Das ist die entscheidende Frage. Klammert euch nicht an (oft genug dubiose) Diagnosen.
Ob ein Kind poltert, hört man in der Regel. Daran ist nichts dubios.
Das ist die entscheidende Frage. Klammert euch nicht an (oft genug dubiose) Diagnosen.
Ob ein Kind poltert, hört man in der Regel. Daran ist nichts dubios.
In der Regel stellen die Diagnose ja auch nicht 'normale' HNO-Ärzte, sondern Pädaudiologen.
Wir haben bei uns - Förderschwerpunkt Sprache - auch eine steigende Anzahl von Kindern mit dieser Diagnose.
Insgesamt muss man natürlich sagen, dass AVWS ein Konstrukt ist. Wenn eine bestimmte Anzahl an Teilbereiche der auditiven Wahrnehmung/Verarbeitung auffällig sind, kann die Diagnose gestellt werden. Bei Auffälligkeiten in weniger Bereichen liegt per definitionem keine AVWS vor, auch wenn die Schwierigkeiten evtl. mehr Auswirkungen auf schulisches Lernen und Alltag haben oder stärker ausgeprägt sind.
Welche Diagnostika nutzt denn ihr zur AVWS-Diagnostik?
Der mündliche Spracherwerb und auch der Schriftspracherwerb sind stark verzögert dadurch, so wie es uns mitgeteilt wurde.
Die Kausalität ist da noch nicht so wirklich geklärt.
Aber tatsächlich treten AVWS, SSES und LRS häufig gemeinsam auf.
Bei der AVWS lohnt es sich immer noch einmal genau zu schauen, wann das diagnostiziert wurde und welche Testungen mit welchen Ergebnissen in welchen Teilbereichen durchgeführt wurden, um sich die möglichen Auswirkungen bewusst zu machen. Das Erscheinungsbild und die Folgen können sehr unterschiedlich sein.
Da wir im Schulhaus kein Sekretariat oder Schulleitung haben, ist da Festnetztelefon der Schule auch bei uns im Klassenzimmer. Jeden Tag hat eine andere Kollegin das Telefon.
Wie passt das zusammen mit:
Bei uns an der Schule speziell MÜSSEN wir sogar unsere Handys anlassen, weil wir anders nicht erreichbar sind
?
Bei uns an der Schule speziell MÜSSEN wir sogar unsere Handys anlassen, weil wir anders nicht erreichbar sind - Zweigstelle der Schule und das Sekretariat befindet sich in einem anderen Schulhaus. Bei uns ist man sonst für niemanden erreichbar.
Dafür wird euch aber hoffentlich ein Diensthandy zur Verfügung gestellt und ihr müsst nicht eure privaten Geräte nutzen?
Da Poltern keine Sprach-, sondern eine Sprechstörung ist, sind eigentlich keine direkten Auswirkungen auf den Schriftspracherwerb zu erwarten.
Manchmal ist Poltern aber mit sprachlichen Schwierigkeiten verbunden, vor allem mit phonologischen Störungen (teilweise ist das auch schwierig voneinander abzugrenzen).
Welche Probleme zeigen sich denn im Bereich der Rechtschreibung und inwiefern führst du diese auf das Poltern zurück?
Edit: Nach Ulrike Sick tritt bei Poltern wohl doch gehäuft eine LRS parallel auf. Schwierigkeiten im Lesen aufgrund der Redeflussproblematik kann ich nachvollziehen, Rechtschreibschwierigkeiten würde ich jedoch weiterhin nicht als Folge von Poltern, sondern höchstens als Komorbidität bzw. als Folge von parallel bestehenden Sprachentwicklungsproblemen sehen. Aber ich schaue, wenn ich wieder in der Schule bin, einmal in unserer Lehrerbibliothek, was ich dazu finde. Dass sich eine Therapie/Förderung im Bereich der Schriftsprache von einer Förderung bei LRS ohne Poltern unterscheidet bzw. dass es dazu eigene Konzepte gibt, glaube ich aber eher nicht (zumal das Thema Poltern zumindest in der deutschsprachigen Fachliteratur sowieso eher vernachlässigt wird).
Edit 2: Der Vermutung meiner ersten Ergänzung entgegen spricht die offizielle Leitlinie, S. 154. Aber wie gesagt: insgesamt sehr dünne Datenlage, wie auch dort betont.
Und diese Entscheidung mich dort hinzuschicken haben die Lehrer von meiner Grundschule zwar nicht gefällt aber "dringend" empfohlen. Was sollten meine Eltern also machen? Die Lehrer waren ja nunmal die pädagogischen Experten nicht meine Eltern. Also haben sie ihnen geglaubt und mich auf die Förderschule geschickt.
Man kann sein Kind nicht einfach an eine Förderschule schicken.
Dazu muss ein sonderpädagogischer Förderbedarf bestehen (zu deiner Zeit hieß das vielleicht noch 'Sonderschulbedürftigkeit' o. ä.).
