Beiträge von C.B.

    du musst dir nichts bieten lassen, sondern solltest distanziert und sachlich und angemessen mit den schulüblichen sanktionen reagieren. und vor allem solltest du das nicht persönlich nehmen. das kind reagiert vermutlich nur auf deine rolle, nicht auf dich als person. falls es doch um dich als person geht (und nur dann wäre es eventuell "mobbing"), dann müsste ein machtungleichgewicht zwischen euch herrschen, bei dem die schülerin alle anderen zumindest so weit bringt, dass sie nichts mehr gegen das mobben unternehmen/still halten - "alle anderen" meint schulleitung, kollegen, eltern, mitschüler - während sie dich weiter gezielt und "fies" fertig macht (so ist "mobbing" nun mal definiert). das kann sie nur, wenn du dir das gefallen lässt, weil du in einer sowohl institutionell (du bist ihre lehrerin!!), als auch menschlich (du bist erwachsen, sie ist gerade mal 17!) überlegenen position bist. diese verlässt du nur, wenn du das zulässt. das ist kein vorwurf an dich, sondern mehr ein appell, dir deiner (macht-!)position mehr bewusst zu werden und diese überlegt und gezielt und angemessen (nicht aus rache oder aus persönlichen motiven oder wie auch immer) im rahmen deiner beruflichen aufgaben einzusetzen. sanktionier das kind, wenn es stress macht, ansonsten behandeln wie alle anderen auch, und fertig. was das kind über dich herumerzählt oder so ist doch völlig egal. und die schulleitung wird hoffentlich nicht ständig zeit haben, mit einem empörten kind zu sprechen, das zweimal die woche angerannt kommt, weil "frau c.b. hat schon wieder einen fehler gemacht!". lass sie doch hinrennen. stress dich nicht so wegen einer schülerin. es ist wirklich nur eine schülerin, und wenn sie sich völlig daneben verhält, hast du alle möglichen mittel, das zu dokumentieren und vor allem zu sanktionieren. was genau macht sie denn? was erzählt sie der schulleitung? inwiefern deckt dich die schulleitung oder andere gruppenmitglieder im mobbing-gefüge (eltern, kollegen, mitschüler des mädchens) dich nicht? nur so kann die jugendliche ja überhaupt ein macht-ungleichgewicht dir gegenüber aufbauen.


    hallo Kecks, alles, was du geschrieben hast, mach ich ja schon längst. Außerdem sind wir inzwischen erst bei der Stufenleitung angekommen, aber noch nicht bei der Schulleitung. Die kriegt den Fall erst noch auf den Tisch. Doch, es geht schon gegen mich als Person, aber es hätte im Grunde jeder sein können. ich vermute, ich war es, weil ich relativ neu bin und dieses ganze Procedere mit den Ordnungsmaßnahmen noch nicht so verinnerlicht habe wie die älteren Kollegen, was weiß ich, vermutlich nur, weil sie sich irgendwo für anderen Frust abreagieren wollte. Es ist nicht immer Feuer, wo Rauch ist. dennoch versaut sie das Klima in der Klasse, denn die 4 Schnepfen, die sie unter ihrer Fuchtel hat, sind Mädchen in der Klasse, in der ich auch Klassenlehrerin bin. Beschwert hat sie sich darüber, dass ich gegenüber einem Kollegen gesagt habe, dass ich froh bin, dass sie aus einem meiner Kurse raus ist (ich habe darauf bestanden, sie in eine Parallelklasse wechseln zu lassen), das hat sie anscheinend mitgekriegt, so dass mir prompt ein Gegenmobbing vorgeworfen wird.


