Beiträge von Luzifara

    Bezüglich Mathe: nein Füller ist da völlig fehl am Platz und ich frage mich auch, warum das nun die Deutschkollegin alleine entscheiden sollte.

    Sprecht ihr nicht im Kollegium über soetwas? Ist das ein Alleingang?

    Schreibschrift anbieten finde ich gut, in einer verbundenen Schrift zu schreiben, hat schon Vorteile. Es gibt aber durchaus Schüler, die das nicht schaffen, mir fällt auch in den letzten Jahren auf, dass die Motorik schlechter wird, vermutlich auch, weil das Schreiben mit der Hand allgemein weniger wird. Das sehe ich ja auch bei mir selbst. Früher in der Uni, hab ich noch Aufzeichnungen mit der Hand geschrieben, heute sitze ich in Lehrerkonferenz mit dem Laptop da und habe auch ansonsten fast alles digital. Ich habe zwar glücklicherweise eine gute leserliche Handschrift, sehe aber auch bei Kollegen, dass das nicht mehr unbedingt flächendeckend der Fall ist, einige tun sich motorisch echt schwer leserlich an die Tafel zu schreiben oder EInträge in Heften vorzunehmen.

    Also bei uns wird Mathe mit Bleistift gemacht. Bei farbrigen Markierungen vielleicht mal ein Fineliner.

    Das finde ich auch sinnvoll, Mathe besteht ja auch aus vielen Zeichnungen, Tabellen, Diagrammen, Formen usw.

    Ich bin auch kein Füller-Fan. Wenn die Schüler, damit schreiben wollen, bitte schön. Wenn sie sich arg schwer tun, empfehle dringend einen Tintenroller bevor sie da Rumschmieren- und Kratzen.

    Ordentlich Heftführung ist bei uns auf jeden Fall auch ein Thema, da ist von wirklich gut und übersichtlich bis zu schrecklich und absolutes Chaos alles dabei.

    Ich kenne mich nicht aus mit Kinderzuschlägen, wer wo wie etwas bekommt und wer nicht, muss ich auch nicht, ich habe keine Kinder und werde auch keine mehr haben.

    Ganz oberflächlich ohne in die Tiefe zu gehen, verstehe ich nicht, warum man anzweifeln kann, dass Familien mit Kindern einen höheren finanziellen Bedarf an allem haben. Das weiß doch ohne nachzurechnen jeder.

    Warum sollte ich also nicht anderen ihren Kinderzuschlag gönnen?

    Ich gebe aber zu, dass der Ansatz öffentliche Bildung, Betreuung und Freizeitaktivitäten für Kinder kostenlos zu gestalten, damit eine gleichberechtige Teilhabe geschieht, viel sinnvoller ist. Dann würde eben alle Kinder unabhängig vom Status ihrer Eltern profitieren und es gebe weniger Kinder, die keinen Sportverein besuchen oder ein Instrument lernen können, weil ihre Eltern die finanziellen Mittel nicht haben.

    Unterm Strich ist aber so, dass wir alle egal, ob Beamter oder Anstellter uns theoretisch Kinder leisten können, wenn wir denn möchten und uns außerdem um unser tägliches Leben inkl. Freizeit- und Reiseaktiviäten wenig Sorgen machen müssen.

    Mir ist bewusst, dass das hier nicht die Fragestellung ist, dennoch ist mir dieses "über den Tellerrand schauen" wichtig. Schauen wir nach rechts und links sehen wir doch überall Menschen, egal ob Single, Paare oder Familien, die besonders aktuell Schwierigkeiten haben das tägliche Leben gut und eine Abstriche zu bestreiten.

    Ich fände es vermessen und unangenehm, wenn ich mir dann noch Gedanken machen würde, ob ich nicht evtl. von irgendwoher noch mehr Geld verdient habe, weil jemand anders es auch bekommt. Wir haben ein "Geld-Verteilproblem" in Deutschland, aber bestimmt nicht unter Lehrern.

