom. etwas anbietet.
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Ich finde die Bewirtung der Prüfungskom. auch nicht als Bestechung, sondern als Akt der Höflichkeit. Zumal ist es mittlweile ohnehin Usus, das Refs & Obas-Kandiaten die Prüfungskom. bewirten.
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Ich sehe es genauso. Bei uns ist es ohnehin oft schwierig Klassenarbeit zu terminieren (nur 2 Arbeiten pro Woche, Notenschluss, genügend Stoff für Arbeit "sammeln", Unterrichtsausfall wegen Jahrgangsversammlungen, anderen Klassenarbeiten, die über 2 stunden gehen und meinen Unterricht tangieren, ...) Wenn ich dann auch noch Fußballgerecht meine Arbeiten legen sollte, käme ich vermutlich nie mehr dazu bis zum Notenschluss.
Ich würde die Arbeit auch am Donnerstag schreiben.
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