    Ich habe dafür gesorgt, dass die Sache mit der prügelei von Schülern aus der 5.Klasse nochmal untersucht wird. Um ein Haar wäre eine Schülerin dafür allein bestraft worden, die nicht die ganze Tat verantwortet. Besagte mich mobbende Schülerin war daran mit anderen ebenso beteiligt, was sie aber leugnet. Da ich inzwischen durch die Mobberei weiß, wie die drauf ist, konnte ich nicht glauben, dass sie damit nichts zu tun hat wie sie behauptet hat. Die Stufenleitung fand aber nicht gut, dass ich mich da eingemischt habe (durch Befragen der Opfer).
    in Zukunft halte ich mich da raus, mir war es nur wichtig, dass die Stufenleiterin mit den Opfern spricht und ich habe beide Parteien zusammen geführt. Vorher hätte man sich allein auf ein Protokoll verlassen, das die Opfer geschrieben haben und das nur eine einzige schülerin für die tat verantwortlich macht (es stellte sich heraus, dass die Opfer aus der 5.Klasse nur den Namen dieser einen Schülerin kannten, die anderen aber nicht). Wie es aussieht, waren mehrere an der Prügelei der 5.Klässler beteiligt, unter anderem eben diese mobbende Schülerin. Hätte ich nicht interveniert, wäre vermutlich eine schülerin, die kurz vor dem Schulverweis steht, über die Klinge gesprungen. So was lasse ich nicht zu. Selbst wenn ich unbequem werde.


    Selbstverständlich habe ich Sie sofort nach den ersten provokativen Störaktionen zu einem Einzelgespräch aufgefordert. Sie ist mit "ich habe einen wichtigen Termin und kann nicht" an mir vorbeigelaufen. Das hat sich ein weiteres Mal wiederholt, bis ich sie endlich zu einem Einzelgespräch kriegte. Dort war sie in keinster Weise zugänglich, beleidigte aufs neue mich und meinen Unterricht und sagte auf meine Äußerung, dass auch ihre Leistungen erheblich nachlassen, dass ihr alles egal sei, auch ihre Zukunft. Die Eiseskälte dieses Mädchens hat mich wirklich erschreckt. Durch ein normales Gespräch ist die längst nicht mehr erreichbar. Ich tippe auf dissoziale Persönlichkeitsstörung, jedenfalls ist ein absoluter Mangel an Empathie auffällig. dazu kommt extrem manipulatives Verhalten, Lügen, Gewalttaten, die sich häufen (vor allem gegen jüngere Kinder !), sie muss sich dafür bereits vor gericht verantworten --- diese veränderungen tauchten vor 2 Monaten ganz plötzlich auf ! Vorher war das eine lebendige, fröhliche und blitzgescheite Schülerin !


    Oh je, jetzt muss ich mal ein paar Dinge klarstellen. Ich habe in den anderen Klassen keinerlei Probleme und bin durchaus, auch in der Oberstufe (dort ganz besonders) "Herr" im Haus. Und unprofessionell bin ich auch nicht. Die Schülerin hat ja auch bereits vor 3 Wochen mit ihrem Störverhalten aufgehört und seitdem läuft dort der Unterricht wieder normal. Mein Verhältnis zu Kollegen und Leitung ist auch gut, nur bin ich eben anders als die anderen erst seit 2 Jahren an Bord und insofern noch relativ "neu", man kennt sich noch nicht so gut. Aber Kollegen und Leitung gehen mit mir durchaus respektvoll um. Es arbeiten an meiner Schule auch recht erfahrene Menschen, durchweg recht sympathisch. Insofern ist Polen längst noch nicht verloren. Arbeiten muss ich sicherlich noch an meiner Sachlichkeit (im direkten Umgang mit Schülern kann ich das aber eigentlich schon recht gut), aber ich habe mich durch die Schülerin auch provozieren lassen, was nicht gut war (Brüllorgien). Das habe ich bereits abgestellt. Mehr Distanz muss ich auch üben, das ist sicher richtig.


    Sich ein Feed Back von Schülern zum Unterricht einzuholen, sehe ich allerdings noch nicht als Zeichen von Schwäche. Ich bin durchaus kritikfähig und wenn man so herbe angegangen wird von einer Schülerin fragt man sich schon, ob da was mit dem eigenen Unterricht nicht stimmt und ob man selbst eine falsche Wahrnehmung hat. Der Rest der Klasse hat ja auch bestätigt, dass der Unterricht völlig o.k. war, was meine eigene Einschätzung bestätigt hat. Was ist daran schlimm ?