    Ich bin übrigens keine Beamtin, sondern "nur" Angestellte und zwar selbst gewählt, ich habe mich nie um einen Beamtenstatus bemüht.

    Ich muss sagen, dass es mir sauer aufstößt, wenn ich irgendwo lese, dass sich jemand als Lehrer ungerecht oder zu wenig bezahlt fühlt. Richtig, muss am Ende jeder selbst wissen, womit er sich beschäftigt. Mir persönlich ist allerdings das "über den Tellerrand schauen" wichtig.

    Schlussendlich wünsche ich jedem Zufriedenheit und unter den genannten Aspekten wenigstens im finanziellen Bereich. Das im systemischen Bereich im Bereich Bildung / Schulsystem noch viel Luft nach oben ist, wissen wir ja alle.

    Bezüglich Fernbeziehung ist es in meinen Augen aber ein Unterschied, ob man z.B. eine Fernbeziehung ins Ausland pflegt, weil man sich auf einer

    Reise kennengelernt hat und die Umstände sind wie sie sind, oder ob man eine Fernbeziehung durch einen Umzug wegen eines Jobs selbst herbeiführt.

    Eine 800km entfernte Beziehung würde ich übrigens nicht führen wollen. Die Beziehung ist doch das, was dir momentan Halt gibt, da steht es doch außer Frage dieses auf so einen Distanz zu tun.

    Es geht einem auch nicht von heute auf morgen gut, nur weil man die Stelle wechselt, man trägt ja sein Päckchen noch eine Weile mit, auch wenn vielleicht die größte Last dann weg ist.

    Ich gehe davon aus, dass man mit einem Akademiker-Job und ab einem gewissen Alter Erspartes Vermögen hat, vielleicht teilweise als Anlage.

    Mein Vorgehen wäre folgendes: die Situation in deiner Schule hört sich so schrecklich an, dass sie deine Arbeitskraft nicht verdient hat und dich ja auch, wie geschildert kaputt macht.

    Also ist der Ausweg kündigen und erstmal zur Ruhe kommen. Dann sich woanders bewerben und wenn das für eine Zeit keine Lehrerstelle, sondern

    etwas anderes als Übergang, wäre das für mich auch so.

    Von meiner Familie wegziehen und meine Beziehung aufgeben würde ich für einen Job nicht.

    Ich wüsste auch nicht, was an einer "Kind krank - Meldung" komplizerter sein soll.

    Natürlich kannst du das Seminar besuchen, wenn es dir von der Betreuung her möglich ist.

    Kind geht mit dir zum Arzt, du bekommst eine Bescheinigung, die reichst du ein. Der Rest ist nicht dein Problem.

    Du hast damit alles formale erledigt. Diese Ansage "Kind ist nicht krank während des Refs" klingt unseriös, ich weiß nicht, was das soll.

    Tut euch doch mit allen unteren Klassen zusammen, jeder bietet etwas nach seinem Geschmack an und die KIds können sich aussuchen, was sie machen, von Basteln, über Disco bis hin zu Spielen spielen kann doch alles dabei sein.

    Was ist Lehrerrat?

    Sowas wie Teamsitzung mit SL und allen KuKs? oder ist das eine kleinere Gruppe?

    Sollte es eine kleine ausgewählte Gruppe sein, haben wir sowas gar nicht.

    Hachja. Aber ich als Individuum habe schon die Wahl, ob ich alles mitmache oder an passender Stelle "STOP" sage.

