Beiträge von Plattenspieler

    Danke, aber es ging mir jetzt um die umgekehrte Richtung. Aufgabe ist das Markieren von kurzen (Punkt) und langen (Strich) Selbstlauten.

    Sorry, wenn ich mich einmische: Was ist denn das Ziel davon?

    Also das eine ist, für die Rechtschreibung (v. a. Konsonantenverdopplung) das Erkennen kurzer und langer (eig. ungespannter und gespannter) Vokale zu üben. Schon das halte ich für fragwürdig. Neben den vielen Ausnahmen, die man sowieso zu lernen hat: Die einen können es einfach. Und die anderen tun sich wahnsinnig schwer damit, weil sie diesen Unterschied einfach nicht wahrnehmen können. In den meisten Fällen ist da eine Erarbeitung der Doppelkonsonanz über die Silbengelenke sinnvoller.

    Aber hier geht es, wenn ich dich richtig verstehe, darum, in geschriebenen Wörtern oder Texten die kurzen und langen Vokale zu markieren. Das haben wir in lateinischer Metrik in der Oberstufe gemacht, ja. Aber was ist bei Grundschüler:innen in Deutsch das Ziel des Vorgehens in diese Richtung?

    CDL

    Verstehe ich absolut, deine Argumentation und deine SuS. Deshalb schrieb ich ja, man könne es doch wenigstens wieder nach dem Alter staffeln, z. B. Masken in der Sekundarstufe, aber nicht in der Primarstufe. Oder wenigstens nicht in den Klassen 1 und 2. Oder nicht an SBBZ oder wo sonstige pädagogische Gründe dagegen sprechen.

    DA die Erkältung eben bei einigen nicht nur Erkältung ist

    Deshalb gibt es ja die Impfung. Niemand ist noch freiwillig ungeimpft (die Diskussion um die Kinder in dem Kontext müssen wir nicht wiederholen; die hatten wir vor ein paar Seiten).

    bei vielen deutliche Nachwirkungen hat

    Bei vielen Kindern? Tatsächlich? Kennst du da "viele" oder ist das nicht vielmehr eine Übergeneralisierung einiger Einzelfälle? Ich kenne kein Kind, das noch Nachwirkungen hätte, und auch nicht wirklich Erwachsene.

    Davon abgesehen, dass Kinder auch geimpft sein könnten (siehe oben).

    Welche Nachwirkungen haben die eingeschränkten Bildungsmöglichkeiten durch die bei unseren SuS deutlich reduzierte Verständlichkeit beiderseits?

    die Masken, die die meisten Schüler nicht mal mehr merken

    Da hast du andere SuS als ich. Bei mir wollen viele sie nicht tragen, nehmen sie ständig runter (entweder unter die Nase oder ganz), reagieren genervt auf die Aufforderung, sie zu tragen, reißen sie runter, sobald sie können (wenn wir draußen sind oder beim Essen). Ich hatte einmal in der ersten oder zweiten Klasse eine Aufgabe à la "Wunschtraum", eine Fee erfüllt dir drei Wünsche o. s. ä. - mehrere Kinder sagten/schrieben/malten, "dass wir keine Masken mehr tragen müssen".

    Also es gibt schon einzelne SuS, die sie nicht einmal mehr merken oder sie sogar gerne tragen, aber das ist bei mir eine Minderheit.

    Kinder können sich nämlich auch anstecken. Trotz Impfung.

    Ja, natürlich, aber was ist schlimmer, ein paar Tage "Erkältung" oder die gesamte Schulzeit mit Masken verbringen zu müssen neben allen anderen Maßnahmen ... Keine klassenübergreifenden Schulveranstaltungen usw. usf. Dass bei unseren SuS (Förderschwerpunkt Sprache) auch Kommunikation und Förderung erschwert sind, schrieb ich ja bereits mehrmals. Ich glaube, was die von ihren ersten Schuljahren in Erinnerung behalten werden, ist vor allem die immer wiederholte Aufforderung, die Masken aufzusetzen, und zwar richtig, über die Nase etc. pp.

    ein Kind ist in der 4. Klasse und mag die Masken nicht sehr gerne, aber es versteht, dass damit die Wahrscheinlichkeit sinkt, sich anzustecken.

    Von mir aus kann man da gerne auch an eine Staffelung nach Alter nachdenken, wie es sie eine Weile in groben Schritten (ich glaube, Primar- und Sekundarstufe wurden unterschieden) auch gab.

    Nuja, die Aufgaben von Erziehungshilfsschulen haben ja (v.a. dank Schulauflösungen) in weiten Teilen des Landes FZ Lernen übernommen

    Das mag in Thüringen so sein, die TE ist aber aus BW.