    Ich finde übrigens durchaus, dass Schüler einen Lehrer mobben können. Und ich finde auch, dass sie dafür zur Verantwortung gezogen werden müssen. Die Entschuldigung "Das ist ein Kind und weiß nicht, was es tut" (Hallo ? Die ist 17 !) finde ich falsch. Die weiß ganz genau, was sie tut.


    Es gibt de facto Schüler mit einer ernsthaften Persönlichkeitsstörung. Bei der Schülerin, die sich seit zwei Monaten auch für übelste Prügeleien verantworten muss, ist diese meines Erachtens eklatant, weil sie vorher wirklich eine ganz andere Person war (was auch andere bestätigen). Die Unterrichtssötrungen haben seit drei Wochen aufgehört, nicht aber das Mobbing, sprich das Aufhetzen ihrer Mädchenriege gegen mich. Ich habe gegenüber einem Kollegen geäußert, wie angenehm es ist, dass besagte Schülerin nicht mehr in einem meiner Kurse ist, das muss sieirgendwie mitgekriegt haben und hat es sofort zur Leiterin getragen. So was eben. am Unterricht kann sie gar nichts aussetzen, denn der läuft völlig normal inzwischen. Da kann gerne jederzeit jemand hospitieren ...:).


    Ich muss mich da für gar nichts rechtfertigen. Aber genau das regt mich auf: wieso muss ich mich eigentlich dauernd rechtfertigen ? Müssen sich Lehrer alles bieten lassen ??? Selbstverständlich ist eine 17 Jährige für ihr Verhalten zur Verantwortung zu ziehen. Der Mythos, per se sei immer nur der Lehrer schuld, ist ein Unding in meinen Augen.

    wirklich ein beeindruckendes Beispiel von Sachlichkeit :pfeif:


    Ja Hergott, kann man nicht mal hier die Wahrheit sagen ???? Selbstverständlich könnte ich diese Schülerin mittlerweile vierteilen. Im Untericht behandle ich sie wie alle anderen auch, so viel "Professionalität" kriege ich schon hin, bin ja nicht völlig gaga.

    Ach so, in einem Punkt, Elternschreck, muss ich dir widersprechen: es handelt sich wirklich um Lehrermobbing, nicht um das übliche, pubertäre Störverhalten, mit dem ich durchaus umgehen kann. Auch gingen die Mobbing-Aktionen fast zwei Monate, seit Mitte Januar hat die Schülerin damit aufgehört und ist folglich auch nicht mehr von mir aus dem Unterricht verwiesen worden. Sie will sich ihre Note nicht versauen. Allerdings betreibt sie versteckt ihr Mobbing gegen mich weiter, indem sie mich bei der Leitung diskreditiert, ihre Mädchenriege gegen mich aufhetzt, so dass diese sich mir gegenüber absolut respektlos und unverschämt verhalten usw. DAS ist Mobbing, glaub mir !

    Hallo Elternschreck, Meike und Pausenbrot ! Ihr habt alle drei Recht, ich denke, dass ich die Schülerin zuerst "gemocht" habe, war das Problem. Und das mit der bürokratischen Sachlichkeit ist völlig richtig , das muss ich als Anfänger noch lernen, was aber schwerfällt angesichts der eklatanten bösartigen manipulativen Aktionen besagter Schülerin. Diese scheint mir wirklich eine ernsthafte Persönlichkeitsstörung aufzuweisen. ich habe übrigens herausgefunden, dass sie - entgegen ihrer Lügen - durchaus an der Prügelei der 5. Klässler in erheblicher Weise beteiligt war. Nur glaubt man mir, als gemobbter Lehrerin, nicht, da ich als befangen gelte. Habe die Opfer mit der Leiterin zusammengebracht, aber mir wurde bereits negativ ausgelegt, dass ich die opfer selbst befragt habe, was mir als Manipulation ausgelegt wurde. was aber nicht stimmt, da ich selbst die Wahrheit herausfinden wollte.