    Sehe ich genauso, ich habe auch schon bei Personalgesprächen gesagt, dass ich "Angebote" z.B. in einer anderen Altersstufe zu arbeiten zur Kenntnis nehme, mich bedanke, dass man mich für fähig hält und mir das Angebot überlege. Ich sehe meinen Arbeitsplatz als Angebot, ich muss da nicht arbeiten, genauso wenig, wie sie mich einstellen müssen. Passt es von beiden Seiten, prima, wenn nicht, dann nicht. Ich glaube, das ich vor 10 Jahrem auch noch anders gedacht habe und auch anders erzogen wurde, mittlerweile finde meine Einstellung für mich persönlich sehr gesund. Ich mache meinen Job gerne, habe mir gewisse Bedingungen "erkämpft", ziehe Grenzen, aber mache für das für was zu zuständig bin und wozu ich "ja" gesagt habe, aber auch zuverlässig ohne Meckern. Wenns hart auf hart kommt, kann ich von meinen nicht investierten Ersparnissen (also sofort verfügbares Kapital, dass nicht gebunden ist) mind. 1 Jahr leben. Auch unglaublich befreiendes Gefühl, kann ich nur jeden dazu raten. ;) Da ich erst Mitte 40 bin, hoffe ich aber meinen Job noch einige Zeit zur Zufriedenheit aller machen zu können (inkl. mich selbst natürlich).

    Und nicht alle Privatschulen haben eine schlechtere Bezahlung. Meine ist sogar besser als an der öffentlichen

    ja stimmt, gibt wohl Ausnahmen, die übertariflich zahlen, meistens ist man aber einfach Angestellte nach TVL, wo man bei Einstellung

    genau eingruppiert wird, ist aber auch ein bisschen Verhandlungssache bei uns zumindest. Also Leute mit viel Erfahrung haben gute Chancen hoch einzusteigen.

    So ein Kollegium braucht niemand! Ich würde in Pension gehen und kackfrech den Stinkefinger zeigen. Schule ist nicht das (!) Leben. 8_o_)

    :) Diese Variante hat durchaus auch seinen Charm.

    Ist nur die Frage, ob man wirklich deswegen auf Rentenansprüche verzichten sollte, wenn man so kurz vor dem Ziel ist und den Job mit den Kids eigentlich noch gerne macht. Das Kerngeschäft ist ja am Ende des Tages die Arbeit mit den Schüler:innen.

    Naja ... dann würde ich als SL grundsätzlich Konferenzen eine Stunde länger ansetzen, als ich denke, dass ich brauche. Jeder freut sich, wenn's nicht so lange dauert, aber keiner steht auf, bevor ich wohl fertig bin.

    So aus Interesse : sind bei euch diese Konferenzen eigentlich immer nur von der Schulleitung gestaltet und die redet?

    Bei uns hat die SL ca. 1 Drittel der Zeit zur Verfügung, der REst sind Themen von Kolleg:innen für alle.

    Wenn ich manche Arbeitsbedingungen an manchen staatlichen Schulen hier lese, wird mir ganz übel und mir wird wieder mal bewusst, dass ich das

    für keinen Beamten-Status dieser Welt machen möchte (arbeite an einer privaten Schule, Angestellte). Ich habe zwar auch einen anstrengenden

    Job, aber das was ich hier teilweise lese, ist Ausbeutung und Fremdbestimmung.

    ;) Falls jemand Interesse hat, wir haben aktuell eine Stelle für Nawi oder / und Deutsch in der SEK I frei, jemand ist in eine andere Stadt gezogen.

    Aber ich hörte schon oft, dass viele eh nicht unter Beamtengehalt arbeiten möchten. Dann ist das so.

    Ehrlich Leute, nehmt die Beine in die Hand, manches kann man doch nicht ernsthaft bis zur Rente so durchziehen wollen.

    Daher empfinde ich auch dieses „Wir nehme auf alle Rücksicht“ total weltfremd, weil es dann in letzter Konsequenz eh nicht durchgehalten werden kann.

    Das sehe ich auch so.

    Ich denke, man versucht immer die größten Hindernissen für verschiedene Personen aus dem Weg zu räumen. Aber am Ende bleibt das ein Versuch. Gerade beim Thema Essen und sportliche Betätigkeit kommt man da doch immer an seine Grenzen.

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