Beiträge von Sissymaus

    Ich glaube, auch Sissymaus hat mal ein ähnliches Vorgehen angedeutet, falls ich das richtig in Erinnerung habe. Eine gleiche äßige Arbeitsbelastung macht ja auch für die meisten Menschen Sinn, wenn man seine Arbeitskraft bis zum Pensionseintritt erhalten möchte.

    Unbedingt!

    Ich lehne ab bzw. vertage auf später, wenn ich was nicht mehr geschafft hab. Ich werde für 41 Wochenstunden bezahlt und bekomme keinen Cent mehr, wenn ich das überschreite.

    Hallo liebe Forumsgemeinde,

    ich bin mittlerweile an einer anderen Schule, komme dort bestens klar, aber nun ist mir eine Frage gekommen. Ich habe in den letzten Wochen eine kranke Kollegin in meiner Springstunde vertreten. Jede Woche einmal, insgesamt 4 Wochen lang. Ich habe dem Vertretungsplaner beim ersten Mal noch gesagt, dass ich meiner Ansicht nach aufgrund meiner Beschäftigungssituation keine Vertretung halten dürfte, er hat das aber mit "Dienstpflicht" abgewatscht und mich eingetragen. Ich habe die Stunden dann gehalten. Meine Frage ist nun: kann ich die auch ausgezahlt kriegen, obwohl ich sie erst gar nicht habe halten dürfen?

    Du bist Vertretungslehrkraft, oder? Da sieht die Sache nochmal anders aus, aber das wissen andere besser als ich.

    Sobald Du pro Monat 6 Stunden (oder mehr) zusätzlich zusammen bekommst, kannst DU Dir die Stunden in NRW auszahlen lassen. Aber beachte, daß die Entfallstunden aus deinem kompletten Stundenplan, z.B. weil eine andere Klasse im Praktikum oder auf Klassenfahrt war, als Minusstunden gegengerechnet werden.

    Es wird bereits ab der 4. Stunde und dann alle Stunden bezahlt.

    Danke, das wusste ich nicht. Wie ich bereits schrieb, bin ich nur sehr selten im Berufsschulbereich eingesetzt (höchstens mal ein paar Doppelstunden mit Englisch) und kenne mich nicht wirklich in dem Bereich aus. Daher dachte ich, dass die Ausbildungsordnungen mit den vorgegebenen Berufsschulstundenzahlen für alle BL gelten und war mir nicht bewusst, dass es nochmal BL-eigene Lehrpläne gibt.

    Ausbildungsordnung: Das ist die Vorschrift für die Betriebe.

    Wie gesagt: Hier in NDS wird es augenscheinlich anders geregelt (obwohl wir ja dieselben Ausbildungsordnungen haben müssten, oder? - Ich bin wenig im Berufsschulbereich unterwegs, daher weiß ich es nicht genau). Bei uns sind die Azubis an vielen - wenn nicht den meisten - BBSn im ersten Ausbildungsjahr 16 Unterrichtsstunden, ab dem zweiten acht Stunden in der Schule.

    Aber es gibt doch jeweils wieder eigene Lehrpläne für die Bundesländer. Bei uns sind da jeweils die Stunden drin, die unterrichtet werden müssen und da kommt man auf 12/Jahr.

    Wie ich oben schon schrieb, machen wir das nicht so mit diesen halben Tagen. Das ist für die Betriebe so ungünstig, dass wir es dann eben anders lösen. Schon allein wegen der Anfahrtswege wäre das mit einem halben Tag völliger Blödsinn.

    Einige Bildungsgänge lösen es auch so, dass der zweite Tag alle 14 Tage stattfindet.

    ja da hast du recht. ich will mich auch wirklich nur auf eins konzentrieren und Deutsch annehmen, man hat nur schreckliche Angst das man hinterher dann zurückschaut und etwas bereuen konnte, danke für deinen Rat!!!!

    Dann ist das so. Aber warum willst Du es nicht mal versuchen? Was wäre die Alternative?

    das heisst du würdest mir empfehlen Deutsch nicht nochmal zu machen und somit den Freiversuch zu verwerfen und nur Geschichte mit einem letzten Versuch zu wagen?

    Ich kann Dir gar nichts empfehlen. ich kenne Dich nicht. Das hier ist ein anonymes Forum. Willst Du tatsächlich auf dieser Basis eine so wichtige Entscheidung treffen? ich würde es aber aus meiner Perspektive jedem raten. Ich bin aber womöglich völlig anders gestrickt als Du.

    außer ob du alles einfach stur auswendiglernen kannst oder nicht.