    Das Mädchen ist in meinem Augen wirklich gefährlich, höchst manipulativ und eine ausgezeichnete Lügnerin. Ich kann nicht mit ansehen, dass eine andere Schülerin ihretwegen möglicherweise von der Schule verwiesen werden soll, da mache ich dann schon den Mund auf, auch wenn es mir selbst zum Nachteil gereicht bei Leitung und Kollegen (der immer noch nichts rafft).
    Aber was den Umgang mit der Schülerin selbst angeht, achte ich auf Sachlichkeit und korrektes Verhalten. Dieses Biest rennt auch mit jedem kleinen Lehrerfehler zur Leitung und beschwert sich, es macht richtig Spaß, diesen Giftzahn zu unterrichten, das könnt ihr mir glauben, die Stasi sitzt sozusagen im Klassenraum.


    Ich muss heute ein Protokoll über das Lehrermobbing schreiben, allein das versaut mir schon den ganzen Tag. Viele Grüße und Danke !


    P.S.: Ich weiß nicht, ob Ruheraum und Trainingsraum dasselbe sind, bei uns gibt es einen Trainingsraum, dessen Besetzung aber im Moment nicht immer gewährleistet ist. Dort schreiben die Schüler auch im Beisein einer neutralen Aufsicht auf, was gewesen ist, aber der Trainingsraum bewirkt letztlich leider auch keine Einsicht oder Verhaltensänderung, da die Schüler längst wissen, was man da von ihnen lesen will. Schülern mit ernsthaften Persönlichkeitsstörungen kann man mit dem Trainingsraum leider auch nicht ernsthaft beikommen. Die lachen sich einen Ast darüber und schreiben einfach, was sie schreiben sollen.

    Herzlichen Dank für eure Antworten ! Es stimmt alles, was ihr geschrieben habt.


    Ich versuche mal, allen in einem Posting zu antworten: Wir haben an unserer Schule auch einen Trainingsraum, der jedoch leider nicht immer besetzt ist, oft nicht in den späten Stunden, in denen ich die Schülerin unterrichte. Es stimmt auch, dass ich zu emotional bin und sicher noch mehr Distanz brauche, an meiner Sachlichkeit arbeite ich noch. Aber ich glaube, das mit dem emotionalen Zugang ist auch ein gewisser Vorteil, denn zu den meisten Schülern habe ich eine gute Beziehung und weiß schnell, was los ist, da sie sich mir gerne anvertrauen. Dass die Brüllorgien nicht gut sind, hab ich selbst schon gemerkt, aber ich glaube, ich hätte Magenkrebs bekommen, hätte ich in manchen Situationen nicht gebrüllt. Bemühe mich aber im Moment und in Zukunft, ruhig zu bleiben, da Brüllen nix bringt und die ganze Klasse wuschig macht.


    Mit dem Rest der Klasse habe ich übrigens schon gesprochen, als besagte Schülerin mal nicht da war. ich habe gesagt, dass mich die Mobberei stark belastet hat und ich habe sie auch um ein Feed Back zu meinem Unterricht gebeten, weil ich wissen wollte, ob meine eigene Einschätzung total verkehrt war (ich fand meinen Unterricht eigentlich ganz o.k und die Beteiligung war auch nicht gerade übel). Die Klasse meinte, sie hätten den Unterricht ganz gut gefunden, würden aber gern öfter mal was Praktisches machen, sprich: ich solll sie im Unterricht mehr schreiben und werkeln lassen, was ich im Moment auch tue, was sehr gut ankommt. Das Gespräch mit der Klasse ohne die mobbende Schülerin war ganz ruhig und respektvoll und angenehm.