    Ad rem: Statt einer Anleitung für ein Spiel würde ich eher eine Anleitung für etwas wählen, was hergestellt wird, also z. B. eine Bastelanleitung oder auch ein einfaches "Kochrezept" (und wenn es nur ein belegtes Brötchen ist).

    Sie passen bis Heft 3. Mehr schaffen wir nicht in 5 Jahren.

    Wie gesagt, für Englisch habe ich da keine Vergleichswerte, weshalb mich interessieren würde, ob es in Deutsch und Mathematik genauso ist?

    Was heißt Wertschätzung, es kommt einfach nicht viel bei raus, egal wie man das findet. Also klar wäre es schön, wenn die SuS ein paar Brocken Englisch könnten, tun sie aber nicht.

    Natürlich sind Grenzen gesetzt. Aber es ist schon auch Einstellungssache seitens der Lehrkraft. "Ein paar Brocken Englisch" spricht da irgendwie für sich (sorry). Darüber hinaus hängt es natürlich auch am Kontigentstundenplan oder wie auch immer das im entsprechenden Bundesland heißt. Wenn da nur ein oder zwei Wochenstunden Englisch vorgesehen sind, kann natürlich auch nicht viel rauskommen; so etwas halte ich aber tatsächlich für eine Benachteiligung der Förderschüler.

    Das ist wie mit Lindberghs festem Glauben, dass L-Schüler alles im Leben erreichen können, wenn sie nur wollen. Das ist mit einem IQ von 65 halt nicht möglich.

    Etwas offtopic, aber ein IQ von 65 ist, wenn man rein und streng nach den Werten gehen würde (nicht dass ich das wollte), halt eigentlich auch kein Förderschwerpunkt Lernen mehr.

    Ich finde hier manches komisch.

    Zum Beispiel, dass Förderschüler:innen relative Stärken im Hörverstehen haben sollen. Kann ich mir ehrlich gesagt schwer vorstellen.

    Oder dass die Klick-Hefte/-Bücher so viel zu schwer seien. Ich habe jetzt keine Erfahrung mit Englisch an der FöS Lernen, aber in Deutsch und Mathematik waren die Klick-Lehrwerke des entsprechenden (also passenden) Jahrgangs für die meisten SuS meiner L-Klasse im Ref. zu einfach. Wie ist das bei euch, wenn ich fragen darf? Betrifft das Phänomen, dass ihr die Lehrwerke jüngerer Jahrgänge einsetzen müsst, nur Englisch oder alle Fächer?

    Was ist schade finde, ist, wie wenig Wertschätzung sowohl hier im Thread als auch in der Praxis Englisch an der Förderschule Lernen erfährt. Auch für einfachere Berufe braucht man das heutzutage zunehmend, von den allgemeinen Zielen des Fremdsprachenwerbs ganz abgesehen.

    Und:

    Außerdem werden deine SuS nie ins Ausland gehen.

    Ich kann nur von meinen SuS sprechen

    Merkste selbst, ne?

    Freut mich, dass es einigermaßen läuft und du Erfolge hast.

    Der verlinkte Test der VHS sieht mir deutlich zu schwer für den Förderschwerpunkt Lernen aus, auch für eine Einschätzung - ich kenne Gymnasiast:innen, die die Hälfte nicht hinbekommen würden.

    Wie viele Wochenstunden Englisch haben die Klassen denn bei euch?

    Vermutlich wirst du sehr basal arbeiten müssen, eher dem Grundschulenglisch vergleichbar, so dass es vor allem um die gängigsten Alltagsvokabeln und Phraseologismen und grammatisch um einfache SPO-Sätze gehen wird. Nehme ich an. Die Kolleg:innen, die in der Sek. I des Förderschwerpunkts Lernen unterrichten, werden dir sicher mehr sagen können.

    🙋‍♀️ Dieses Stilmittel nennt man Pleonasmus.

    Das stimmt zwar, aber das hier zitiere ich trotzdem in diesem Zusammenhang zu gerne (und offtopic sind wir sowieso schon):

    Zitat

    Viele fragen sich: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Tautologie, Pleonasmus und Hendiadyoin? Das ist ganz leicht: »Hendiadyoin« ist schwerer auszusprechen als die anderen beiden.

    Doppelt gesagt. Abgrenzungen für Angeber // netzwort.de

    Zitat

    Bleibt ein Förderschwerpunkt lebenslang bestehen?

    Nein. Ein sonderpädagogischer Förderschwerpunkt wird dann wieder aufgehoben, wenn die maßgebliche Beeinträchtigung nicht mehr besteht oder sie keine Auswirkungen mehr auf das schulische Lernen hat. Bei unseren SuS ist das oft schon während der ersten Schuljahre (der Primarstufe) der Fall.

    Spätestens mit dem Ende der Schulzeit endet ein sonderpädagogischer Förderschwerpunkt aber in jedem Fall, denn es ist eine schulische bzw. schulrechtliche Kategorie.

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