    Wo liegt dann das Problem? Auf den Hosenboden setzen und lernen!

    Ich habe andere Fächer, stelle mir das jetzt aber auch nicht so wahnsinnig kompliziert vor, sonst würden nicht so viele in diese Kombi gehen.

    dann muss ich damit leben das ich nur noch einen Versuch in Geschichte habe.

    Einer reicht! Lernen und bestehen ist die Devise.

    Hau dem nächsten, der mit sowas daher kommt, den Stahl doch einfach mal auf'n Kopp.

    Ehrlich... Ich habe im Studium noch Schwefelwasserstoff-Einleitung gelernt, meine 14 Jahre jüngere Kollegin nicht mehr. Die hatte dafür ein Semester lang Python und R. Ich muss nicht lange überlegen, was nützlicher ist.

    Ich war versucht, den nächstbesten Stahlklotz zu werfen.

    Deine Erfahrungen: Genau das meine ich. Ich hab im Studium irgendwelche Stahlproben geschliffen, geätzt, poliert, um das Gefüge sichtbar zu machen. Das war so nervig und überflüssig. Das gibt’s heute zum Glück nicht mehr.

    Den alten Kram muss man wirklich mal in die Tonne kloppen. Die Kids sind doch nicht dümmer als wir. Die haben aber völlig andere Herangehensweisen. Und die sind auch völlig in Ordnung, nur eben anders. Zum Glück.

    Steht das U-Eisen immer noch auf dem Programm?

    Absolut. Ich hatte neulich ein langes Gespräch mit Ausbildern aus den Betrieben. Alle waren der Meinung, dass die Azubis noch dieses und jenes und welches lernen sollen. ich hab dann gefragt, was denn dann an Kenntnissen, Inhalten und Fertigkeiten wegfällt? Daraufhin gab eine ellenlange Diskussion untereinander und ich hab dann gefragt, wie lange zB noch gefeilt wird? Die Ausbilder der regional namhaften Betriebe sagten mir: 6-8 Wochen.

    Ich konnte es kaum glauben. Mein Entsetzen darüber wurde aber abgebügelt mit: Die müssen lernen, wie hart Stahl ist.

    Auch als ich gefragt hab, warum diese Fertigkeit denn heute noch wichtig wäre, wurde mir praxisferne vorgeworfen und und und.

    Ernsthaft: Keiner feilt da im Betrieb irgendwas ab. Da wird natürlich eine Maschine bemüht, die das wesentlich schneller und vor allem genauer macht.

    Und die wundern sich, warum sie keine Azubis finden.

    Vielleicht müsste die PISA-Erhebung und auch das Bildungssystem auch mal dahingehend ändern, was heute für wichtig ist. Eventuell müssen sich nicht die Schülerschaften zurück zu alten Wurzeln machen, sondern die Bildung und der PISA-Test modernisiert werden.

    Wenn ich sehe, wie in den Metallberufen noch am guten alten wochenlangem Feilen von Metall festgehalten wird, frage ich mich manchmal: Wer failt hier? Azubis oder Ausbilder? Wie hart Metall ist, weiß ich schon nach 8 Stunden Feilen, dafür benötige ich keine 8 Wochen.

    Hier kam mehrfach der Vorschlag auf, Kolleginnen und Kollegen, die krank sind / krank feiern, weil sie mit der Belastung nicht zurecht kommen, ruhigere Klassen und angenehmere Lerngruppen zu geben, um sie zu entlasten.

    Dieses Vorgehen erschließt sich mir auf mehreren Ebenen nicht.

    Erstens handelt es sich bei den betroffenen LK um erwachsene Menschen, denen angesichts ihrer hohen Fehlzeiten klar sein müsste, dass sie etwas an der Situation ändern müssen. Sei es, dass sie sich Unterstützung holen, in Teilzeit gehen etc.

    Was mich zu zweitens führt: Es gibt genug Kolleginnen und Kollegen, die Teilzeit nehmen, weil ihnen die Arbeitsbelastung zu hoch ist. Ob das nun tatsächlich so ist oder nur subjektives Empfinden sei mal dahingestellt und auch die eventuelle Kritik an der Arbeitsbelastung, die man daran ggf. anschließen könnte. Fakt ist, dass dieses KuK erkannt haben, dass sie reduzieren müssen, um eben NICHT in die Gruppe der dauerkranken / dauerkrankfeiernden Lehrkräfte zu rutschen, die aber dann wiederum die beliebten Lerngruppen bekommen - bei höherer Bezahlung als die Teilzeitkollegen.

    Da läuft doch was schief...

    Ach! Was für eine Erkenntnis!

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