    Die Schülerin hat ganz gewiss große Probleme und andre Baustellen. Ich wäre die Letzte, die ihr nicht helfen wollte, wenn sie sich denn helfen ließe. Aber diese Schülerin ist - ich kann es nicht anders ausdrücken - bösartig und manipulativ, sie hat 4 Mädchen unter ihrer Kontrolle.
    heute gab es die nächste Überraschung. ich wurde zu einer konferenz gerufen, wo besagte Schülerin und eine weitere Schülerin aus unserer Klasse (die zwar wild, aber absolut gutherzig ist) angeklagt wurden, einen Schüler aus der 5.Klasse geprügelt zu haben. Die mobbende Schülerin hatte sich bereits vor kurzem fürPrügeleien vor Gericht zu verantworten. Eine ihrer "Untertanen" aus der Mädchenriege hat einen Brief aufgesetzt, in dem sie die andere angeklagte Schülerin bezichtigt, sie wäre die Haupttreibende bei der Gewaltaktion gewesen. Angeblich hätte ihr die Schülerin erzählt, dass sie das Kind aus der 5. Klasse getreten hat. Bei dem Gespräch wusch sich die mobbende Schülerin rein und die andere leugnete, dass sie das mit dem Treten war.


    Ich vermute, die mobbende Schülerin hat eine ihrer Untertaninnen angestiftet, eine Falschaussage zu machen, die sie entlastet (und dafür die andere Schülerin, die kurz vor dem Verweis von der Schule steht, aber aus Gründen der Unaufmerksamkeit im Unterricht, nicht aufgrund von Gewaltdelikten über die Klinge springen zu lassen). ich folge im Moment meinem Gefühl und gehe der Sache auf den Grund, werde ein Gespräch mit der geprügelten Schülerin aus der 5.Klasse veranlassen, die ja wohl sagen kann, wer sie geprügelt und getreten hat.


    Ich sag euch: das Leben an der GS ist echt spannend !!!


    Danke, Hamikar für deine wirklich beruhigende, nette Antwort !

    Liebe Foristen,


    ich arbeite an einer stinknormalen Gesamtschule mit hardcore Brennpunkt, also die absoluten hardcore Kids ausm Ruhrpott. Meinen Seiteneistieg habe ich erfolgreich absolviert, die Kollegen sind allesamt sehr nett (kein Mobbing), auch die Schulleitung scheint mir o.k. zu sein.
    Mit den meisten Schülern komme ich gut klar, allerdings habe ich nun ein wirklich stressendes Problem mit einer einzigen Schülerin aus meiner eigenen 9.Klasse, die mich seit drei Monaten (!) nach allen Regeln der Kunst mobbt und ca. 4 weitere hardcore Schnepfen ihrer Mädchenriege erfolgreich gegen mich aufgehetzt hat. Die Schülerin mochte ich bis vor drei Monaten sogar sehr gern, sie stand bei mir "eins" und "zwei" (ich unterrichtete sie in zwei Fächern), es gibt aus meiner Sicht absolut keinen Grund oder Anlass für das Mobbing. zwei Monate lang haben wir uns Brüllorgien geliefert und ich habe sie vor die Tür gesetzt. :explodier: :qualm: :neenee: Zuletzt gab es ein Gespräch mit der Jahrgangsleiterin, der Schülerin, ihren Erziehungsberechtigten (sie wohnt in einer Wohngruppe) , mir und meinem Co-klassenlehrer (mit dem ich mich gut verstehe und der vom Wesen her herzensgut ist, auch wenn er die Drastik der Lage meines Erachtens noch unterschätzt). Dabei wurde eine zweite Ordnungsmaßnahme vorbereitet, da sich die Schülerin nun auch für Prügeleien, die vor Gericht gelandet sind, verantworten muss. Sie hat das Gespräch genutzt, mich zu diffamieren. Ich habe es genutzt, um ihr das Lehrermobbing vorzuwerfen.


