Ich möchte in die Ideensammlung noch zwei Dinge aus dem Förderschwerpunkt Sprache einwerfen!
Zum Einen finde ich das Buch " Bausteine sprachheilpädagogischen Unterrichts" von Karin Reber und Wilma Schönauer-Schneider super hilfreich. Es ist theoretisch gut fundiert, aber nicht zu kompliziert und vor allem praxisnah. Auch wenn man keine Kinder mit FöSch Sprache hat, findet man darin viele hilfreiche Anregungen - z. B. zum Modullieren kindlicher Äußerungen - die auch Kindern aus spracharmen Umfeld oder mit Deutsch als Zweitsprache zu Gute kommen!
Zum Anderen habe ich angefangen, mich mit dem Konzept der "Kontextoptimierung" zu beschäftigen. Ich habe hier das Buch von Margit Berg vor mir liegen, nicht das Grundlagenwerk von Motsch - das ist eher was für's Studium als für die Berufspraxis.
Kontextoptimierung klingt jetzt erst mal sperrig und das Berg-Buch ist auch nicht so leicht verständlich zu lesen wie das o.g. Buch von Reber, aber von der Konzeption her interessant auch für den Unterricht mit Regelschulkindern.
Kann die Tipps beide nur unterstützen (auch wenn Motsch bevorzugen würde, gerade auch für Grundschullehrer, weil er deutlich mehr theoretische Grundlagen zum Grammatikerwerb und grammatischen Störungen aufführt als Berg).
Warnen möchte ich aber gerade bei der Kontextoptimierung aber davor, dass der Aspekt der Grammatik zu sehr in den Vordergrund gerückt wird. Klar, Therapie der Grammatik ist wichtig, aber gerade bei Kindern mit Deutsch als Zweitsprache sind es ja meist in erster Linie Schwierigkeiten im semantisch-lexikalischen Bereich.