Die Entscheidung darüber trifft die Schulaufsichtsbehörde auf der Grundlage eines sonderpädagogischen Gutachtens.
Da reicht keine 'dringende Empfehlung' der Grundschullehrer.
letztes Mal war es eine ehemalige Schülerin einer Sprachheilschule, wenn ich recht erinnere...
Bei uns melden sich immer wieder ehemalige Schüler (die meist die Grundschulzeit bei uns waren) nach ihrem Realschulabschluss oder Abitur und schreiben/erzählen, dass sie es ohne den Start bei uns vielleicht nicht so weit geschafft hätten.
Aber das ist natürlich auch nicht repräsentativ. Von denen, die im Nachhinein unzufrieden mit ihrer Beschulung bei uns sind, werden wir eher nichts mehr hören.
Herzlichen Glückwunsch zum Abitur und alles Gute für das Studium und den weiteren Weg wünsche ich.
Ich frage mich jedoch: Ist dein Werdegang nicht eigentlich ein Beleg für die Wirksamkeit sonderpädagogischer Förderung und für die Durchlässigkeit des Bildungssystems?
Natürlich müsste man zu einer genauen Einschätzung erst wissen, auf der Grundlage welcher diagnostischen Resultate bei dir ein Förderbedarf festgestellt wurde. Natürlich werden da auch Fehler gemacht oder nachlässig gehandelt. Ich würde davon jedoch nicht als Regelfall ausgehen. Zumal bei dir der Förderbedarf ja, wenn ich dich richtig verstehe, erst nach vier Schuljahren erhoben wurde und nicht bereits vor der Einschulung.
Natürlich entwickeln sich auch Schüler anders als angenommen - man kann immer nur Prognosen stellen. Im Gegenzug kannst du auch nicht wissen, wie es gelaufen wäre, wenn du an Haupt-, Realschule oder Gymnasium gekommen wärst.
Als Sonderschullehrer sind wir prinzipiell von der Frühförderung (also ab Geburt) bis zur Berufsschulstufe/dem Übergang in den Beruf qualifiziert.
Es mag bundeslandspezifische Unterschiede geben, aber Primarstufe und Sekundarstufe I sollten meines Wissens überall möglich sein an entsprechenden Schulformen bzw. in inklusiven Settings.
Ist das zulässig? Ich dachte, in Bayern müssten Noten ausgerechnet werden. (Wohingegen sie in anderen Ländern nicht ausgerechnet werden dürfen.)
Es gibt verschiedene Rap-Vertonungen zum "Erlkönig" und anderen Balladen (z. B. Junge Dichter und Denker). Ich weiß nicht, ob das viel zum Lernziel, Balladen (und Merkmale von Balladen?) kennenzulernen beiträgt, aber könnte mir vorstellen, dass das für Kinder und Jugendliche in der Sek. I relativ motivierend ist.
Gvielleicht ne Teezeremonie einführen?
Genau das würde ich empfehlen.
Siehe auch: (Amtsärztliche Untersuchung) Jetzt Tee-Thread
gute Frage, ich drucke immer mal wieder Arbeitsblätter in Klassensätzen. Folien in bunt , dafür seltener. Oder auch mal etwas für meine Kinder. Der Fokus liegt sicherlich im s/w Druck, aber ich möchte auch bunt drucken können.
OT:
Warum druckst (und bezahlst) du Dienstliches privat?
Das stimmt nicht. An Waldorfschulen gibt es den besten Kunstunterricht.
Den Zusammenhang muss ich nicht verstehen, oder? Weil es an Waldorfschulen (vermeintlich) guten Kunstunterricht gibt, kann die Antrosophie keine rassistische, dogmatische usw. Weltanschauung sein?
Es ist eigentlich der einzige Kunstunterricht, den man überhaupt als solchen bezeichnen kann. Es gibt Schmieden, Schreinern usw. und zwar so, dass am Ende brauchbare Werkstücke und Möbel entstehen.
1. Für mich klingt das eher nach Werkunterricht als nach Kunstunterricht.
2. Ist es so wichtig, was am Ende entsteht? Sollte nicht - gerade aus sonderpädagogischer Sicht - die Prozess- vor der Produktorientierung stehen?
man kann waldorf in keiner weise mit sowas wie monte oder jenaplan usw. vergleichen. es ist wirklich eine geschlossene ideologie, die man halt akzeptiert oder auch nicht.
Natürlich ist Waldorf noch einmal eine andere Hausnummer, aber auch Montessoripädagogik ist, wenn sie sich wirklich an Montessori orientiert, alles andere als frei von Ideologie, die in manchem auch fragwürdige Tendenzen aufweist. Mit Jenaplan kenne ich mich weniger aus, aber allein die historische Rolle von Peter Petersen lässt da ja schon sehr kritisch aufhorchen.
Werbung