    Dieses Mädchen, was ich einst von Herzen mochte, hat sich - erschreckend - :schreck: um 180 gewandelt von der Persönlichkeit her: früher heiter und fröhlich, nun eine wahre Hülle aus Härte und bewusster, eiskalter Bösartigkeit. Ich habe es immerhin erreicht, dass sie einen meiner Kurse verlassen muss und in eine Parallelgruppe versetzt wird (was in einem meiner Fächer möglich war). Im zweiten Fach ist das leider nicht möglich, da es da keinen Parallelkurs gibt. Sie macht dort - zwar etwas dezenter -, aber immer noch mit ihrem bösartigen Mobbing weiter, boykottiert meinen Unterricht, wo sie kann, freut sich lautstark lachend über jeden meiner kleinen Fehler, hetzt weiterhin die Mädchen gegen mich und meinen Unterricht auf, ich kann die Gemeinheiten gar nicht alle aufzählen, aber ich empfinde diese Schülerin mittlerweile wirklich als Giftspritze, die mir meinen Unterricht kaputt macht. In dem ersten Kurs, den sie verlassen musste, ist nach ihrem Weggang wieder ein gutes Arbeitsklima eingekehrt und ich konnte erstmas wiederl aufatmen, da ich die anderen Nasen dort (auch nicht unproblematisch) gut im Griff habe.


    Im zweiten Kurs, in dem sie verbleiben muss, sieht es so aus, dass ca. 3/4 der Schüler absolut respektvoll mir gegenüber sind (mit ihnen habe ich keinerlei Probleme, zum Teil sehr nette Schüler), aber die vier mobbenden, keifenden Weiber mit Pistolenschnauze um diese Schülerin herum machen mir wirklich das Leben schwer. :qualm: Kann schon an nichts anderes mehr denken. :angst: Hier meine Fragen:


    Hat jemand von euch konkrete Tipps, wie man mit solchen Mobbern im Unterricht umgehen sollte ?
    Gibt es eine Möglichkeit, die Schülerin aus dem Unterricht zu verweisen, obwohl es keinen Parallelkurs gibt ? (Ich könnte sie höchstens bei einem Kollegen parken, aber das istja keine Dauerlösung).
    Ich merke immer mehr, dass es mit dieser Schülerin keine konstruktive Lösung geben wird, ich will sie nur noch loswerden oder meine Gesundheit geht baden. :skeptisch: :flieh: :flieh: :flieh:


    Würde mich freuen über Erfahrungen eurerseits zum Thema Schülermobbing und was ihr dagegen getan habt. ich vermute, dass Schüler das besonders gern bei Referendaren oder Berufsneulingen machen, wie ich einer bin (zwar mit 30 jähriger Berufserfahrung, aber in etwas anderem Bereich). Ach ja: ich halte mich für eine ziemlich gute Lehrerin (wurde mir bislang auch oft bestätigt). Nur hier beiße ich mir die Zähne aus. :muede: :angst: :muede: :neenee: :neenee: :neenee:


    Viele Grüße von der Gemobbten, die die Schnauze so was von voll hat :schreck: :hammer: :schreck:

    Vielen Dank für die hilfreichen Antworten ! Toll, dass man für eine Bewerbung ins Ausland offenbar erstmal keine Freigabeerklärung braucht. Bewerberstelle in Berlin werde ich mal kontaktieren, nur kenne ich ja Berlin schon zu genüge und weiß, was das zum Teil für ein Chaotenhaufen ist. Hab bloß Sorge, dass die mir erst eine Stelle anbieten, ich dann schön kündige und dann pustekuchen, :staun: klappt doch nicht und ich arme Socke bin arbeitslos. Mit meinen Fächern allemal, da keine Mangelfächer ... Aber: wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
    :gruss:

    Danke für die Antwort. Ich komme ursprünglich aus Berlin und bin wegen Seiteneinstieg nach NRW gewechselt. Dass ich eventuell nach Berlin zurückgehe, war nur so ein Gedanke, ich könnte mir durchaus auch einen Wechsel in die Schweiz vorstellen. Bin im Moment nur ratlos, wie man das möglichst risikoarm handhabt, zumal ich auch nicht mehr die Jüngste bin. Auf eine mündliche Zusage einer anderen Schule hin die alte Festanstellung zu kündigen, finde ich ja schon ganz schön riskant. Gibt es denn da nicht irgendwelche Tricks, wie man sich beim Wechsel besser absichern kann ? Muss ich mich von meinem SL freistellen lassen, um mich zum Beispiel in die Schweiz zu bewerben ? Ich möchte eigentlich im Moment noch nicht, dass mein SL von meinen Plänen Wind bekommt, zumal ich an meiner Schule gut behandelt werde. ich habe die Fächer DE und Philosophie und auch einen Magister, der mir aber für den seiteneinstieg nicht geholfen hat. Aber mit dem Examen und der zweijähigern Ausbildung hat man als Seiteneinsteiger ja dieselbe Quali wie ein regulärer Lehrer. Mir geht es einfach darum, wie man einen wechsel möglichst risikoarm gestaltet und die Frage ist, ob ich mich einfach irgendwo bewerben kann oder mich vorher freistellen lassen muss durch meinen SL.

    Liebe Foristen,


    ich habe glücklicherweise den Seiteneinstieg geschafft und das Examen (gute Note) in der Tasche. Obwohl meine Schule o.k. ist (vor allem die Kollegen), spiele ich mit dem Gedanken, doch nochmal zu wechseln, da mir die schwachen und zum Teil schwierigen Schülerlein doch jetzt erheblich zusetzen und ich das auf keinen Fall noch 15 Jahre machen will. :schreck: Wie sieht es mit dem Wechsel aus ? Wie lange muss man nach dem Examen an der Schule bleiben (5 Jahre ?) oder kann man jederzeit kündigen (bin nur angestellt, nicht verbeamtet). Und wie geht man dabei am besten vor ? Ich möchte ja nicht kündigen und dann arbeitslos sein. :hammer: Darf ich mich überhaupt auf Stellen regulär bewerben (auch in einem anderen Bundesland, zum Beispiel Berlin), wenn ich noch fest angestellt bin ? Wie kann das mit dem Wechsel funktionieren ohne ein zu großes Risiko einzugehen ?
    Wäre nett, wenn mir hier ein Erfahrener oder eine Erfahrene mal auf die Sprünge helfen könnte. Danke ! :doc:

    Liebe Foristen !


    Bei mir hats - mit 49 Jahren !- nun geklappt mit dem Seiteneinstieg und ich ziehe in den Pott ! :klatsch: Packe gerade eifrig Umzugskisten in Berlin und bin unendlich froh, die prekäre ewige Honorarschiene dort verlassen zu können, so interessant die Stadt sonst auch ist.


    Wer von euch fängt denn noch die Ausbildung im Studienseminar Münster im November an ? Hat jemand von euch sogar auch die Fächer Phil/De Sek II ?


    Schöne Grüße von einer glücklichen Noch-Berlinerin

    Hallo Susannea,


    ist es also de facto so, dass die Schule jemanden ohne Staatsexamen eh nicht unbefristet einstellen darf ??


    Das heißt im Klartext: man kann in Berlin keinen berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst machen, denn das geht nur, wenn man unbefristet (also erstmal per 2 Jahresaufhebungsvertrag) eingestellt wird. Aufhebungsvertrag heißt: die Schule stellt einen erstmal für zwei Jahre ein mit der Bedingung, dass man in diesen zwei Jahren seinen berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst macht. Schafft man damit sein 2. Staatsexamen, läuft der Vertrag unbefristet weiter, schafft mans nicht, ist der Vertrag und die Beschäftigung an der Schule beendet.


    Ich verstehe nur nicht, warum ich ständig gegenteilige Äußerungen hierzu höre. Das Schulamt in Berlin hatte mir gesagt, die einzige Möglichkeit zu einem berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst in Berlin ist ein unbefristeter Vertrag an einer Schule.


    Ich rufe morgen nochmal da an und frage, ob die Schule mich überhaupt ohne Staatsexamen einstellen darf - vermutlich nur, wenn es keine Regelbewerber gibt...Aber irgend einen Trick 17 muss es da auch noch geben ... :D


    Was für Hürden !! Diese Bürokraten ...

    Weiß einer von euch, ob PKB Stellen in Berlin entfristet werden können, wenn man kein Staatsexamen, nur Magister hat (aber bereit ist, den berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst zu machen) ?


    Ich blick nicht mehr durch. Der Personalrat, der gestern bei mir mit im Vorstellungsgespräch saß, meinte, nach einer gewissen Zeit müssten befristete PKB-Stellen automatisch entfristet werden. Ein Gewerkschaftler, den ich befragt habe, sagt genau das Gegenteil: PKB Stellen dürfen belliebig verlängert werden ohne je entfristet werden zu müssen.


    Aaaaargh ! Sind PKB Stellen nun die reinste Zeitverschwendung und Ausbeuterei oder sind sie eine reelle Chance, sich in einer Schule längerfristig zu pofilieren, so dass diese dann den xten PKB-Vertrag entfristen und zu einem 2 Jahresaufhebungsvertrag machen kann, wo man endlich seinen berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst machen könnte ????


    Hat das bereits jemand von euch in Berlin geschafft und wie ging das ?
    Ich rede von PKB Stellen an ein und derselben Schule und zwar nur mit Magisterabschluss (erstmal).


    Hoffe sehr auf Tips ! Danke !

    Mich würde mal interessieren, wie die Chancen allgemein sind, dass sich aus einer Vertretungsstelle eine Festanstellung samt Obas entwickelt.


    Ist das mit den Vertretungen ein kluger Einstieg für die Obas oder eher nicht ? Habe so den Eindruck, dass die Schulen bewusst erstmal Vertretungsstellen ausschreiben, um potentielle Kandidaten praktisch auf ihre Lehrbefähigung zu testen... Oder irre ich mich ?


    Was meint ihr ? Einfach auf Risiko setzen und an der Lieblingsschule
    vertreten in der Hoffnung, dass sich daraus ne Obas entwickelt ???
    Schöne Grüße an alle !

    Liebe Foristen !


    Gibt es irgend einen Außerirdischen hier, der es in Berlin mit den Fächern Deutsch und Philosophie/Ethik (Magisterabschluss) zu einem berufsbegleitenden oder normalen Referendariat an einer staatlichen Schule gebracht hat ?


    Ich habe bereits mitbekommen, dass es in Berlin recht einfach ist, an Vertretungsstellen heranzukommen, aber wie um Himmels willen kriegt man daraus einen unbefristeten Vertrag und die Möglichkeit zum
    berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst gebacken ?


    Wenn die SL einen als Vertretung einstellen, sind das immer befristete PKB-Verträge. Wenn es dann keine reguläre Ausschreibung für das Fach Deutsch gibt, ist man nach der Vertretung wieder draußen und kann eine neue suchen.


    Hat es irgend jemand in Berlin oder Brandenburg geschafft, über die Vertretungsschine (PKB) mit einem geisteswissenschaftlichen Fach an ein normales Referendariat oder einen berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst an der Vertretungsschule zu kommen ?


    Gibt es vielleicht bessere Chancen in Brandenburg und wie funktioniert es da ? Fragen über Fragen ....

    @ Linna


    Dem kann ich zustimmen. Peace on earth ! Schönen Abend !
    Alle Lehrer vereinigt euch. Bin dafür ! Gestresst sind wir nämlich alle, egal ob SE, Beamter oder Angestellter oder Honorarler ! :tongue:

    @ Nuki


    Ja, natürlich ist das mit den Vertretungen ein allgemeines Problem, das ALLE betrifft. Und es ist allzumenschlich, sich mal darüber aufzuregen, dass man deswegen Mehrarbeit leisten muss. So was hake ich, wenn ich es von Kollegenseite höre, verständnisvoll ab und das wars. Änderbar ist es eh nicht. Und eine allgemeine Aussage über einen bestimmten Berufsstatus erst recht nicht.

    @ Linna


    Ich mache einen Unterschied zwischen Erwachsenen und Kindern/Jugendlichen. Und was die erste Spezies angeht, gehöre ich nicht zur Fraktion, die "Halt die andere Wange auch hin" predigt.

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